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01-02 | 2018

Medienpartnerschaft

Medienpartnerschaft DGQ-Qualitätstag 2017: Der Mensch im Mittelpunkt der Veränderung Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) Claudia Nauta August-Schanz-Str. 21A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-209 Fax: 069/95424-133 nc@dgq.de www.dgq.de Rund 400 Qualitätsmanager kamen Ende November 2017 zum 4. DGQ-Qualitätstag zusammen. Die Veranstaltung ist der Höhepunkt der Arbeit der DGQ-Fachkreise. 13 Workshops bildeten ein breites Themenspektrum ab und Interessierte aus ganz Deutschland waren zu einem intensiven, interaktiven fachlichen Austausch eingeladen. In seinem Impulsvortrag nahm Dr. Christoph Koenig, Leiter Digitalisierung und Vernetzung bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität, mit Unterstützung der DGQ-Fachkreise, entwickelte Paradigmen des Qualitätsmanagements der Zukunft auf. Diese zeigen die Richtung, um Qualitätsmanagement in einer sich verändernden Welt zu mehr Wirksamkeit zu verhelfen. In Workshops wurden diese Paradigmen mit der Praxis der Managementbeauftragten und Fachkräfte verbunden. Den Menschen in den Fokus rücken Unter dem Titel „Der interne Auditor zwischen den Stühlen“ befassten sich die Teilnehmer beispielsweise mit der Rolle des internen Auditors, der in einem Spannungsfeld aus externen Anforderungen und einer intrinsischen Motivation agiert. Sie waren sich einig, dass aktuell der Fokus für interne Auditoren noch zu sehr darauf liege, Zertifizierer und die Geschäftsleitung zufrieden zu stellen. Nicht aber darauf, den Kunden sowie die Verbesserung und Entwicklung des Unternehmens ins Zentrum ihrer Arbeit zu nehmen und Mehrwert zu erzeugen. Bild: DGQ Stabilität und Veränderung dynamisch ausbalancieren Ausgangspunkt des Workshops „Integrated Thinking – Moderne Unternehmenssteuerung in einer veränderten Unternehmenswelt“ war die Annahme, dass Controller und Qualitätsmanager in Unternehmen bereits heute zwei zentrale Positionen in Unternehmen innehaben. Um auch in unruhigen Zeiten mit immer komplexeren Problemstellungen erfolgreich zu sein, müsse sich die Zusammenarbeit deutlich wandeln. In dem Workshop erarbeiteten die Teilnehmer ein gemeinsames Verständnis von der Vielfalt der Einflüsse auf die Steuerung von Unternehmen auf der Basis des Integrated-Reporting-Ansatzes. Unternehmenskultur weiterentwickeln In Kleingruppen setzten sich die Teilnehmer mit der Fragestellung auseinander, wie klassische QM-Methoden im Gesundheitswesen sinnvoll eingesetzt werden können. Dabei übertrugen die Teilnehmer bewährte QM-Tools, wie das Turtle-Modell, auf konkrete Aufgaben dieser Branche – zum Beispiel auf das Entlassungsmanagement im Krankenhaus. Vernetzung zum Abschluss Die Teilnehmer des Workshops informierten sich über die Ergebnisse der parallel arbeitenden Gruppen und traten mit den Moderatoren und untereinander intensiv in Austausch. Zum Abschluss zog Koenig ein durchweg positives Fazit von der Veranstaltung und lud die Teilnehmer dazu ein, sich mit den Paradigmen in der täglichen Arbeit kritisch auseinanderzusetzen, sie zu testen und zu hinterfragen. 54 UmweltMagazin Januar - Februar 2018

Standards Service VDI/BTGA/ZVSHK 6023 Blatt 2 Gefährdungsanalyse Trinkwasser VDI 3459 Blatt 1 Begriffe in der Energie- und Abfallwirtschaft genau definiert Bild: Bernd Kasper/ pixelio.de Die Richtlinie VDI 3459 Blatt 1 soll ein einheitliches Verständnis bei der Anwendung gleicher Begriffe sowie bei der Beschreibung technischer Sachverhalte auf dem Gebiet der Abfall- und Energiewirtschaft ermöglichen. Sie soll den Nutzern helfen, einen sprachlichen und inhaltlichen Konsens herbeizuführen. Dabei definiert sie die aufgenommenen Begriffe allgemein und ermöglicht es so, die allgemeingültige Definition einerseits dann auch in einen speziellen Kontext stellen zu können, und anderseits insbesondere diese Begriffe gegeneinander abzugrenzen. Sie bezieht sich in ihren Definitionen und Erläuterungen in erster Linie auf allgemeine Begriffe der Abfall- und Energiewirtschaft, im Weiteren auch auf angrenzende Bereiche, die eine besondere Bedeutung für diesen Themenbereich haben. Herausgeber der Richtlinie VDI 3459 Blatt 1 „Terminologie in der Energie- und Abfallwirtschaft – Grundlagen“ ist die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss. Sie ersetzt den Entwurf von November 2012. www.vdi.de/3459 Treten bei einer Trinkwasser-Installation Überschreitungen des technischen Maßnahmenwerts für Legionellen auf, so ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass in Planung, Bau und/oder Betrieb etwas schief läuft. Dabei sind diese technisch vermeidbar. In der Vergangenheit existierten keine normativen Vorgaben für Ablauf, Inhalt und Aufbau der Gefährdungsanalyse. Die Richtlinie „VDI/BTGA/ZVSHK 6023 Blatt 2“ schafft nun eine praxisnahe Grundlage zur Erstellung von vereinheitlichten und zielführenden Gefährdungsanalysen. Ist es zu einer Überschreitung des technischen Maßnahmenwerts gekommen, so muss nach Trinkwasserverordnung durch einen umfassend fachkundigen Sachverständigen eine Gefährdungsanalyse durchgeführt werden. Diese dient der Entwicklung von Maßnahmen zu einer Wiederherstellung eines besorgnisfreien Zustands. Die Richtlinie wurde in enger Zusammenarbeit der wichtigsten im Bereich der Trinkwasserhygiene tätigen Vereine und Verbände erarbeitet, um den Qualitätsstandard bei Gefährdungsanalysen für Trinkwasser-Installationen zum Schutz der Trinkwassernutzer wie auch der Betreiber von Trinkwasser-Installationen deutlich zu erhöhen. Aus ihren Inhalten leiten sich Anforderungen an einen VDI/BTGA/ZVSHK-anerkannten Sachverständigen für Trinkwasserhygiene ab. Die Richtlinie legt zu diesem Zweck formale und inhaltliche Aspekte fest und definiert Qualifikationsanforderungen an den Sachverständigen. Es werden die ereignisorientierte Gefährdungsanalyse nach Umweltbundesamt-Empfehlung bei Legionellenbefall und die elektiv als Schwachstellenanalyse durchgeführte systemorientierte Gefährdungsanalyse beschrieben. www.vdi.de/6023 DIN EN 16167:2017–11 Boden, behandelter Bioabfall und Schlamm Der Norm-Entwurf „Boden, behandelter Bioabfall und Schlamm – Bestimmung von polychlorierten Biphenylen (PCB) mittels Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (GC-MS) und Gaschromatographie mit Elektroneneinfangdetektion (GC-ECD)“ legt ein Verfahren für die quantitative Bestimmung von sieben ausgewählten polychlorierten Biphenylen in Schlamm und behandeltem Bioabfall unter Anwendung der GC/MS und GC/ECD fest. Die Nachweisgrenze hängt von den zu bestimmenden Substanzen, den verwendeten Geräten, der Qualität der für die Extraktion verwendeten Chemikalien und der Reinigung des Extrakts ab. Unter den in diesem Norm-Entwurf festgelegten Bedingungen kann eine Nachweisgrenze von 1 µg/kg erreicht werden. Schlamm und behandelter Bioabfall können sich in ihren Eigenschaften sowie in den erwarteten Kontaminationsniveaus von PCB und bei der Anwesenheit von störenden Substanzen unterscheiden. Aufgrund dieser Unterschiede ist es unmöglich, ein allgemeines Verfahren zu erarbeiten. Der Entwurf enthält Entscheidungstabellen, die auf den Probeneigenschaften und den anzuwendenden Extraktions und Reinigungsverfahren basieren. www.beuth.de UmweltMagazin Januar - Februar 2018 55

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