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09 | 2017

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Nachrichten BMUB

Nachrichten BMUB Verringerung von Spurenstoffen in Gewässern Spurenstoffe können die Gewässer sowie deren Wasserqualität beeinträchtigen und erschweren die Gewinnung von Trinkwasser. Sie stammen aus der Herstellung und Verwendung von Produkten wie Human- und Tierarzneimittel, Bioziden, Pflanzenschutzmitteln, Industrie- und Haushaltschemikalien oder Körperpflege- und Waschmitteln. Sie gelangen über punktuelle und diffuse Eintragspfade in die Gewässer. Das Bundesumweltministerium will Seen, Flüsse und Küstengewässer wirksamer vor Spurenstoffen schützen, die aus Medikamenten, Haushalts- und Industriechemikalien oder Pflanzenschutzmitteln stammen können. Um den Eintrag solcher Stoffe in die Gewässer weitgehend zu vermeiden, haben Akteure aus Industrie, Zivilgesellschaft, Wasserwirtschaft und den Ländern Handlungsempfehlungen für die weitere Gesetzgebung erarbeitet. In einem Policy-Paper stellen sie das gemeinsame, fachliche Verständnis und praktikable Handlungsoptionen zur Reduzierung des Eintrags von Spurenstoffen in Gewässer dar. Zentrale Bedeutung hat dabei das Vorsorgeprinzip. So soll der Eintrag von Spurenstoffen bei der Herstellung verringert und ein bundeseinheitlicher Orientierungsrahmen für die Behandlung dieser Stoffe in Kläranlagen geschaffen werden. Im Rahmen der Produktverantwortung sollen Hersteller und Produzenten chemischer Produkte, die Spurenstoffe mit sich bringen, zudem weitere Vorsorgemaßnahmen entwickeln. Übergeordnete Bedeutung besitzt die Festlegung relevanter Spurenstoffe. Der umfassende Lösungsansatz auf allen Handlungsebenen ist durch einen geeigneten Informationsaustauschs zwischen allen Akteuren zu fördern. Das Policy Paper “Spurenstoffstrategie des Bundes” ist unter www.bmub. bund.de/N54267/ zu finden. www.bmub.bund.de Bild: Archiv Kreislaufwirtschaft Phosphor – zu wertvoll für die Müllverbrennung Phosphor ist der verborgene Schatz im Klärschlamm. Trotzdem wird er immer noch in Müllverbrennungsanlagen vernichtet. Das soll in Zukunft anders werden. Nach der neuen Klärschlammverordnung, die der Bundestag jetzt billigte, müssen Klärschlämme für die Wiedergewinnung von Phosphor recycelt werden. Ziel ist es, nach und nach den Stoffkreislauf Phosphor zu schließen und damit die Abhängigkeit Deutschlands von Phosphorimporten abzubauen. Das schont die endlichen Phosphorressourcen und verringert Schadstoffeinträge in Böden. Phosphor wird vor allem als Düngemittel eingesetzt. Bei der Herstellung von mineralischen Phosphordüngern ist Deutschland – wie auch fast alle anderen EU-Staaten – vollständig von Importen abhängig. Theoretisch können diese Importe zu 50 bis 60 % durch Phosphor aus Klärschlamm ersetzt werden. Um diesem Ziel näher zu kommen, verpflichtet die neugefasste Klärschlammverordnung vor allem Betreiber größerer Abwasserbehandlungsanlagen zur Phosphorrückgewinnung aus phosphorreichen Klärschlämmen. Um geeignete Rückgewinnungsverfahren zu entwickeln und zu genehmigen, sieht die Verordnung Übergangsfristen vor. Für Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen mit einer Ausbaugröße ab 100 000 EW greift die Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphor zwölf Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung; Anlagen mit einer Ausbaugröße ab 50 000 EW müssen die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung 15 Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung erfüllen. Zeitlich parallel wird die unmittelbare Düngung mit Klärschlämmen aus solchen Anlagen nicht mehr zulässig sein. Lediglich bei Anlagen mit einer Ausbaugröße bis 50 000 EW – und damit in vorwiegend ländlich geprägten Phosphor – der verborgene Schatz im Klärschlamm. Regionen – wird es noch zulässig sein, Klärschlämme unmittelbar zur Düngung einzusetzen. Dabei gelten allerdings strengere Anforderungen als bisher. 2015 fielen in Deutschland rund 1,8 Mio. t kommunaler Klärschlämme an. Nur rund ein Drittel wurde zum Düngen und zur Bodenverbesserung eingesetzt. Der überwiegende Anteil wurde nach einer thermischen Behandlung auf Deponien abgelagert, dabei ging Phosphor verloren. Die Verordnung wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres im Bundesgesetzblatt verkündet werden und in Kraft treten. www.bmub.bund.de Bild: Hannes Grobe 12 UmweltMagazin September 2017

Vorschau / Impressum Themenvorschau 10/11-2017 Bilder: Archiv, Kaeser, Arcadis Special: Automatisierung, Steuer- & Regeltechnik Steuer- und Leitsysteme Sensorik Predictive Maintenance Abfall & Recycling Deponie-Sanierung Innovative Recycling-Konzepte Wasser Abwasserreinigung Desinfektion von Prozess- und Kühlwasser Recht Die neue 42. BImSchV über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider Service Umweltmärkte: Abfallwirtschaft in Kroatien Anzeigenkontakt CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125, 22761 Hamburg Kai Lück E-Mail: klueck@cmc-web.de Telefon: +49 (0) 40 / 881 449 - 370 Fax: +49 (0) 40 / 881 449 - 11 Anzeigenschluss: 30. Oktober 2017 Erscheinungstag: 20. November 2017 Mediadaten: www.umweltmagazin.de/mediadaten.php Umwelt Magazin Das Entscheider-Magazin für Technik und Management ISSN 0173–363 X 47. Jahrgang (2017) Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Redaktion Dipl.-Ing. Peter von Hindte (Chefredakteur), Tel.: (0211) 6103-526 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: (0211) 6103-215 E-Mail: UmweltMagazin@springer-vdi-verlag.de Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU), Bad Soden Medienpartnerschaft Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt am Main Redaktionsbeirat Dirk Franz Franzen, VDI-GEU, Düsseldorf Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Uwe Görisch, Honorarprofessor am Karlsruher Institut für Technologie Prof. Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, Geschäftsführer der KTB GmbH, Gladbeck Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Claudia Nauta, Produktmanagerin bei der DGQ, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Verlag Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 101022, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 30080000 Kontonummer 0212172400 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300 IBAN: DE69300800000212172400 Geschäftsführung Christian W. Scheyko Layout Ulrich Jöcker Satz Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck KLIEMO Printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. (02 11) 6103-140 Fax (02 11) 6103-414 E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de Vertriebsleitung: Christian W. Scheyko Bezugspreise 8 x jährlich (Ausgabe 1/2, 4/5, 7/8, 10/11 als Doppelausgabe) Jahresabonnement:114,- € VDI-Mitglieder: 102,60,- € (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 70,- € (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 10,50 € Ausland 25,50 €, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 19,- € Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Anzeigen CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125, 22761 Hamburg Kai Lück E-Mail: klueck@cmc-web.de Telefon: +49 (0) 40 / 881 449 - 370 Fax: +49 (0) 40 / 881 449 -11 Anzeigendisposition Susanne Storb, Tel.: (0211) 6103-380, Fax: (0211) 6103-300 z. Zt. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 43 vom 1. Januar 2017 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. www.umweltmagazin.de UmweltMagazin September 2017 13

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