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09 | 2017

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Luft Absauganlage sorgt

Luft Absauganlage sorgt für sichere Prozesse Die bei vielen Produktionsvorgängen entstehenden Stäube stellen eine Gefahr für die Gesundheit der Mitarbeiter sowie auch für die Betriebssicherheit dar. Es gilt, die gesetzlichen Arbeitsschutz-Grenzwerte gemäß den Technischen Regeln für Gefahrstoffe sowie die EU-Richtlinie 2008/50/EG bezüglich der Abgabe an die Außenluft einzuhalten. Die Suet Saat- und Erntetechnik GmbH, Eschwege, hat daher insgesamt neun Absaugeinrichtungen der Kaweha Anlagentechnik GmbH, Lohfelden, in Betrieb. Diese saugen und filtern die Partikel direkt an der Quelle der Entstehung ab. Zu einer hohen Saatgutqualität gehört, dass die Körner möglichst staubfrei und abriebfest sind. Um die Keimfähigkeit zu steigern, und den Ernteertrag zu optimieren, wird das bei Suet angelieferte Saatgut gereinigt, pilliert und inkrustiert. Anschließend wird es mit Insektiziden imprägniert, so dass auf den Feldern später weniger Pflanzenschutzmittel versprüht werden müssen. Bei vielen dieser Schritte entstehen jedoch Stäube, die direkt an der Quelle ihrer Entstehung abgesaugt und gefiltert werden müssen. Zu diesem Zweck sind vor Ort neun durchgängig antistatisch leitfähige Anlagen von Kaweha verbaut, die mit einem Luftstrom von 4 000 bis 20 000 m3/h die feinen Partikel des organischen Materials über längsgeschweißte Stahlrohre mit einem Durchmesser von 80 bis 630 mm zu den Filteranlagen transportieren. Dort wird das organische und anorganische Material von der Luft separiert und aufgefangen. Die Luftreinhaltung gewährleistet somit nicht nur die Sortenreinheit der Produkte. Sie verhindert auch, dass das Personal die teilweise gesundheitsschädlichen Stoffe einatmet. „Durch Das durchgängig antistatisch leitfähige System transportiert den Staub mit einem Luftstrom von 4 000 bis 20 000 m³/h über längsgeschweißte Stahlrohre mit einem Durchmesser von 80 bis 630 mm zu den Filteranlagen. die Installation einer entsprechenden Anlage sind wir in der Lage, die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten, die sowohl für den Arbeitsschutz als auch für die Abgabe der gereinigten Luft nach außen gelten“, erläutert Björn Ruelberg, der bei Suet für die technischen Dienste zuständig ist. „Gleichzeitig sorgen wir so für sichere Prozesse und verhindern, dass die Produktion ungeplant zum Stillstand kommt.“ Denn da elektronische Komponenten und optische Sensoren eine wichtige Rolle für die Qualität der Abläufe spielen, sollten diese möglichst nicht verstauben. Neben den Vorteilen der Luftreinhaltung profitiert das Unternehmen auch davon, dass die Anlagen das bei der Pillierung übrig bleibende, teure Hüllmaterial herausfiltern, so dass dieses wiederverwendet werden kann. Auslegung und Sicherheitsvorkehrungen Im Vorfeld analysierte das Expertenteam von Kaweha die Produktionsprozesse und Abläufe vor Ort und erstellte aus den gewonnen Daten und Informationen gemeinsam mit dem Saatgutspezialisten ein bedarfsgerechtes Absaugkonzept, das in ein maßgeschneidertes Anlagenlayout übertragen wurde. Besonderes Augenmerk legte Kaweha dabei auf Maßnahmen zum Brand- und Explosionsschutz: „Es gibt zahlreiche warnende Beispiele von Betrieben, in denen Staubexplosionen erhebliche Schäden angerichtet haben“, so der Projektleiter Klaus Schlingmann. Deshalb arbeitet das Unternehmen in diesem Bereich mit Thomas Enge zusammen, der als befähigte Person mit besonderen Kenntnissen auf dem Gebiet Brand- und Explosionsschutz die gesamte Anlage nach §15 Betriebssicherheitsverordnung überprüft. „Schon die exakte Auslegung der Anlagen verhindert die Ablagerung von Stäuben im Rohrsystem und senkt damit das Verpuffungsrisiko“, sagt Schlingmann. So gewährleistet die sich bis zur letzten Ansaugstelle verjüngende Leitung eine gleichbleibende Luftgeschwindigkeit von mehr als 20 m/s, die das gesamte System freihält. Alle Filteranlagen und Verrohrungen, bei denen eine staubexplosive Atmosphäre entstehen kann, sind darüber hinaus mit entsprechenden Sicherheitseinrichtungen ausgestattet. „Dazu gehören neben einer druckstoßfesten Ausführung auch Explosionsrückschlagklappen, Berstscheiben, explosionsdurchschlagsichere Zellenradschleusen sowie die ständige Überwachung der Temperatur“, so der Projektleiter. 38 UmweltMagazin September 2017

Luft Neben der Luftreinhaltung profitiert der Saatgutveredler auch davon, dass die Anlagen das bei der Pillierung übrig bleibende, teure Hüllmaterial herausfiltern. Anschließend lässt sich dieses wiederverwenden. Einhaltung der Grenzwerte Die Anlage in ihrer heutigen Form ist mit den Anforderungen stetig gewachsen: Als am Standort in Eschwege kurzfristig die Produktion hochgefahren werden musste, war das vorhandene Absaug- und Filtersystem mit den zusätzlichen Staubmengen überfordert. Kaweha Die installierten Absauganlagen sind mit diversen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet. Sie sorgen für einen reibungslosen Betrieb bei Suet und verhindern, dass die Produktion ungeplant zum Stillstand kommt. Bilder: Kaweha installierte daraufhin eine neue Anlage sowie weitere Absaugstellen. „Von der Planung bis zur Umsetzung vergingen nur wenige Wochen“, berichtet Ruelberg. Grundsätzlich verläuft die Wartung des Systems sowie der darin verbauten Komponenten seit Jahren reibungslos. „Die Filteranlagen werden mindestens einmal jährlich von unseren Monteuren überprüft. Das gewährleistet eine zuverlässige Einsatzbereitschaft der gesamten Vorrichtung“, berichtet Schlingmann. Mit den verwendeten Filtern ist Suet sehr zufrieden: „Wir kommen zwei bis drei Jahre ohne einen Wechsel aus“, bestätigt Ruelberg. In der Vergangenheit gab es keine Probleme mit der Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte bei der Außenluft und die saubere Luft in den Produktionsstätten schlägt sich zudem positiv auf die Gesundheit der Mitarbeiter nieder. Dennis Koch, Geschäftsführer der Kaweha Anlagentechnik GmbH, Lohfelden, info@kaweha-anlagentechnik.de Mobile Stromversorgung durch Abwärmerecycling Über 30 000 Verbrennungsmotoren für die flexible Stromversorgung kommen jedes Jahr weltweit neu auf den Markt. Abnehmer sind vor allem Schwellenländer. Wann und ob diese Art der konventionellen Energieerzeugung durch nachhaltigere Technologien abgelöst wird, ist schwer vorhersehbar. Um so notwendiger ist es, Motoren so effizient wie möglich zu machen. Potenzial bietet dabei das Abwärmerecycling. Die Orcan Energy AG aus München hat dazu eine Lösung für die mobile, dauerhafte Stromversorgung entwickelt. Energie Bild: Orcan Energy Laut Vereinten Nationen werden im Jahr 2050 rund 9,7 Mrd. Menschen die Welt bevölkern. Das sind 2,2 Mrd. mehr als heute. Die Mittelschicht, gerade in Schwellenländern, wächst und mit ihr die Nachfrage nach Konsumgütern und Energie. Das zeigen auch die Daten des jüngsten Statistical Review of World Energy 2017. Während die Energienachfrage in entwickelten OECD-Ländern 2016 lediglich um durchschnittlich 0,2 % zugenommen hat, verzeichnet zum Beispiel das Schwellenland Indien einen Anstieg der Energienachfrage im Jahr 2016 von rund 5,4 %. Dass der zunehmende Energiebedarf kurzfristig durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann, ist unwahrscheinlich. Zwar sind die Erneuerbaren mit rund 12 % Zunahme auch 2016 der Der ePACK von Orcan Energy für mobile Stromgeneratoren erschließt Abwärmepotenziale. am schnellsten wachsende Energieträger. Ihr Anteil an der Primärenergiegewinnung liegt global dennoch unter 4 %. Es ist davon auszugehen, dass sich die Energieumstellung noch mehrere Jahrzehnte hinziehen wird. Zeit, die Menschen in schnell wachsenden Märkte nicht haben. UmweltMagazin September 2017 39

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