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12 | 2013

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NACHRICHTEN BMU Neue

NACHRICHTEN BMU Neue Kommunalrichtlinie zum Klimaschutz veröffentlicht Mit Beginn des nächsten Jahres können Städte und Gemeinden wieder Zuschüsse für Klimaschutzprojekte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative beantragen. Das Bundesumweltministerium (BMU) hat die entsprechende Richtlinie novelliert und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Damit ist der Startschuss für die Kommunen gefallen: Sie können jetzt anfangen, die Anträge für das nächste Jahr vorzubereiten. Mit der „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen“ (Kommunalrichtlinie) fördert das BMU sowohl die Entwicklung von Klimaschutzkonzepten als auch die konkrete Umsetzung einzelner Klimaschutzmaßnahmen. Für nächstes Jahr sind insgesamt rund 90 Millionen Euro vorgesehen. Unter anderem wird die erfolgreiche Förderung der LED-Innenbeleuchtung fortgesetzt. Auch in Zukunft werden also Sporthallen, Rathäuser und Gemeindezentren hiervon profitieren können. Von den Kommunen stark nachgefragt wurde der im vergangenen Jahr neu hinzu gekommene Förderschwerpunkt „Klimafreundliche Mobilität“. Er wird, mit kleinen Änderungen, auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Ein wesentlicher Baustein für den kommunalen Klimaschutz sind die durch das Bundesumweltministerium geförderten kommunalen Klimaschutzmanager. Im Rahmen der novellierten Richtlinie können sie verstärkt Beratungsund Unterstützungsleistungen für die Umsetzung von Klimaschutzkonzepten in Anspruch nehmen. Die Kommunalricht- linie ist Teil der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ des BMU. In diesem Rahmen initiiert und fördert esseit dem Jahr 2008 bereits zahlreiche Projekte, mit denen Energie effizienter genutzt und Emissionen gemindert werden können. Förderanträge können vom 1. Januar bis zum 30. April 2014 bei dem vom Bundesumweltministerium beauftragten Projektträger eingereicht werden. www.bmu.de Bild: Makrodepecher/Pixelio Europa –kurz notiert >>> Ab dem kommenden Jahr sollen Emissionen von Flügen innerhalb Europas in das Europäische Emissionshandelssystem einbezogen werden. Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, die Regeln für den Emissionshandel zuändern, bis spätestens 2020 ein internationales System zu Klimaabgaben im Luftverkehr geschaffen wird. Darauf hat sich die Staatengemeinschaft imOktober geeinigt. Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen aller Flüge zwischen Flughäfen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums sowie der europäischen Teilstrecken außerhalb unter das europäische Emissionshandelssystem fallen. Das Europäische Parlament und der Rat der EU-Staaten müssten dem Vorschlag der Kommission nun noch zustimmen. >>> Ab 2020 dürfen neuzugelassene Transporter mit einem Gewicht bis zu3,5 Tonnen durchschnittlich nur noch 147 Gramm CO 2 pro Kilometer ausstoßen. Dem stimmte der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments im November zu. >>> Mitte November haben die EU-Staaten mehrheitlich für das Backloading gestimmt. 900 Millionen Zertifikate für den Handel mit Kohlendioxidemissionen sollen vorübergehend vom Markt genommen werden und somit die CO 2 -Preise im europäischen Emissionshandel verteuern. >>> Die Kommission hat einen Beschluss des Rates zur Ratifizierung der in Doha vereinbarten Änderung des Kyoto-Protokolls zum zweiten Verpflichtungszeitraum und eine Regelung zu technischen Fragen vorgeschlagen. Mit diesem kann die EUals Vertragspartei des Kyoto- Protokolls die Doha-Änderung ratifizieren. Er legt auch die Bedingungen fest, unter denen die EU, ihre Mitgliedstaaten und Island das Reduktionsziel von 20 Prozent gemeinsam erfüllen werden. Beide Vorschläge noch an das Europäischen Parlament und den Rat geleitet. 10 UmweltMagazin Dezember 2013

Siemens-Studie CO 2 -Ausstoß des Stromsektors Der weltweite Strombedarf wird in diesem und im kommenden Jahrzehnt imSchnitt um nahezu 3Prozent jährlich zulegen. Dieses moderate Wachstum führt in Summe bis 2030 zu einem Anstieg des Strombedarfs um mehr als die Hälfte. Der damit verbundene CO 2 -Ausstoß dürfte angesichts der absehbaren Art und Weise des Kraftwerkzubaus umetwa 3500 Megatonnen CO 2 und damit um ein Viertel zulegen. Das geht aus einer von Siemens inZusammenarbeit mit Professor Horst Wildemann von der Technischen Universität München erstellten Studie hervor. In dieser zeigte sich, dass sich alle Länder recht passgenau fünf Archetypen im Energiebereich zuordnen lassen. Es gibt solche mit nur noch leicht zunehmendem Strombedarf auf der einen Seite die „Grünen Pioniere“, die inhohem Maße auf Erneuerbare Energien setzen und auf der anderen Seite die „Traditionalisten“, die nur einen geringen Anteil an Ökostrom aufweisen. Bei den Ländern mit stark steigendem Bedarf an elektrischer Energie gibt es die „Energie-Hungrigen“, die bereits einen hohen Grad an Elektrifizierung aufweisen und die „Aufstrebenden Elektrifizierer“,die derzeit noch große Lücken bei der Stromversorgung ihrer Haushalte aufweisen. Als fünfte Gruppe gibt es die „Öl-Export-Maximierer“, deren große Herausforderung in der Effizienzsteigerung bei der Förderung von Öl und Gas liegt. Als regionale Highlights der Studie wurde beispielsweise analysiert, dass Europa beim Ausbau der Erneuerbaren Energien bis 2030 rund 45Milliarden Euro einsparen kann, wenn der Zubau von regenerativen Energiequellen anden jeweils optimalen Standorten vorgenommen wird –bei gleichem Anteil der Erneuerbaren am Strommix. In dem Fall würden neue Photovoltaikanlagen künftig vornehmlich im sonnenreichen Süden und Windkraftanlagen imwindreichen Norden Europas gebaut. Inden USA ließen sich jährlich rund 58,7 Milliarden Euro an Folgekosten von Stromausfällen einsparen, wenn die Netzqualität erhöht würde. Und in China wäre es möglich, trotz eines sich verdoppelnden Stromverbrauchs die CO 2 -Emissionen auf dem heutigen Stand einzufrieren, wenn massiv auf die Erneuerbaren Energien gesetzt würde. Das würde allerdings auch einen nahezu verdoppelten Investitionsbedarf bedeuten. Fast genauso stark, aber kostenneutral, ließen sich die Emissionen hingegen drosseln, wenn ein Drittel von Chinas Kohlekraft bis 2030 durch moderne Gaskraftwerke ersetzt würde. www.siemens.com Bild: Ulrich Jöcker KFW Nachhaltigkeitsindikator 2013 Bild: Luise/Pixelio schnittswert der vergangenen zehn Jahre. Während die Dimensionen „Wirtschaft“ und „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ weiterhin mit positiven Werten abschnitten, gab die Umweltkomponente dagegen deutlich nach. Hier werden Fortschritte schwieriger. So fiel die „Dimension Umwelt“ im vergangenen Jahr auf einen historischen Tiefpunkt (-0,5 Punkte). Ausschlaggebend waren der witterungsbedingte Anstieg des Energieverbrauchs sowie die anteilig stärkere Nutzung von Braun- und Steinkohle, die zu steigenden Treibhausgasemissionen und geringerer Energieproduktivität führten. Die Entwicklung der Rohstoffproduktivität zeigte 2012 erstmals eine Verschlechterung. Positiv verbucht werden konnte die Verbesserung bei der Lärmbelästigung sowie bei der Reduzierung des Flächenverbrauchs. Während der Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter voranschreitet, erfordern laut KfW die angestrebten Ziele der Energiewende insbesondere ein höheres Tempo bei der Energieeffizienzverbesserung. www.kfw.de Der Ausbau der Erneuerbaren Energien konnte weiter voran getrieben werden. News –Online Der KfW-Nachhaltigkeitsindikator 2013 fällt schwächer aus als im Vorjahr und liegt nur noch knapp über dem Durch- Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch imInternet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Aktuell/News). UmweltMagazin Dezember 2013 11

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