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12 | 2013

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SPECIAL

SPECIAL Luftreinhaltung/Emissionen Erweiterung der Filteranlage Der abgeschiedene Staub wird über eine Kombination aus Förderschnecken und einer Zellenradschleuse ausgetragen und in einem Staubsammelcontainer oder Big Bag zwischengelagert. Die Fortluft hält den maximal zulässigen Reingasstaubgehalt ein und gelangt über einenSchalldämpfer sowie denAbgaskamin insFreie. Steuern der Hauben Direkt an derBrennhaubeist eine Vor- Ort-Steuerstelle angebracht. Darüber werden die Antriebsmotoren angesteuert und bedient. Die Antriebsmotoren verfahren die Absaughaube und öffnen die Tore, respektive schließen sie. Auch die Endlagen der Tore werden erfasst, um dasVerfahrenfreizugeben. Um die abzusaugende Luft jenach Werkstückeinzustellen, kann die Drehzahl des Ventilators über ein Potentiometer (Frequenzumrichter) verändert Zusätzliche Absaughaube Bilder (3) und Grafiken (2): Venti Oelde werden.ZweiRundumleuchten auf beiden Seiten der Haube signalisieren das Verfahren. Vor dem Anfahren ertönt eine Hupe. Die Hauptsteuerung erfolgt über die Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) des Schaltschranks. Er steht ineiner Fertiggarage in unmittelbarere Nähe der Filteranlage. Darin findetauchder zur Abreinigung derFilterschläuchenötigte KompressorPlatz. Die Förderschnecke und die Zellenradschleuse werden drehüberwacht. Am Filtereintritt wird die Temperatur gemessen,umden Brennvorgang bei zu hoher Temperatur zu stoppen. Dies dient dem Schutz der Filtermedien. Um den Absaugvolumenstrom in diesem Fall zu kühlen, wird über eine Falschluftklappe Kühlluft zugegeben. Die abgesaugte Gesamtluftleistung beträgt 140000 Betriebskubikmeter proStunde (Bm³/h). ProHaubewerdenrund 1000 t Material proMonatgebrannt. Mit den Anforderungen wachsen Seit der Installation derAnlage durch Venti Oelde im Jahr 2005erhöhten sich dieKapazitätender zu brennendenMaterialienbei RRD. Diebereits installierte Anlage war mit der Absaugung der drei Hauben vollständig ausgelastet. „Die Zusammenarbeitmit Venti Oelde istseit Jahren hervorragend. Die Reaktionszeiten sind kurz, und wir erhalten jede Hilfe, die wir uns wünschen“, beschreibt Ralf Willam die Partnerschaft. Nach eingehender Analyse konstruierte Venti Oelde die neue Haube im Jahr 2012 komplett um und passtesie an die gewachsenen Ansprüche an. Die Entwicklung basiert auf der langjährigen Erfahrung des Anlagenbauers Venti Oelde im Brennbereich und berücksichtigt exakt die konkreten Anforderungen des Betreibers RRD. Willam bestätigt das:„Venti Oelde hat die neue Haube individuell nach unseren Wünschen konstruiert und die zusätzliche Absauganlage exakt nach unseren Anforderungendimensioniert.“ Die Anlage wurde um eine weitere mobile Absaughaube erweitert, es wurde einzusätzlicherVentilator aufgestellt –und ein weiterer Filter mit entsprechend gewählter Filterflächenbelastung integriert. Die Absaugmenge der zusätzlichen Haube beträgt 66 000 Bm³/h. Die komplette neue Absauganlage istindie vorhandene Anlage eingebettet. Sie nutztteilweise dieRohrleitungsabstützungen, die Staubaustragung und den Kamin der vorhandenen Anlage,was Platz und Geldspart. Unter anderem wurde die Antriebsseite auf einer durchgängigen Betonwand platziert, wodurch die Getriebemotoren geschützt stehen. Die beiden elektrisch angetriebenen stirnseitigen Tore wurden zudem horizontal zweifach geteilt und als hochziehbares Tor ausgeführt. Jedes Torsegment ist zwei Meter hoch, sodass die Windlast bei hochgezogenemTor statt auf vierMeter nur auf zwei Meter Höhe wirkt. Dabei sind alle Segmente mit einer Fallsicherung ausgerüstet. Thorsten Kilp, Ventilatorenfabrik Oelde GmbH, Oelde, Thorsten.Kilp@venti-oelde.de 14 UmweltMagazin Dezember 2013

Luftreinhaltung/Emissionen SPECIAL Effizientere Abluftreinigung Rund 50 Prozent weniger Energieverbrauch, größere Wartungsintervalle, Betriebssicherheit sowie eine Verdoppelung der Lebensdauer zählen zu den wesentlichen Fakten der Ecopure TAR-Anlage, die Dürr Clean Technology Systems zur Abluftreinigung in der Tapetenproduktion installiert hat. Bild: Dürr Karl-Heinz Benzinger Vor allem wegen sehr hoher Wartungs- und Betriebskosten hatte sich die Tapetenfabrik Gebr. Rasch in Bramschefür den Ersatz eineretwazehn Jahre alten Wettbewerber-Abluftreinigungsanlage entschieden. Beider Projektierung der Neuanlage hat Dürr deshalb konsequent auf niedrigen Stromund Gasverbrauchebenso wie auf lange Wartungsintervalle und Betriebssicherheit gesetzt. Erreicht wurde dies vor allem durch das Anlagendesign mit effektiven Abluftwärmetauscher und Brenner mit spezieller Flammengeometrie. Im Vergleich zur bestehenden Anlage reduzieren diese Maßnahmen den Strom- und Gasverbrauch umrund die Hälfte. Weiterhin verbesserte sich die Standzeit der Wärmetauscher gegenüber SiO 2 -Verblockungen auf über ein Jahr, und auch das Intervall zum Austausch des Wärmeträgeröls konnte nahezu verdoppelt werden. Die Lebensdauerder Dürr EcopureTAR istauf rund 20 Jahreausgelegt. Grenzwerte unterschritten Die Einbindung der Abluftreinigungsanlage in die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) soll Produktionssicherheit garantieren, da die Ecopure TAR so auch bei Stromausfall weitergefahren werden kann. Im Betriebläuftdie Anlage vollautomatisch – eventuelle Eingriffe erfolgen über ein Operator-Panel mit bedienerfreundlicher Oberfläche. Alle Emissionsgrenzwerte werden deutlich unterschritten: bei CO liegen die Emissionen unter 80 Milligramm pro Normkubikmeter (mg/Nm 3 )und bei NO X unter 50 mg,die Grenzwerte desBrenners fürKohlenwasserstoffbetragen

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