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12 | 2016

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Medienpartnerschaft

Medienpartnerschaft Entwicklungen und Kompetenzen beim Umweltmanagement Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) Claudia Nauta August-Schanz-Str. 21A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-209 Fax: 069/95424-133 nc@dgq.de www.dgq.de Die Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) bildet seit dem Jahr 1998 Fachpersonal für Umweltmanagementsysteme aus. Zum 20-jährigen Jubiläum der DIN EN ISO 14001 werden die Entwicklungen und Kompetenzen im Bereich Umweltmanagement näher beleuchtet. Im Laufe der letzten 20 Jahren hat sich innerhalb der Unternehmen und ihrer Lösungen im Bereich der Umweltmanagementsysteme viel verändert. Während es in den Anfängen von DIN EN ISO 14001 zunächst um eigenständige Systeme ging, hat sich zwischenzeitlich der Trend zu integrierten durchgesetzt. Dies hat dazu geführt, dass sich heute deutlich mehr Qualitätsmanagementbeauftragte zu ISO 14001 qualifizieren als betrieblichen Umweltbeauftragte. Als negative Begleiterscheinung der integrierten Managementsysteme treten teils künstliche Zusammenschlüsse der Fachbereiche Qualitätsmanagement mit den Gebieten Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz- und Energiemanagement auf. Auch die Tendenz, viele Fachkompetenzen auf nur eine Person zu verteilen, kann ein Risiko darstellen. Nach Ansicht der DGQ sollten die Unternehmen versuchen, passgenaue Lösungen für ihre Branche, Unternehmensgröße Bild: R_B_by_I-vista / pixelio.de und Komplexität der Prozesse zu finden und eine gute Teamarbeit ermöglichen. Die DGQ als Ausbilder im Bereich Umweltmanagement Die DGQ bildet seit dem Jahr 1998 Fachpersonal für Umweltmanagementsysteme aus. Seit rund 15 Jahren sind auch die Trainer Christian Reckziegel und Dr. Eberhard Baran für die Deutsche Gesellschaft für Qualität im Einsatz und oftmals erster Ansprechpartner für Mitarbeiter. Beide sehen es als positiv an, dass sich das Umweltmanagementsystem vom Rand- zum Mainstream-Thema entwickelt und immer professioneller gestaltet. Die Sensibilität insbesondere für umweltrechtliche Anforderungen ist unter anderem auch auf Führungsebene deutlich spürbar. Eine Herausforderung mancher reiferer Managementsysteme ist, dass die “Low hanging fruits“ nach 20 Jahren ISO 14001 nunmehr geerntet sind. „Die höher hängenden Früchte sind Supply Chain und Produktdesign“, so Reckziegel. Dies werde durch die Anforderungen der revidierten Norm zum Umweltmanagement nun auch viel stärker fokussiert. Hier stecken seiner Meinung nach die wahren Verbesserungspotenziale in der Umweltleistung. Veränderte Rahmenbedingungen und Anforderungen Für Umweltmanagementbeauftragte bedeuten die veränderten Rahmenbedingungen und Normanforderungen einen Wandel ihrer Rolle. Diese entfernt sich stärker vom Tätigkeitsfeld eines klassischen Umweltbeauftragten. Die Rolle als Moderator und Katalysator, beispielsweise auch für die Themen Supply Chain Management und Produkt- und Prozessbetrachtungen weit über die Werkszäune hinaus, erhält zunehmend an Bedeutung. Baran erinnert aber auch an die wichtigen Basiskenntnisse: „Die rechtlichen Kenntnisse werden zunehmend wichtiger, wobei es nicht darum geht, die Umweltmanagementbeauftragten zu Umweltjuristen zu qualifizieren sondern sie dahingehend zu schulen, wie zum Beispiel einfache, umweltrechtliche Anforderungen aus dem praktischen Alltag anzuwenden sind.“ Training für Umweltmanagementbeauftragte Dementsprechend verfolgt die DGQ das Ziel, sowohl die eine als auch die andere Herausforderung in ihren Trainings für Umweltmanagementbeauftragte aufzugreifen. Die Teilnehmer schätzen ihre Trainer aus der Praxis, die Normanforderungen relativieren können, sowie die Möglichkeit, persönliche Zertifikate als Kompetenznachweis zu erlangen. Ein Interview mit den Trainern der DGQ ist im Blog des Vereins unter http://blog.dgq.de nachzulesen. 54 UmweltMagazin Dezember 2016

Standards Service DIN EN 1457–1:2016–10 Innenrohre von Abgasanlagen Bei dem europäischen Entwurf der DIN EN 1457–1:2016–10 „Abgasanlagen – Keramik-Innenrohre – Teil 1: Innenrohre für den Trockenbetrieb – Anforderungen und Prüfungen“ handelt es sich um eine Produktnorm für Keramik-Innenrohre mit massiven oder vertikal gelochten Wandungen, die in mehrschaligen Abgasanlagen unter trockenen Bedingungen verwendet werden, und die dazu dienen, Verbrennungsprodukte von Feuerstätten oder Wärmeerzeugern durch negativen oder positiven Überdruck an die Außenluft abzuleiten. Dieser Norm-Entwurf behandelt Innenrohre für Haus- und Industrieabgasanlagen, die nicht freistehend sind. Er enthält Festlegungen der Leistungsanforderungen an werkmäßig hergestellte Innenrohre und Formstücke von Abgasanlagen. Darüber hinaus sind die Anforderungen an die thermische Prüfung, mit oder ohne Wärmedämmung, an die Kennzeichnung und die Inspektion enthalten. Dieser Teil gilt nicht für Innenrohre in feuchter Betriebsweise. Bild: Michael Bührke / pixelio.de VDI 4630:2016–11 Vergärung organischer Stoffe Die Richtlinie VDI 4630:2016–11 „Vergärung organischer Stoffe – Substratcharakterisierung, Probenahme, Stoffdatenerhebung, Gärversuche“ stellt einheitliche Regeln und Vorgaben für die Praxis von Vergärungsversuchen bereit, die der Auslegung und betrieblichen Optimierung von Biogasanlagen dienen. Damit ermöglicht sie, Versuchsergebnisse zu vergleichen, und unterstützt die weitere Marktausdehnung der Biogasproduktion und -nutzung. Die Richtlinie definiert wesentliche Begriffe und stellt eine umfassende Charakterisierung aller in der Praxis vorkommenden organischen Stoffe zur Verfügung. Darauf aufbauend schlägt sie eine einheitliche Vorgehensweise zur Probenahme und Probenaufbereitung vor und erläutert, nach welchen Vorschriften die verschiedenen Stoffdaten gemessen werden sollen. Dazu gibt sie Hinweise, was jeweils besonders zu beachten ist. Die Richtlinie beschreibt wie Batch- und kontinuierliche Tests durchzuführen sind und stellt dem Anwender Formblätter zur Verfügung, die eine übersichtliche Darstellung der Ergebnisse ermöglichen sollen. DIN EN 13476–1:2016–11 Anforderungen für Kunststoff-Abwasserrohre VDI 2465 Blatt 2:2016–11 Messen von Ruß Mit der Richtlinie VDI 2465 Blatt 2:2016–11 „Messen von Ruß (Immission) – Thermografische Bestimmung des elementaren Kohlenstoffs nach Thermodesorption des organischen Kohlenstoffs“ wird ein Verfahren zur thermografischen Bestimmung von elementarem Kohlenstoff in atmosphärischen Partikeln beschrieben. Sie dient der Definition von Randbedingungen für die Messung an verkehrsbelasteten Standorten. Die Richtlinie legt sowohl das zu verwendende Filtermaterial als auch das Temperaturprogramm zur Trennung zwischen organischen Kohlenstoffverbindungen und elementarem Kohlenstoff bei der Analyse fest. Kontakt Deutsches Institut für Normung e. V. (DIN), Berlin, www.din.de VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) www.vdi.de/geu Die DIN EN 13476–1:2016–11 „Kunststoff-Rohrleitungssysteme für erdverlegte drucklose Abwasserkanäle und -leitungen – Rohrleitungssysteme mit profilierter Wandung aus weichmacherfreiem Polyvinylchlorid (PVC-U), Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) – Teil 1: Allgemeine Anforderungen und Leistungsmerkmale“ gilt für Rohre und Formstücke, die für die erdverlegten Anwendungen innerhalb und außerhalb einer Gebäudestruktur vorgesehen sind. Rohre und Formstücke mit profilierter Wandung nach dieser Normenreihe sind entweder mit glatten Enden oder geformter Muffe mit elastomeren Dichtringverbindungen beziehungsweise Verbindungen durch Heizelement-Stumpf-, Extrusions- oder Heizwendelschweißen ausgestattet. Die Norm legt allgemeine Anforderungen und Leistungsmerkmale für Produkte nach EN 13476–2 und –3 fest. Die Normenreihe DIN EN 13476 wurde im Technischen Komitee CEN/TC 155 „Kunststoff-Rohrleitungssysteme und Schutzrohrsysteme“ erarbeitet. Das zuständige deutsche Gremium ist der Gemeinschaftsausschuss NA 119–05–28 GA (GA NAW/FNK) „Kunststoffrohre in der Abwassertechnik“ im DIN-Normenausschuss Wasserwesen (NAW). Bild: admarkt / pixabay.de UmweltMagazin Dezember 2016 55

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