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12 | 2016

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Nachrichten Köpfe Die Mitgliederversammlung des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn, hat unter Leitung von bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock ein neues Präsidium gewählt. Alter und neuer Präsident ist Bernhard Reiling (im Bild), Chef der Reiling Gruppe. Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden Björn Becker von der becker + brügesch Entsorgungs GmbH als vertretungsberechtigter Vizepräsident und Hans Willy Fahnenbruck, Bruckmann Entsorgung GmbH, als Schatzmeister. Neuer Kaufmännischer Geschäftsführer der Mannheimer MVV Umwelt ist seit dem 1. Dezember dieses Jahres Martin Becker-Rethmann (48). Das frühere Mitglied des Vorstands der Berliner ALBA- Gruppe tritt damit die Nachfolge von Michael Class an, der im Sommer den Vorstandsvorsitz des führenden Projektentwicklerunternehmens für erneuerbare Energien Juwi in Wörrstadt übernommen hatte. Ein Schweizer verantwortet seit September dieses Jahres in der Konzernleitung der Grundfos Gruppe den Bereich Geschäftsentwicklung/Business Development: Ernst Lutz (49) zeichnet als Group Executive Vice President und vervollständigt damit das siebenköpfige Top-Management. Covestro Weitere Einsatzgebiete für Kohlendioxid Der Radius von Kohlendioxid als chemischer Baustein für Kunststoffe wird möglicherweise noch einmal deutlich größer. Der Werkstoffhersteller Covestro, Leverkusen, untersucht zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, wie sich CO 2 auch als Komponente für Dämmschaum und andere Produkte der Kunststoffindustrie nutzen lässt. Dazu wurde das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt „Dream Resource“ gestartet, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird. Hierbei soll ein Verfahren entwickelt werden, um Kunststoff- Komponenten mit einem Projektkoordinator Dr. Christoph Gürtler, der die Katalyseforschung bei Covestro leitet, untersucht im Labor eine Probe von CO 2 -haltigem Weichschaum. CO 2 -Gehalt von mindestens 20 % produzieren zu können. Der restliche Anteil besteht jeweils aus dem Erdöl-Derivat Ethylenoxid (EO), dessen Handhabung sehr anspruchsvoll ist. Im Labor konnte bereits gezeigt werden, dass Reaktionen von CO 2 mit EO machbar sind. In der technischen Umsetzung besteht jedoch noch erheblicher Forschungsbedarf. Auf Basis von CO 2 und Ethylenoxid ließen sich zum Beispiel Bausteine für Polyurethan-Hartschaum herstellen, einen weitverbreiteten Dämmstoff für Gebäude und Kühlgeräte. Auch Formschaum, etwa für Autositze, kommt grundsätzlich in Betracht. Ferner ist denkbar, CO 2 -EO-Verbindungen zur Produktion von Additiven zu nutzen. An dem Forschungsprojekt unter Führung von Covestro sind aus dem akademischen Bereich die RWTH Aachen University und die Technische Universität Berlin beteiligt. www.covestro.com Bild: Covestro 8 UmweltMagazin Dezember 2016

Nachrichten Messe Essen Wasserzeichen für wertvollen Umgang mit Regenwasser erhalten Für ihren beispielhaften Umgang mit Regenwasser wurde die Messe Essen kürzlich mit dem Wasserzeichen geehrt. Die von der Emschergenossenschaft verliehene Auszeichnung würdigt das ökologische Engagement für intakten Wasserkreislauf und ist Gütesiegel für naturnahe Regenwasser- Bewirtschaftungsmaßnahmen. Die Messe Essen betreibt aktiven Gewässerschutz, indem sie das Regenwasser, das sich auf den Dächern der Hallen und auf dem Messegelände sammelt, nicht in die Kanalisation leitet, sondern über ein eigenes Kanalsystem direkt dem Margarethensee zuführt. So gelangt sauberes Wasser in den natürlichen Wasserkreislauf, während gleichzeitig das Kanalsystem und die Kläranlagen entlastet werden. Das Thema Gewässer- und der damit verbundene Hochwasserschutz spiegelt sich auch im Veranstaltungsportfolio der Messe Essen wider. Mit der acqua alta findet alle zwei Jahre eine Fachmesse mit begleitendem Kongress für Hochwasserschutz, Klimafolgen und Katastrophenmanagement in Essen statt. Weitere Informationen unter www.acqua-alta.de. Dr. Emanuel Grün (links im Bild), Technischer Vorstand der Emschergenossenschaft, übergab das Wasserzeichen an den Geschäftsführer der Messe Essen Oliver P. Kuhrt (rechts). Bild: Messe Essen EnergieAgentur.NRW KlimaKonzept.NRW reduziert Emissionen Die EnergieAgentur.NRW hat eine Zwischenbilanz des im Jahr 2014 gestarteten „Klima- Konzept.NRW – Klimaschutz und Klimaanpassung in öffentlichen Einrichtungen des Landes“ gezogen. Das Projekt richtet sich an die in § 5 Abs. 1 Klimaschutzgesetz NRW definierten öffentlichen Stellen, die nicht zur Landesverwaltung zählen und außerhalb kommunaler Trägerschaften liegen. Damit begleitet die Energie- Agentur.NRW diese anderen öffentlichen Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen bei der Entwicklung einer eigenen Klimastrategie. Von den betroffenen Institutionen wurden zu Beginn des Projektzeitraums jährlich rund 450 000 t CO 2 -Emissionen verursacht. Nach den ersten beiden Projektjahren haben sich die Emissionen bereits um 16 000 t/a verringert. Eine Erweiterung soll durch ein Online-Tool erfolgen, womit die Einrichtungen des Landes NRW ab sofort ihre Dienstwege und Dienstreisen erfassen und automatisch vom System generiert eine CO 2 -Bilanz erstellen lassen können. www.energieagentur.nrw.de EWG Studie Deutschland verfehlt Klimaziele Die aktuellen Klimaziele Deutschlands sind viel zu schwach, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. Und selbst diese schwachen Ziele droht die Bundesregierung zu verfehlen, so lautet das Ergebnis einer neuen Studie der Energy Watch Group und ASPO Deutschland „Deutsche Klimapolitik – vom Vorreiter zum Bremser“, die kürzlich veröffentlicht wurde. Die Studie weist nach, dass der von der Bundesregierung vorgegebene, nationale Emissionsminderungspfad seit 2010 in jedem Jahr überschritten wurde. Besonders die Sektoren Straßenverkehr, Elektroenergie und Landwirtschaft sind an der Überschreitung beteiligt. Gemäß den Projektionen der Bundesregierung wird zum Beispiel der Verkehr im anspruchsvollsten Minderungsszenario den vorgeschriebenen Zielpfad 2035 um 91 % überschreiten. Eine weltweite Nullemissionswirtschaft müsse an eine Agenda zur Schaffung wirksamer Kohlenstoffsenken gekoppelt sein. Zur Umsetzung werden diverse nötige Schritte aufgeführt. So sind auf der technischen Seite 100 % erneuerbare Energien und eine vollständige Kreislaufwirtschaft erforderlich. Politisch betrachtet sei es notwendig, Klimaschutz in die Verfassung aufzunehmen, Anreizinstrumente für Klimaschutzinvestitionen der privaten Wirtschaft zu schaffen und Forschung und Bildung im Bereich Klimaschutz gezielt zu stärken, so die Autoren der Studie. www.energywatchgroup.org UmweltMagazin Dezember 2016 9

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