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3 | 2015

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Nachrichten Umwelttechnologie-Atlas Entwicklung der Umwelt- und Effizienztechnologien Umwelt- und Effizienztechnologien sind Treiber für wirtschaftliches Wachstum und neue Arbeitsplätze. Das belegen Zahlen des neuen Umwelttechnologie-Atlas 4.0. Dieser und das Internetportal www.greentech-made-in-Ger many.de bieten einen Überblick über eine dynamische Querschnittsbranche, die von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt ist. Umweltund Effizienztechnologien sind mittlerweile stark in klassischen Industriezweigen wie dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilindustrie, der Chemischen Industrie und der Elektroindustrie verankert. Die Umwelt- und Effizienztechnologien sind nicht nur national wichtige Wachstumstreiber, sondern gleichzeitig auch international gefragt: Das globale Marktvolumen betrug im Jahr 2013 rund 2,5 Billionen Euro und wird bis Der neue GreenTech-Atlas 4.0 und das Internetportal bieten einen Überblick über eine dynamische Querschnittsbranche. 2025 auf mehr als 5 Billionen Euro zulegen. Das sind rund 6 Prozent pro Jahr. Der Weltmarktanteil von „Greentech made in Germany“ beträgt derzeit rund 14 Prozent. Das Marktvolumen in Deutschland liegt derzeit bei 344 Milliarden Euro. Bis 2025 wird die Querschnittsbranche voraussichtlich im Durchschnitt um jährlich 6,6 Prozent auf rund 740 Milliarden Euro wachsen. Das spiegelt sich auch bei den Arbeitsplätzen wieder: In den Unternehmen der sechs Leitmärkte (Energieeffizienz, Umweltfreundliche Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltige Mobilität, Nachhaltige Wasserwirtschaft, Rohstoff- und Materialeffizienz) waren 2012 rund 1,5 Millionen Erwerbstätige beschäftigt. Die Unternehmen gehen bis 2018 von einer jahresdurchschnittlichen Zunahme der Mitarbeiterzahl von knapp 7 Prozent aus. Auch bei den Unternehmensgründungen zeigt sich der hohe Stellenwert von Umwelt- und Effizienztechnologien. Dem Sektor ist mittlerweile jede siebte Unternehmensgründung zuzuordnen. Zahlen wurden auch zum umweltrelevanten Marktvolumen im Bereich Bau und Stadtentwicklung vorgelegt: Es betrug in Deutschland im Jahr 2013 rund 83 Milliarden Euro, dies entspricht einem Marktanteil von 27 Prozent am gesamten Bauvolumen in Deutschland. www.bmub.bund.de Bild: BMUB/Sascha Hilgers Europa – kurz notiert >>> Die Europäische Kommission hat eine Verordnung vorgeschlagen, die ab dem Jahr 2018/2019 strengere Emissionsgrenzwerte für Verbrennungsmotoren mobiler Maschinen und Geräte vorsieht, die nicht für den Straßenverkehr bestimmt sind. Neben der Verbesserung der Luftqualität verfolgt die Kommission drei weitere Ziele: Bürokratie soll abgebaut, der Binnenmarkt gestärkt und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller verbessert werden. Dazu ist geplant, den bisherigen Rechtsrahmen zu vereinfachen und zu harmonisieren. >>>Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat im Rahmen der REACH-Verordnung Webseiten eingerichtet, die insbesondere KMU bei der Registrierung von vorregistrierten Stoffen im Mengenband von 1 bis 100 Tonnen pro Jahr und Unternehmen unterstützen sollen. Schritt für Schritt wird aufgezeigt, welche Maßnahmen von den betroffenen Unternehmen in den verschiedenen Phasen des Registrierungsprozesses zu ergreifen sind. Mehr Informationen: (http://echa.europa.eu/ de/reach-2018). >>>Das Umweltbundesamt hat kürzlich erste Ergebnisse von Messungen der Luftschadstoffe an 500 Messstationen zur Erfassung der Luftqualität 2014 in Deutschland veröffentlicht. Die Stickstoffoxidwerte aus Autoabgasen überschritten die EU-Grenzwerte bei der Hälfte der Messstationen. An 10 Prozent der verkehrsnahen Messstationen sind zudem Überschreitungen der EU-Feinstaubgrenzen festgestellt worden. Legt man jedoch die strengeren Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zugrunde, würde an fast der Hälfte aller Messstationen der Grenzwert überschritten. >>>Eurostat hat neue Zahlen zur Energieeinsparung sowie zum Energieverbrauch in der EU veröffentlicht. Die Energieeinsparungen bei Primärenergie erreichten im Jahr 2013 11,9 Prozent; die Einsparungen bei Endenergie lagen bei 12,8 Prozent. Der Primärenergieverbrauch ist von 1990 bis 2013 um 0,2 Prozent gefallen. Der Verbrauch von fossilen Energieträgern verringerte sich um 37,1 Prozent bei Kohle und 14 Prozent bei Öl. Der Verbrauch Erneuerbarer Energien stieg um 175,7 Prozent, Gas stieg um 32,1 und Atomenergie um 10,3 Prozent. Der Primärenergieverbrauch erreichte 2006 seinen Höchststand und ist seitdem um 8,8 Prozent gefallen. Der Endenergieverbrauch ist um 2,3 Prozent angestiegen. Die EU-Kommission hatte vorausgesagt, dass das Energieeffizienzziel um 1 bis 2 Prozentpunkte verfehlt werden könnte. 10 UmweltMagazin März 2015

Nachrichten Arcadis Weltweites Nachhaltigkeitsranking von Städten Frankfurt am Main ist die nachhaltigste Stadt der Welt, gefolgt von London und Kopenhagen. Dies ist ein Ergebnis des Sustainable Cities Index, den Arcadis, die führende globale Planungs- und Beratungsgesellschaft für „Natural and Built Assets erstmals vorstellt. Im Rahmen des Rankings wurden fünfzig Städte aus allen Kontinenten hinsichtlich der Nachhaltigkeitskriterien „Menschen“, „Umwelt“ und „Wirtschaft“ untersucht. Die Studie führte Arcadis in Zusammenarbeit mit dem Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut Centre for Economics and Business Research durch. Sowohl im Bereich „Umwelt“ als auch „Wirtschaft“ liegt Frankfurt auf Platz eins, im Subindex „Menschen“ schafft es die Mainmetropole auf Platz neun. Im Bereich Umwelt kommt Berlin direkt nach Frankfurt auf Platz zwei. Ausschlaggebend für die ersten Plätze der beiden deutschen Metropolen sind ein gutes Abfallmanagement sowie geringe Luftverschmutzung. In der Gesamtwertung steht die deutsche Hauptstadt auf Platz sechs. Unter den Top Ten befindet sich keine nordamerikanische Stadt. Die beste Platzierung erreicht Toronto mit Platz zwölf. Von den Städten der USA liegen Boston auf Platz 15 und Chicago auf Platz 19 am weitesten vorn. Im Teilbereich „Wirtschaft“ punkten die Nordamerikaner deutlich stärker als in den anderen beiden Teilbereichen. Besonders das starke Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und das „Ease of doing Business“, also geringe bürokratische Hemmnisse bei Geschäftstätigkeiten, führen dazu, dass alle untersuchten US-Städte im Subindex „Wirtschaft“ in der oberen Hälfte der Rangliste stehen, am höchsten San Francisco auf Platz sieben. Zu mehr Nachhaltigkeit führt dies in der Gesamtsicht allerdings nicht. UmweltMagazin März 2015 Asiens Städte zeigen in punkto Nachhaltigkeit ein uneinheitliches Bild: Seoul, Hongkong und Singapur gehören zu den ersten zehn der Gesamtwertung, während Neu-Delhi, Wuhan, Mumbai, Manila und Jakarta am anderen Ende des Rankings stehen. Auch die Städte Mittel- und Südamerikas zeigen im Bereich „Umwelt“ ein gemischtes Bild. Die am besten bewerteten südamerikanischen Städte sind Santiago und São Paulo auf den Plätzen 30 und 31. Hinsichtlich des Ausstoßes von Treibhausgasen wird São Paulo allerdings nur noch von Nairobi und Manila im negativen Sinne überholt. Besonders ausgeprägt ist die Diskrepanz zwischen den Faktoren „Umwelt“ und „Wirtschaft“ im Mittleren Osten. Dubai und Doha etwa erfüllen ökologische Kriterien deutlich schlechter als ökonomische. www.arcadis.com

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