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3 | 2015

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Nachrichten IFAT

Nachrichten IFAT Environmental Technology Forum Wasseraufbereitung für Südafrika Wasser- und speziell die Abwasserbehandlung sind Themen, die für den Bergbau in Südafrika höchste Umweltrelevanz haben. Hier knüpft das IFAT Environmental Technology Forum an, dessen Premierenveranstaltung vom 15. bis zum 18. September 2015 im Johannesburg Expo Centre stattfindet. Die neue Branchenplattform bringt Anbieter und Abnehmer innovativer Lösungen und Technologien in den Bereichen Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling zusammen. Umgerechnet etwa 48 Milliarden Euro muss Südafrika in den kommenden zehn Jahren investieren, um seine Wasser- und Abwasserinfrastruktur auf Vordermann zu bringen. Neben der Sanierung Wirtschaftsticker News – Online von maroden Leitungsnetzen und dem Bau weiterer kommunaler Kläranlagen steht das Land zusätzlich vor der Herausforderung, dem stark verschmutzten Grubenwasser seiner Bergbauregionen Herr zu werden. Die hochgradig sauren und stark mit Schwermetallen belasteten Abwässer – Acid Mine Drainage (AMD) – entstehen, wenn stillgelegte Schächte voll Wasser laufen. Nach und nach verseuchen diese das Grund- und Oberflächenwasser. Die dazu erforderlichen Behandlungstechnologien sind bei den internationalen Umwelttechnik-Anbietern in verschiedensten Ausführungen vorhanden. Zum Einsatz kommen können beispielsweise Belüftungs-, Fällungs- und Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch im Internet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Aktuell/News). Ionenaustausch-Verfahren, Komponenten zur Membranund Nano-Filtration, Umkehr- Osmose-Anlagen sowie Lösungen zur biologischen Sulfat- Entfernung. In einzelnen Vorzeigeprojekten bringen schon jetzt Entsalzungsanlagen AMD aus aktiven Kohleminen auf Trinkwasserqualität und speisen das Produkt ins lokale Netz ein. Laut Informationen der deutschen Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing Germany Trade & Invest ist geplant, mit großen Entsalzungsanlagen ab dem Jahr 2017 auch für die südafrikanische Metropole Johannesburg Trinkwasser aus AMD zu gewinnen. Die stillgelegten Bergbauschächte könnten auf diese Weise zu einem unterirdischen Wasserspeicher umfunktioniert werden, der geschätzte 5 Prozent des Gesamtverbrauchs der Region decken würde. Diese Herausforderungen bergen für die Aussteller und Teilnehmer des IFAT Environmental Technology Forums Africa viel Potenzial. www.ifatforum-africa.com Bild. Katharina Wieland Müller/Pixelio >>>Die Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH, Bonn, hat erneut den Kreis ihrer Recyclingpartner erweitert. Seit Januar dieses Jahres gehört auch die weser kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Höxter, zu ihrem Netzwerk. Das Unternehmen ist seit 2005 am Markt tätig und auf die Veredelung von PVC- Mahlgütern aus Fensterprofilen und Rohren spezialisiert. www.rewindo.de >>>Zum Jahreswechsel hat EnviroChemie, Rossdorf, weitere Niederlassungen für den Vertrieb und Service wassertechnischer Anlagen eröffnet. Für die Region Mittlerer Osten kam ein Büro in Dubai hinzu. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Beratung, dem Verkauf und dem Service für Anlagen zur Prozesswasser- und Abwasserbehandlung. In Villach/Österreich, wird sich ein neues Büro um das ganze Angebotsspektrum der Enviro- Chemie kümmern. Ziel ist es, für Industrie und Gewerbe komplette Systemlösungen für den Anlagenbau, Kundendienstleistungen und Behandlungsmittel anzubieten. www.envirochemie.com >>>Die BDI – BioEnergy International AG, Grambach, wurde mit dem Engineering und der Lieferung einer Multi-Feedstock BioGas-Anlage zur Verwertung von Geflügeldung in Polen beauftragt. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf über 3 Millionen Euro. Die Gesamtkapazität der im Nordosten von Polen geplanten BioGas-Anlage beträgt rund 65 000 Tonnen im Jahr. Hierbei werden vor allem Geflügeldung und Produktionsabfälle als Inputstoffe für die Produktion von hochwertigem BioGas verwendet. Die Bauarbeiten für die Anlage haben bereits begonnen, die Inbetriebnahme soll Mitte des kommenden Jahres erfolgen. www.bdi-bioenergy.com >>>Die Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH und ihre Tochtergesellschaften blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück. Der konsolidierte Umsatz des Maschinenbaukonzerns stieg auf 85 Millionen Euro. Daraus ergibt sich für das weltweit tätige Unternehmen ein Wachstum von insgesamt 15 Prozent. www.vogelsang.info >>> Nach aktuellen, vorläufigen Zahlen bestätigt sich die Prognose der 2G Energy AG für das Geschäftsjahr 2014. Demnach hat der Konzern einen Umsatz von über 165 Millionen Euro (Vorjahr: 126,1 Millionen Euro) erwirtschaftet. Der Vorstand ist sich sicher, den Rekordumsatz aus dem Geschäftsjahr 2011 von 167,3 Millionen Euro zu übertreffen. Auch die Ergebnisprognose einer EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent wird bestätigt: Erwartet wird ein Anstieg von 3,2 Millionen Euro im Vorjahr auf über 10 Millionen Euro für 2014. www.2-g.de 8 UmweltMagazin März 2015

Nachrichten Köpfe Der neue Geschäftsführer bei Endress+Hauser im Sales Center Deutschland, Weil am Rhein, ist Günther Lukassen. Auf Vorschlag des Präsidiums des Verbandes kommunaler Unternehmen hat der Vorstand Katherina Reiche zur neuen Hauptgeschäftsführerin gewählt. Sie wird ihr Amt am 1. September 2015 antreten. Der Aufsichtsrat der LAR Process Analysers AG hat Oliver Rothe (41) in den Vorstand berufen. Seit dem 1. Januar 2015 ist er für die weltweiten Vertriebsaktivitäten der LAR AG zuständig und trägt die Verantwortung für die internationalen Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Die DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG richtet ihre Geschäftsführung und den Beirat neu aus. Die Gesellschafterversammlung hat den ehemaligen Lidl-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Holland zum Vorsitzenden des Beirats gewählt. Weitere Verstärkung erfährt das Gremium durch Stefan Schreiter, seit 2006 geschäftsführender Gesellschafter und Chief Executive Officer von DSD. Am 1. März 2015 ist er von der Geschäftsführung in den Beirat der Duales System Holding gewechselt. Zum gleichen Zeitpunkt wurde Michael Wiener (Bild), geschäftsführender Gesellschafter und seit 2009 Chief Sales Officer von DSD, zum CEO der Duales System Holding ernannt. BDBe Produktion von zertifiziertem Bioethanol gestiegen Laut dem Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) ist die Produktion von zertifiziertem Bioethanol im vergangenen Jahr um 8,2 Prozent gestiegen. In den Bioethanolwerken im Osten und Norden Deutschlands wurde ein deutlicher Zuwachs erzielt: Im Jahr 2014 wurden insgesamt 726 881 Tonnen Bioethanol aus den nachwachsenden Rohstoffen Industrierüben und Futtergetreide produziert, dies sind 54 852 Tonnen beziehungsweise 8,2 Prozent mehr als im Jahr 2013. Aus Futtergetreide wurden 475 962 Tonnen Bioethanol hergestellt, ein Plus von 17,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die zu Bioethanol verarbeiteten 1,5 Millionen Tonnen Futtergetreide entsprechen einem Anteil Bioethanol-Erzeugung in Deutschland 2010 bis 2014 (in Tonnen). von 2,9 Prozent der auf 51,9 Millionen Tonnen geschätzten Getreideernte im Jahr 2014. Aus Industrierüben wurden 242 714 Tonnen Bioethanol hergestellt, ein Minus von 9,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2013. Dies entspricht einem Anteil von 2,6 Millionen Tonnen Industrierüben beziehungsweise 8,8 Prozent an der auf insgesamt 29,5 Millionen Tonnen geschätzten deutschen Rübenernte im Jahr 2014. Etwa ein Drittel der pflanzlichen Rohstoffe wird zu Bioethanol verarbeitet, sonstige pflanzliche Inhaltsstoffe fließen in Produkte wie Proteinfuttermittel aus Getreide, Kraftfuttermittel aus Industrierüben und sonstige Produkte für die Lebens- und Futtermittelindustrie wie beispielsweise Hefe oder Gluten als Aquafeed. Laut BDBe beweist der Produktionszuwachs die hohe Konkurrenzfähigkeit der deutschen Bioethanolwirtschaft. Wesentliche Gründe hierfür seien der führende Technologiestandard und die Energieeffizienz der deutschen Bioethanolwerke. Bei der Herstellung von Bioethanol aus Industrierüben und Futtergetreide werde die gesetzliche CO 2 -Mindesteinsparung von 35 Prozent gegenüber fossilem Benzin deutlich übertroffen. Im Durchschnitt wird vom Anbau der Rohstoffe bis zur Verwendung des Bioethanols als Kraftstoff eine zertifizierte CO 2 -Einsparung von mindestens 50 Prozent erreicht. www.bdbe.de Grafik: obs/Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V. UmweltMagazin März 2015 9

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