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4/5 | 2012

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Nachrichten Frost

Nachrichten Frost &Sullivan Wandelimdeutschen Energiemarkt Im Jahr 2020 werden die Erneuerbaren Energien 36 Prozent der generierten Energie ausmachen. Inden nächsten Jahren soll es im deutschen Energiemarkt zu dramatischen Veränderungen kommen. Die Kapazitäten der Nuklearenergie halbieren sich, während das Land einen Anstieg der Erneuerbaren Energien auf 36 Prozent der generierten Energie bis 2020 erleben wird. Laut aktuellen Ergebnissen der Unternehmensberatung Frost &Sullivan wird sich die gesamt generierte Energie von 625 TWh im Jahr Bild: SXC 2010 auf 590 TWh in 2020 verringern. Grund dafür sind Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und erhöhte Importe, die notwendig sein werden, umeinen Teil der Lücken zu überbrücken, die sich durch die Abschaltung der Atomkraftwerke ergeben. Jedoch wird die installierte Kapazität im Jahr 2020 von 153 GW auf 179 GW ansteigen. Dies ist dem Wachstum im Wind- und Solarsektor zu verdanken, die unregelmäßige Verfügbarkeit aufweisen und die Unterstützung durch alternative Stromerzeuger wie beispielsweise Gasturbinen benötigen. Was die Erneuerbaren Energien angeht, sowerden Solar- und Windenergie zukünftig eine große Rolle spielen. Die Kapazität der Photovoltaik wird sich verdreifachen, während Windenergie um durchschnittlich 2 GW pro Jahr wachsen wird. Die Solarenergie imBesonderen wird massive Veränderungen durchlaufen. Die Erneuerbaren werden 2020 gut 36Prozent der generierten Energie ausmachen. InBezug auf die Verringerung des Verbrauchs wird Energieeffizienz eine wichtige Rolle spielen; das Energieeffizienzgesetz sieht vor, den Verbrauch bis 2020 imVergleich zu den Jahren 2001 bis 2005 um 9Prozent zu reduzieren. Laut Frost &Sullivan bleibt Kohle mit 37 Prozent der generierten Energie von heute bis 2020 führender Brennstoff. Allerdings wird es in Deutschland einen Rückgang der braunkohlegefeuerten Leistung geben, denn alte Kraftwerke werden stillgelegt. Daneben wird es aufgrund eines beschleunigten Konjunkturprogramms einen Anstieg des Gasanteils als energieerzeugenden Rohstoff geben; der wachsende Anteil wird sich jedoch erst nach 2020 bemerkbar machen. www.frost.com Europa–kurz notiert >>> LIFE, das Förderprogramm der EU zur Finanzierung von Umweltprojekten, feiert indiesem Jahr sein 20. Jubiläum. Bis zum 26. September 2012 haben Antragsteller Zeit, erneut Projektvorschläge bei den nationalen Behörden einzureichen, um EU-Fördermittel zu erhalten. Die EU-Kommission weist daraufhin, sie ihre Projektideen elektronisch einreichen müssen. Die EU-Mitgliedstaaten wiederum schicken die eingegangenen und Projektanträge bis zum 2. Oktober nach Brüssel. Frühestmöglicher Projektstart ist der 1. Juli 2013. >>> EU-Kommission und dänische Ratspräsidentschaft haben einen Vorschlag für Reduktionsziele bei bestimmten Luftschadstoffen gemacht, die imGöteborg- Protokoll künftig aufgenommen werden könnten. Die EU-Umweltminister haben den Bericht zum Stand der Verhandlungen beim Umweltrat allerdings vorerst nur zur Kenntnis genommen. >>> Eine politische Einigung über umfassende Schlussfolgerungen zur EU-Klimaroadmap ist erneut am Widerstand Polens gescheitert. Nachdem die polnische Regierung schon im vergangenen Jahr ambitionierte Klimaschutzziele verhindert hatte, legte sie auch beim Treffen der Umweltminister am 9. März ihr Veto ein. >>> Die EU-Kommission hat eine Konsultation zum 7. Umweltaktionsprogramm (UAP) geschaltet. Bis zum 1. Juni können Interessensvertreter ihre Ansichten über die Umweltpolitischen Prioritäten der EU bis 2020 mitteilen. 10 UmweltMagazin April-Mai 2012

GLOBE 2012 Smart-Grid-Technologie im Fokus Die internationale Umweltmesse GLOBE hat vom 14. bis zum 16. März in Vancouver/Kanada Teilnehmern und Besuchern aus über 50 Ländern den aktuellen Stand der Umwelttechnik präsentiert. Neben Innovationen aus der Abwasserbehandlung standen vor allem neue Entwicklungen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien im Fokus. ImRahmen der zahlreichen Foren auf der GLOBE wurde besonders die Smart-Grid-Technologie diskutiert. Eine kleine Minderheit der Verbraucher in Kanada lehne den Einsatz der „intelligenten Netze“ aus Sorge um die Sicherheit der Privatsphäre und mögliche gesundheitliche Auswirkungen ab, so Umweltexperten. Zudem bestehen Befürchtungen, dass es zu einer Abschaffung der großen zentralisierten Kraftwerke kommen könnte. Dem widersprach Jim Burpee, Präsident und CEO der Canadian Electricity Association. Das übergeordnete Ziel der Smart- Grid-Technologie sei es, eine nachhaltigere Strom-Versorgung zu etablieren und den Endkunden stärker zu integrieren –etwa mit dem „Smart Meter“. Die Region Ontario sei mit mehr als 1,3 Millionen installierten Smart Meter Marktführer in Kanada, sagte Burpee. Mit der Smart-Grid-Technologie bestehe die Möglichkeit, im Fall von Stromausfällen das Netz schneller wieder herzustellen. Die nächste Auflage der GLOBE wird im Jahr 2014 vom 26. bis zum 28. März in Vancouver/Kanada stattfinden. www.globeseries.com Studie Grüne Innovationen begünstigen Beschäftigungswachstum Unternehmen, die umweltfreundliche Prozessinnovationen einführten, verzeichneten ein umbis zu fünf Prozentpunkte stärkeres Beschäftigungswachstum als Unternehmen, die nicht-umweltbezogene Prozessinnovationen hervorbrachten. Besonders starke Beschäftigungsimpulse gingen von grünen Innovationen aus, die zur Einsparung von Material und Energie führten. Zudiesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) inMannheim inKooperation mit Prof. Jens Horbach von der Hochschule Augsburg. Sie untersucht die Wirkung von Umweltinnovationen auf das Beschäftigungsverhalten von rund 2100 Unternehmen in Deutschland in den Jahren 2006 bis 2008. Die Studie nutzt Informationen des Mannheimer Innovationspanels, einer repräsentativen Befragung von deutschen Industrieunternehmen. Über 6700 Unternehmen wurden befragt, wovon rund 2100 angaben, im Untersuchungszeitraum Umweltinnovationen eingeführt zu haben. Als solche gelten der Studie zufolge Produkt- und Prozessinnovationen, die sich beispielsweise positiv auf die Luft-, Wasser- und Bodenqualität auswirken, oder die einen geringeren Ressourcenverbrauch zur Folge haben und das Klima schonen. Die Studie zeigt, dass Umweltinnovationen insgesamt zu einer Zunahme der Beschäftigung inden Unternehmen führten. Besonders viele neue Arbeitsplätze entstanden aufgrund von Prozessinnovationen, die Einsparungen beim Material- und Energieeinsatz zum Ziel hatten. Dies Betriebe verzeichneten ein durchschnittliches Beschäftigungsplus von 7,3 Prozent. Im Bereich der Energieeinsparungen lag der Zuwachs bei knapp 8Prozent. Die Studie zeigt auch, dass grüne Innovationen imBereich der Luft- und Wasserreinhaltung einen unterdurchschnittlichen Einfluss auf die Beschäftigung in den innovierenden Unternehmen hatten. Indiesem Bereich dominieren End-of- Pipe-Technologien wie Luft- und Wasserfilter oder Katalysatoren. www.zew.de UMWELTTECHNIK Made in Germany Servicestärke Wirtschaftlichkeit Innovationen HSM –Mehr als eine Ballenpresse. IFAT Entsorga 2012 7. –11. Mai Messe München, Halle C1 Eine HSM Ballenpresse ist mehr als ein Produkt: Qualität „Made in Germany“, schneller Service, Energieeffizienz und eine Vielzahl an Innovationen. Erfahren Sie mehr darüber auf der IFAT.Wir freuen uns auf Ihren Besuch. www.hsm.eu HSM GmbH +Co. KG ·Germany ·info@hsm.eu ·Gratis-Hotline 00800 /44777766 UmweltMagazin April-Mai 2012 11

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