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4/5 | 2012

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SPECIAL IFAT Entsorga

SPECIAL IFAT Entsorga 2012 Halle B1 Bild: Gelsenwasser Faulbehälter inklusive Gasbehandlung auf der Kläranlage Emmerich amRhein Eine eigene Faulungsanlage wird zunehmend auch für kleinere Kläranlagen interessant. Mit einem neuen bedarfsorientierten Servicepaket unterstützt Gelsenwasser Kommunen bei der Optimierung ihrer Abwasserentsorgung. Für Kläranlagen ab 10 000 Einwohnerwerten (EW) bietet das Unternehmen eine fallbezogene Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einer Faulungsanlage an und leistet umfassende Hilfestellung bei Umsetzung und Finanzierung. Alexander Heckmanns Steigende Kosten für Schlammentsorgung und Energie sowie das Bestreben, die Emission von Treibhausgasen zuvermindern, führen zu einem Umdenken bei der Abwasserreinigung und Klärschlammbehandlung. Ein Weg, um die energetischen Ressourcen des Abwassers und des Klärschlamms optimal zu nutzen und die zu verwertenden Klärschlammmengen insgesamt zu reduzieren, ist die Umstellung einer Kläranlage von der aeroben auf eine anaerobe Schlammstabilisierung. GroßeChancefür kleineKläranlagen Faulungsanlagen lohnen sich Derzeit istdie Faulung nochdas dominierende Verfahren zur Schlammstabilisierung auf Kläranlagen mit einer Anschlussgröße ab 50 000 EW.Gestiegene Kosten fürEnergie und Schlammentsorgung und der Trend, immer weniger Schlamm landwirtschaftlichzuverwerten, machen eine eigene Faulungsanlage zunehmend auch für kleinere Kläranlagen interessant. Gegenüber einer simultanen Schlammstabilisierung kann derBau einerFaulungsanlage laut Umweltbundesamt [1] bereits bei Kläranlagen ab 10000 EW wirtschaftlich sein. Dennzum einendeckt die aus den Faulgasen gewonnene Energie über 50 Prozent des eigenen Strombedarfs, zum anderen werden aufgrund einer um mehr als 40 Prozent geringeren Trockensubstanz-Fracht Verwertungskosten eingespart. Bei Umstellung der simultanen aeroben Schlammstabilisierung auf eine anaerobe werden zusätzlich etwa 50Prozent vom Volumen des Belebungsbeckens frei und der Stromverbrauchfür die Belüftung wirdumgut 25 Prozent reduziert. Die durchschnittliche Ersparnis für die Kommune beträgtrund 20 000 Euro proJahr bei einer Laufzeit von 15Jahren. Umdas genaue Einsparpotenzial bestimmen zu können, ist eine Einzelfallbetrachtung erforderlich. Wirtschaftlichkeit ermitteln Als Betreiberin hat Gelsenwasser umfangreiche Erfahrungen sowohl mit dem Bau als auch mit dem späteren Betrieb von Faulungsanlagen. Diese werden eingebracht, um die Wirtschaftlichkeit anderer Kläranlagen zu ermitteln, dabei werden verschiedene Aspekte im Detail betrachtet: 7 Investition, 7 zusätzliche Betriebsmittel, 7 Rückbelastung in der Kläranlage durch Stickstoff und Phosphor, 7 Wartung und Instandhaltung, 7 geringerer Energieverbrauch bei Belüftung und Schlammentwässerung, 7 geringere Entsorgungskosten durch Reduzierung derSchlammmengenund bessere Entwässerbarkeit des Schlammes, IFAT Entsorga Die Gelsenwasser AG präsentiert sich in Halle B1 auf dem Stand 327/426. 34 UmweltMagazin April-Mai 2012

Beispielrechnung des Einsparpotenzials einer Faulungsanlage für eine Kläranlage mit einer Anschlussgröße von 25000 EW 7 geringerer Verbrauch anFlockungshilfsmitteln sowie 7 Strom- und Wärmegewinnung durch Verbrennung des Faulgases in einem BHKW beimEinsparpotenzial. Fazit AufBasis derErgebnissekann eine individuelle wirtschaftliche Lösung mit dem Fokus auf Energieeinsparungen und einenemissionsarmenBetrieb entwickelt werden. Die Leistungen von Gelsenwasser umfassendabei: 7 Planung inklusive Genehmigungsplanung, BEISPIELRECHNUNG Anlagengröße 25 000 EW TS-Anfall pro Jahr 767 to TS/a TS-Abbau in der Faulung 42% Prämisse Schlammvolumen Rohschlamm nach Entwässerung (22% TS) 3486 m³/a Schlammvolumen nach Faulung (25%TS) 1779 m³/a Stromproduktion im BHKW 480 000 kWh/a Wärmeproduktion 680 000 kWh/a Spez. Kosten Schlammentsorgung 65 €/tos Spez. Kosten FHM 3,20 €/kg WS Spez. Strompreis 0,12 €/kWh KWK-Vergütung 0,0511 €/kWhel Einsparungen Durch reduzierte Schlammentsorgung 110 979 €/a Durch reduzierter FHM-Verbrauch 15 217 €/a Erträge durch Eigennutzung Strom 57 600 €/a KWK-Vergütung (75 % der Wärme) 26 061 €/a Grafik: Gelsenwasser Literatur [1]Umweltbundesamt: Kläranlagen leisten einen Beitrag zum Klimaschutz, 4/2008 7 Finanzierung, 7 Bau derAnlage, 7 Betrieb der Faulungsanlage gegebenenfalls auch Kläranlage sowie 7 verfahrenstechnische Unterstützung bei der Umstellung der Kläranlage von aerober auf anaerobe Schlammstabilisierung. Alexander Heckmanns Gelsenwasser AG, Gelsenkirchen, Alexander.Heckmanns@gelsenwasser.de sauber? Wie wird Wasser wieder fließend sauber Antwortendazuauf der: IFAT 7.–11. Mai2012 MesseMünchen, Halle B3, Stand 332 ACHEMA 18.–22. Juni 2012 MesseFrankfurt,Halle 9.1, Stand B31 www.eisenmann.com UmweltMagazin April-Mai 2012 35

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