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4/5 | 2012

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Technik &Management

Technik &Management Wasser/Abwasser Kosten/Nutzen privater Vorsorgemaßnahmen Eine bessere Datenbasis für das Verhältnis von Kosten undNutzenmöglicher Maßnahmen würde auch Privatleuten wertvolle Hinweise für ihreeigene Vorsorge liefern. Einen Beitrag dazu hat das Forschungsprojekt„Medis– Methoden der Erfassung direkter und indirekter Hochwasserschäden“ [3] des GeoForschungszentrums Potsdam und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung geliefert, an dem auch die Ingenieurgesellschaft Arcadis beteiligt war: In Medis wurden Kosten und Nutzen privater Vorsorgemaßnahmen gegeneinandergestellt. Die Analyse zeigt ,dass sich große Investitionen, wie etwa der Bau eines abgedichtetenKellers nur lohnen, wenn das Gebäude sehr häufig –also jährlich – überflutet wird. Die Sicherung des Öltanks hingegen, die mit einer Investi- Literatur [1] Schädler, G. et al.: Flood Hazards in aChanging Climate, Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology, Januar 2012 [2] Richtlinie 2007/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2007 über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken (EG-HWRM-RL, 2007) [3] A. Thieken, I.Seifert, B. Merz (Hrsg.): Hochwasserschäden. Erfassung, Abschätzung und Vermeidung, oekom-Verlag, München 2010 [4] Schadensreduzierung durch Bauvorsorge in: B.Merz, R. Bittner, U. Grünewald, K.Piroth (Hrsg.): Management von Hochwasserrisiken, Schweizerbart Science Publishers, Stuttgart 2011 [5] LAWA 2010: „Empfehlungen zur Aufstellung von Hochwasserrisikomanagementplänen“, beschlossen auf der 139. LAWA-VV am25./26. März 2010 in Dresden, Hrsg. Bund/Länder- Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA), Dresden 2010 Kreislauf des Hochwasserrisikomanagements Bild: verändert entnommen aus LAWA 2010 [5] tion vonrund 1000 Euro verbunden ist, ist auch dann noch rentabel, wenn der Standort des Tanks statistisch nur alle 50 Jahreüberflutetwird. Risikokommunikation ist wichtig Ziel des Hochwasserrisikomanagements ist, das Bewusstsein für den Umgang mit Hochwasser in der Gesellschaft zuverankern und die Eigenverantwortung von Betrieben, Kulturinstitutionen und Privatpersonen zu fördern. Sie müssen für ihren jeweiligen Bereich vorsorgen, Präventivmaßnahmenergreifen undmit Alarm- und Einsatzplänen sicherstellen, dass jeder Beteiligte im Hochwasserfall seine Aufgaben kennt und erfüllen kann. Der Hochwasserschutz wird also dezentraler, wobei die einzelnenindividuellen Maßnahmen aufeinander abgestimmt sein und ineinandergreifen sollen: DieErgebnissevon Medis beispielsweise können Hausbesitzern wertvolle Entscheidungshilfen geben –allerdings nur,wenndie Besitzer sie auch kennen. Eine verstärkte Information und Kommunikation, vertikal wie horizontal, ist unabdingbar. Diesefordertauchdie EU- Richtlinie explizit:Somüssendie Hochwassergefahren- und -risikokarten wie auch später die Risikomanagementpläne veröffentlicht und die betroffenenGruppeneinbezogen werden. Die Bundesländer setzen die Risikokommunikation unterschiedlich um. Baden-Württemberg beispielsweise hat „Hochwasserpartnerschaften“ eingerichtet, in denen jeweils Kommunen, Fachverwaltungen und Institutionen innerhalb eines Einzugsgebietes vertreten sind. In Nordrhein-Westfalen sollen möglichst die im Rahmen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie oder der Erstellung der Hochwasseraktionspläne etablierten Strukturen genutztwerden. DWA-Audit Hochwasser für Kommunen und Industrie Auch andere Institutionen liefern wertvolle Beiträge zur Information und Kommunikation. DasRimax- Forschungsprogramm hat sich bundesweit mit verschiedenen Aspekten des Managements von Hochwasserrisiken befasstund die Ergebnisseinverständlicher Form dokumentiert [4]. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Wasser und Abfall (DWA) hat mit ihrer Arbeitsgruppe „Hochwasserangepasstes Planen und Bauen“ wichtige Strategien desdezentralenHochwasserschutzes formuliert: natürliche Hochwasserentlastungen inder Fläche entlang der Gewässer, in denen naturnah genutzte Auen sowie natürliche Senken und Becken für den dezentralen Hochwasserrückhalt vernetzt werden plusangepasstes Planen und Bauen inKommunen. Einezweite DWA-Arbeitsgruppe hat das „Audit Hochwasser: Wie gut sind wir vorbereitet?“entwickelt. Mit diesem Instrument können Kommunen und Industriebetriebe systematisch analysieren, wo ihreStärken und Schwächen in der Hochwasservorsorge liegen und wo sie am besten ansetzen können. Kommunen verfügen damit über eine wertvolle Grundlage zur Kommunikation mit den verschiedenen Akteuren wie Wasserwirtschaft, Industrie, Katastrophenschutz oder Gewässeranlieger. Sie können inder ohnehin anstehenden Hochwasserrisikomanagementplanung von vornherein die richtigen Schwerpunktesetzen,umdie Hochwasserrisiken effektiv zu minimieren. Dr. Klaus Piroth, Arcadis Deutschland, Karlsruhe, k.piroth@arcadis.de 50 UmweltMagazin April-Mai 2012

CorporateResponsibilityManager (CR-Manager) Nachhaltigkeitsbeauftragte(r) Unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeitsmanagementangelehntange an DINISO 26 000 DreitägigerPraxis-Lehrgang mit Zertifikat Termine: 20.-22.08.12 |03.-05.12.12 27.-29.05.13 |02.-04.09.13 |02.-04.12.13 Die Globalisierung mit ihren Auswirkungen auf Wirtschafts- und Sozialsysteme und Bürger hat die Erwartungen an Unternehmen verändert. Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unterneh- men wird inzwischen immer vehementer von Kunden, Verbrauchern, Investoren, Mitarbeitern, Behörden, Geschäftspartner und Nichtregierungsorganisationen gefordert. Unternehmen, ,die sich auf diese Entwicklungen durch ein Nach- haltigkeitsmanagement frühzeitig einstellen, erhöhen die Akzeptanz ihres Handelns, erschließen sich Wettbewerbsvorteile, mindern ihre Risiken und sichern so den Bestand ihres Unternehmens. Das Seminar vermittelt praxisnah die Kenntnisse zur erfolgreichen Einführung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsmanagementsystemen sowie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Nachhaltigkeitsbeauftragte berichten über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsaktivitäten in ihren Unternehmen. Es werden Lösungen für den Mittelstand sowie für große Unternehmen aufgezeigt. Sie erwerben die Grundlagen, umals Nachhaltigkeitsbeauftragter oder CR-Manager tätigzuwerden. 1.Tag: Grundlagen zum Nachhaltigkeitsmanagement (Dr. Arnd Hardtke) 2.Tag: Umsetzung von Corporate Responsibility(CR) und Nachaltigkeit im Unternehmen/ Praxisbericht Mittelstand (Dr.- Ing. Detlef Matz ) 3.Tag: Kommunikation und Nachhaltigkeitsberichterstattung/ Praxisbericht aus einem Konzern (Stefan Küst) Seminarleitung: Gebühr: Referenten: Dipl.-Biol. ChristineJansen, UI Offenbach €995,- zzgl. gesetzl. MwSt. Dr. Arnd Hardtke, Dr. Hardtke Unternehmensberatung GmbH, Gaimersheim. Autor vieler Publikationen insb. zu CSR; Mitglied des DIN-Ausschusses NASG-AA1 „Gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen“; vertrat in der Arbeitsgruppe zur ISO 26000 die deutsche Delegation. Dr.-Ing. Detlef Matz, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement; Werner &Mertz GmbH Mainz (Marken Frosch, Erdal, emsal, etc) Stefan Küst, bis 2010 Leiter Gesellschaftspolitik, KarstadtQuelle und Leiter Corporate Responsibility, Primondo. Seit 2010 CR Consulting Stefan Küst +Christian Schweizer. ANMELDUNG per FAX (069) 82 34 93 oder formlos per Email an mail@umweltinstitut.de Offenbach: 20.-22.08.12 | 03.-05.12.12 27.-29.05.13 | 02.-04.09.13 | 02.-04.12.13 Name: Anschrift: Veranstaltungsort: Umweltinstitut Offenbach GmbH Frankfurter Str. 48 63065 Offenbach a. Main Unterrichtszeiten: 1. Tag 9:30 -17.00 Uhr 2. +3.Tag 9.00-17.00 Uhr Tel./E-mail: Datum: Unterschrift: Umweltinstitut Offenbach GmbH FrankfurterStr. 48 63065 Offenbach a. Main www.Umweltinstitut.de 069-810679 Fax: 069-823493 mail@umweltinstitut.de

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