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01-02 | 2017

Nachrichten IFAT Eurasia

Nachrichten IFAT Eurasia Bessere Umweltstandards in der Türkei Die IFAT Eurasia bringt vom 16. bis zum 18. Februar 2017 alle Marktteilnehmer aus den Segmenten Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling im Istanbul Expo Center zusammen. Begleitet wird die Fachmesse von einem Rahmenprogramm. In Konferenzvorträgen, Roundtable-Diskussionen und Workshops teilen Experten aus Industrie und Forschung ihr Wissen mit dem Fachpublikum. Zu den Ausstellern zählen nationale als auch internationale Marktführer wie beispielsweise Alfred Kärcher, Deniz Mühendislik, Hach Lange, Koluman Otomotiv, Netzsch Pumpen & Systeme, Standart Pompa oder Wilo. Allein das Gastgeberland bietet umfangreiche Marktchancen: Um zu den europaweit üblichen Standards in den Bereichen Trink- und Abwasser sowie Abfall aufzuschließen, muss die Türkei laut der deutschen Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing Germany Trade & Invest (GTAI) bis zum Jahr 2023 umgerechnet weit über 23 Mrd. € investieren. Generell visiert die türkische Regierung bei vielen ihrer jüngst aufgelegten Entwicklungszielen das Jahr 2023 an, da dann das 100-jährige Jubiläum der Republikgründung begangen wird. Beispielsweise sieht der aktuelle Abwasserbehandlungsplan vor, bis dahin über 1 400 neue Kläranlagen und 30 000 Kanal-Kilometer zu bauen. Dafür seien Investitionen von rund 18,4 Mrd. € angedacht. Das Umweltbewusstsein der türkischen Bevölkerung wächst. Dies befeuert den politischen Im Februar 2017 vereint die IFAT Eurasia alle Marktteilnehmer in Istanbul. Willen, auch in der Abfallwirtschaft nach modernen Lösungen zu streben. Ausdruck fand das unter anderem in der umfassenden Verordnung für das Entsorgungsmanagement von Abfällen und Abwässern, die das türkische Ministerium für Umwelt und Stadtentwicklung im vergangenen Jahr erließ. Nach den Beobachtungen der GTAI-Analysten investieren in der Türkei derzeit mehrere Städte, kommunale Gebietskörperschaften sowie öffentliche und private Unternehmen in die Abfallbehandlung. Viele dieser Projekte würden von internationalen Institutionen mitfinanziert. Parallel zu diesen Maßnahmen wachsen jedoch auch die Herausforderungen. So führen zum Beispiel sich verändernde Konsumgewohnheiten in der Türkei zu immer mehr Verpackungsabfällen. Aktuell nehmen diese bereits die Hälfte des Volumens der festen Haushaltsabfälle ein. http://ifat-eurasia.com Bild: Messe München Wirtschaftsticker >>>BASF wurde erstmalig in die CDP Water A-Liste der internationalen Non-Profit-Organisation aufgenommen. Von den 607 bewerteten Unternehmen erhielten lediglich 24 die Bestnote A. Effiziente Wasserverwendung und die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für lokale Wasserprobleme sind wichtige Elemente der BASF Water Stewardship- Strategie. Hierbei arbeitet das Unternehmen aus Ludwigshafen am Rhein intensiv auch mit anderen Wassernutzern, wie Kommunen und Unternehmen, die im gleichen Flusseinzugsgebiet tätig sind, zusammen. www.basf.com >>>Die STEAG GmbH, Essen, hat Anteile des Energieversorgers Vattenfall an der Thermischen Abfallbehandlung Lauta (74,9 %) in Sachsen sowie des Industriekraftwerks Rüdersdorf bei Berlin (100 %) unterzeichnet. Kumuliert verfügen beide Anlagen über eine Müllverbrennungskapazität von 475 000 t/a. www.steag.com >>>Die ALBA Group, Berlin, hat die gruppenweite Zertifizierung nach DIN ISO 50001 für ihr Energiemanagementsystem erhalten. Im Rahmen des fünftägigen Audits überprüfte die akkreditierte Zertifizierungsgesellschaft GUTcert alle rund 260 Standorte des internationalen Recyclingund Umweltdienstleisters. Mit der Zertifizierung erfüllt die ALBA Group die rechtlichen Vorgaben, die seit dem 5. Dezember 2015 durch das Energiedienstleistungsgesetz an alle großen Unternehmen gestellt werden. www.albagroup.de >>>Lindner Recyclingtech, österreichischer Spezialist für industrielle Zerkleinerungstechnologie, ist eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Anlagenbauer Jono Recycling Technology, Suzhou City, eingegangen. Im Rahmen dieser Vereinbarung, die für Lindner den Eintritt in den chinesischen Markt bedeutet, übernimmt Jono den Vertrieb und Service für die Sparte Abfall von Lindner Recyclingtech in China. www.l-rt.com >>>Evonik Resource Efficiency, Essen, investiert in den Ausbau seines Geschäfts für Hochleistungsschaumstoffe am Standort Darmstadt. In der Produktionsanlage wird Rohacell Strukturschaum hergestellt, der als Kernmaterial in Sandwichbauteilen zum Einsatz kommt. Die neue Investition soll die Leistung der Anlage in einem ersten Schritt um 20 % steigern, und der Betriebskomplex wird mit zusätzlicher Produktionsausrüstung ausgestattet. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2017 geplant. www.evonik.com >>>Die 2G Energy AG aus Heek verzeichnete nach einem guten ersten Halbjahr 2016 eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung mit zugleich weiter lebhaftem Auftragseingang für KWK-Anlagen im dritten Quartal 2016. Bei gestiegenen Konzernumsatzerlösen von 92,6 Mio. € (Vorjahr: 84,3 Mio. €) führten Bestandserhöhungen in Höhe von 26,6 Mio. € sowie aktivierte Eigenleistungen von 0,7 Mio. € zu einer auf 119,9 Mio. € deutlich gestiegenen Gesamtleistung (Vorjahr: 93,5 Mio. €). www.2-g.de 8 UmweltMagazin Januar - Februar 2017

Nachrichten Köpfe Seit 1. Dezember 2016 ist Mathias Weyers (46) neuer Finanzvorstand der Wilo SE, Dortmund. Er übernimmt die Verantwortung für die Bereiche Controlling & Accounting, Finanzen & Recht, Internal Audit & Compliance sowie das Information Management beim Dortmunder Pumpenhersteller. ecoprog-Studie Bis zu 800 neue Biogasanlagen für Polen News – Online Durch den Nationalen Aktionsplan und das bevorstehende Auktionsmodell könnten bis zu 800 neue Biogasanlagen in Polen installiert werden. Dies ist das Ergebnis einer Marktstudie von Bio Alians, einem polnischen Investor und Projektentwickler in der Biogasbranche. Der polnische Markt für Biogasanlagen umfasst 301 Anlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von rund 231 MW. Davon entfallen 105 Anlagen auf die anaerobe Abwasserbehandlung (65 MW) und 101 Anlagen auf die Deponie-Biogaserzeugung (64 MW). Die restlichen 95 produzieren Biogas aus landwirtschaftlichen Abfällen mit einer Gesamtkapazität von 103 MW. Obwohl sich der Bestand landwirtschaftlichen Biogasanlagen in den letzten vier Jahren verdreifacht hat, besteht in diesem Bereich weiterhin das größte Entwicklungspotenzial. Der Nationale Aktionsplan sieht einen Kapazitätsausbau der erneuerbaren Energien aus Biogasanlagen auf 980 MW bis zum Jahr 2020 vor. Hierbei ist das Potenzial für den Ausbau der Biogaserzeugung aus Deponien oder Abwasser begrenzt, weshalb der Fokus neuer Investitionen auf der Landwirtschaft liegt. Dies würde den Zubau von 700 bis 800 neuen Anlagen bis zum Jahr 2020 bedeuten, wenngleich dies im Vergleich zur aktuellen Marktlage unwahrscheinlich erscheinen mag. Allerdings wird das neue Auktionssystem für erneuerbare Energien als wesentlicher Markttreiber dieser Entwicklung dienen. Die erste Auktion, für Ende 2016 angekündigt, wird einen größeren Fokus auf Biogas legen, da die neue polnische Regierung die Verwendung von heimischen Substraten zur Unterstützung der polnischen Landwirtschaft deutlich verstärken will. Laut der Analyse von Bio Alians wird dies einen jährlichen Kapazitätsausbau von 100 bis 120 MW ermöglichen, wodurch das Ziel von 1 GW Strom aus Biogas im Zeitraum zwischen 2023 und 2025 erreicht werden könnte. www.ecoprog.com Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch im Internet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Branchen-News). Bild: Martina Nolte / Wikipedia Internationaler Anpassungsfonds Deutschland stockt seinen Beitrag auf Deutschland stockt seinen Beitrag für den internationalen Anpassungsfonds auf. Das Bundesumweltministerium stellt 2016 zusätzlich 50 Mio. € zur Verfügung. Davon profitieren vor allem diejenigen Menschen, die in Gebieten leben, die der Klimawandel besonders verändern kann. Der Anpassungsfonds finanziert unter anderem Maßnahmen zum Hochwasserschutz oder die Umstellung auf neue Anbau- und Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft, die dem Klimawandel Stand halten. Gefördert werden beispielsweise Projekte zur Ernährungssicherung auf den Cook Islands/Pazifik, Vorhaben zur Sicherung der lokalen Weidewirtschaft wie etwa in der Mongolei oder zum Hochwasserschutz in Georgien und zum Küstenschutz im Senegal. Die Arbeit des Anpassungsfonds wurde im Jahr 2015 einer unabhängigen Evaluierung unterzogen und als effizient, wirksam und relevant anerkannt. www.bmub.bund.de UmweltMagazin Januar - Februar 2017 9

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