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01-02 | 2018

Nachrichten IFAT

Nachrichten IFAT 2018 Neue Zukunftsplattform experience.science.future News – Online Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch im Internet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Branchen-News). IFAT experience.science.future. vernetzt die klugen, aufstrebenden Köpfe der Branche. Die kommende IFAT, Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, wartet mit einer Neuerung auf ihre Besucher: Unter dem Titel „experience.science.future“ gibt es von 14. bis zum 18. Mai 2018 auf dem Messegelände in München erstmals eine Plattform für Wissenschaft & Forschung, Bildung & Trainings, Jobs & Karriere sowie Start-ups – für Vordenker und Nachwuchskräfte der Umweltbranche. Für Silvia Fritscher, Projektleiterin der IFAT, sind Ideen- und Nachwuchsförderung gerade im Umweltsektor essenziell. Mit den zunehmenden Diskussionen um Umwelt- und Klimaschutz wachse auch die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften und zukunftsweisenden Innovationen. Mit experience.science.future. antwortet die Messe auf diese Nachfrage und vernetzt die aufstrebenden Köpfe der Branche miteinander. In Halle B4, wird die Plattform künftig die Messe und das fachliche Rahmenprogramm ergänzen. Auf über 1 000 m 2 bündelt die IFAT Universitäten, Start-Ups, Verbände und NGO auf einer Fläche und bietet Raum für die besonders innovativen Technologien, Strategien und Forschungsprojekte aus dem Umweltbereich. In einer parallelen Networking-Lounge können sich Schüler und Studenten über „grüne“ Berufe informieren und mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt treten. Auch Aussteller können sich aktiv beteiligen – mit Fachbeiträgen oder im neuen Stellenportal Job and Career@IFAT, das bereits ab Februar 2018 online abrufbar ist. Weitere Informationen zur neuen Zukunftsplattform gibt es unter www.ifat.de/ esf-aussteller. www.ifat.de Bild: Messe München Destatis Anteil des verbrannten Klärschlamms 2016 weiter gestiegen Im Jahr 2016 wurden deutschlandweit mit 1,1 Mio. t Klärschlamm (Trockenmasse) knapp zwei Drittel der insgesamt in öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen angefallenen Klärschlammmenge verbrannt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat sich in den letzten zehn Jahren der Anteil des verbrannten Klärschlamms deutlich erhöht: 2006 waren noch 47 % des Klärschlamms thermisch entsorgt worden. Insgesamt fielen im Jahr 2016 rund 1,8 Mio. t in öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen an. Das sind knapp 2 % weniger als im Vorjahr. Die restlichen 35 % der gesamten Klärschlammmenge wurden überwiegend in der Landwirtschaft (24 %) oder beim Landschaftsbau (10 %) stofflich verwertet. Langfristig geht die Verwertung von Klärschlamm in der Landwirtschaft zurück. Der entsprechende Anteil ist von 2012 (29 %) bis 2016 um 5 Prozentpunkte zurückgegangen. www.destatis.de Gelsenwasser/rku.it Kooperation mit bundesweitem Angebot Die Gelsenwasser AG und der IT-Spezialist rku.it GmbH bieten basierend auf ihrem gemeinsamen Know-how ab sofort in ganz Deutschland das neue Dienstleistungspaket FIT für Stadtwerke und Versorger sowie Abwasserentsorger an. Bereits zwölf gemeinsame Kunden mit mehr als 650 000 Zählpunkten/Verträgen nutzen das vollumfassende, erprobte System für kaufmännische Querschnittfunktionen bis hin zu Kundenabrechnung und Energiedatenmanagement. FIT besteht aus vier integrierten Modulen: Basisausstattung, Aufbau kundenspezifischer Mandant, Datenübernahme und Produktivsetzung sowie Betrieb mit Support. So beinhaltet die Basisausstattung zum Beispiel SAP for Utilities, SAP Business Suite inklusive SAP Business Warehouse und mögliche Erweiterungen, wie das Energiedatenmanagement, das geografische Informationssystem oder das Dokumentenmanagement. Die Ausprägung der Modulbausteine wird für jeden Kunden individuell und flexibel zusammengestellt. Hohe Datenschutz- und Sicherheitsstandards sowie die Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben stellen weitere Vorteile des Angebots dar. www.gelsenwasser.de 10 UmweltMagazin Januar - Februar 2018

Nachrichten Der Grüne Punkt Erklärung gegen oxo-abbaubare Kunststoffe Der Grüne Punkt, Köln, gehört zu den Unterzeichnern einer von der Ellen MacArthur Foundation initiierten Erklärung, die vor oxo-abbaubaren Kunststoffen warnt und ein entsprechendes globales Verbot fordert. Oxo-abbaubare Kunststoffe zersetzen sich unter dem Einfluss von Licht und Sauerstoff. Die Erklärung zitiert zahlreiche Untersuchungen, nach denen das Material in der Natur nicht abgebaut wird, sondern zu mikroskopisch kleinen Partikeln zerfällt. Da das Material nicht stabil ist, lasse es sich auch nicht recyceln – vielmehr müsse sichergestellt sein, dass es zum Recycling vorgesehene Kunststoffmengen nicht kontaminiere. Über 150 Unterzeichner, führende Unternehmen, Industrieverbände, NGO, Wissenschaftler und Abgeordnete des Arbeitsweise Duales System Deutschland GmbH. Europäischen Parlaments haben daher die Erklärung veröffentlicht mit der Forderung, oxo-abbaubare Kunststoffe weltweit zu verbieten. Die Erklärung sieht solche Stoffe nicht als Ausweg aus den Problemen, die sich durch die Vermüllung der Meere mit Kunststoffen ergeben. Vielmehr sorgten sie für mehr Mikroplastik in der Umwelt. Man müsse verhindern, dass Müll und insbesondere Plastik überhaupt ins Meer gelangt. Dafür seien Abfallvermeidung, Recycling und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft unerlässlich. Eine echte Kreislaufwirtschaft sorge dafür, dass Kunststoff nach Gebrauch sorgfältig erfasst und für die Wiederverwendung aufbereitet werde. Wie bei Glas, Papier und Metallen müsse es auch bei Kunststoff ganz alltäglich werden, dass das Material im Kreislauf geführt wird – sei es, dass Rezyklate durch die Hersteller von Neuware beigemischt oder von Produktherstellern statt neuen Plastiks eingesetzt werden. Das spart Rohstoffe, verhindert die Vermüllung der Meere und reduziert zudem die Emission von Treibhausgasen. www.gruener-punkt.de Bild: Duales System Deutschland Phosphatrückgewinnung Weg zur strategischen Rohstoffsicherung UmweltMagazin-Newsletter Um einerseits die strategische Abhängigkeit zu reduzieren, andererseits der zunehmenden Schwermetallbelastung von Rohphosphaten zu begegnen, setzen Deutschland und die Schweiz vermehrt auf die Rückgewinnung von Phosphaten aus Klärschlamm, aber auch tierischen Nebenprodukten. Welche Technologien dafür zur Verfügung stehen, beschreibt das Statuspapier „Phosphatrückgewinnung“, das die ProcessNet-Fachgruppe „Rohstoffe“ erarbeitet hat. Voraussetzung für die Umsetzung ist das Zusammenwirken aller Akteure vom Gesetzgeber über die Landwirtschaft bis zum Technologieentwickler. Phosphat ist ein essenzieller Rohstoff für die Landwirtschaft. Deutschland verfügt jedoch nicht über eigene Ressourcen. Der Ausstieg Deutschlands aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung und die Rückgewinnung von Phosphor zur Nutzung heimischer Phosphatquellen ist nicht nur ein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. Auch, wenn der für 2030 angekündigte „Peak Phosphorous“, nach dem die Förderung abnehmen soll, den Experten zufolge einer sachlichen, Lagerstätten kundlichen Grundlage entbehrt, ist die Rückgewinnung von Phosphor sowohl aus strategischen Gründen als auch hinsichtlich der Qualität der Phosphate sinnvoll. Das Papier, an dessen Erarbeitung Experten aus Forschung und Industrie beteiligt waren, umreißt die Anforderungen, die ein zukunftssicherer ganzheitlicher Ansatz dafür erfüllen muss. Er setzt die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure vom Gesetzgeber über die Landwirte und die Abwasserwirtschaft bis zu den Forschern und Technologieentwicklern voraus. Dabei geht es sowohl um technologische Methoden, von denen derzeit nur wenige im industriellen Maßstab verfügbar sind, wie auch um Fragen der Wirtschaftlichkeit und der gesetzlichen Voraussetzungen. Zwar steht gerade in der Klärschlammaufarbeitung eine breite Palette an Technologien zur Verfügung; doch um qualitativ hochwertige Dünger zu produzieren, müssen einerseits alle Verunreinigungen – neben Schwermetallen auch organische Spurenverbindungen und andere – entfernt werden, andererseits muss die Bioverfügbarkeit der Produkte gegeben sein. Das heißt, Pflanzen müssen in der Lage sein, die Verbindungen aufzunehmen und zu verwerten. Zu den technischen Herausforderungen kommen gesetzliche Rahmenbedingungen. Während die gerade in Kraft getretene neue Klärschlammverordnung die technischen Aufbereitungswege weitgehend offenlässt, müssen die Produkte die Zulassung gemäß der Düngemittelverordnung durchlaufen. www.dechema.de Das Wichtigste immer im Blick – mit unserem kostenlosen Newsletter halten wir Sie einmal wöchentlich auf dem Laufenden. Hier finden Sie die täglich erscheinenden News aus dem Bereich der Umwelttechnik kompakt zusammengefasst im Nachrichtenüberblick. Melden Sie sich jederzeit an unter www.umweltmagazin.de/Newsletter. UmweltMagazin Januar - Februar 2018 11

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