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01-02 | 2018

Special Messtechnik &

Special Messtechnik & Analyse Bilder: Keller Bild 2: Datenfernübertragungseinheit und Datenlogger GSM-2. und einer kundenspezifischen Software verwendet beispielsweise der nationale Wetterdienst US National Weather Service (NWS). Keller leistet zusätzlich technische Unterstützung bei der Einrichtung, Installation und Programmierung des Systems, über das die zuständigen Gemeindearbeiter bei steigendem Wasserpegel eine SMS-Benachrichtigung erhalten. Nach der Implementierung kann der Betrieb von manuell aufgestellten, mobilen Sperren umgestellt werden auf dauerhaft installierte Schwingtore, die schließen, wenn Sturzfluten eintreten. Smarte Öltankverwaltung mit tagesaktuellen Ölpreisen Neben Wasser sind Brennstoffe weitere Flüssigkeiten, die sich ideal für die Verwaltung mit automatisierten Prozessen eignen. Die Fernüberwachung der Füllstände bei Heizöl-, Diesel- und Benzintanks ist für Mineralölkonzerne wie auch für Tankstellenbesitzer und Immobilienverwalter eine große Unterstützung. Keller entwickelte dazu in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Mineralöllieferanten das Fernüberwachungssystem „EasyOil“. Dieses System hat sich nach Unternehmensangaben auf dem Markt gut etabliert und ist in 80 % der Vertragsabschlüsse für Heizöllieferungen das entscheidende Kaufargument bei den Kunden. Der Bestellprozess entspricht demselben wie beim Biertank: Der Druck beziehungsweise der Ölstand wird an der untersten Stelle des Tanks gemessen, entsprechend der Tankform der aktuelle Inhalt in Liter berechnet und die Daten via GSM übermittelt. Eine Besonderheit dieser Anwendung ist die kundenspezifische Software. Sie enthält neben den gängigen Daten wie Füllstand, Verbrauchs- und Bestellhistorie zusätzlich Ölpreise, die zweimal täglich aktualisiert werden. Diese kombinierten Informationen ermöglichen einen optimierten Bestellprozess, denn so können Vorräte dann angelegt werden, wenn der Ölpreis niedrig oder der Tankwagen gerade in der Nähe ist. Bei der Füllstandsüberwachung an Tankstellen wird die Fernübertragungseinheit GSM-3 verwendet, die mit einer Box mit eingebauten Sicherheitsbarrieren erweitert wird (Bild 3). An Tankstellen besteht die Gefahr, dass ein elektrischer Funke die gashaltige Atmosphäre explodieren lässt. Der Drucktransmitter, der in einer solchen Umgebung misst, muss deshalb eigensicher sein. Die Sicherheitsbarriere begrenzt die abgegebene elektrische Leistung des Messsystems innerhalb der explosionsgefährdeten Zone (Ex-Zone) und verhindert auf diese Weise die Entstehung eines Funkens. Ganzheitliche Überwachung der Chemiedistribution Explosionsgefahr ist auch ein wichtiges Thema bei Chemikalien. In den Lagern von Chemieherstellern und -distributoren befinden sich zahlreiche verschiedene Chemiefässer mit unterschiedlichsten explosiven und gesundheitsschädlichen Inhalten. Der Füllstand von Chemiefässern wird in den meisten Fällen weder gemessen noch außerhalb des Fasses optisch angezeigt. Es besteht die Möglichkeit, einen medienverträglichen Schwimmer einzubauen. Jedoch reicht dieser nicht aus, um einen sicheren Transport zu garantieren und die Tankinhalte währenddessen permanent zu kontrollieren. Eine permanente Kontrolle ist jedoch sehr wichtig, um eine normengerechte Lieferung zu garantieren (siehe Aufmacherfoto). Wird zusätzlich zum Füllstand der Innendruck im Fass gemessen, lässt sich kontrollieren, ob das Fass ordnungsgemäß verschlossen ist oder ob es während des Transportes geöffnet wurde. Zudem zeigt die Aufzeichnung, ob das Fass übermäßigen Beschleunigungen ausgesetzt wurde. Der Füllstand wird auch in dieser Anwendung mit zwei Drucksensoren gemessen. Da das Fass unter Druck steht, wird der Differenzdruck zwischen dem Fassdeckel und dem Fassboden ermittelt, womit der Pegel berechnet werden kann. Keller hat eine Lösung mitentwickelt, die den Tank in seiner ursprünglichen Form belässt. Dazu wurden im Innenbereich des Fasses zwei kompakte Druckaufnehmer der Serie 7 LD eingebaut. Diese digitalen Sensoren bieten neben den bereits genannten Vorteilen zusätzlich die Temperaturinformation, die für die Überwachung von Chemikalien ebenfalls sehr hilfreich ist. Schließlich übermittelt eine Fernübertragungseinheit die aufgezeichneten Daten. Mit der Anbindung an das Internet of Things können zusätzlich noch weitere Informationen zugänglich gemacht werden, wie beispielsweise der Standort des Fasses. Fazit Das Internet der Dinge bringt „smarte“ Lösungen, die helfen, das Leben sicherer und bequemer zu machen, Prozesse zu verbessern und schlanker zu gestalten sowie Informationen zeitnah zu erhalten, die bislang nicht verfügbar oder nur schwer zu ermitteln waren. Der Weg dahin ist sehr individuell, aber er beginnt immer bei einem Objekt und einem Sensor. Keller AG für Druckmesstechnik, Winterthur/Schweiz, marketing@keller-druck.com 20 UmweltMagazin Januar - Februar 2018

Messtechnik & Analyse Special Exakte Messung bei allen Wellenlängen Für Labore in der Wasser- und Abwasserbehandlung, der Getränkeanalytik und zahlreichen anderen Bereichen ist die Bestimmung verschiedener Parameter wichtig. Ein Plus an Flexibilität soll dabei die Neuentwicklung von Hanna Instruments bieten. Mit dem HI801 iris Spektralphotometer hat Hanna Instruments, Vöhrigen, sein Angebot an Messgeräten für die professionelle Wasser- und Abwasseranalytik erweitert. Das Gerät kann auf beliebige Wellenlängen im sichtbaren Spektral- sowie im nahen Infrarotbereich eingestellt werden. Die Auswahl umfasst das Spektrum zwischen 340 und 900 nm. Somit lässt es sich für unterschiedliche Methoden und die Messung einer Vielzahl verschiedener Parameter einstellen. „Als Hersteller haben wir uns der Aufgabe verschrieben, Messgeräte und Verfahren für jeden Parameter und jeden Bedarf maßgeschneidert, aber dennoch einfach bedienbar anzubieten. Mit dem neuen Spektralphotometer geben wir Laboren die Freiheit, Substanzen und Substanzklassen zu messen, die weit über voreingestellte Tests hinausgehen“, fasst Dr. Dirck Lassen, General Manager bei Hanna Instruments Deutschland, zusammen. „Egal ob der Chlorgehalt einer Probe gemessen oder enzymatische Assays durchgeführt werden sollen, das Spektralphotometer misst Transmission, Extinktion und Konzentration und wird allen Anforderungen gerecht. Es zeigt die Ergebnisse zudem immer in der benötigten und relevanten Einheit an.“ Vorinstallierte, erweiterbare Messmethoden Bereits ab Werk lässt sich das HI801 für die Messung einer Vielzahl unterschiedlicher Wasserqualitätsparameter einstellen. So unterstützt das Gerät standardmäßig bereits mehr als 80 vorinstallierte, verbreitete chemische Analysemethoden. Darüber hinaus haben Anwender aber auch die Möglichkeit, bis zu 100 benutzerdefinierte Methoden individuell zu erstellen oder anzupassen. Hierbei führt iris den Nutzer Schritt für Schritt durch den Erstellungsprozess. Für eine erweiterte Flexibilität kann jede Methode mit bis zu zehn Kalibrierpunkten, fünf verschiedenen Wellenlängen und fünf unterschiedlichen Reaktions-Timern versehen werden. Bevorzugte Methoden lassen sich zudem als Favoriten direkt auf dem Startbildschirm des Geräts anlegen. Vielseitig einsetzbar Mithilfe eines optischen Systems werden reproduzierbare Messergebnisse erzeugt. Ein eingebauter Strahlteiler kompensiert hierfür automatisch die Schwankung der Lichtquelle. Als solche dient dem Spektralphotometer eine Wolfram-Halogenlampe. Die insgesamt kompakt gehaltene Konstruktion und eine leistungsfähige Batterie machen das Gerät dynamisch und netzunabhängig einsetzbar. Der wiederaufladbare Lithiumionenakku liefert hierfür Energie für 3 000 Messungen oder mehr als acht Stunden Dauerbetrieb. Alles auf einen Blick Für die einfache Bedienung und Ablesbarkeit der Messergebnisse verfügt das HI801 über ein 15 cm Touchpad Display, das auch bei Sonnenlicht gut ablesbar ist. Der groß gewählte Betrachtungswinkel erlaubt die komfortable Ablesung der Anzeige aus größeren Entfernungen. Zudem sind alle Tasten Teil des Displays, was diese versiegelt und die Reinigung vereinfacht. Das Touchpad des Geräts erkennt einen Tastendruck auch, wenn der Anwender Handschuhe trägt. Das Spektralphotometer lässt sich flexibel für unterschiedliche Methoden und die exakte Messung einer Vielzahl verschiedener Parameter einstellen, die für Labore in der Wasser- und Abwasserbehandlung, der Getränkeanalytik und zahlreichen anderen Bereichen wichtig sind. Schnelle Auswertung dank unkomplizierter Datenübertragung Das Spektralphotometer verfügt über eine USB-Schnittstelle. Mittels dieser lassen sich die auf dem Gerät gespeicherten Messergebnisse an einen angeschlossenen Computer oder via USB- Stick exportieren – geordnet nach Proben-ID, Methode oder Datenbereich. Messdaten können entweder als PDF oder im CSV-Format exportiert werden. Die Verwendung einer speziellen Software ist hierfür nicht notwendig. Auch selbst erstellte, benutzerdefinierte Messmethoden lassen sich über diesen Anschluss von einem PC oder Speichermedium übertragen und aktualisieren. Ein mitgelieferter Küvettenadapter ermöglicht, dass nahezu alle handelsüblichen Küvetten mit dem HI801 verwendet werden können. Hanna Instruments Deutschland GmbH, Vöhringen, Stefan Langner, slangner@hannainst.de Bild: Hanna Instruments UmweltMagazin Januar - Februar 2018 21

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