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01-02 | 2019

Organschaften Jubiläum

Organschaften Jubiläum Jakob Bauer 80 Jahre Am 10. Oktober 2018 feierte Jakob Bauer seinen 80. Geburtstag im Kreis der Familie und langjähriger Kollegen. Den Betriebsbeauftragtenverband VBU leitete er in der Zeit von 1998 bis 2006, bevor der heutige Vorsitzende Bernhard Schwager folgte. Als Leiter des Unternehmensreferates „Betrieblicher Umweltschutz“ der Siemens AG mit umfassender Zuständigkeit in den Bereichen Umweltmanagementsysteme, Gewässer- und Bodenschutz sowie Abfallwirtschaft, Immissionsschutz und integriertem Umweltschutz setze er sich besonders für die Weiterbildung von Beauftragten und für ihren Einsatz über die allgemeinen Kontroll-, Hinwirkungs-, Aufklärungs- und Berichtspflichten ein. Der Initiative von Bauer ist es zu verdanken, dass die Betriebsbeauftragten nach den Umweltgesetzen für die Qualifikation zum „Umweltbeauftragten VBU“ über die gesetzlichen Aufgaben hinaus den Erwerb Kontakt Bernhard Schwager (links im Bild) gratuliert Jakob Bauer zu seinem 80-jährigen Geburtstag. Verband der Betriebsbeauftragten (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de von Kenntnissen in den Bereichen ressourcenschonender Umweltschutz, Umweltdesign und Umweltmanagement zusätzliche Kenntnisse erwerben können. In die Zeit seiner Verbandsleitung fällt auch die Begründung zahlreicher Kooperationen, die den Bestand des VBU nachhaltig gesichert haben. Neue TA Luft Voraussichtlicher Mehraufwand für Unternehmen Zur Mitgliederversammlung im Jahr des 30-jährigen Bestehens des Betriebsbeauftragtenverbandes VBU war in den Sitzungssaal der Essener Geschäftsstelle des VBU eingeladen worden, die auch dieses Mal mit einem Fachvortrag zu einem aktuellen Thema begann. Im Mittelpunkt stand die kommende Anpassung der TA Luft, die seit 16 Jahren unverändert Berechnungsvorschriften für wesentliche Luftschadstoffe und bundeseinheitliche Anforderungen für mehr als 50 000 genehmigungsbedürftige Anlagen vorgibt und deshalb an den aktuellen Stand der Technik angepasst werden soll. Als Referent stand Frank Müller, Leiter der Gruppe Geruchsemissionen der Unternehmensberatung Uppenkamp und Partner, aus Ahaus zur Verfügung. Er stellte die voraussichtlichen Änderungen der Vorschriften der TA Luft vor, deren Umsetzung nach seiner Einschätzung wohl mit einem Mehraufwand für die Unternehmen verbunden sein wird. Zu erwarten sei, dass neue Begriffe, wie die „Geruchsstunde“ (nach VDI 3940 Bl. 1), VBU-Vorstandsvorsitzender Bernhard Schwager (links im Bild) überreicht dem Referenten Frank Müller ein Präsent. Bilder: VBU „Koloniebildende Einheit“ sowie Klarstellungen zu Immissionskenngrößen zu Vorund Gesamt(-zusatz)belastung nach der Geruchsimmissions-Richtlinie zur Beurteilung von Geruchsstoffströmen etabliert werden. Nach Diskussion mit dem Referenten folgte der verbandsinterne Teil der Mitgliederversammlung mit dem Bericht von Vorstand und Geschäftsführung über das seit der Gründung des VBU im Mai 1988 zur Stärkung der innerbetrieblichen Stellung von Betriebsbeauftragten Erreichte wie auch über die Ereignisse aus den vergangenen Monaten seit der Mitgliederversammlung im Herbst des vergangenen Jahres. Da auch der Bericht der Rechnungsprüfer ordnungsgemäße Kassenführung bestätigte, erfolgte Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung und bei anschließenden turnusmäßigen Wahlen zum Verbandsvorstand die Wiederwahl der bisherigen Mandatsinhaber Raphael Artischewski, Georg Janssen, Frank Haufe und Bernhard Schwager, der auch weiterhin den Verband als Vorsitzender leitet. 44 UmweltMagazin Januar - Februar 2019

Organschaften Veranstaltung Nachhaltige Unternehmensentwicklung Bild: IHK Frankfurt am Main Kontakt Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement (VNU) e.V. Geschäftsstelle c/o Christina Geiger Am Hangelstein 8 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de „Tools und Trends für die nachhaltige Unternehmensentwicklung“ – das ist das Motto des Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagertags, zu dem der VNU am 27. März 2019 in die IHK Frankfurt am Main einlädt. Nach der internen Mitgliederversammlung am Vormittag erwarten die Teilnehmer ab 13 Uhr mehrere Fachbeiträge mit Diskussionen. Gegen 17:30 Uhr leitet Prof. Dr. Niko Paech mit seinem Vortrag zum Leben in der Postwachstumsökonomie die Abendveranstaltung ein, die die Möglichkeit zum Netzwerken bietet. Fachbeiträge beleuchten die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) aus der Sicht von Unternehmen. Welche Synergien zwischen EMAS und dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex bereits heute bestehen, wird unter anderem praxisnah durch das Familienunternehmen Hipp vorgestellt. Außerdem diskutieren Vertreter von Akkreditierungs- und Zertifizierungsstellen, Unternehmen und aktive Auditoren über die Vor- und Nachteile verschiedener Auditmethoden. Letztlich ist auch die Digitalisierung ein Thema. Hierzu wird es einen praxisbezogenen Überblick zu den aktuellen Entwicklungen geben. Programm und Anmeldeunterlagen sind auf der Homepage des VNU zu finden. EMAS Ergebnisse der RAVE-Studie Im Auftrag der Europäischen Kommission haben fünf Projektträger eine Studie durchgeführt, die die Möglichkeiten und die Attraktivität von EMAS betrachtet, umdamit die Teilnehmerzahlen zu erhöhen. Die Ergebnisse von „RAVE“ (Reinforcing Added Value for EMAS) wurden 2018 auf Englisch im Internet veröffentlicht und umfassen 314 Seiten. Sie stammen aus Umfragen von 752 EMAS-Organisationen und 225 Organisationen mit ISO 14001 sowie Interviews mit 71 Umweltgutachtern und Zulassungsstellen sowie 68 weiteren Stakeholdern aus insgesamt 12 Mitgliedsstaaten, darunter auch Vertreter und Mitglieder des VNU. Die Mehrheit sieht die Anforderungen von EMAS zur Rechtseinhaltung als strikter als die der ISO 14001. Deshalb erreichen Organisationen mit EMAS mehr Rechtssicherheit als mit ISO 14001. Zudem bieten die Umwelterklärungen umfangreichere Daten, als die ansonsten verfügbaren anderer Unternehmen. Eine deutliche Hürde scheint von den Behörden auszugehen, die für sich bezüglich EMAS we- nig Vorteile sehen und nicht überzeugt sind, dass dieses die staatliche Überwachung zumindest teilweise ersetzen kann. Auch bei Gesetzgebern scheint das Bewusstsein für das Eco-Management-System wenig ausgeprägt zu sein und Umweltminister scheinen in Regierungen oft eine schwache Position zu haben. In der Studie wurden 219 existierende Erleichterungen für EMAS-Organisationen erfasst, wobei sich die Anzahl je nach Mitgliedsstaat und Bundesland deutlich unterscheidet. In Italien sind einige der Maßnahmen umgesetzt, die in Deutschland noch nicht existieren. Die größten Wirkungen ließen sich durch eine verstärkte Integration des Systems in die EU-Gesetzgebung, durch Gebührenermäßigungen, Steuererleichterungen, beschleunigte Genehmigungsverfahren und längere Gültigkeiten von Genehmigungen erzielen. Die EU-Kommission möchte die Ergebnisse im Dialog mit den Mitgliedsstaaten nutzen, um EMAS auch auf den nationalen Ebenen stärker in den politischen Strukturen zu verankern. Termine 2019 - 13. Februar: EMAS Club Regionalgruppe Südwest, Innovation Group AG, Stuttgart - 20. Februar: EMAS Club Regionalgruppe Rhein-Main, Fraport AG, Frankfurt am Main - 28. Februar: VNU Ressort Nachhaltigkeit, ifu Hamburg GmbH - 14. März 2019: Ressort Wirtschaftsethik, Weltethos-Institut, Tübingen - 27. März: VNU-Mitgliederversammlung, IHK Frankfurt am Main, (Vormittag) - 27. März: Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagertag mit Get-together, IHK Frankfurt am Main, (Nachmittag und Abend) - 17. Mai: VNU Jahrestagung, IHK Frankfurt am Main - 17. Juli: EMAS Club Regionalgruppe Südwest, WALA Heilmittel GmbH, Bad Boll UmweltMagazin Januar - Februar 2019 45

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