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01-02 | 2019

Nachrichten Mall

Nachrichten Mall Produktionskapazitäten erweitert Die Mall-Unternehmensgruppe aus Donaueschingen baut ihre Produktionskapazitäten weiter aus. Der Anbieter von Systemlösungen für die Regenwasserbewirtschaftung, Abscheider, Kläranlagen, Pumpstationen, Pelletlager und Solarthermie wird im Industriepark der nordrheinwestfälischen Stadt Coesfeld einen Standort errichten, der in 2019 seinen Betrieb aufnehmen soll. Das neue Werk war notwendig geworden, um die steigende Nachfrage vor allem im Vertriebsgebiet Nordrhein-Westfalen bedienen zu können. Die Produktionsstätte auf dem Gelände der ehemaligen Freiherr-vom-Stein-Kaserne liegt nur wenige Kilometer vom Standort Nottuln entfernt, an dem seit 2006 Mall- Produkte hergestellt werden, und ist annähernd gleich groß: Auf den zur Verfügung stehenden 35 000 m 2 sollen ab 2019 zunächst auf 3 500 m 2 Produktionshallen und Nebengebäude mit Arbeitsplätzen für bis zu 40 Mitarbeiter errichtet werden. Für eine zusätzliche Erweiterung der Kapazitäten bei weiter steigender Nachfrage gibt es neben dem bereits gekauften Gelände eine Option auf weitere 25 000 m 2 . Der Standort wird schwerpunktmäßig Nordrhein- Das Mall-Stammwerk liegt im baden-württembergischen Donaueschingen. Mit dem zweiten Produktionsstandort in Nordrhein-Westfalen stärkt das Unternehmen nun seine Marktpräsenz im Nordwesten. Westfalen und Teile von Niedersachsen beliefern. In diesen Regionen hat sich der Markt besonders erfreulich entwickelt. Kurze Transportwege sind vor allem wegen der hohen Gewichte der Betonfertigteile wichtig. www.mall.info Bild: Mall UBA Bundesumweltministerin Schulze legt Plan für Glyphosat-Ausstieg vor Das Bundesumweltministerium hat einen Plan für einen schrittweisen Ausstieg aus der Nutzung des Breitband-Herbizids Glyphosat vorgelegt. Dazu soll die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung geändert werden. Zudem wird das Umweltbundesamt, das als Fachbehörde am Zulassungsverfahren beteiligt ist, die Zulassung biodiversitätsschädigender Produkte an einen Anwendungsvorbehalt knüpfen. Landwirte, die solche Mittel nutzen wollen, müssen auf ihren Ackerflächen einen Mindestanteil an pestizidfreien Ackerlebensräumen für Tier- und Pflanzenarten garantieren. Dieser Anwendungsvorbehalt gilt nicht nur für Glyphosat, sondern künftig für alle Pestizide, die die Artenvielfalt nachweislich schädigen. Die Koalition hat sich darauf verständigt, den Einsatz von Glyphosat grundsätzlich zu beenden. Der einfachste Weg, ein Verbot des Wirkstoffs auf EU -Ebene, ist bis Ende 2022 verbaut, weil der frühere Bundeslandwirtschaftsminister in Brüssel für eine erneute Genehmigung des Wirkstoffes gestimmt hat – entgegen der Abmachung der damaligen Bundesregierung. Der Ausstieg aus Glyphosat ist ein schrittweiser Prozess, den das Bundesumweltministerium mit dem federführenden Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam gehen will. Ein Verbot des Mittels, unter anderem in Privatgärten und Parks, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium bereits vorgeschlagen. Aus Sicht dieses ist es zudem möglich und erforderlich, folgende Beschränkungen in die Pflanzenschutzmittel-Anwendungsverordnung aufzunehmen: ein Verbot des Glyphosateinsatzes in ökologisch sensiblen Gebieten und in Wasserschutzgebieten, ein Verbot für die Vorsaat- und Stoppelbehandlung sowie die Sikkation im Ackerbau sowie bei Sonderkulturen. Durch ein solches Maßnahmenbündel ließe sich der Glyphosateinsatz zeitnah in einem EU-konformen Rahmen minimieren. Darüber hinaus will das BMU in der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung eine Regelung festschreiben, die den Einsatz mit Ablauf der Wirkstoffzulassung auf EU-Ebene und der vorgeschriebenen Übergangsfrist Ende 2023 verbindlich und umfassend beendet. Parallel dazu wird das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel künftig an Auflagen zum Schutz der Artenvielfalt geknüpft und zwar für alle Mittel, die die Artenvielfalt nachweislich schädigen. Demnach müssen Landwirte, die diese Pflanzenschutzmittel einsetzen, ab dem 1. Januar 2020 einen Teil ihrer Ackerfläche als Biodiversitätsfläche vorhalten. Auf diesen Flächen dürfen dann keine Pflanzenschutzmittel mehr gespritzt werden. www.uba.de 6 UmweltMagazin Januar - Februar 2019

Nachrichten SIMPLi Return Vollmann und Jüsten als Geschäftsführer bestellt Die Leitung des weltweit ersten Rücknahmesystems für Lithium-Ionen-Batterien SIMPLi RETURN steht fest: Michael Vollmann (43) von Saubermacher und Claus Jüsten (45) von Interseroh wurden zu Geschäftsführern bestellt und teilen sich diese Aufgabe. Der Betriebswirt Jüsten ist seit über zehn Jahren im Bereich Logistik in führenden Positionen bei Interseroh tätig, wie insbesondere als Geschäftsführer der Interseroh Pfand-System GmbH. Vollmann hat seit über fünf Jahren verschiedene kaufmännische Führungspositionen bei Saubermacher inne, so unter anderem die Position als Managing Director Finance/Finanzvorstandstellvertreter. Im Joint Venture SIMPLi RETURN kommen Saubermacher, der weltweit führende Batterieverwerter, und Interseroh, der führende Das neue Geschäftsführungs-Duo von SIMPLi Return: Michael Vollmann (rechts) und Claus Jüsten (links). Bild: Alba Group Anbieter von Umweltdienstleistungen rund um die Schließung von Produkt-, Materialund Logistikkreisläufen zusammen. Zum Angebot gehören neben der Rundum-Beratung auch die Organisation des fachgerechten Transports sowie das umweltschonende Recycling. Es richtet sich an Hersteller und Inverkehrbringer von Lithium- Ionen-Batterien aus dem Industriebereich und E-Fahrzeugen jeder Art. SIMPLi Return bietet sämtliche Leistungen entlang der gesamten Entsorgungskette weltweit aus einer Hand. Durch die optimierte Prozessgestaltung ist die Auftragserteilung einfach, der gesamte Verwertungskreislauf transparent nachvollziehbar und eine lückenlose Dokumentation sichergestellt. Für den sicheren Transport werden Spezialbehälter bereitgestellt, das Verpacken der Batterien findet vor Ort statt. Durch die Nutzung bestehender Infrastrukturen und Kompetenzen kann der weltweite Recyclingservice besonders rasch umgesetzt werden. www.simplireturn.com Rumänien Getec baut Biomasseheizkraftwerk für Chemiekonzern Clariant Clariant, ein Weltmarktführer für Spezialchemie, hat die Getec Group mit dem Bau und Betrieb eines CO 2 -neutralen Biomasse-Heizkraftwerks in Rumänien beauftragt. Clariant wird am Standort Podari eine Anlage zur Produktion von fortschrittlichen Biokraftstoffen errichten. Getec wird hier als Energiedienstleister eine Anlage zur umweltfreundlichen Verwertung des Reststoffes Lignin errichten. Für das Unternehmen ist diese nachhaltige Energieerzeugungsanlage von großer strategischer Bedeutung. Sie wird abgestimmt mit der Clariant-Anlage in Betrieb gehen und den Produktionsstandort Podari mit Dampf und Strom versorgen. Hier errichtet Clariant die größte europäische Bioethanolanlage der zweiten Generation im industriellen Maßstab. In dieser wird nach der von Clariant entwickelten sunliquid-Technologie aus Agrar-Reststoffen wie zum Beispiel Weizenstroh Bioethanol gewonnen, der neben der Verwendung als Kraftstoff auch als Grundstoff für viele Chemieprodukte dienen kann – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer globalen nachhaltigen Rohstoffgewinnung. Getec wird hier für Clariant eine CO 2 -neutrale Energieerzeugungsanlage auf Basis von Lignin, einem Reststoff der Ethanol-Produktion, errichten und betreiben. Auch die Kombination des Einsatzes von Lignin aus Weizenstroh in einem Wirbelschichtkessel ist einzigartig. Getec übernimmt alle Leistungen von Planung, Finanzierung und Bau bis zu Betrieb, Wartung und Instandsetzung. Der in der Anlage eingesetzte Wirbelschichtkessel wird in Kombination mit einer Gegendruck-Dampfturbine Dampf und Strom zur Versorgung des Clariant-Werkes bereitstellen. Die Inbetriebnahme der Anlage wird in enger Abstimmung mit dem Clariant-Werk in 2020 erfolgen. www.getec-energyservices.com Tönsmeier Management-Wechsel in der Unternehmensgruppe Die Geschäftsführer Bernd Ranneberg und Matthias Störmer haben die Tönsmeier Unternehmensgruppe bis zur Übernahme durch die GreenCycle GmbH, ein Unternehmen der Schwarz Gruppe aus Neckarsulm, geführt. Nun haben sie um die Aufhebung ihrer Geschäftsführerverträge gebeten und scheiden im besten gegenseitigen Einvernehmen zum 1. Oktober 2018 aus der Unternehmensgruppe aus. Nachfolgen werden als zukünftiger Vorsitzender der Geschäftsführung Stephan Garvs und Peter Hartmann als kaufmännischer Geschäftsführer. Beide werden, gemeinsam mit dem bereits zur Übernahme berufenen Geschäftsführer Lars Köhler, der für das operative Geschäft die Verantwortung trägt, die Zukunft der Unternehmensgruppe gestalten. Garvs bringt in seine neue Tätigkeit als Vorsitzender der Geschäftsführung langjährige Erfahrungen aus dem Aufbau der GreenCycle GmbH sowie als Prokurist der Schwarz Mobility Solutions ein. Zukünftig wird er sich primär um die strategische Neuausrichtung der Unternehmensgruppe und das dabei angestrebte internationale Wachstum kümmern. Mit Hartmann kommt ein renommierter und international erfahrener kaufmännischer Geschäftsführer zur Tönsmeier Unternehmensgruppe, der bei seinem letzten Arbeitgeber als CFO mehrere Jahre von Brasilien aus die Verantwortung für die gesamten lateinamerikanischen Geschäftsaktivitäten trug. www.toensmeier.de UmweltMagazin Januar - Februar 2019 7

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