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01-02 | 2019

Nachrichten VinylPlus

Nachrichten VinylPlus Rolle von PVC in der Kreislaufwirtschaft gesichert VinylPlus, das Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVCBranche, ist seit Gründung im Jahr 2000 ein Vorreiter für die Kreislaufwirtschaft. Die Industrie hat von Anfang an die Forderung der Europäischen Kommission unterstützt, das Recycling von Kunststoffen weiter voranzutreiben. Zudem hat sie sich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2025 mindestens 900 000 Tonnen PVC pro Jahr zu recyceln, was einen wesentlichen Beitrag zu dem von der Kommission für die Kunststoffindustrie gesteckten Gesamtziel von 10 Millionen Tonnen darstellt. Mit Blick auf die Zukunft hat sich VinylPlus außerdem verpflichtet, bis 2030 mindestens 1 Million Tonnen PVC pro Jahr zu recyceln. Dank der besonderen Rolle von VinylPlus durch die Einbindung der gesamten Wertschöpfungskette ist es dem Nachhaltigkeitsprogramm gelungen, seit 2000 mehr als 4 Millionen Tonnen PVC zu recyceln. PVC wird aus Salz und Öl oder Erdgas hergestellt und ist einer der am weitesten verbreiteten Kunststoffe der Welt mit einem breiten Anwendungsspektrum wie Fensterrahmen, Bodenbeläge, Rohre, Kabel, Verpackungen, Sportgeräte, Möbel und medizinische Geräte. Die Einhaltung der gesetzten Ziele ist für den Erfolg von VinylPlus essenziell. Die recycelten Mengen werden von unabhängiger Stelle verifiziert und dem VinylPlus Monitoring-Ausschuss vorgelegt, der sich aus Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, von Verbraucherorganisationen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Industrie zusammensetzt. www.agpu.com Remondis Duales System Deutschland erworben Mit dem hundertprozentigen Erwerb der Anteile der Duales System Deutschland Holding GmbH & Co. KG (DSD) kehrt Remondis nach vier Jahren in den Markt für Duale Systeme zurück. Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung. Remondis verspricht sich nach der Abmeldung des eigenen Dualen Systems Eko-Punkt im Krisenjahr der Dualen Systeme 2014 von dem Wiedereinstieg in den konsolidierten Markt perspektivisch eine Stärkung des Verpackungsrecyclings vor dem Hintergrund des neuen Verpackungsgesetzes. Mit der Einrichtung einer unabhängigen zentralen Stelle, die die ordnungsgemäße und vollständige Lizenzierung aller Verkaufsverpackungen, die in den deutschen Markt eingebracht werden, kontrolliert, ist für die Zukunft ein faires und geordnetes Marktgeschehen zu erwarten. Dies gilt auch als Voraussetzung für die Erfüllung der ambitionierten stofflichen Recyclingquoten, die der Gesetzgeber mit dem neuen Verpackungsgesetz ab Januar 2019 vorgibt. In diesem Markt mit eindeutigen Spielregeln sichert die neutrale Stelle eine diskriminierungsfreie Vergabe von Erfassungsleistungen. Sie entscheidet ausschließlich über die Vergabe der Erfassungsleistungen in den Bereichen Leichtstoffverpackungen und Glas. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen ermöglicht es Remondis, mit anderen Wettbewerbern in diesem Markt gleich zu ziehen und Wachstumsmöglichkeiten im internationalen Bereich zu nutzen. Mit dem Erwerb von DSD kann die Unternehmensgruppe nun noch besser auf Kundenwünsche nach geschlossenen Wertschöpfungsketten, Produktdesign und wirtschaftlicher Besserstellung bei der Verpackungslizenzierung durch recyclinggerechte Verpackungen eingehen. Darüber hinaus besteht nicht nur in den meisten Ländern der EU, sondern auch im außereuropäischen Ausland Bedarf an einer Verpackungsentsorgung nach deutschem Vorbild, inklusive einer Einführung der Dualen Systematik. Beispiele für diese Entwicklung sind – neben anderen Ländern – Russland und China. Um in diesen Märkten als kompetenter Partner agieren zu können, muss das Unternehmen aus Lünen auch im heimischen Markt für Verpackungsrecycling Präsenz zeigen. Das einst von Remondis als Non-Profit-Organisation mitgegründete DSD genießt auch im Ausland einen gewissen Bekanntheitsgrad und hohes Renommee, sodass der Erwerb vor allem die internationalen Wachstumsperspektiven wird. www.remondis.de Klimapolitik EU fördert Projekt des Grünen Punkts Die Europäische Union fördert ein Projekt des Grünen Punkts im Rahmen ihres Life- Programms zur Unterstützung von Projekten im Umwelt- und Naturschutz. „Life Peppcycle“ unterstützt die EU-Kunststoffstrategie und den Aktionsplan der EU zur Kreislaufwirtschaft und trägt außerdem dazu bei, die Ziele der Klimapolitik bis 2030 zu erreichen. Im Rahmen des Projektes plant der Grüne Punkt eine großtechnische Anlage zum hochwertigen Recycling von Verpackungsabfällen aus dem Gelben Sack beziehungsweise der Gelben Tonne. Im Endausbau würde die Anlage insgesamt rund 36 000 Tonnen hochwertige Rezyklate im Jahr herstellen. Die erzeugten Rezyklate – vornehmlich Polyethylen hoher Dichte und Polypropylen – erreichen eine zu neuen Kunststoffen vergleichbare Qualität und eignen sich daher unter anderem zur Herstellung von neuen Verkaufsverpackungen. Insgesamt betragen die Investitionskosten der Großanlage in den nächsten fünf Jahren etwa 38 Millionen Euro. Die LIFE-Förderung durch die Europäische Union umfasst 4,07 Millionen Euro an Projektkosten bis 2022. Die Entscheidung über den Standort der neuen Anlage steht noch aus. www.gruener-punkt.de 8 UmweltMagazin Januar - Februar 2019

Nachrichten Suez Deutschland GmbH Neuer Geschäftsführer bestellt Seit dem 13. September ist Carsten Dülfer (48) Geschäftsführer der Suez Deutschland GmbH. Damit tritt er die Nachfolge von Herman Snellink (57) an, der die Funktion seit Mai diesen Jahres interimsweise übernommen hatte. Dülfer ist seit 2011 für die Suez Deutschland GmbH tätig, zuletzt als Geschäftsführer der Suez Süd GmbH und Director Sales & Marketing. Darüber hinaus war er als Mitglied des deutschen Management Boards als Teil der Geschäftsführung in alle wichtigen strategischen Entscheidungsprozesse involviert. Vor seiner Tätigkeit bei Suez Deutschland war Carsten Dülfer zwölf Jahre bei der Minolta Europe GmbH, Konica Minolta Europe GmbH sowie dessen Tochterunternehmen, der Develop GmbH, angestellt. Zuletzt war er dort als Director Sales & Marketing tätig. www.suez.com Bild: Suez Carsten Dülfer ist neuer Geschäftsführer der Suez Deutschland GmbH. UBA Hohe Kosten durch unterlassenen Umweltschutz Zu viele Treibhausgase, Luftschadstoffe und andere Umweltbelastungen schädigen unsere Gesundheit, zerstören Ökosysteme und lassen Tiere und Pflanzen aussterben. Zudem führen sie zu wirtschaftlichen Einbußen durch beispielsweise Produktionsausfälle, Ernteverluste oder Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Für viele dieser Schäden gibt es etablierte wissenschaftliche Methoden, um sie in Geldwerten auszudrücken. Das Umweltbundesamt (UBA) hat in der gerade veröffentlichten Methodenkonvention 3.0 seine Empfehlungen zur Ermittlung solcher Schäden aktualisiert und die Kosten durch Umweltbelastungen neu berechnet. Danach verursacht zum Beispiel die Emission einer Tonne Kohlendioxid (CO 2 ) Schäden von rund 180 Euro. Umgerechnet auf die Treibhausgasemissionen Deutschlands 2016 entspricht dies Gesamtkosten von rund 164 Mrd. Euro. In der „Methodenkonvention 3.0 zur Ermittlung von Umweltkosten“ wurden zahlreiche Parameter herangezogen, um die Kosten von Umweltbelastungen zu berechnen. Dazu gehören die Kosten zur Wiederherstellung beschädigter Gebäude und Infrastrukturen, der Marktwert von Ernteverlusten und Produktionsausfällen und der Betrag, den Menschen bereit wären für die Vermeidung von Gesundheitsschäden zu bezahlen. Die Methodenkonvention hilft dabei, die Schäden durch Umweltbelastungen deutlich zu machen und den Kosten des Umweltschutzes gegenüber zu stellen. Mit den Kostensätzen lässt sich unter anderem ermitteln, welche Kosten durch Umweltbelastungen bei der Strom- und Wärmeerzeugung oder beim Personen- und Güterverkehr entstehen. So verursacht zum Beispiel eine Kilowattstunde Braunkohlestrom Umweltschadenskosten von durchschnittlich 20,81 Cent. Der im Jahr 2016 in Deutschland erzeugte Braunkohlestrom führte danach zu Umweltschadenskosten von 31,2 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Eine Kilowattstunde Strom aus Windenergie führt lediglich zu Umweltschäden in Höhe von 0,28 Cent. Die Emission einer Tonne Feinstaub (PM2.5) im Verkehr verursacht durchschnittliche Umweltschäden in Höhe von 59 700 Euro, die Emission einer Tonne Stickoxide (NOx) 15 000 Euro. Hochgerechnet auf die Gesamtemissionen des Verkehrs in Deutschland im Jahr 2016 ergibt das Umweltschäden von 1,49 Mrd. für Feinstaub und 7,29 Mrd. Euro für Stickoxide pro Jahr. www.uba.de KfW Unterstützung für höchst gelegenes Wasserkraftwerk der Welt in Tadschikistan Im September letzten Jahres hat der tadschikische Präsident, Emomalij Rahmon, das von der KfW im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte Wasserkraftwerk Ak-Suu in der Kleinstadt Murgab eingeweiht. Das BMZ stellte dazu einen Zuschuss in Höhe von 7,4 Mio. EUR zur Verfügung. Das Wasserkraftwerk liegt im Osten Tadschikistans im Pamir Gebirge auf 3 600 Meter Höhe und zählt damit zu den höchst gelegenen Wasserkraftwerken der Welt. Mit der Inbetriebnahme des Laufwasserkraftwerks mit einer Leistung von einem Megawatt bekommen die rund 7 000 Einwohner dieser entlegenen Region nun eine sichere Energie-Grundversorgung. Die extremen Witterungsbedingungen mit nur wenigen frostfreien Monaten und langen, harten Wintern machten den Bau der Anlage zu einer besonderen Herausforderung. Das alte Kraftwerk aus dem Jahr 1962 musste komplett abgebaut werden. Die Rehabilitierung beinhaltet den Neubau der Wehranlage, des Kanals, sowie des Turbinengebäudes mit Betriebsräumen, Lager und Werkstatt sowie die Installation der elektrischen Ausrüstung. Das Verteilernetz wurde in Eigenleistung vom Betreiber, Pamir Energy, rehabilitiert. Neben der Verbesserung der Lebensqualität für die Einwohner und der Erschließung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es erhebliche positive ökologische Effekte. Es wird erwartet, dass sich der Verbrauch von Holz und Dung zum Heizen stark reduziert. Damit verringert sich der Nutzungsdruck auf den verbleibenden Buschbestand, der als einziger Bewuchs im Hochgebirge eine wichtige ökologische Rolle hat. www.kfw.de UmweltMagazin Januar - Februar 2019 9

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