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03| 2016

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Special Messtechnik &

Special Messtechnik & Analyse Zuverlässige Inline-Prozess- Überwachung in Alkylierungsanlagen In petrochemischen Raffinerien nehmen auf Flusssäure (HF) basierende Alkylierungsanlagen eine wichtige Rolle ein, um hochleistungsfähige Treibstoffe zu produzieren. Nebenprodukte werden dort in Isoalkylate umgewandelt, dabei dient HF als Katalysator. Aus Sicherheitsund Effizienzgründen erfordern die Anlagen eine kontinuierliche Prozessüberwachung. Die SensoTech GmbH, Magdeburg- Barleben, hat dafür ein neues Verfahren entwickelt. Um den HF-Verbrauch im Umwandlungsprozess zu überwachen, hat der Messtechnikhersteller SensoTech in Kooperation mit der Beratungsfirma HF Alkylation Consultants aus Baton Rouge / USA, eine neue Lösung entwickelt. Das LiquiSonic-40-HF-Inline- Analysesystem, das aus zwei Sensoren und einem Controller besteht, wurde im Hinblick auf verbesserte Zuverlässigkeit, Robustheit, Kosteneffizienz und Anwenderfreundlichkeit konstruiert. Die Sensoren werden direkt in die vorhandene Hauptleitung der Alkylierungsanlage installiert und messen in der Prozessflüssigkeit simultan die Konzentration von Flusssäure, Wasser und säurelöslichen Ölen. Die Messgenauigkeit beträgt ± 0,05 % des Masseanteils, und der Einbau erfordert weder Bypass noch Beruhigungsstrecken. Für die Inline-Konzentrationsmessung werden ein Schallgeschwindigkeitssensor und ein Dichtesensor eingesetzt, die Ex-zertifiziert und aus dem korrosionsbeständigen Material Hastelloy C276 gefertigt sind. Die robuste Konstruktion beinhaltet keine beweglichen Teile oder Fenster zum Prozess, so dass die Sensoren wartungsfrei arbeiten. Das System liefert stabile Messwerte, driftfrei und im Sekundentakt aktualisiert. Produktionskosten, Produktqualität und Sicherheit in Alkylierungsanlagen können durch Inline-Konzentrationsmessung von kritischen Prozessflüssigkeiten optimiert werden. Datenanalyse per Fernzugriff Die Echtzeit-Informationen werden online dem Prozessleitsystem zur Verfügung gestellt. Der Controller visualisiert und speichert die Daten vollständig. Die Installation und der Betrieb können in sicherheitsunkritischen Bereichen erfolgen. Fernzugriffsoptionen erlauben die Bedienung des Controllers beispielsweise vom Labor oder dem PC am Arbeitsplatz aus. Er kann über das Einheitssignal 4 bis 20 mA, digitale Ausgänge, serielle Schnittstellen, Feldbus oder Ethernet in das Netzwerk und Prozessleitsystem integriert werden. Durch die Inline-Konzentrationsmessung direkt im Prozess können Abweichungen von den Referenzwerten sofort erkannt und somit Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden. Bilder: SensoTech Dies mindert Risiken und sichert den stabilen Betrieb der Anlage. Im Vergleich zu alternativen Verfahren wie Laboranalysen oder Atline-Systemen verfügt die Inline-Prozessüberwachung über bessere Reaktionszeiten und höhere Sicherheitsstandards. Darüber hinaus erfordert das LiquiSonic-Inline- Analysesystem geringere Investitionskosten, und es besteht keine Leckagegefahr. Durch den Einsatz lassen sich zum Beispiel Änderungen in der stofflichen Zusammensetzung detektieren, eine gute Produktqualität bei minimalem Flusssäureverbrauch sicherstellen sowie das Risiko von „Acid Runaways“, Korrosion und Leckagen reduzieren. Rebecca Dettloff, SensoTech GmbH, Magdeburg-Barleben, info@sensotech.com Die LiquiSonic- Inline-Analysemesstechnik erfasst die Konzentration von Flusssäure, Wasser sowie Ölen und stellt die Echtzeit-Informationen online zur Verfügung. 32 UmweltMagazin März 2016

Produkte Umweltmarkt Messtechnik Füllstandmessgerät mit moduliertem Dauerstrichradar Das 2-Leiter-FMCW-Radar-Füllstandsmessgerät von Krohne. Bild: Krohne Mit dem Optiwave 1010 führt die Krohne Messtechnik GmbH, Duisburg, ein neues Radar-Füllstandmessgerät für Bezugsgefäße und magnetische Bypass-Füllstandanzeiger ein. Das 2-Leiter-FMCW (frequency modulated continuous wave)-Radar-Füllstandmessgerät ist eine kosteneffektive Lösung für die kontinuierliche Erfassung von Flüssigkeitsständen in der Chemie-, Energie- oder Abwasser-Industrie. Das Gerät kann mit den Krohne-BM-26-Advanced- Bezugsgefäßen und magnetischen Füllstandanzeigern (MLI) kombiniert werden und erweitert die mechanische Ausrüstung damit um einen 4 bis 20 mA Hart-Ausgang. Die Kombinationen können als Einheiten, etwa als BM 26 W1010, bestellt werden. Alternativ lässt sich das Produkt an jedes beliebige Bezugsbehältnis mit einem Innendurchmesser von 38 bis 56 mm schweißen. Damit ist es auch für andere MLI-Hersteller geeignet, die ihr Portfolio um eine Option für die Radar- Füllstandmessung erweitern möchten. Neben einer Messgenauigkeit von ± 5 mm bietet das FMCW-Prinzip eine höhere Präzision bei Bypass-Anwendungen: Während bei Reedketten und bei magnetostriktiven Arbeitsweisen die von der Mediumsdichte abhängige Schwimmerposition gemessen wird, misst der FMCW-Radar direkt die Oberfläche der Flüssigkeit. Der Anwendungsbereich umfasst fast alle Flüssigkeiten mit Prozesstemperaturen bis maximal +150 °C und einem maximalen relativen Druck von 40 bar. Bei Flüssigkeiten mit einer Dielektrizitätszahl e r 9 3 misst das Gerät die Oberfläche direkt; liegt der Wert darunter, wird ein Schwimmer mit Ziel verwendet. Das Bauteil ist mit einem doppelten Prozess-Dichtungssystem ausgestattet, das es ermöglicht, den Messumformer unter Prozessbedingungen zu entfernen. Das stromschleifengespeiste 2-Leiter- Hart-Gerät wird werkseitig vorkonfiguriert und betriebsbereit geliefert. Anwendungsspezifische Einstellungen sind über Hart per Device Description Language (DDL) und Device Type Manager (DTM) möglich. www.krohne.de Pumptechnik Benutzerfreundliche Dosierpumpen Die Smart-Digtial-Dosiersets der Grundfos GmbH, Erkrath, erlauben genaues und betriebssicheres Dosieren von unterschiedlichen Medien und beinhalten alle Komponenten für eine betriebsfertige Installation. Die Hauptkomponenten der Sets bilden Pumpen mit Schrittmotorantrieb, die bei ständiger Ausnutzung des vollständigen Hubvolumens einen weiten Einstellbereich bieten und so zugleich die Variantenvielfalt reduzieren. Aufgrund der flexiblen Montageplatte für Boden- und Wandanbringung sowie des drehbaren Bedienkubus kann bei der Comfort- und Advanced-Ausstattung auf zusätzliche Wandkonsolen verzichtet werden. Eine Baugruppe ist in drei Schritten konfigurierbar. Schritt eins ist die Auswahl einer der vier Medien-Anwendungsgruppen (Salzlösungen, Säuren, Laugen oder Desinfektionsmittel). Als zweiter Schritt folgt die Auswahl der Steuerungsintelligenz. Zur Auswahl stehen: > DDE (Economy), der Einstieg in die digitale Dosiertechnik mit Schrittmotorantrieb und einem Einstellbereich von 1:1 000. Betriebsarten: manuell oder mit Impulsansteuerung sowie zweistufiger Überwachung des Medienfüllstandes und Zustandsanzeige über Mehrfach-LED, > DDC (Comfort), eine Dosierpumpe mit Drehknopfbedienung und großem Display sowie > DDA (Advanced), das Modell mit integrierter Dosierüberwachung, Volumenstrommessung und automatischer Nachregelung bei Abweichung vom Sollwert sowie Einstellbereich bis 1:3 500. Mittels E-Box ist die Anbindung an verschiedene Feldbussysteme (Profibus, Profinet, Modbus RTU/TCP) möglich. Im dritten Schritt wird aus der Kombination der Medien-Anwendungsgruppe und der Steuerungsintelligenz mit der gewünschten maximalen Leistung und dem benötigten Druck die Bestellnummer des Dosiersets ermittelt. www.grundfos.de Paketinhalt eines Pumpensets für genaues und betriebssicheres Dosieren. Bild: Grundfos UmweltMagazin März 2016 33

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