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03| 2016

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Nachrichten

Nachrichten Messevorschau IFAT 2016 Überzeugend durch ihre Internationalität und Aussteller-/Besucherzahlen In diesem Jahr feiert die Weltleitmesse für Umwelttechnologien vom 30. Mai bis zum 3. Juni ihr 50-jähriges Jubiläum. Die Erfolgsgeschichte der IFAT ist groß: Sie begann in München und umspannt mittlerweile die gesamte Welt. Innerhalb der letzten Jahrzehnte sind die Besucherzahlen von ursprünglich 7 000 auf mittlerweile über 135 000 gewachsen. Mehr als 3 000 Aussteller aus aller Welt repräsentieren hier die komplette Bandbreite der Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft unter dem Label „ressources.innovations.solutions.“ Was 1966 als „Internationale Fachmesse für Abwassertechnik“ begann, ist heute eine Innovationsplattform für Umwelttechnologien mit Aus- landsveranstaltungen in China, Indien, der Türkei und Südafrika. Das internationale Interesse an der IFAT ist sehr groß. Die Aussteller- und Besucherzahlen aus 2014 demonstrieren die globale Bedeutung der Messe für die Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft: 3 081 Aussteller aus 59 Ländern und 135 288 Besucher aus 168 Nationen trafen sich auf 230 000 m 2 Ausstellungsfläche in München. Die Internationalität der Messe bietet interdisziplinäre Synergien für die Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Lebensund Umweltqualität zu wahren und zu steigern. Der Anspruch der IFAT, Unternehmen ein gewinnbringendes internationales und globales Netzwerk zu bieten, zeigt sich auch im kontinuierlichen Zuwachs von Auslandsveranstaltungen wie der IE expo, IFAT India, IFAT Eurasia sowie des IFAT Environmental Technology Forums in Südafrika. Die stetig steigenden Besucherzahlen und das wachsende internationale Interesse unterstreichen die große Bedeutung der IFAT als Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Weitere Informationen für Aussteller und Besucher unter www.ifat.de. Bild: Messe München Auszeichnung Ljubljana ist Europäische Umwelthauptstadt 2016 Ljubljana – „Grüne Hauptstadt Europas 2016“. Im Februar dieses Jahres hat EU-Umweltkommissar Karmenu Vella der slowenischen Hauptstadt Ljubljana offiziell den Titel „Europäische Umwelthauptstadt 2016“ verliehen. Die Auszeichnung würdigt jährlich vorbildliche Stadtplanung in Bezug auf Umweltstandards, nachhaltige Wirtschaft und Verbesserung der Lebensqualität. Zwölf Städte Bild: Jasminka Becker / pixelio.de haben sich in diesem Jahr um den Titel beworben, darunter auch die deutsche Stadt Essen. Neben ihrem generellen nachhaltigen Ansatz fand der Mobilitätsplan, der Energieaktionsplan und die Elektromobilitätsstrategie des diesjährigen Siegers Zustimmung. Ljubljana hat vor allem bedeutende Fortschritte im Bereich des umweltgerechten Beschaffungswesens erzielt. Zudem hat sich auch der Verkehrssektor in den vergangenen zehn Jahren grundlegend verändert. Im Jahr 2013 schränkte Sloweniens Hauptstadt ihren motorisierten Verkehr ein. Radfahren steht dabei mit mehr als 1,6 Mio. Fahrten im Rahmen des Bike-Sharing-Systems „BicikeLJ“ seit 2011 im Vordergrund. Im Folgejahr setzte sich die Stadt zum Ziel, bis 2020 dafür zu sorgen, dass öffentliche Verkehrsmittel, nichtmotorisierter Verkehr und Privatfahrzeuge jeweils ein Drittel des gesamten Verkehrsaufkommens ausmachen. Die Europäische Kommission erarbeitet derzeit auf Basis der zwölf verschiedenen Umweltkriterien für den Titel „Europäische Umwelthauptstadt“ Benchmarks, anhand derer europäische Städte auf freiwilliger Basis vergleichen können, wie sie in Sachen nachhaltiger Stadtentwicklung dastehen. Das Instrument soll im Juni dieses Jahres vorgestellt werden. http://europa.eu 6 UmweltMagazin März 2016

Nachrichten Bild: Linnart Unger Luftqualität 2015: Stickstoffdioxid-Belastung weiterhin zu hoch Die Auswertung der noch vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA) für das Jahr 2015 zeigt: Die Luft in deutschen Städten ist nach wie vor zu stark mit Stickstoffdioxid belastet. Wie in den Vorjahren gab es auch im letzten Jahr an rund 60 % der verkehrsnahen Messstationen Überschreitungen des Grenzwertes von 40 µg/m³ im Jahresmittel. Laut UBA-Präsidentin Maria Krautzberger müssen daher die Kommunen Maßnahmen ergreifen, um die Stickstoffdioxid-Belastung in den Innenstädten schnellstmöglich zu reduzieren. Diesel-Pkw sollten schrittweise aus den Innenstädten verschwinden, Umweltzonen ausgeweitet und verschärft werden. Zudem sei deutlich mehr Elektromobilität – nicht nur beim Auto – gefragt. In den sommerlichen Schönwetterperioden traten seit langem erstmals wieder hohe Ozonkonzentrationen und sogar Werte über der Alarmschwelle von 240 µg/m³ auf. Im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren war das letzte Jahr überdurchschnittlich mit Ozon belastet, kommt aber an die hohe Belastung zu Beginn der 1990er- Jahre nicht heran. Es gibt aber keinen Grund zur Entwarnung: Weiterhin müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Ozonbelastung zu verringern. Denn der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Schwellenwert von 100 µg/m³ wird in Deutschland nicht flächendeckend eingehalten. Langfristig betrachtet war 2015 eines der am geringsten belasteten Jahre. Der EU-Tagesgrenzwert wurde lediglich an zwei verkehrsnahen Messstationen in Stuttgart und Berlin überschritten. Dennoch sollten die Feinstaubemissionen weiter verringert werden, denn die WHO empfiehlt auch beim Feinstaub eine deutlich niedrigere Schwelle, nach der nicht öfter als an drei Tagen im Jahr die PM10-Tagesmittelwerte über 50 µg/m³ liegen sollen. Dieser Wert wurde lediglich an 23 % aller Messstationen eingehalten. Klimagase in Deutschland 2014 deutlich gesunken In Deutschland sind die Treibhausgase 2014 erstmals seit Jahren deutlich gesunken. Insgesamt lagen die Emissionen im Jahr 2014 bei 901,9 Mio. t CO 2 -Äquivalenten – und damit 4,6 % unter dem Niveau des Vorjahres. Allerdings gibt es einen Anstieg der Emissionen in den Bereichen Verkehr und Landwirtschaft. Das geht aus Berechnungen hervor, die das UBA kürzlich der Europäischen Kommission übermittelt hat. Im Verkehrssektor stiegen die Treibhausgasemissionen um 1,2 % auf gut 161 Mio. t CO 2 . Verantwortlich dafür ist der zunehmende Straßenverkehr. Seit 2005 hat es damit im Verkehrsbereich kaum Fortschritte bei der Klimabilanz gegeben. Auch in der Landwirtschaft stagnieren die Bemühungen zum Klimaschutz. Die Treibhausgasemissionen der deutschen Landwirtschaft sind 2014 gegenüber dem Vorjahr um etwa 2,2 % gestiegen auf insgesamt 66 Mio. t CO 2 -Äquivalente. Hauptursachen der Entwicklung in der Landwirtschaft sind höhere Emissionen aus der Kalkung und Harnstoffdüngung in der Landwirtschaft sowie der Wegfall der Milchquote, der zu einer erhöhten Milchviehhaltung geführt hat. Ebenso ist der vermehrte Einsatz der Vergärung von Energiepflanzen zur Energiegewinnung verantwortlich für die Steigerung der landwirtschaftlichen Emissionen. Insgesamt wurden 2014 in Deutschland Treibhausgase in Höhe von 901,9 Mio. t CO 2 -Äquivalenten ausgestoßen. Das ist eine Reduktion um 43,3 Mio. t gegenüber 2013. Die größten Minderungen erzielte mit 20,9 Mio. t die Stromerzeugung, obwohl das Stromexportsaldo wie in den vergangenen Jahren weiter gestiegen ist und die damit verbundenen Emissionen in der deutschen Bilanz anzurechnen sind. Jedoch wurde durch den Ausbau regenerativer Energieträger, insbesondere Windkraft und Photovoltaik, der Einsatz fossiler Energieträger weiter gesenkt. Für das Beheizen von Häusern und Wohnungen wurde, überwiegend witterungsbedingt, weniger Öl und Gas verbraucht. So konnten 20,8 Mio. t CO 2 -Äquivalente eingespart werden. www.umweltbundesamt.de Evonik Erstmals im Nachhaltigkeitsjahrbuch von RobecoSAM Die Nachhaltigkeits-Ratingagentur RobecoSAM mit Sitz in Zürich/Schweiz hat die Evonik Industries AG in ihr Jahrbuch für wirtschaftliche, soziale und ökologische Leistungen aufgenommen und darin als „Sustainability Leader“ mit der Auszeichnung „Silver Class“ gewürdigt. Für das „Sustainability Yearbook“ werden jährlich rund 2 000 Unternehmen beurteilt. Lediglich den jeweils besten 15 % in den 59 untersuchten Branchen gelingt der Sprung in die renommierte Publikation. Anhand von über 100 Kriterien bewertet RobecoSAM für das Jahrbuch die Nachhaltigkeitsperformance der Unternehmen und stuft besondere Leistungen in die Kategorien „Gold“, „Silber“ und „Bronze“ ein. Evonik ist Mitglied in den nachhaltigkeitsorientierten Indexfamilien FTSE4Good Global, STOXX Global ESG Leaders und Euronext Eurozone 120. Auch bei bedeutenden Nachhaltigkeits- Ratingagenturen – wie Oekom Research, Sustainalytics oder imug/EIRIS – liegt das Unternehmen im Spitzenfeld der Chemiebranche. www.evonik.de UmweltMagazin März 2016 7

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