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03 | 2019

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Nachrichten UBA-Publikation Rohstoffe sparen Kunststoffe werden in Deutschland immer noch zu wenig recycelt. Dies zeigt die aktuelle Publikation des Umweltbundesamts (UBA) „Schwerpunkt: Recycling“, die die gesamte Kreislaufwirtschaft in Deutschland beleuchtet. 2017 wurden nur knapp 46 Prozent der Kunststoffe dem werkstofflichen Recycling zugeführt. Daraus wurden 1,9 Millionen Tonnen Rezyklat gewonnen. Nach Ansicht des UBA müssen Kunststoffrezyklate so hochwertig wie möglich verwendet werden. Shampooflaschen sollen möglichst auch wieder zu solchen werden, denn nur so bleibt uns der wertvolle Rohstoff Kunststoff auch wirklich erhalten. Voraussetzung dafür sind recyclingfähige Produkte und die Nachfrage nach Kunststoffrezyklat sollte gestärkt werden. Ein recyclingfreundliches Produktdesign spielt dafür eine zentrale Rolle: Produkte aus einem Monomaterial, also aus nur einer Kunststoffsorte, sind besser zu recyceln als solche aus mehreren, miteinander verbundenen Materialien. Auf Füllstoffe – etwa Kreide – sollte verzichtet werden, da der Kunststoff dann in der Recyclinganlage schlechter sortierbar ist. Helle oder farblose Kunststoffe sind zudem besser als bunte und dunkle, denn aus dunklen lässt sich nur ein graues Rezyklat herstellen, welches dann noch dunkler überfärbt werden muss. Helle Kunststoffe hingegen lassen sich viel breiter einsetzen. Für Kunststoff-Verpackungen, die nach Gebrauch typischerweise bei privaten Endverbrauchern und den gleichgestellten Anfallstellen – wie Schulen, Kantinen und Krankenhäusern – als Abfall anfallen, gilt ab 2019 eine Recyclingquote von 58,5 Prozent, ab 2022 sogar von 63 Prozent (werkstoffliche Verwertung). Das UBA schlägt vor, neben den kunststoffspezifischen Quoten bei Verpackungen auch für andere Abfallströme spezifische Recyclingquoten für den Kunststoffanteil festzusetzen; denkbar wäre das für Elektro- und Elektronikgeräte. Das neue Verpackungsgesetz regelt bereits, dass Entsorgungs-Entgelte auch danach bemessen werden sollen, wie gut sich Verpackungen recyceln lassen. Weitere Standards für Mindestqualitäten oder Klassifizierung von Rezyklatqualitäten könnten dazu beitragen, dass Hersteller besser wissen, welche Rezyklate für ihre Produkte geeignet sind. Bei Verpackungen wäre zudem eine Erweiterung der Pfandpflicht auf Saftflaschen eine Lösung, um mehr Kunststoffe sortenrein zu sammeln. Diese Maßnahmen sind aber nur dann ökologisch und ökonomisch tragfähig, wenn auch mehr Rezyklate am Markt nachgefragt werden. Dazu können Vorgaben in der öffentlichen Beschaffung beitragen. Die Verwaltungen sollten bei der Beschaffung von Kunststoffprodukten solche mit einem Rezyklatanteil bevorzugen, zum Beispiel bei Büromaterialien wie Ablagen und Ordner oder bei Bauprodukten. Auch freiwillige Initiativen der Industrie oder Vorgaben für einen Mindestrezyklatanteil in Produkten, wie zum Beispiel bei Mülltonnen, können eine Lösung sein. Recycling ist aus ökologischer Sicht zwar meist die beste Verwertungsoption, noch besser ist es aber, Abfälle erst gar nicht entstehen zu lassen. Produkte sollten daher so gestaltet werden, dass sie langlebig, wiederverwendbar und reparierbar sind. www.uba.de Bild: Pixabay Evonik US Start-up Structured Polymers übernommen Evonik übernimmt das amerikanische Technologie-Start-up für 3D-Druckmaterialien Structured Polymers Inc. mit Sitz in Austin/Texas. Ein entsprechender Kaufvertrag und Übernahmeplan wurden unterzeichnet sowie die Transaktion kürzlich abgeschlossen. Durch die Akquisition erhält Evonik Zugang zu einer neuen patentierten Technologie, die eine Erweiterung des Produktportfolios an speziellen Kunststoffpulvern für additive Fertigung ermöglichen wird. Structured Polymers wird vollständig in die nordamerikanische Organisation von Evonik integriert. Der Firmensitz wird in Austin, Texas verbleiben. Bereits im Herbst 2017 hat Evonik über eine Venture Capital Investition in das Technologie-Start-up den Grundstein für die spätere Übernahme gelegt. Die Technologie von Structured Polymers geht von einem Polymergranulat aus, das über verschiedene Prozessschritte zu feinem Pulvermaterial verarbeitet wird. Dabei lassen sich Kunststoffpulver in kontrollierten Partikelgrößen mit einem Durchmesserbereich von 0,1 – 400 µm bei gleichzeitig sehr guten Materialeigenschaften herstellen. Der Markt für 3D-Druck boomt mit zweistelligen Wachstumsraten. Darin ist Evonik weltweit führend in der Herstellung von Polyamid 12-Pulvern (PA 12), die bereits seit über 20 Jahren in additiven Fertigungstechnologien zum Einsatz kommen. Neben dem PEEK-Filament und den PA 12-Pulvern gehören ebenfalls flexible PE- BA-Pulver sowie eine ganze Reihe von Additiven wie Dispergiermittel, Fließverbesserer oder reaktive Modifikatoren zum Produktportfolio. www.evonik.com 10 UmweltMagazin März 2019

Vorschau/Impressum Themenvorschau 4/5-2019 Special: Erneuerbare Energien Ob Sonne oder Wind, Biomasse und Wasser – auch die „guten“ Energiequellen müssen effizient und „nachhaltig“ genutzt werden. Doch ein weiterer Ausbau dieser Erneuerbaren hängt auch von den Rahmenbedingungen ab – die werden etwa in Berlin und Brüssel festgelegt. Ein Überblick. Mess- & Leittechnik Quecksilber fordert die Messtechnik heraus. Abgase enthalten das Schwermetall meist in geringen Mengen und es gibt zwei Quecksilbervarianten. Doch die Messverfahren werden besser und es lassen sich immer niedrigere Konzentrationen an Quecksilber zuverlässig nachweisen. Bild: Shutterstock Luft Wird Erdöl gefördert, werden unerwünschte giftige Substanzen abgetrennt. Auf Erdölplattformen transportieren Pumpen dies Stoffgemisch oft zu Gasfackeln. Die Pumpen müssen robust und leckagefrei sein und vor Spannungskorrosion gefeit sein. Dies braucht besondere Materialien. Eine der vielen Erdölplattformen auf den Weltmeeren Umwelt Magazin Das Entscheider-Magazin für Technik und Management ISSN 0173–363 X 49. Jahrgang (2019) Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Redaktion Dr. Ralph Heinrich Ahrens (verantwortlich) , Tel.: 0211/61 03-326 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: 0211/61 03-215 Saskia Eversloh (freie Redakteurin) E-Mail: umweltmagazin@vdi-fachmedien.de Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU), Bad Soden Redaktionsbeirat Dirk Franz Franzen, VDI-GEU, Düsseldorf Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, Geschäftsführer der KTB GmbH, Gladbeck Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Claudia Nauta, Produktmanagerin bei der DGQ, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Verlag VDI Fachmedien GmbH & Co. KG, Unternehmen für Fachinformationen, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 101022, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 300 800 00 Kontonummer 02 121 724 00 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300 IBAN: DE69 3008 0000 02121 72400 Geschäftsführung Ken Fouhy, B.Eng. Layout Ulrich Jöcker Satz Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck KLIEMO Printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. 02 11/61 03-140 Fax 02 11/61 03-414 E-Mail: leserservice@vdi-fachmedien.de Vertriebsleitung: Ken Fouhy, B.Eng. Bezugspreise 8 x jährlich (Ausgabe 1/2, 4/5, 7/8, 10/11 als Doppelausgabe) Jahresabonnement: 118,- € VDI-Mitglieder: 106,20 € (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 72,- € (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 10,50 € Ausland 25,50 €, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 19,- € Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten. Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Anzeigen CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125, 22761 Hamburg Arnd Walgenbach E-Mail: awalgenbach@cmc-web.de Telefon: 0 40/88 14 49-370 Fax: 0 40/88 14 49-11 Anzeigendisposition Susanne Storb, Tel.: 02 11/61 03-380, Fax: 02 11/61 03-300 z. Zt. gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 45 vom 1. Januar 2019 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. www.umweltmagazin.de UmweltMagazin März 2019 11

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