Aufrufe
vor 4 Monaten

03 | 2019

  • Text
  • Umweltmagazin
  • Unternehmen
  • Anlagen
  • Energie
  • Einsatz
  • Deutschland
  • Strom
  • Umwelt
  • Pumpen
  • Wasserstoff

Messtechnik

Messtechnik Messwertumformer bedienerfreundlich Ein digitaler Messwertumformer ist dank eines zusätzlichen Anzeigemoduls einfach einzustellen und zu überwachen. Das Modul erlaubt schnelles Handeln bei Fehlermeldungen. Dies ist etwa für das Überwachen einer Trinkwasserversorgung wichtig. Jeder der mehr als 80 Millionen Einwohner in Deutschland verbraucht im Schnitt 120 Liter Trinkwasser täglich. Für Trinkwasserversorger und Abwasserwirtschaft ist daher wichtig, dass alle Vorgänge reibungslos funktionieren. Fiele eine Kläranlage aus, könnten mehrere hunderttausend Personen betroffen. „Damit die Wasser- und Abwasserversorgung immer überall problemlos funktioniert, ist es unerlässlich, dass zum Beispiel alle relevanten Pumpen dauerhaft überwacht werden“, weiß Moritz Alt. Der Entwicklungsingenieur der Firma Adamczewski Elektronische Messtechnik in Zaberfeld nennt beispielhaft die Wicklungstemperatur, die bei Motoren etwa in Pumpen ein Indikator für den bestimmungsgemäßen Betrieb ist: Mit der Überwachung dieses Parameters kann einer Schädigung oder sogar Zerstörung des Motors vorgebeugt werden. Um genau solche Prozesse zu überwachen und Probleme frühzeitig zu erkennen, braucht es zuverlässige Messwertumformer. Gemessene Werte wie Durchflüsse, Füllstände oder Temperatur werden dabei in analoge Signalgrößen wie Strom oder Spannung umgewandelt. Solche Geräte finden immer häufiger Anwendung in der Steuerungsund Regelungstechnik. Dadurch ist es möglich, Prozesse genauer, schneller und effektiver zu regeln, zu steuern und anzupassen. Dazu müssen diese Messwertumformer aber vor Ort konfigurierbar sein. Diese Geräte sind meist in einem Schaltschrank auf einer Hutschiene Messwertumformer mit Aufsteckmodulen auf der Hutschiene im Schaltschrank. Ein digitaler Messwertumformer mit aufsteckbarem Anzeige- und Bedienmodul. aufgebracht. Der Schrank darf nur geschlossen in Betrieb sein. „Kommt es zu einer Fehlermeldung, ist dies nicht ersichtlich, da Messwertumformer oft als Black Box arbeiten und selten mit einem Bedien-Display ausgestattet sind“, so Alt. Dann braucht es zusätzlich einen PC oder Laptop oder die Zuhilfenahme eines spezifischen Bediengerätes. Dieser Aufwand macht eine eigentlich simple Aufgabe zu einem arbeits- und vor allem zeitintensiven Vorgang. Schnelle Reaktionszeiten vom Wartungspersonal sind so meist ausgeschlossen. Doch es geht auch anders. Dies zeigt ein Ansatz aus dem Hause Adamczewski: Messwertumformer werden mit einem universellen Anzeigeund Bedienmodul kombiniert. Alt nennt als Beispiel den digitalen Umformer AD-VC 1 GVD. Seine Maße entsprechen denen vieler gebräuchlicher Umformer: Er ist 2,3 cm breit, 11 cm hoch und 13,4 cm tief. Er verfügt etwa über Eingänge für Widerstandsthermometer, Potentiometer und verschiedene Thermoelemente und kann bis zu 20 verschiedene Eingangsgrößen wie Temperatur, Druck oder Füllstände in Strom oder Spannung umwandeln. Mit ihm lassen sich auch Grenzwerte überwa- 32 UmweltMagazin März 2019

Messtechnik Geschäftsführer Harry Biehler mit Entwickler Moritz Alt. chen. Dazu enthält das Gerät bis zu zwei integrierte Grenzwertrelais. Über zwei frei konfigurierbare Analogausgänge lassen sich die Messwerte dann in die Regelanlage einbringen. Sein Versorgungsspannungsbereich reicht von 50 bis 253 V bei Wechselspannung und von 20 bis 253 V bei Gleichspannung, er ist also unabhängig von der zur Verfügung stehenden Energiequelle. Seit 2017 lässt sich dieser Umformer mit einem mobilen Anzeige- und Bedienmodul kombinieren. Dieses „Vario- Control“-Modul wird einfach an der Frontseite des Gerätes eingerastet. Das Personal kann damit vor Ort die Umformer überprüfen und konfigurieren. Durch die kompakten Maße von 2 x 6,4 x 1,4 cm lässt sich dies preisgünstige Modul leicht im Werkzeugkoffer verstauen und problemlos auf Kontrollgänge mitnehmen. Auf einen voluminösen Laptop oder PC kann verzichtet werden. Das Anzeigemodul ist durch Hot-Plugging mit dem Umformer sofort betriebsbereit. Die Spannungsversorgung des Umformers muss also nicht abgeschaltet werden. Sofort kann man auf alle Konfigurationsdaten zugreifen und editieren. Auch aktuelle Messwerte lassen sich so in Echtzeit anzeigen. Das Anzeigemodul selber verfügt über eine dreifarbige LCD-Anzeige mit Hintergrundbeleuchtung und drei Tasten, die sich durch deutlich spürbaren Druckpunkt intuitiv bedienen lassen. „Mit einer Auflösung von 42 x 56 Pixel sind trotz des schmalen Designs alle Informationen gut ablesbar“, betont Alt. Über eine deutsche oder englische Menüführung können alle Ein- und Ausgangswerte eingesehen und Parameter neu eingestellt sowie im Modul gespeichert werden. Die gespeicherten Werte können zur Neuimplementierung, Sicherung und Wiederherstellung von Geräteparametern ohne zusätzliche Hilfsmittel dienen. Der Bediener wird durch ein Farbleitsystem unterstützt, das eine leichte Orientierung ermöglicht und dadurch Eingabefehler verhindert. Simulationen möglich Nicht nur das: Das Anzeigemodul verfügt über einen Simulationsmodus: So kann kontrolliert werden, ob alle nachfolgenden Prozesse wie gewünscht funktionieren. Dabei können die simulierten Werte auch an beliebiger Stelle gestoppt oder manuell verstellt werden, sodass das VarioControl als Sollwertgeber fungiert. „Dies ist praktisch, wenn eine Anlage weiter funktionieren soll, obwohl ein Messwertsensor defekt ist oder gerade gereinigt wird“, so Alt. Harry Biehler, Adamczewski GmbH, biehler@ad-messtechnik.de Bilder: Adamczewski GmbH EFFIZIENT GEMACHT RESSOURCEN SCHONEN, KOSTEN SENKEN, UMWELT SCHÜTZEN Ihr unternehmerischer Erfolg ist unser Ziel. Als Landesagentur vernetzen wir Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Wir initiieren zukunftsweisende Projekte, horchen weltweit in die Märkte, ebnen neuen grünen www.umwelttechnik-bw.de Technologien den Weg und leisten Wissenstransfer. Ressourcen zu schonen, Material im Kreislauf zu führen, Energie effizient zu nutzen sind unsere Themen. Wir unterstützen Sie dabei, ressourceneffiziente Wege zu gehen. UTBW_Anzeige_UmweltMagazin_185x87_20190116.indd 1 14.01.19 11:53

Ausgabenübersicht