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03 | 2019

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Organschaften DSVGO

Organschaften DSVGO Interne Datenschutzbeauftragte bestellt Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verpflichtet zu einem erhöhten Datenschutz-Niveau. Im Zuge des Inkrafttretens der DSGVO wurde Anika Stritzel zur internen Datenschutzbeauftragten des Betriebsbeauftragtenverbandes VBU bestellt. Frau Stritzel ist Rechtsanwältin und gleichzeitig durch den TÜV zertifizierte Datenschutzbeauftragte. Bild: Anika Stritzel Kontakt Verband der Betriebsbeauftragten (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de Digitalisierung und Umwelt VBU unterstützt Forderung nach Ordnungsrahmen Nach dem Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Bundesstiftung Umwelt (DBU) bringt eine Mehrheit der Bundesbürger „Umweltbelastung“ sowie „Umweltschutz“ nicht mit Digitalisierung in Verbindung. Der Betriebsbeauftragtenverband VBU unterstützt deshalb die Forderung der DBU zur Schaffung eines politischen Ordnungsrahmens zur Förderung umweltfreundlicher Produkte, da Chancen und Risiken der fortschreitenden Digitalisierung den meisten Bundesbürgen offenbar noch nicht bewusst sind. Der VBU schließt sich deshalb der Auffassung an, dass die Digitalisierung einen ökologischen Rahmen braucht und gemeinsam mit dem Umweltschutz und nicht isoliert zu betrachten ist. Dem Energiebedarf von Digitalisierung einerseits sollte das ökologische Potenzial der Digitalisierung für Energie- und Ressourceneinsparungen, neue Mobili- tätskonzepte und moderne Produktions- und Arbeitsprozesse andererseits erschlossen werden. Immerhin halten es mehr als 90 % der Befragten nach dem Ergebnis vorgenannter Umfrage für wichtig, dass Politik, Unternehmen und Gesellschaft sich künftig stärker mit den möglichen Folgen der Digitalisierung für die Umwelt beschäftigen. Die meisten von ihnen sehen dabei in erster Linie Hersteller und Anbieter in der Verantwortung ausreichender Beachtung von Umweltfolgen bei Herstellung und Entwicklung neuer Produkte. Umso mehr, so der VBU, braucht es dann aber eines klaren politischen Ordnungsrahmens, auf denen sich die Betriebsbeauftragten in der Praxis bei der Umsetzung ihrer gesetzlichen Initiativ- und Hinwirkungspflichten bei der Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und Herstellungsverfahren beziehen können. Informationen über Umweltvorhaben Konkretisierung für Internetportale Für die Umsetzung umweltrelevanter Vorhaben bestehen bereits umfangreiche Beteiligungsrechte und Berichtspflichten. Im Zusammenhang mit Umweltverträglichkeitsprüfungen ist dafür die Einrichtung von Internetportalen vorgesehen, in denen Bund und Länder bestimmte Daten und Informationen mit Relevanz für eine Umweltverträglichkeitsprüfung einzurichten und über geplante Vorhaben zu veröffentlichen haben. Das Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung enthält jedoch selbst keine Regelungen über die Art und Weise des Zugangs und über die Dauer der Speicherung. Um einheitlichen Zugang und Handhabung sicherzustellen, hat der Gesetzgeber vielmehr eine Verordnungsermächtigung erteilt. Mit Konkretisierungen sollen damit Mindeststandards unter Einbezug von immissionsschutz- und atomrechtlicher Genehmigungsverfahren ohne zusätzlichen Erfüllungsaufwand für Wirtschaft, Behörden und Bürger geschaffen werden. Der Betriebsbeauftragtenverband VBU verbindet damit die Erwartung, dass durch die Verordnung auch für sie in der betrieblichen Praxis keine zusätzlichen Aufgaben entstehen werden. Fortsetzung der Aktion Mitglieder werben Mitglieder Um ihre satzungsgemäßen Aufgaben erfüllen zu können, sind Berufsorganisationen wie der Betriebsbeauftragtenverband VBU auf Mitgliedschaft angewiesen. Daher gewinnen Werbeaktionen und Weiterempfehlungen im Kollegenkreis eine immer größere Bedeutung, zumal der VBU zwischenzeitlich Berufsverband für alle betrieblichen Beauftragten ist und über den Umweltbereich hinaus Fachkräfte mit vergleichbaren Funktionen zu Beitritt und Mitwirkung einlädt. Wegen der guten Resonanz wird daher die erfolgreiche Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ auch weiter fortgesetzt. Für das werbende Mitglied ist dies mit einem Beitragsnachlass für das laufende Jahr verbunden. Interessenten nutzen zunehmend auch die Beitrittsmöglichkeit über die VBU-Internetseite. Der Jahresbeitrag beträgt 90 Euro. Dieser wird auch bis auf weiteres ebenso unverändert bleiben, wie auch das Angebot, sich gegen einen zusätzlichen Beitrag von 90 Euro zum Verbandsrechtsschutz mit der Absicherung der rechtlichen Vertretung in allen beruflichen Belangen anzumelden, die mit der Wahrnehmung gesetzlicher Beauftragten-Aufgaben zusammenhängen. 52 UmweltMagazin März 2019

Organschaften EMAS Club Europe Praxisnahe Unterstützung für EMAS-Anwender Der EMAS Club Europe (ECE) des VNU hat sich zu einer festen Größe etabliert, ist aber noch nicht allen EMAS-Teilnehmern bekannt. Grund für den VNU, an dieser Stelle die wichtigsten Punkte zusammenzufassen. Gegründet wurde der ECE vom VNU 2011 und startete 2012 mit einem Kick-Off in den Räumen des Bundesumweltministeriums in Bonn. Mittlerweile gibt es vier aktive Regionalgruppen, die sich regelmäßig an wechselnden Orten treffen. Weitere Regionalgruppen sind angedacht. Teilnehmen dürfen Vertreter von Organisationen mit bestehender oder angestrebter EMAS-Registrierung. Üblicherweise wählen die Teilnehmer die Themen für die nächsten Treffen selbst und häufig bieten die Gastgeber einen Werksrundgang. Über die Gremienarbeit des VNU erhalten sie neueste Informationen rund um EMAS und die Möglichkeit, selbst die Entwicklung dieses aktiv mitzugestalten. Auf deutscher Ebene erfolgt das über die Mitarbeit von VNU-Mitglieder im Umweltgutachterausschuss und in der AG EMAS-Revision; auf europäischer Ebene über das EMAS Experts Committee der EU Kommission und das Forum der Zulassungs- und Akkreditierungsstellen. Interessenten können sich über die VNU- Homepage oder die VNU-Geschäftsstelle über die Treffen informieren und sich anmelden. Kontakt Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement (VNU) e.V. Geschäftsstelle c/o Christina Geiger Am Hangelstein 8 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de Webinar-Reihe Neues Angebot für Mitglieder In diesem Jahr erweiterte der VNU das Angebot für seine Mitglieder um regelmäßige Webinare. Der Verband möchte damit seinen Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich bequem vom Büro, von zu Hause oder von unterwegs aus weiterzubilden, ohne lange Anfahrtswege in Kauf nehmen zu müssen. Dies führt außerdem zu einer Minimierung der CO 2 -Emmissionen bei Durchführung von Veranstaltungen. Die Webinar-Reihe des VNU wurde vom Ressort Wirtschaftsethik am 1. Februar 2019 mit dem Thema „Nudges for Sustainablility – Kleine Impulse für mehr Nachhaltigkeit“ eröffnet. Es stellte das Konzept Nudging der Wirtschaftsnobelpreisträger Thaler und Sunstein vor. Während eine Studienarbeit feststellte, dass viele Führungskräfte noch nach Orientierung in diesem neuen Anwendungsbereich suchen, wurden im VNU-Webinar die konkreten Erfahrungen und Ideen der Teilnehmer für „for Sustainability“ in Unternehmen gesammelt und diskutiert. Wichtig: Eine verbesserte Entscheidungsstruktur oder -architektur kann Verhalten ohne Verbote zum Besseren lenken. Zum Beispiel Obst in der Kantine in Augenhöhe anzubieten oder einen SDG-Aufkleber in allen Meetingräumen platzieren. Auch eine Anzeige auf der Shopfloor-Tafel über zum Beispiel steigend eingespartes CO 2 , die steigende Anzahl an Fahrgemeinschaften oder die Zahl derer, die mit dem Fahrrad zur Arbeit gekommen, können als Nudges, also kleine „Anstupser“, gesehen werden. Beim Nudging bleibt die Wahlmöglichkeit als solches bestehen und gleichzeitig werden Anreize für ein nachhaltiges Verhalten und die Schaffung eines verantwortungsvollen Unternehmens prominent platziert. Ein VNU-Webinar zu internen Audits als ein wichtiges Element von Managementsystemen steht als nächstes auf dem Programm. Bei dessen praktischer Umsetzung gibt es häufig verschiedene Herausforderungen. Das Webinar stellt hierzu verschiedene Praxistipps vor, die im Rahmen von Treffen des EMAS Clubs Europe zusammengestellt wurden und die Anforderungen der ISO 19011 konkretisieren. Mit dem Thema „Von der Klimabilanz zur unternehmerischen Klimastrategie“ bietet der VNU ein weiteres Webinar an, das die Unternehmen in ihrer nachhaltigen Entwicklung unterstützen soll. Die CO 2 -Bilanz des Unternehmens ist bereits bekannt und nun soll mit einer Klimastrategie das Unternehmen fit für eine klimaneutrale Zukunft gemacht werden? Wie lassen sich die formulierten Ziele des Klimavertrags von Paris im eigenen Unternehmen umsetzen? In ei- nem einstündigen Webinar werden den Teilnehmern die möglichen Wege zur Klimaneutralität aus eigener Kraft aufgezeigt und dabei die Chancen aber auch die Risiken erläutert. Weitere Informationen hierzu sind auf der VNU-Homepage zu finden. Termine 2019 - 27. März: VNU-Mitgliederversammlung (Vormittag), IHK Frankfurt am Main - 27. März: Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagertag mit Get-together (Nachmittag und Abend), IHK Frankfurt am Main - 9. Mai: Ressort Water Risk – Anwendertreffen, TU Berlin - 17. Mai: VNU-Jahrestagung – eine Veranstaltung für VNU-Mitglieder, IHK Frankfurt am Main - 17. Juli: EMAS Club Regionalgruppe Südwest, WALA Heilmittel GmbH, Bad Boll UmweltMagazin März 2019 53

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