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03 | 2019

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Organschaften

Organschaften VDI-Mitglieder Optimierung des fachlichen Angebots Um das Angebot der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) für VDI- Mitglieder zu schärfen, konzentriert sich die Facharbeit seit dem 1. Dezember 2018 auf die folgenden vier Fachbereiche: • Energietechnik (vormals „Energiewandlung & Energieanwendung“), • Umwelttechnik (vormals „Ressourcenmanagement“) sowie • Betriebliches Sicherheitsmanagement (vormals „Management & Sicherheit“) • Integrale Energie- und Umweltthemen (vormals „Strategische Energie- und Umweltfragen“). Die Fachbereiche „Luftreinhaltung“ und „Lärmminderung“ wurden in den neu aufgestellten Fachbereich „Umwelttechnik“ integriert. Die Neuzuordnung erfolgte da- Bild: Petra Bork / Pixelio Kontakt VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Dr.-Ing. Jochen Theloke Postfach 101139 40002 Düsseldorf Tel.: 0211/6214-369 Fax: 0211/6214-97369 geu@vdi.de www.vdi.de/geu bei automatisch. Ein Überblick über die aktuellen Zuordnungen ist im Mitgliederbereich „Mein VDI“ unter www.vdi.de/meine-fachliche-Zuordnung zu finden. Dort kann, falls gewünscht, auch die fachliche Zuordnung geändert werden. 20 Jahre Fachausschuss Produktionsintegrierter Umweltschutz Ende letzten Jahres fand die Feierlichkeit zu „Zwanzig Jahre Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) im VDI“ unter Beteiligung der Fachöffentlichkeit in Düsseldorf statt. Viele externe Experten sind der Einladung ins VDI-Haus gefolgt. Ein Blick in die Vergangenheit durfte dabei nicht fehlen, dieser wurde aber bewusst kurz gehalten. Versäumt wurde dabei nicht, den Gründungsvätern für ihr Engagement ausführlich zu danken. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand der fachliche Austausch. Erste fachliche Akzente setzten die Referenten. Diese suchten auch gezielt den fachlichen Dialog mit den Sitzungsteilnehmern. Einzelne Aspekte der Diskussionen waren: • PIUS ist eine nationale Aufgabe mit internationalem Wirkungspotenzial. • PIUS stellt keine Insellösung dar und ist eingebettet in Fragestellungen zu Themen wie Ressourceneffizienz und Circular Economy. • PIUS bildet den Schwerpunkt der Ressourceneffizienz-Aktivitäten in KMU. • PIUS nutzt gleichwertig technische, ökonomische und ökologische Aspekte, um Prozesse zu optimieren. • PIUS ist kein Ansatz nur für reiche Industrienationen, • PIUS-Standpunkte und Handlungsweisen müssen für Unternehmer verständlich sein. • PIUS erhält durch „Industrie 4.0“ neuen Antrieb. • PIUS muss im Zusammenhang mit den Themen Produktdesign, Ressourceneffizienz und Zirkuläre Wertschöpfung gedacht werden. • Aus den Diskussionen erwuchsen auch Vorschläge für die zukünftige inhaltliche Arbeit im Fachausschuss. Beispielhaft kann festgehalten werden: • VDI-Richtlinien sind weiterhin ein wichtiger Baustein, um PIUS-Inhalte zu veröffentlichen. Allerdings sind auch weitere, ergänzende Vermarktungswege auszubauen. • Auch zukünftig stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) im Fokus der PIUS-Aktivitäten. • Verstärkung des bilateralen fachlichen Austauschs mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). KMU sind oftmals noch nicht ausreichend darüber informiert, welche Optimierungsmög- lichkeiten sich durch PIUS-Maßnahmen im Unternehmen ergeben können. • Wichtige Aspekte für die zukünftige Arbeit des Fachausschusses müssen sein: Bildung, Faktor Mensch, Digitale Transformation, Eco-Design, Produktdesign, Produktintegrierter Umweltschutz und Energieeffizienz. Das Thema „zirkuläre Wertschöpfung“ wurde als Klammer für alle diskutierten Themen und Aspekte identifiziert. Als besonders notwendig wurde eine Verbreitung von PIUS über eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu dem Thema betrachtet. Die am Ende der Veranstaltung gestellte Frage „Hat PIUS noch eine Zukunft? wurde einhellig mit „Ja“ beantwortet. Die Gedanken und fachlichen Impulse werden beim nächsten Treffen des Fachausschusses in Darmstadt erneut aufgegriffen. Die nächste Sitzung des Fachausschusses findet am 3. April 2019 statt. Die Mitglieder des Fachausschusses folgen der Einladung von Prof. Liselotte Schebek nach Darmstadt. Fachlich interessierte Personen können sich unter geu@vdi.de zur Veranstaltung anmelden. 54 UmweltMagazin März 2019

Standards Service Regeln & Normen Bild: Rainer Sturm / pixelio.de VDI 2596 Emissionsminderung in Schlachtbetrieben Die Richtlinie beschreibt ausführlich den Schlachtprozess in genehmigungspflichtigen Rinder-, Schweine- und Geflügelschlachtbetrieben einschließlich der prozessbedingten Vor- und Nachbereitungsschritte. Die dabei entstehenden Emissionen in die Luft sowie die Möglichkeiten zu deren Vermeidung beziehungsweise Minderung werden gemäß dem Stand der Technik dargestellt. Die sich an die Schlachtung anschließenden Prozessschritte der Fleischzerlegung sind nicht Gegenstand dieser Richtlinie. Die VDI-Richtlinie kann im Rahmen einer immissionsschutzrechtlichen Beurteilung auch für Schlachtbetriebe, die kleine Wiederkäuer (z.B. Schafe, nicht jedoch Pferde) schlachten, beziehungsweise die keiner immissionsschutzrechtlichen Genehmigung gemäß 4. BImSchV bedürfen, herangezogen werden. Sie ergänzt und konkretisiert die immissionsschutzrechtlichen Anforderungen gemäß BImSchG und TA Luft. Darüber hinaus dient sie als Erkenntnisquelle für die Revision des BVT-Merkblatts „Tierschlachtanlagen und Anlagen zur Verarbeitung von tierischen Nebenprodukten“. VDI 2267 Blatt 2 Stoffbestimmung an Partikeln in der Außenluft In der Richtlinie werden Verfahren zur Elementbestimmung in der nassen und in der Bulk-Deposition nach Probenahme mit Bulk- und Wet-only-Sammlern (z.B. gemäß DIN EN 15841 oder VDI 4320 Blatt 2 und Blatt 3) beschrieben. Die Analyse der Aufschlusslösung erfolgt mithilfe der Graphitrohr-Atomabsorptionsspektrometrie (GF-AAS), der optischen Emissionsspektrometrie oder der induktiv gekoppelten Plasma-Massenspektrometrie. Die Verfahren können insbesondere für folgende Zwecke eingesetzt werden: Messverfahren zur Bestimmung von Arsen, Cadmium, Blei und Nickel in atmosphärischer Deposition gemäß DIN EN 15841; Hintergrundmessungen zur Untersuchung der Deposition weiträumig transportierter Luftverunreinigungen (z.B. räumliche Verteilung und zeitliche Tendenzen); Elemente in Staubniederschlag gemäß TA Luft, gemäß Luftreinhalte-Verordnung der Schweiz oder gemäß Messkonzept zum Immissionsschutzgesetz-Luft in Österreich; Elemente in Staubniederschlag im Umfeld von Industrieanlagen; Bestimmung von Elementen in Staubniederschlag an verkehrsbelasteten Standorten und im städtischen Hintergrund (z.B. räumliche Verteilung und zeitliche Tendenzen). Geeignete Aufschlussverfahren sind in VDI 2267 Blatt 3 beschrieben. VDI 3787 Stadtentwicklung im Klimawandel Als Folge der globalen Wirkung des Klimawandels verändert sich auch das Stadtklima. Projekte der Stadtentwicklung müssen dies berücksichtigen. Stadtentwicklung und Stadtplanung benötigen dazu konkrete und quantifizierte Ergebnisse aus Klima- und Lufthygieneuntersuchungen. Nur unter Berücksichtigung dieser Fakten können die Planungsbelange „Klima“ und „Luftqualität“ im politischen Abwägungs- und Entscheidungsprozess ihre Berücksichtigung gegenüber anderen Belangen finden. Die Richtlinie gibt den für die Stadtentwicklung Verantwortlichen (Politiker, Planer, Sachverständige) notwendige Hintergrundinformationen und zeigt empfohlene Maßnahmen für ihre Entscheidungsund Gestaltungsspielräume auf. Beuth Verlag – Normen und Fachliteratur Beuth Verlag GmbH Am DIN-Platz Burggrafenstraße 6 10787 Berlin Telefon: +49 30 2601–0 Telefax: +49 30 2601–1260 kundenservice@beuth.de www.beuth.de UmweltMagazin März 2019 55

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