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04-05 | 2019

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Nachrichten BASF

Nachrichten BASF Weltweit führend beim Klima- und Wassermanagement BASF wurde von der internationalen Organisation CDP im letzten Jahr mit der Bestnote A in die „CDP Climate Change A List“ der weltweit führenden Unternehmen im Klimaschutz aufgenommen. Über 7.000 Firmen berichten an CDP jährlich die umweltbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen auf ihre Geschäftsaktivitäten für eine unabhängige Bewertung durch die Organisation. BASF legt seit 2004 im Rahmen des CDP-Programms klimaschutzrelevante Daten offen. Nachdem das Unternehmen bereits in den vergangenen Jahren das Rating A- und damit einen Leadership- Status erzielte, gelang BASF 2018 der Sprung auf das Top-Rating A. Unternehmen auf diesem Niveau zeichnen sich durch Vollständigkeit und Transparenz ihrer Berichterstattung aus. Darüber hinaus haben sie Ansätze implementiert, um Chancen und Risiken des Klimawandels aktiv zu steuern, und sie verfügen über klare Strategien zur Reduzierung von Emissionen. Um das Klimaziel zu erreichen, optimiert BASF kontinuierlich existierende Prozesse, ersetzt fossile Energiequellen schrittweise durch Erneuerbare und entwickelt grundlegend neue emissionsarme Produktionsprozesse. Das Unternehmen bündelt diese Aktivitäten in einem ambitionierten Kohlenstoffmanagement. Die Klimastrategie von BASF trägt damit zum UN-Nachhaltigkeitsziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ bei. www.basf.com Bild: BASF Umweltbundesamt Treibhausgasemissionen in 2017 leicht gesunken Im Jahr 2017 wurden in Deutschland insgesamt 906,6 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente ausgestoßen. Das sind 4,4 Millionen Tonnen beziehungsweise 0,5 Prozent weniger als 2016 und 27,5 Prozent weniger im Vergleich zu 1990. Dies zeigen Ergebnisse der Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) an die Europäische Kommission übermittelt hat. Insgesamt emittierte der Verkehrssektor 2017 fast 168 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente. Den größten Anteil daran (über 96 Prozent) hat der Straßenverkehr, dessen Emissionen 2017 um 2,1 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente anstiegen. Die deutlichsten Minderungen erreichte mit 19,5 Millionen Tonnen die Energiewirtschaft. Trotz weiterhin sehr hohem Überschuss im Stromaußenhandel sanken hier die Emissionen durch den verringerten Einsatz von Steinkohle, infolge gestiegener Nutzung erneuerbarer Energieträger (insbesondere der Windkraft) sowie durch Stilllegungen beziehungsweise Überführungen in die Sicherheitsbereitschaft von Kraftwerkskapazitäten deutlich auf nun 313 Millionen Tonnen. In der Landwirtschaft sanken 2017 ebenfalls die Treibhausgasemissionen leicht gegenüber dem Vorjahr auf 66 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente. Das sind 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr und 16,3 Prozent weniger als 1990. Ausschlaggebend ist ein geringerer Einsatz von mineralischen Düngern. Im Bereich der industriellen Prozesse stiegen die Emissionen dagegen um 2,5 Prozent auf insgesamt 64 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr an, dominiert durch die gute konjunkturelle Entwicklung in der Metallund der Zementindustrie. Die Entwicklungen in den anderen Branchen heben sich gegenseitig nahezu auf. Mit 88 Prozent dominierte auch 2017 Kohlendioxid die Treibhausgasemissionen – größtenteils aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Die übrigen Emissionen verteilen sich auf Methan (CH4) mit 6,1 Prozent und Lachgas (N2O) mit 4,2 Prozent, Hauptquelle ist hier die Landwirtschaft. Gegenüber 1990 sanken die Emissionen von Kohlendioxid um 24,2 Prozent, Methan um 54,3 Prozent und Lachgas um 41,3 Prozent. Fluorierte Treibhausgase (F-Gase) verursachen insgesamt nur etwa 1,7 Prozent der Treibhausgasemissionen, haben aber zum Teil sehr hohes Treibhauspotenzial. Hier verläuft die Entwicklung weniger einheitlich: In Abhängigkeit von der Einführung neuer Technologien sowie der Verwendung dieser Stoffe als Substitute sanken die Emissionen von Schwefelhexafluorid (SF6) beziehungsweise Fluorkohlenwasserstoffen (FKW) seit 1995 um 34,4 beziehungsweise 88,9 Prozent. Die Emissionen der halogenierten FKW (H-FKW) sind seitdem um 32,2 Prozent anstiegen. www.uba.de 6 UmweltMagazin April - Mai 2019

Nachrichten Fraunhofer Institut Netzwerk stärkt Innovationsketten für emissionsarme Technologien Etwa 15 Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr werden benötigt, um Produkte wie Kunststoffe, Klebstoffe, Schmierstoffe oder Kosmetika herzustellen. Dieser Bedarf wird zum größten Teil durch importiertes Rohöl und Erdgas gedeckt und kann – anders als beispielsweise im Energie- oder Mobilitätssektor – nicht ohne Weiteres durch andere kohlenstofffreie Stoffe oder Technologien ersetzt werden. Die Kohlenstoffkreislaufwirtschaft eröffnet die Möglichkeit, die Rohstoffstoffversorgung der Chemischen Industrie auf eine nachhaltige Basis zu stellen. Kohlenstoff verbleibt dabei im System, statt beispielsweise als CO 2 freigesetzt zu werden und das Klima zu belasten. Recycling und Kreislaufführung von sekundären Rohstoffen sind dabei entscheidende Faktoren. Auf Initiative des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS haben Unternehmen und Forschungseinrichtungen daher kürzlich den ersten Anstoß zur Gründung eines nationalen Netzwerks für Kohlenstoffkreislaufwirtschaft gegeben. Seit 2017 koordiniert das Fraunhofer IMWS das von der Fraunhofer-Gesellschaft ins Leben gerufene wissenschaftliche Netzwerk Kohlenstoffketten, dem außerdem die Fraunhofer-Institute IAP, IKTS, IWU und UMSICHT angehören. Das neue Netzwerk NK2 soll sich als Plattform für Information, Wissensaustausch und intersektorale, aber auch als internationale Vernetzung etablieren. Im Rahmen dieses ersten Sektor übergreifenden Netzwerks zum Thema Kohlenstoff sollen in Workshops, Schulungen und Konferenzen neue Entwicklungen zur effizienten, nachhaltigen und wirtschaftlichen Gestaltung einer Kohlenstoffkreislaufwirtschaft, aber auch für eine nachhaltige Gestaltung des Strukturwandels in den Braunkohleregionen vorgestellt und diskutiert werden. Im Vordergrund stehen innovative CO 2 -emissionsarme Technologien für die chemische Nutzung heimischer Kohlenstoffträger, das chemische Recycling von Abfällen und die Prof. Bernd Meyer stellte die Idee für das neue Netzwerk in Espenhain vor. Einkopplung von regenerativem Wasserstoff und/oder regenerativem Strom sowie die Erzeugung von kohlenstoffhaltigen Wertprodukten. Das Netzwerk wird dabei die gesamte Innovationskette von der Grundlagenforschung bis zur großtechnischen Anwendung abdecken. www.imws.fraunhofer.de Bild: Fraunhofer IMWS Vecoplan Mit Eröffnung einer polnischen Niederlassung erneut auf Wachstumskurs Seit November 2018 ist die Vecoplan AG auch in Polen mit einer eigenen Niederlassung für den Bereich „Recycling und Waste“ vertreten. Das Unternehmen ist bereits seit vielen Jahren im osteuropäischen Markt erfolgreich aktiv. Um Kunden in Polen noch intensiver betreuen zu können, hat der Anbieter von Maschinen und Anlagen, die Primär- und Sekundärrohstoffe im Produktions- und Wertstoffkreislauf zerkleinern, fördern und aufbereiten, eine Niederlassung in Warschau eröffnet. Für Vecoplan ist dies ein wichtiger Meilenstein bei der Ausweitung der direkten Kundenbetreuung in den osteuropäischen Märkten. Der Maschinen- und Service-Vertrieb erfolgt durch Vecoplan Polska, die technische Ausarbeitung und Projektbetreuung durch die Anwendungstechnik im Hauptwerk in Bad Marienberg. Bei den oft komplexen Projekten erleichtert dies die Kommunikation innerhalb der Supply Chain. Die Umsetzung der optimalen anforderungsgerechten Kundenlösung soll durch diese Vorgehensweise gewährleistet sein. www.vecoplan.de BMVI Förderung von Wasserstofffahrzeugen und -tankstellen Förderbescheide über eine Summe von insgesamt mehr als 3,1 Mio. € hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aktuell für die Beschaffung von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle bewilligt. Das Geld kommt aus dem Nationalen Innovationsprogramm „Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie NIP 2“. Damit wird die Beschaffung von insgesamt 223 Fahrzeugen ermöglicht. Auch die Infrastrukturförderung geht weiter: Mehr als 20,5 Mio. € fließen aus dem Förderprogramm in den Aufbau von 20 Wasserstofftankstellen, um emissionsfreie Mobilität mit Wasserstoff attraktiver zu machen. Fördergeld aus dem NIP gab es auch für die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen und Sachsen (Landkreis Meißen). Im Rahmen eines Förderaufrufs im NIP 2 zur Marktaktivierung wurden 5 Mio. € für den Einsatz von Brennstoffzellen für eine zuverlässige, unterbrechungsfreie Notstromversorgung des Digitalfunks der „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben” (BOS) bewilligt. Damit wird ein Auftragsvolumen im BOS- Digitalfunk in Höhe von rund 28 Mio. € für 500 Brennstoffzellen generiert. www.now-gmbh.de UmweltMagazin April - Mai 2019 7

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