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06 | 2017

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Nachrichten Destatis

Nachrichten Destatis Abgabe von Schwefelhexafluorid 2016 gestiegen Im Jahr 2016 haben Gasehändler in Deutschland rund 1 142 t des extrem stark wirkenden Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) zur Verwendung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen abgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das rund 2 % oder 23 t mehr als 2015. Die Zunahme ist wesentlich auf gestiegene Auftragseingänge in der Elektroindustrie zurückzuführen. SF6 ist das stärkste bisher bekannte Treibhausgas: Es trägt in einem Zeithorizont von 100 Jahren 22 800 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als Kohlendioxid (CO 2 ). Die Klimawirksamkeit der im letzten Jahr abgegebenen Menge entspricht insgesamt rund 26 Mio. t CO 2 -Äquivalenten (Global Warming Potential, GWP). Sie gelangte allerdings nicht komplett in die Atmosphäre; zu Teilen wird das Gas auch in geschlossene Systeme gefüllt und damit vorerst nicht als Emission freigesetzt. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes zur nationalen Treibhausgas-Berichterstattung hatte SF6 (3,6 Mio. t CO 2 -Äquivalente) im Jahr 2015 einen Anteil von rund 0,4 % an den gesamten Treibhausgas-Emissionen in Höhe von 902 Mio. t CO 2 -Äquivalenten. Es wird hauptsächlich im Produktionsprozess von Elektroindustrie und Apparatebau eingesetzt. Mit rund 21,9 Mio. t CO 2 -Äquivalenten wurden knapp 84 % der Gesamtmenge im letzten Jahr in diesen Wirtschaftsbereich abgegeben. Die zweitgrößte Abnehmergruppe war im letzten Jahr die Halbleiterindustrie mit 1,2 Mio. t CO 2 -Äquivalenten. Das war ein Plus von 57 % gegenüber 2015. Beginnend mit dem Berichtsjahr 2015 wird auch das Treibhausgas Stick- stofftrifluorid (NF 3 ) in der Statistik erfasst. Es hat ebenfalls einen sehr hohen GWP-Wert mit 17 200 und baut sich nur sehr langsam in der Atmosphäre ab. Der Stoff wird vor allem in der Halbleiterindustrie zum Ätzen oder Reinigen von Beschichtungskammern zum BMUB Neue Regeln für mineralische Abfälle und Bodenschutz Das Bundeskabinett hat kürzlich den Entwurf der Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz beschlossen. Das von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vorgeschlagene Verordnungspaket schafft erstmals bundeseinheitliche und rechtsverbindliche Grundlagen für das Recycling mineralischer Abfälle und deren Einsatz in technischen Bauwerken. Außerdem werden die Umweltstandards für die Verfüllung von Abgrabungen und Tagebauen bundesweit geregelt. Kernstück der Mantelverordnung ist zum einen die neu geschaffene Ersatzbaustoffverordnung. Sie regelt die Herstellung von mineralischen Ersatzbaustoffen aus Bau- und Abbruchabfällen, Schlacken aus der Metallerzeugung und Aschen aus thermischen Prozessen über ein System der Gasisolierte Rohrleiter, die mit Schwefelhexafluorid gefüllt sind, im Umspannwerk Leingarten. Güteüberwachung. Der Einbau dieser Materialien in technische Bauwerke, vor allem im Tiefbau, richtet sich nach spezifischen Anforderungen, die die Belange des Boden- und Grundwasserschutzes wahren. Zum anderen wird mit der Mantelverordnung die Bundes- Bodenschutz- und Altlastenverordnung erstmals umfassend novelliert. Sie wird künftig auch regeln, welche Materialien zur Verfüllung von Abgrabungen und Tagebauen genutzt werden dürfen und für welche Materialien andere Verwertungs- und Entsorgungswege gefunden werden müssen. Außerdem gibt es weitere Verbesserungen im vorsorgenden Bodenschutz, zum Beispiel durch die Möglichkeit der Anordnung einer bodenkundlichen Baubegleitung bei größeren Vorhaben. Beide Themenfelder sind von hoher Praxisrelevanz – vor allem für den Verkehrswegebau und die Baustoff- und Entsorgungswirtschaft. Hier gab es bislang nur sehr allgemeine Vorgaben auf gesetzlicher Ebene, die lediglich durch nicht rechtsverbindliche und inzwischen teilweise veraltete technische Regeln oder Erlasse in den Ländern konkretisiert wurden. Durch Beispiel bei der Herstellung von Flachbildschirmen eingesetzt. Insgesamt 38 t NF 3 , das entspricht rund 0,6 Mio. t CO 2 -Äquivalenten, wurden im letzten Jahr an Verwender abgegeben. Im Vergleich zu 2015 entspricht dies einem Rückgang von knapp 58 %. www.destatis.de die Einführung verlässlicher bundeseinheitlicher Regelungen sollen auch die Akzeptanz mineralischer Ersatzbaustoffe verbessert und Potenziale zur Steigerung des Recyclings gehoben sowie Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden. Die Mantelverordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundestages und des Bundesrates. www.bmub.bund.de Bild: Kreuzschnabel/Wikimedia Bild: Segovax / Pixelio.de 12 UmweltMagazin Juni 2017

Vorschau / Impressum Themenvorschau 7/8-2017 Bilder: Panattoni, Grundfos, donvictori0 Fotolia Special: Wasserkreisläufe & Pumpen Modernisierung von Trinkwasserbrunnen Effizientes Dosieren bei der Wasser- und Abwasserbehandlung Regenwasserbehandlung in Industriegebieten Digitale Überwachung von Pumpen Dosierpumpen Versickerungsanlagen für Oberflächenwasser Kostenreduzierung durch Schraubengebläse Abfall & Recycling Klärschlammverbrennung Nachhaltigkeit im Bürobau Energie Energetische Verwertung von kommunalem Klärschlamm Management Software für Umweltmanagement Nachhaltigkeit im Transportwesen Recht Bodenschutzrecht und Flächenrecycling Service Umweltmärkte: Die israelische Wasserwirtschaft Anzeigenkontakt CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125, 22761 Hamburg Mareen Tammen E-Mail: mtammen@cmc-web.de Telefon: +49 (0) 40 / 881 449 - 370 Fax: +49 (0) 40 / 881 449 - 11 Anzeigenschluss: 17. Juli 2017 Erscheinungstag: 4. August 2017 Mediadaten: www.umweltmagazin.de/mediadaten.php Umwelt Magazin Das Entscheider-Magazin für Technik und Management ISSN 0173–363 X 47. Jahrgang (2017) Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Redaktion Dipl.-Ing. Peter von Hindte (Chefredakteur), Tel.: (0211) 6103-526 B.Sc. Carsten Bar (Redaktion), Tel.: (0211) 6103-326 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: (0211) 6103-215 E-Mail: UmweltMagazin@springer-vdi-verlag.de Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU), Frankfurt am Main Medienpartnerschaft Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt am Main Redaktionsbeirat Dirk Franz Franzen, VDI-GEU, Düsseldorf Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Uwe Görisch, Honorarprofessor am Karlsruher Institut für Technologie Prof. Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, Geschäftsführer der KTB GmbH, Gladbeck Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Claudia Nauta, Produktmanagerin bei der DGQ, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Verlag Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 101022, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 30080000 Kontonummer 0212172400 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300 IBAN: DE69300800000212172400 Geschäftsführung Christian W. Scheyko Layout Ulrich Jöcker Satz Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck KLIEMO Printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. (02 11) 61 03-1 40 Fax (02 11) 61 03-4 14 E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de Vertriebsleitung: Christian W. Scheyko Bezugspreise 8 x jährlich (Ausgabe 1/2, 4/5, 7/8, 10/11 als Doppelausgabe) Jahresabonnement:114,- € VDI-Mitglieder: 102,60,- € (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 70,- € (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 10,50 € Ausland 25,50 €, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 19,- € Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Anzeigen CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125, 22761 Hamburg Mareen Tammen E-Mail: mtammen@cmc-web.de Telefon: +49 (0) 40 / 881 449 – 370 Fax: +49 (0) 40 / 881 449 – 11 Anzeigendisposition Susanne Storb, Tel.: (0211) 6103–3 80, Fax: (0211) 6103-3 00 z. Zt. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 43 vom 1. Januar 2017 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. www.umweltmagazin.de UmweltMagazin Juni 2017 13

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