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06 | 2017

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Wasser Bilder: Xylem

Wasser Bilder: Xylem Für eine Sauerstoffzufuhr am Boden der Becken sorgen Sanitaire-Tellerbelüfter. Die gesamte Kläranlage von Eurofoods. verstopfungsfreie Design der Pumpe stellt sicher, dass der Klärprozess nicht durch Fasern oder Stoffstücke zum Stillstand kommt. Zweite Stufe: Biologische Klärung Bei der biologischen Reinigungsstufe werden Bakterien eingesetzt. Dafür sind ein entsprechender Säuregehalt und die richtige Sauerstoffkonzentration erforderlich. Anstelle eines einzigen großen Beckens wurden zum Einsparen von Kosten und Energie zwei mit einer Kapazität von jeweils 2 500 m 3 gebaut. In Perioden mit geringer Auslastung befinden sich die Bakterien nur in einem Becken. Wenn eine stärkere Auslastung erwartet wird, werden sie mithilfe einer Flygt NP3085 Tauchpumpe in das zweite gefördert. Die verstopfungsfreie Pumpe ist so konstruiert, dass sie energiesparend ist und bis zu 15 l Schlamm pro Sekunde transportiert. Aufrechterhalten des korrekten Sauerstoffgehalts Die biologische Reinigungsstufe kann im Vergleich zu anderen sehr viel Energie verbrauchen. Die Bakterien benötigen einen bestimmten Sauerstoffgehalt über die gesamte Beckentiefe, ein zu großer Sauerstoffeintrag zieht jedoch einen erhöhten Energieverbrauch und somit mehr Kosten nach sich. Außerdem ist der Aktivitätsgrad der Mikroorganismen vom Wetter abhängig, das auf Sizilien sehr wechselhaft sein kann. Um die Sauerstoffzufuhr zu optimieren, sind am Boden der Becken Sanitaire-Tellerbelüfter von Xylem installiert. Diese produzieren Feinblasen, die für eine gleichmäßige Sauerstoffdurchströmung des Schlamms sorgen. Außerdem wurden die Becken mit einem Tauchrührwerk von Flygt ausgestattet. Die drei langsam rotierenden Flügel sorgen für ein konstantes Durchmischen des Abwassers. Das verhindert das Absetzen von Sediment und stellt eine Minimierung des Energieverbrauchs sicher. Lucia Wolfstädter, Xylem Water Solutions Deutschland GmbH, Großostheim, lucia.wolfstaedter@xyleminc.com Sonderdrucke – ein werbewirksames Marketing- und PR-Instrument Ist in einer unserer Fachzeitschriften ein Beitrag von Ihrem Unternehmen erschienen? Dann nutzen Sie doch die Möglichkeit, von diesem Beitrag einen attraktiven Sonderdruck erstellen zu lassen. Sonderdruck aus UmweltMagazin 4/5-2012 Der nac haltige Umgang mit Re sourcen gewi nt in a len Wirtschaftszweigen immer mehr an Bedeutung. In Bund und Ländern gibt es zunehmend Aktivitäten rund um das Thema ressourcene fizientes, also material- und energiesparendes Wirtschaften, dessen Kern der Produktionsintegrierte Umweltschutz (PIUS) ist. Um a len Beteiligten den gleichen Wissensstand zum Themenbereich zu vermitteln, Doppelungen zu vermeiden und Synergien zu nutzen, ist der kontinuierliche Austausch über die Ländergrenzen hinweg eine Grundvoraussetzung. Henning H. Si tel I PIUS: Wissen über Ressourceneffizienz PIUS-Länderkonferenzen: Austausch zum Erfolg das Thema mi tlerweile geworden ist. mi tlung über das Internet werden über Einzelaktivitäten wie beispielsweise das das Angebot der PIUS-Länderkonferenzen, des PIUS-Internet-Portals und der durch das BMU init ierte Netzwerk Ressourcene fizienz sowie die steigende PIUS-Netzwerke unterstützt. Anzahl von Unterstützungsangeboten in diesem Bereich sind ein weiterer Ausdruck dafür, da s dieses Thema ganz oben auf der politischen Agend angekommen ist. und Re sourcene fizienz“ – das ist das „Gemeinsam zu mehr Innovation Mo to der vierten PIUS-Länderkonferenz, die am 15. und 16. Ma in Mainz sta tfinden wird. Mit der Veranstaltung wird der kontinuierliche Dialog über die Ländergrenzen hinweg fortgesetzt, der mit der ersten Konferenz im Dezember 2002 in Duisburg gestartet und 2006 sowie 2009 in Bonn erfolgreich fortgesetzt Ziel a ler Aktivitäten ist die Wirtschaft. Die produzierenden Unterneh- wurde. Der Kreis der Veranstalter hat n Politik und Wirtschaft sowie in Wissenschaft und Forschung wir dem men in Deutschland, insbesondere die sich seit 2002 kontinuierlich vergrößert. In Mainz wird eine Pla tform ge- Thema Re sourcene fizienz ein immer kleinen und mi tleren, mü sen kontinuierlich für das Thema Re sourcenscha fen, auf der Unternehmen, Berater größerer Ste lenwert eingeräumt. Die Gründung der Deutschen Materiale fizienzagentur (demea; 2006) durch das möglichst schne l und aktue fizienz sensibilisiert und Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) e l mit Infos und Unterstützungsangeboten versorgt un der VDI-Zentrum für Re sourcene fizienz GmbH (VDI ZRE; 2009) durch werden, damit in der Praxis das Bundesumweltministerium (BMU) die Chancen für eine gesteigerte We tbewerbsfähigkeit genutzt und Vertreter von Ministerien aus Bund sowie die vielfältigen Aktivitäten auf EU-Ebene zum „Re sourcenschonenden Europa“ sind auf politischer Seite eine Kombination aus der Internet-Nut- von Institutionen die Chance zum per- werden können. Dabei zeigt sich, da s und Ländern, aus der Verwaltung und Beispiele für die große Bedeutung des zung un dem regelmäßigen persönlichen Austausch die besten Chancen cene fizientes Wirtschaften mit Blick sönlichen Austausch haben. Re sour- Themas. Auch die Gründung der „Deutschen Rohsto fagentur“ im Oktober bietet. Sowohl der persönliche Austausch als auch die Informationsver- sende Themenfelder steht dabe im auf Innovationen und zukunftswei- 2010 durch das BMWi zeigt, wie sensibel Mit- • Sonderdrucke werden individuell nach Ihren Wünschen gestaltet • Ihr Logo und Ihre Kontaktdaten können eingefügt werden • Fremdanzeigen und Fremdtexte werden entfernt • Sonderdrucke sind kostengünstig und lassen sich vielseitig einsetzen (z. B. auf Ihrem Messestand, für Kunden und Mitarbeiter etc.) Profitieren Sie vom Imagetransfer und dem hohen Renommee unserer Fachzeitschriften. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein unverbindliches Angebot. Informieren Sie sich jetzt: Kornelia Grund Telefon: 0211/6103-369, Fax: 0211/6103-300 E-Mail: grund@springer-vdi-verlag.de Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Internet: www.springer-vdi-verlag.de

Management Ressourcenmanagement bei der Produktion von Haushaltsgeräten Bei nachhaltiger Unternehmensführung kommt es auch darauf an, wie sich Rohstoffe wiederverwerten lassen. Nicht erst seitdem Ressourcen drohen knapp zu werden, machen sich die Verantwortlichen Gedanken zu dem Thema. Recycling und Reparatur bedeutet neben den ökologischen Vorteilen auch wirtschaftlichen Nutzen. So nutzt auch die ritterwerk GmbH, Gröbenzell, die Vorteile aufbereiteter Reststoffe. Der Produktionsstandort von ritterwerk liegt in Gröbenzell bei München. Die Verbesserung der bestehenden Produktlinie und des Herstellungsvorgangs steht bei dem Haushaltsgerätehersteller ritterwerk im Vordergrund. Bei der Produktion fallen regelmäßig Ausschüsse an, die unter anderem aus Kunststoffen oder Aluminiumdruckgussteilen bestehen. Dieser Materialausschuss entsteht durch Produkte, die beispielsweise optische Fehler aufweisen, jedoch unbenutzt und nicht verschmutzt sind. Der scheinbare Abfall ist dennoch wertvoll, da er recycelt werden kann. Beim Unternehmen als auch bei externen Kunststofflieferanten werden diese Teile sortenrein gesammelt. Handelt es sich um Kleinmengen oder Einzelfehler werden die Teile in der hauseigenen Reparaturwerkstatt auseinandergebaut – bei größeren Mengen im nicht eingebauten Zustand werden die fehlerhaften Teile direkt über den Wareneingang reklamiert. Der monatlich dort sowie in der Fertigung gesammelte Spritzgussausschuss wird über den Einkauf zurück an den Lieferanten gesandt, der ihn wieder mahlt. Von dem wiederverwerteten Mahlgut können bis zu 10 % der neuen Produktion beigemischt werden, dabei sind 90 % standardgemäß Neugranulat. Die beim Aluminium-Druckguss anfallenden Ausschussteile sammelt der Hersteller ebenfalls. Diese schmilzt der Gießer wieder ein und kann sie zu 100 % recyceln. Durch die Wiederverwertung von eigenen Reststoffen aus vorherigen Produktionsgängen trägt das Unternehmen dazu bei, dass Rohstoffe und damit begrenzte Ressourcen wie Rohöl geschont werden. Bild: ritterwerk Strom erzeugen durch Sonnenenergie Mit 434 m 2 und einer installierten Leistung von 43,9 kWp leistet die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Unternehmens einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Mit ihr lassen sich bei der Stromproduktion aus Sonnenenergie bis zu 30 t CO 2 /a einsparen. Der Strom wird direkt in das Netz der Gemeinde eingespeist. ZVEI – Code of Conduct Überdies hinaus hat ritterwerk den Code of Conduct vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) unterzeichnet. Damit versichert das Unternehmen, in ökonomischer, technologischer wie auch in sozialer und ökologischer Hinsicht, verantwortungsvoll zu handeln, und bekennt sich bewusst und öffentlich zu seinen Werten und seiner Unternehmenskultur. Deshalb orientiert sich sein Handeln unter anderem an allgemeingültigen ethischen Werten und Prinzipien, insbesondere an Integrität, Rechtschaffenheit, Respekt vor der Menschenwürde, Offenheit und Nichtdiskriminierung von Religion, Weltanschauung, Geschlecht und Ethik. Dem Hausgerätehersteller sind ebenfalls das Verbraucherinteresse sowie der Umweltschutz wichtig. Daher gibt es seit Beginn der Unternehmensgeschichte einen hauseigenen Reparaturservice für defekte Geräte. Auch heute sind Ersatzteile oft jahrzehntelang vorrätig, damit der Endverbraucher Ressourcen schonen kann. Ziel ist das Vermeiden und Verringern von Elektroschrott. Denn der Austausch simpler Verschleißteile kann ein defektes Elektrogerät wieder funktionsfähig machen. Michael Schüller, Geschäftsführer, ritterwerk GmbH, Gröbenzell, info@ritterwerk.de UmweltMagazin Juni 2017 41

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