Aufrufe
vor 2 Jahren

06 | 2017

  • Text
  • Unternehmen
  • Umweltmagazin
  • Juni
  • Wasser
  • Deutschland
  • Energie
  • Anlagen
  • Umwelt
  • Anforderungen
  • Luft

Organschaften stoffen

Organschaften stoffen und der Betriebsweise der Anlagen auch die Art und Weise der Freisetzung der Abgase in die Atmosphäre eine wichtige Rolle. Die Richtlinie VDI 3781 Blatt 4:201706 „Umweltmeteorologie – Ableitbedingungen für Abgase – Kleine und mittlere Feuerungsanlagen sowie andere als Feuerungsanlagen”, die sich mit eben jener Abgasfreisetzung in die Atmosphäre beschäftigt, wurde grundlegend überarbeitet. Das prinzipielle Konzept der Neubearbeitung, das die Forderung nach einem ungestörten Abtransport belästigender oder schädlicher Abgase umfasst, wie auch seine Umsetzung in Richtlinienform, werden auf dem VDI-Expertenforum „Konfliktmanagement bei Kleinfeuerungsanlagen” vorgestellt. Zahlreiche Beispiele aus dem Anhang der Richtlinie sollen das Verständnis des Anwenders für dieses Konzept wecken und deren Einsatz erleichtern. Je nach Problemstellung werden jedoch eventuell weitergehende Untersuchungen notwendig, wie Beispiele aus einem Windkanal zeigen. Die Vorstellung einer Reihe von konfliktträchtigen Situationen aus der Praxis von Genehmigungsbehörden, Schornsteinfegern, Gutachtern und Industrievertretern sowie der Umgang mit diesen Fällen bilden einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung. Die Erkenntnisse daraus, wie auch eine geplante Vollzugshilfe zur Bearbeitung von Beschwerden aufgrund von Gerüchen aus solchen Analgen und die Hinweise zur Anwendung der neuen Richtlinie sollen den Teilnehmern helfen, künftige Konflikte im frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Die Vorträge und Diskussionen haben das Ziel, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen praxisnahen Überblick zu den aktuellen Entwicklungen aufzuzeigen, in- Kontakt VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Dr.-Ing. Jochen Theloke Postfach 101139 40002 Düsseldorf Tel.: 0211/6214-369 Fax: 0211/6214-97369 geu@vdi.de www.vdi.de/geu tensiven Erfahrungsaustausch zu ermöglichen sowie offene Fragen zu behandeln. Das VDI-Expertenforum richtet sich an alle Interessierten, insbesondere Vertreter von Behörden, Betreiber von Anlagen, Prüfstellen sowie Planungs- und Gutachterbüros. DASA-Jugendkongress Förderung von Ingenieurnachwuchs Der in Dortmund stattfindende DASA-Jugendkongress versteht sich als Kontaktbörse, Informationsveranstaltung und Orientierungshilfe für Jugendliche bei der Berufswahl. Erwartet werden auch in diesem Jahr wieder mehrere tausend Schülerinnen und Schüler, die sich über Berufsbilder und -wege informieren möchten. An Informationsständen ist es den Jugendlichen möglich, aus erster Hand relevante Informationen einzuholen. Das jeweilige Standbetreuungspersonal hält Tipps für einen gelungenen Berufsstart bereit. Wie im Jahr 2016 plant der VDI auch in diesem Jahr eine erneute Beteiligung. Die VDI-GEU informiert gemeinsam mit dem VDI- Bereich Beruf und Gesellschaft über Ingenieurstudiengänge, Berufsbilder sowie -wege des Ingenieurs und gibt Einblicke in den späteren Arbeitsmarkt. Unterstützt wird der Gemeinschaftsstand von der Hochschule Gelsenkirchen, Zentrum für Recyclingtechnik. Anhand eines durch die Hochschule bereitgestellten Aufbereitungsaggregats können die theoretischen Schilderungen zu Aufgabenfeldern von Ingenieuren in die Praxis übertragen werden. Der Kongress findet vom 20. bis zum 21. September 2017 statt, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter: www.dasa-dortmund.de Versuchsaufbau am Stand des VDI. Bild: VDI 50 UmweltMagazin Juni 2017

Organschaften Europäischer Zusammenhalt ENEP-Frühjahrstagung Zur diesjährigen Frühjahrstagung des Dachverbandes der Berufs- und Fachverbände im Umweltschutz ENEP am 28. April 2017 hatte die englische Society of the Environmental nach Cardiff in Wales eingeladen. Damit fand das Treffen in einer Region Großbritanniens statt, die im Juni 2016 mehrheitlich für den Brexit gestimmt hatte. Die Vertreter der Mitgliedsverbände aus der Europäischen Union waren sich einig, die seit 15 Jahren bestehende Kooperation über ihren europäischen Dachverband zur Verfolgung gemeinsamer Interessen fortzusetzen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde auch für die englischen Mitgliedsverbände für die Zeit nach dem voraussichtlichen Ende der EU-Mitgliedschaft ihres Landes abgegeben, denn auch nach einem Austritt Großbritanniens werden die jeweiligen Umweltstandards in Produktion und Handel zu beachten und im Wirtschaftsverkehr einzuhalten sein. Darüber hinaus wurde von Beitrittsinteressen eines weiteren Verbandes aus Italien sowie von Organisationen aus den bislang nicht vertretenen EU-Ländern Griechenland und Schwe- Bild: Jörg ten Eicken Die Generalversammlung der europäischen Fachkräfte im Umweltschutz fand in Cardiff, der Hauptstadt von Wales, statt. Kontakt Verband der Betriebsbeauftragten (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de menarbeit dadurch sicherstellen, dass Umweltstandards gefördert und weiter vereinheitlicht werden. Der Austausch von Informationen, Erfahrungen und Wissen soll erleichtert werden. Abfallbeauftragten-Verordnung Neue Fachkunde anforderungen Die neue Abfallbeauftragten-Verordnung definiert die erforderliche Qualifikation. Diese sieht in § 9 vor, dass die Anforderungen an die Fachkunde im Sinne von § 60 Absatz 3 Satz 1 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in Verbindung mit § 55 Absatz 2 Satz 1 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes nicht nur für Akademiker, Meister oder Absolventen einer technischen Fachschul- oder Berufsausbildung nach zweijähriger praktischer Erfahrung und ergänzender Seminarteilnahme erfüllt sind. Stattdessen sollen auch Absolventen einer kaufmännischen Ausbildung zu Abfallbeauftragten bestellt werden können. Voraussetzung ist, dass auch sie eine zweijährige Praxistätigkeit nachweisen können sowie an Aus- und Fortbildungslehrgängen teilgenommen haben und so über den für Abfallbeauftragte notwendi- den berichtet. Zudem wurde vor dem Hintergrund wechselnder Mitgliedschaften in anderen Ländern über die Inhalte der Verbandsarbeit diskutiert und Ziele beschlossen. Diese sollen eine langfristige Zusamgen aktuellen Wissensstand verfügen. Wie bereits für den Fachkundenachweis von Immissionsschutzbeauftragten sieht auch die Abfallbeauftragten-Verordnung vor, dass Seminaranbieter die Inhalte der Lehrgänge der zuständigen Behörde vorlegen müssen, damit sie anerkannt werden können. Als bestellpflichtig haben die Anlagenbetreiber ihrerseits Abfallbeauftragte entsprechend für die Teilnahme an den Lehrgängen freizustellen, und Belege über die berufliche Qualifikation, die zweijährige praktische Tätigkeit sowie über den zuletzt besuchten Lehrgang vom Abfallbeauftragten vorzuhalten, und diese Unterlagen auf Verlangen der zuständigen Behörde auszuhändigen. Der VBU begrüßt, dass die materiellen Anforderungen an die Fachkunde eines Abfallbeauftragten konkretisiert und ein sicherer, rechtlicher Handlungsrahmen für seine Stellung im Betrieb geschaffen worden ist. Mit der Öffnung der Fachkunde für Absolventen einer kaufmännischen Berufsausbildung trägt der Verordnungsgeber der Tatsache Rechnung, dass sich aufgrund des zwischenzeitlichen Wandels der Abfallwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft der Anlagenbestand erheblich weiterentwickelt hat. Die neuen verordnungsrechtlichen Regelungen verfügen über einen erweiterten Qualifikationsrahmen und leisteten so einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz. Der Abfallbeauftragte hat nicht nur im Bereich von technischer Überwachung, sondern auch für Fragen der Abfallbewirtschaftung, also Bereitstellung, Überlassung, Sammlung, Beförderung, Verwertung und Beseitigung sowie insbesondere auch zur Abfallvermeidung zu beraten. UmweltMagazin Juni 2017 51

Ausgabenübersicht