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06 | 2017

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Service Standards DIN EN

Service Standards DIN EN ISO 13264:2017–04 Rohrleitungssysteme Der internationale Norm-Entwurf DIN EN ISO 13264:2017–04 „Rohrleitungssysteme aus Thermoplasten für drucklose erdverlegte Entwässerungs- und Abwasserleitungen – Formstücke aus Thermoplasten – Prüfverfahren der mechanischen Festigkeit oder Elastizität von handgefertigten Formstücken“ legt ein Verfahren zur Prüfung der mechanischen Festigkeit oder Elastizität eines handgefertigten thermoplastischen Formstückes fest, das für drucklose, erdverlegte Anwendungen bestimmt ist. Das zuständige nationale Gremium ist der Arbeitsausschuss NA 054–05–02 AA „Prüfverfahren für Rohre“ im DIN-Normenausschuss Kunststoffe. DIN EN ISO 9698:2017–04 Wasserbeschaffenheit Die als Entwurf veröffentlichte DIN EN ISO 9698:2017–04 „Wasserbeschaffenheit – Tritium – Verfahren mit dem Flüssigszintillationszähler“ legt die Bedingungen für die Bestimmung der Aktivitätskonzentration von Tritium in Proben aus Meer-, Oberflächen-, Grund- und Regenwasser oder von tritiiertem Wasser mit Hilfe eines Flüssigszintillationszählers fest. Die Auswahl des analytischen Verfahrens, ob mit oder ohne Destillation der Wasserprobe vor der Bestimmung, hängt vom Ziel der Messung sowie von den Eigenschaften der Probe ab. Bei der Direktmessung von Rohwasserproben mit Hilfe des Flüssigszintillationszählers muss das potenzielle Vorhandensein von Beta-Strahlen emittierenden Radionukliden berücksichtigt werden. Um bei Feststellung solcher Radionuklide Störungen mit diesen zu vermeiden, wird die Tritiumquantifizierung nach der Probenbehandlung durch Destillation durchgeführt. Das Verfahren eignet sich nicht direkt für die Analyse von organisch gebundenem Tritium. Diese Bestimmung erfordert weitere chemische Aufarbeitung der Probe, wie eine chemische Oxidation oder Verbrennung. Unter geeigneten technischen Voraussetzungen kann die Nachweisgrenze bei 1 Bq l-1 liegen. Aktivitätskonzentrationen von Tritium unter 106 Bq l-1 können ohne Probenverdünnung bestimmt werden. Eine vorherige Anreicherung kann die Nachweisgrenze beträchtlich senken. Dieses Dokument (prEN 9698:2017) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 230 „Wasseranalytik“ erarbeitet, dessen Sekretariat von DIN (Deutschland) gehalten wird. Das zuständige deutsche Gremium ist der Arbeitsausschuss NA 119–01–03 AA „Wasseruntersuchung“ im DIN-Normenausschuss Wasserwesen. Bild: succo / Pixabay.com DIN 19627:2017–04 Ozonerzeugungsanlagen Bei dem Entwurf der DIN 19627:2017–04 „Ozonerzeugungsanlagen zur Wasserbehandlung“ handelt es sich um eine künftige aktualisierte Neuausgabe. Festgelegt sind Unterscheidungsmerkmale der Ozonerzeugungsanlagen, Anforderungen an deren Aufstellungsort, Aufbau sowie die entsprechenden Werkstoffe, Einsatzgase und Kühlmittel, Angaben zur Charakterisierung der Anlage und die erforderliche Kennzeichnung, Anforderungen an die Betriebssicherheit der Anlagen sowie Verfahren zur Bestimmung von deren Nennleistung. Der Norm-Entwurf wurde vom DIN- DVGW-Gemeinschaftsausschuss NA 119–07–13 AA „Aufbereitungsstoffe und -anlagen“ im NAW erstellt. VDI 4085:2017–04 Schrottplätze Die Richtlinie VDI 4085:2017–04 „Planung, Errichtung und Betrieb von Schrottplätzen – Anlagen und Einrichtungen zum Umschlagen, Lagern und Behandeln von Schrotten und anderen Materialien“ vereinheitlicht die für die betroffenen Unternehmen maßgeblichen Anforderungen im Sinne des Standes der Technik und trägt darüber hinaus zur Deregulierung bei. In den Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland werden bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Stands der Technik für Planung, Errichtung und Betrieb von Anlagen sowie für Einrichtungen zum Lagern, Behandeln und Umschlagen von Eisen- und Nichteisenschrotten – Fe- und NE-Schrotte – zum Zweck der Verwertung unterschiedliche Bedingungen bei Genehmigung und Vollzug gestellt. Diese unterschiedlichen Anforderungen können im Rahmen von Genehmigungsverfahren und im Vollzug zu Wettbewerbsverzerrungen und zu zeitlichen Verzögerungen bei Investitionen führen. Kontakt Deutsches Institut für Normung e. V. (DIN), Berlin, www.din.de VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) www.vdi.de/geu Bild: Alexas_Fotos / Pixabay.com 54 UmweltMagazin Juni 2017

Standards Service VDI 4075 Blatt 8 Produktionsintegrierter Umweltschutz Die Richtlinienreihe VDI 4075 „Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS)“ besteht aus insgesamt acht Blättern. Blatt 8 „Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) – Brauereien“ wendet sich an Praktiker aus vorwiegend kleinen und mittleren Unternehmen der Braubranche. Sie gibt einen Überblick über ausgewählte ökonomische und ökologische Optimierungsmaßnahmen im Betrieb. Dabei folgt die Optimierung der schrittweisen, systematischen Vorgehensweise der Richtlinie VDI 4075 Blatt 1, die die Grundlagen und den Anwendungsbereich vorgibt. Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) bedeutet sowohl technische als auch organisatorische Veränderungen von Produktionsabläufen beziehungsweise Produktionsanlagen, durch die sich eine deutliche Verminderung von Umweltbelastungen erzielen lässt, besonders durch einen geringeren oder veränderten Materialeinsatz sowie durch effizientere Nutzung von Energieträgern. Der eigentliche Brauprozess und die Abfüllung stellen den Hauptteil der gesamten Bierherstellung dar. Bei diesen Prozessen wird der größte Anteil von Energie und Wasser verbraucht. Die Richtlinie betrachtet die Prozessschritte „Maische- und Würzebereitung“, „Gärung“, „Lagerung“, „Filtration und Abfüllung“ sowie alle dazu nötigen Vorbehandlungsprozesse wie Desinfektions- und Reinigungsverfahren als Schwerpunkt. Weiterhin wird auch die Energie- und Kältebereitstellung behandelt. DIN EN 12574–1:2017–05 Abfallsammelbehälter Die DIN EN 12574–1:2017–05 „Stationäre Abfallsammelbehälter – Teil 1: Behälter mit einem Volumen bis 10000 l mit Flachoder Schiebedeckel(n), für Schüttungen mit Zapfenaufnahme, Doppelzapfenaufnahme oder Taschenaufnahme – Maße und Formgebung“ der Normenreihe legt Maße und Anforderungen an bestimmte stationäre Abfallsammelbehälter mit einem Volumen bis 10 000 l fest. Dieses Dokument wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 183 „Abfallwirtschaft“ erarbeitet, dessen Sekretariat von DIN gehalten wird. Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NA 051–02–01 AA „Abfallentsorgung; Umleerbehälter bis 5 m 3 und Abfallbehälterschränke (Spiegelgremium für CEN/TC 183/WG 1)“ im DIN-Normenausschuss Kommunale Technik. Bild: DBB DIN 2459:2017–04 Verbinder aus Metall Für unlösbare Verbinder aus Metall, zum Beispiel Pressfittings, und für dazugehörige Dichtelemente aus Elastomeren, die in der Trinkwasserinstallation verwendet werden, gilt der Norm-Entwurf DIN 2459:2017–04 „Unlösbare elastomergedichtete Verbinder aus Metall für metallene Rohrleitungen in der Trinkwasserinstallation – Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren “. Ein Verbinder entspricht diesem Norm-Entwurf, wenn die darin genannten Bedingungen an die Werkstoffe, die Verbindung und die hygienischen Vorschriften für Trinkwasser erfüllt werden. Im Zuge der Überarbeitung der DIN 2459:2011–06 wurden die allgemeinen Anforderungen für Kupfer- und Kupferlegierungen ersatzlos gestrichen. Weiterhin wurde als Werkstoff Kupfer-Zink-Silizium-Phosphor-Legierung aufgenommen. Der DIN-Normenausschuss Rohrleitungen und Dampfkesselanlagen, Arbeitsausschuss NA 082–00–10 AA „Fittings“ hat dieses Dokument erarbeitet. DIN EN 13592:2017–05 Kunststoffsäcke Die DIN EN 13592:2017–05 „Kunststoffsäcke für die Abfallsammlung aus Haushalten – Typen, Anforderungen und Prüfverfahren“ wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 261 „Verpackung“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR / Frankreich gehalten wird. Das zuständige nationale Gremium ist der NA 115–02–01 AA „Flexible, flächige Packmittel – Folien, Säcke, Beutel, Tragetaschen“ im DIN-Normenausschuss Verpackungswesen. Diese europäische Norm legt die allgemeinen Merkmale, Prüfverfahren und Anforderungen für Säcke, Beutel und Müllbeutel aus Kunststofffolien fest, die für die gemeinsame oder getrennte Sammlung von Haushaltsabfällen, einschließlich der Sammlung von biologisch abbaubarem Abfall für die organische Verwertung (biologischer Abbau und Kompostierung), verwendet werden. Für die Anwendung müssen biologisch abbaubare und kompostierbare Säcke, einschließlich eventuell vorhandener Verschlussbänder, mit EN 13432 übereinstimmen. Die Norm gilt nur für Säcke, Beutel und Müllbeutel, deren ursprünglicher Anwendungsbereich die Sammlung oder die getrennte Sammlung von Abfällen aus Haushalten ist. Bild: w.r.wagner / pixelio.de UmweltMagazin Juni 2017 55

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