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06 | 2017

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Nachrichten ecoprog

Nachrichten ecoprog Großer Bedarf bei der Monoverbrennung von Klärschlamm Die Menge des Klärschlamms zur Monoverbrennung wird in den kommenden 15 Jahren auf über 1,2 Mio. t/a ansteigen. Die aktuellen Kapazitäten können jedoch nur etwa die Hälfte dieser Menge abdecken. Dies ist das Ergebnis einer Aktualisierung des ecoprog-Mengenmodells zur Klärschlammentsorgung in Deutschland. Im Jahr 2015 ist die stoffliche Verwertung von Klärschlamm in der Landwirtschaft und im Landschaftsbau um rund 10 % auf nur noch 650 000 t/a gesunken. Das ist der stärkste Rückgang seitdem diese Statistik geführt wird. Im selben Zeitraum ist die thermische Verwertung von Klärschlamm auf rund 1,15 Mio. t/a Klärschlamm gestiegen. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die seit 2015 geltenden Grenzwerte der novellierten Düngemittelverordnung. Kurzfristig sieht diese eine Begrenzung des Stickstoffgehalts im Boden sowie verlängerte Sperrzeiten für die Ausbringung von Dünger vor. Zudem müssen bei der Berechnung der Stickstoffobergrenze zukünftig auch Gärreste aus Biogasanlagen berücksichtigt werden. Langfristig wird zudem die novellierte Klärschlammverordnung die thermische Verwertung von Klärschlamm stimulieren. Sie sieht ein Ausbringungsverbot für Klärschlamm aus Kläranlagen der Größenklasse 4b und 5 vor. Eine Alternative zur Monoverbrennung steht jenen Anlagen nur zu Verfügung, wenn der Phosphorgehalt im Klärschlamm gering ist. Dies ist jedoch nur bei wenigen Anlagen der Fall. Andere versuchen schon heute, den Phosphor aus Abwasser oder nassem Klärschlamm zu gewinnen. Das Kölner Beratungsunternehmen ecoprog geht derzeit aber nicht davon aus, dass sich ein relevanter Anteil der Kläranlagen für diesen Weg entscheidet. Im Gegenteil rechnet es damit, dass auch kleinere Kläranlagen der Größenklassen 3 und 4a in die Monoverbrennung gehen. Es geht davon aus, dass es langfristig große Angebotslücken in der Klärschlamm-Monoverbrennung gibt. Das Unternehmen hat Kapazitäten und Durchsatz von rund 2 300 kommunalen Kläranlagen mithilfe eines Geoinformationssystems analysiert. www.ecoprog.de Wirtschaftsticker >>>Der Nettoumsatz der Grundfos Gruppe erreichte im Jahr 2016 3,3 Mrd. €, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 296 Mio. €. Ein starkes zweites Halbjahr führte zu einem Ganzjahreswachstum von 0,5 % in lokaler Währung und netto nach Desinvestitionen. Das EBIT stieg im vergangenen Jahr um rund 28 Mio. €. Bereinigt um nicht leistungsbezogene Positionen der Jahre 2015 und 2016 erhöhte es sich um 25 % im Vergleich zum Jahr 2015. Das Gesamtjahreswachstum wurde in mehreren wichtigen Märkten, wie Deutschland, China, Großbritannien und in einigen anderen europäischen und asiatischen Märkten, erzielt. Allerdings gab es in Russland, dem Nahen und Mittleren Osten aufgrund des niedrigen Ölpreises und der finanziellen Unsicherheit nur wenige Aktivitäten. Auch die USA verzeichneten einen Umsatzrückgang nach dem starken Wachstum in 2015. www.grundfos.com >>>Im letzten Jahr nahm die Münchener Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH, Deutschlands größtes Rücknahmesystem für Altlampen und -leuchten, insgesamt 7 411 t Altlampen zurück und führte diese einem fachgerechten Recycling zu. Obwohl die Leuchtmittel immer leichter werden, ist dies ein Anstieg von rund 1 % gegenüber 2015 mit 7 350 t. Die Gesamtmenge der gesammelten Lampen setzt sich aus 2 794 t von ear-Abholanordnungen der Systemteilnehmer von kommunalen Wertstoffhöfen und 4 617 t aus der ergänzenden Rücknahme über die Sammelstellen in Handel, Industrie und Gewerbe zusammen. Durch fachgerechtes Recycling der zurückgenommenen Altlampen konnten Umwelt und Ressourcen geschont werden. www.lightcycle.de >>>Die Wago-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 ihren Umsatz um 6,4 % auf 766 Mio. € gesteigert. Im Vorjahr war er bei 720 Mio. €. In Deutschland lag der Umsatzanteil des Anbieters von elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik bei 29 %. Das übrige Europa erreichte einen Umsatzanteil von 40 %. In Asien wurden 18 % des Umsatzes generiert, in Americas 13 %. Zum Jahresende waren mehr als 7 500 Mitarbeiter für Wago tätig – etwa 300 mehr als im Vorjahr. Über 3 500 von ihnen sind in Deutschland beschäftigt, davon mehr als 2 300 am Stammsitz in Minden und mehr als 1 000 in Sondershausen/Thüringen. Darunter sind 209 Auszubildende und duale Studierende in Minden und 59 in Sondershausen. www.wago.com >>>Die Endress+Hauser Gruppe hat sich im letzten Jahr im Branchenvergleich gut behauptet. Dem Wachstum in lokalen Währungen steht jedoch ein leichter Rückgang des konsolidierten Umsatzes in Euro gegenüber. Die Ertragslage ist solide, die Beschäftigung liegt leicht über Vorjahr. Der Schweizer Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik aus Reinach investiert weiter kräftig in die Zukunft. Der Nettoumsatz ging 2016 um 0,2 % auf 2,139 Mrd. € zurück. Die Fremdwährungen haben für Gegenwind gesorgt. Wechselkurseffekte drückten den Umsatz um 50 Mio. €. In lokalen Währungen haben die Verkäufe um 2,1 % zugelegt. Auch in Schweizer Franken, der eigentlichen Berichtswährung der Dachgesellschaft, stieg der Umsatz um 2,2 %. Damit blieb Endress+Hauser klar hinter den eigenen Erwartungen zurück. Der CEO Matthias Altendorf betonte jedoch, dass gemessen an der Entwicklung der Branche sich das Unternehmen gut geschlagen habe. Das langsamere globale Wirtschaftswachstum und die grundlegenden strukturellen Veränderungen der Weltwirtschaft hätten bei den meisten Unternehmen der Prozessautomatisierung Spuren hinterlassen. Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung sei in vielen Regionen der Welt der private Konsum gewesen. Trotz guter Konjunktur sei 2016 nur zurückhaltend in Industriegüter investiert worden. www.endress.com 8 UmweltMagazin Juni 2017

Nachrichten Flughafen Düsseldorf Erste Hybrid-Fahrzeuge im Betrieb Der Flughafen Düsseldorf setzt verstärkt auf neue umweltfreundliche Technologien und unterstreicht somit sein ökologisches Engagement. In dem Zuge hat er sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 rund 30 Fahrzeuge auf alternative Antriebe umzustellen. 15 Elektroautos sind bereits Teil des Fuhrparks. In diesem Jahr sollen insgesamt 19 Hybrid-Autos eingesetzt werden. Zwei der Fahrzeuge sind bereits im Betrieb, 17 weitere des Modells BMW 225xe iPerformance Active Tourer werden folgen. Die Hybridautos werden sowohl für Kurzstrecken auf dem Flughafengelände genutzt, als auch für Dienstfahrten mit größerer Distanz. Insbesondere auf dem Vorfeld und bei Fahrten mit geringer Geschwindigkeit bietet sich das Fahren mit Elektroantrieb oder kombinierter Fahrweise an. Mit dem Einsatz der BMW 225xe möchte der Düsseldorfer Airport neue Erkenntnisse und Erfahrungswerte hinsichtlich der Technologie und Ökobilanz von Hybrid- Fahrzeugen sammeln. Fährt ein Hybrid-Auto rein elektrisch und somit emissionsfrei, kann es einen wichtigen Beitrag für die Umwelt leisten. Mit reinem Elektroantrieb hat der BMW 225xe eine Reichweite bis zu 41 km. Unterstützt der Verbrennungsmotor, gibt der Der größte Airport von Nordrhein-Westfalen treibt auch mit dem Einsatz von Hybridautos seine Nachhaltigkeitsstrategie konsequent weiter voran. Hersteller einen Verbrauch von 2 l auf 100 km an. Der Benzinmotor verfügt über 136 PS, auf der Hinterachse wirkt der Elektromotor mit 88 PS. Die Systemleistung beträgt insgesamt maximal 224 PS. www.dus.com Bild: Flughafen Düsseldorf Evonik Nachhaltigkeitsanalyse veröffentlicht Die Evonik Evonik Industries AG, Essen, untersucht den Beitrag ihrer Produkte hinsichtlich der Ressourceneffizienz in den Anwendungen. Betrachtet werden unter anderem Energieeinsparung, Verringerung von Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch und Abfall. Die Nachhaltigkeitsanalyse deckt das gesamte operative Chemiegeschäft des Unternehmens ab. Das Ergebnis dieser bestätigt, dass für das Geschäftsjahr 2016 die Chemiesegmente von Evonik bereits heute rund 50 % des Umsatzes aus Produkten erwirtschaften, die nachweislich einen Beitrag zu verbesserter Ressourceneffizienz in der Anwendung leisten. Beispiele sind Aminosäuren für die Tierernährung, Additive für Hydrauliköle und funktionelle Silane für den Oberflächenschutz von Gebäuden. Das Unternehmen hat die der Analyse zu Grunde liegenden Methodik kürzlich extern validieren lassen und anschließend veröffentlicht. www.evonik.de Lexmark Engagement für die Kreislaufwirtschaft weiter ausgebaut Lexmark International, Neu- Isenburg, ein weltweit führender Anbieter von Druck- und Imaging-Lösungen, ist kürzlich dem Conseil Européen de Remanufacture (CER) beigetreten. Damit bekräftigt das Unternehmen einmal mehr seine langjährige Unterstützung der Kreislaufwirtschaft. Gegründet mit dem Ziel, sich als Anlaufstelle für Wiederaufbereitungs- Richtlinien und das entsprechende Benchmarking in Europa sowie darüber hinaus zu etablieren, arbeitet das CER mit führenden Remanufacturing-Unternehmen in Europa zusammen. So soll die Aufmerksamkeit der politischen Entscheidungsträger erhöht und Nachhaltigkeits- und Wiederaufbereitungs-Initiativen unterstützt werden. Gleichzeitig verfolgt das CER das Ziel, das Wirtschaftswachstum zu fördern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Als ausdrücklicher Befürworter der Wiederaufbereitung sowie ganzheitlicher Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility-Maßnahmen weltweit betont Lexmark mit seiner Beitritts-Entscheidung sein Engagement in Sachen Umweltschutz. Mit seinem Lexmark Druckkassetten- Rückführungsprogramm (LCCP) hat das Unternehmen deutliche Fortschritte bei der Abfallverringerung erzielt und die Öffentlichkeit für die Wiederverwendung und das Recyceln sensibilisiert und motiviert. Bei LCCP handelt es sich um einen Service, der das kostenlose Einsammeln von Druckkassetten mit Recyclingund Wiederverwertungsverfahren kombiniert, unabhängig vom Druckkassetten-Hersteller. Als zusätzlichen Mehrwert bietet das Programm Kunden und Partnern außerdem Zugang zu Lexmarks Corporate- Druckkassetten, dem nachhaltigsten Druckkassettenangebot des Unternehmens mit einer garantierten Wiederverwendbarkeit und dem höchsten Anteil an gebrauchten, recycelten Inhaltsstoffen auf dem Markt. www.lexmark.com UmweltMagazin Juni 2017 9

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