Aufrufe
vor 1 Jahr

06 | 2018

Nachrichten Gelsenwasser

Nachrichten Gelsenwasser Robustes Ergebnis in 2017 erzielt Bei Umsatzerlösen von 1 209,2 Mio. € (2016: 1 040,1 Mio. €) erwirtschaftete Gelsenwasser einen Jahresüberschuss von 92,4 Mio. € (2016: 109,2 Mio. €). Der Ergebnisrückgang ergibt sich vor allem aus einem gestiegenen Wettbewerbsdruck im Gasmarkt, einem höheren Personalaufwand aufgrund einer Vielzahl neuer Aktivitäten und geringeren positiven Sondereffekten im Vergleich zum Vorjahr. Der Wasserabsatz des Gelsenwasser-Konzerns lag mit 232,8 Mio. m³ fast auf Vorjahresniveau (234,7 Mio. m³). Der leichte Rückgang betraf ausschließlich die Abgabe an benachbarte Versorgungsunternehmen mit 2,8 Mio. m³, während in den Kundengruppen Industrie und Haushalte leichte Absatzzuwächse zu verzeichnen waren. Der Gasabsatz des Gelsenwasser- Konzerns stieg 2017 um 26,8 % auf 39,6 TWh. Der Zuwachs ist in erster Linie auf die verstärkten Gashandelsaktivitäten zurückzuführen. Im Haushalts- und Kleingewerbebereich lagen die Absatzmengen um 5,2 % unter dem Vorjahreswert, im Industriebereich auf Vorjahresniveau. Die Sparte Strom konnte sich gut behaupten: Der Stromabsatz des Konzerns stieg im vergangenen Jahr auf 477 Mio. kWh (2016: 462 Mio. kWh). Die Anzahl der belieferten Haushaltskunden im Gelsenwasser-Konzern stieg 2017 um 10,1 %. www.gelsenwasser.de Interseroh Austria Anteile an Remedia TSR erworben Interseroh Austria, eine Gesellschaft der Alba Group, einer der führenden Recycling- und Umweltdienstleister weltweit, geht eine strategische Partnerschaft im EAG-Bereich mit dem italienischen Consorzio Remedia aus Mailand ein. Im Wege einer Kapitalerhöhung hat Interseroh Austria einen 40-Prozent-Anteil an Remedia TSR, der operativen Gesellschaft des Konsortiums, erworben und dazu die Option, die Anteile zu einem späteren Zeitpunkt noch weiter zu erhöhen. Das Unternehmen hat einen Umsatz von 25 Mio. €, 250 Partner im Logistikbereich und 30 im Recyclingbereich. Im Jahr 2017 hat es italienweit rund 100 000 t elektrische Geräte am Ende ihres Lebenszyklus gesammelt. Consorzio Remedia ist eines der führenden Sammelsysteme für Elektroaltgeräte und Batterien in Italien. 20 der 30 global größten Elektrotechnik- beziehungsweise Elektronik-Hersteller sind dabei Gesellschafter des Konsortiums, darunter Branchengrößen wie Apple, Samsung, Siemens, Panasonic, Vodafone, Dell, Lenovo und Hitachi. Für Interseroh Austria ist es die größte Investition seit der Gründung des Unternehmens 1997 und eine weitere Expansion in neue Kernmärkte. www.interseroh.de Umwelt Magazin Das Entscheider-Magazin für Technik und Management ISSN 0173–363 X 48. Jahrgang (2018) Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Redaktion Martin Vogt (Chefredakteur), Tel.: (0211) 6103-326 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: (0211) 6103-215 E-Mail: UmweltMagazin@springer-vdi-verlag.de Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU), Bad Soden Medienpartnerschaft Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt am Main Redaktionsbeirat Dirk Franz Franzen, VDI-GEU, Düsseldorf Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Uwe Görisch, Honorarprofessor am Karlsruher Institut für Technologie Prof. Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, Geschäftsführer der KTB GmbH, Gladbeck Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Claudia Nauta, Produktmanagerin bei der DGQ, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Verlag Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 101022, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 30080000 Kontonummer 0212172400 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300 IBAN: DE69300800000212172400 Geschäftsführung Christian W. Scheyko Layout Ulrich Jöcker Satz Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck KLIEMO Printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. (0211) 6103-140 Fax (0211) 6103-414 E-Mail: leserservice@springer-vdi-verlag.de Vertriebsleitung: Christian W. Scheyko Bezugspreise 8 x jährlich (Ausgabe 1/2, 4/5, 7/8, 10/11 als Doppelausgabe) Jahresabonnement:116,- € VDI-Mitglieder: 102,60,- € (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 71,- € (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 10,50 € Ausland 25,50 €, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 19,- € Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Anzeigen CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125, 22761 Hamburg Yvonne Dombrowski E-Mail: ydombrowski@cmc-web.de Telefon: +49 (0) 40 / 881 449 - 370 Fax: +49 (0) 40 / 881 449 -11 Anzeigendisposition Susanne Storb, Tel.: (0211) 6103-380, Fax: (0211) 6103-300 z. Zt. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 44 vom 1. Januar 2018 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. www.umweltmagazin.de 12 UmweltMagazin Juni 2018

Nachrichten Europa-Nachrichten Bild: Linnart Unger Erneuerbare Energien und Effizienz im EU-Energierat Dem Energierat erscheint ein Erneuerbaren-Anteil am Gesamtenergiemix von mehr als 27 Prozent bis 2030 nicht mehr völlig abwegig. Dennoch stehen schwierige Trilogverhandlungen bevor. Die Energieminister der EU-28 diskutierten im Mai dieses Jahres bei einem informellen Treffen in Sofia/Bulgarien den Verhandlungsstand mehrerer Gesetzgebungsverfahren aus dem Winterpaket „Saubere Energie für alle Europäer“. Darunter waren die Novellen der Energieeffizienz-Richtlinie (EED) und der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED). EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete war ebenfalls auf der Tagung anwesend. Seiner Einschätzung nach bewegen sich die Regierungen der EU-Länder derzeit auf ein Ausbauziel der regenerativen Energien von mindestens 30 Prozent bis 2030 hin. Lange Zeit verharrte der Ministerrat bei 27 Prozent, wie es der Europäische Rat 2014 vorgeschlagen und die EU-Kommission in ihren Gesetzesvorschlag übernommen hatte. Seitdem sind das Klimaabkommen von Paris und deutlich gesunkene Kosten für Erneuerbare hinzugekommen. 27 Prozent gilt nunmehr als überholt – sowohl Umweltschutzverbände als auch das EU-Parlament fordern mindestens 35 Prozent. Selbst die EU-Kommission plädiert für eine Anhebung des Erneuerbaren-Ziels auf mindestens 30 Prozent. Auch bei der EED gehen die Vorstellungen über die Höhe der Energieeinsparungen bis 2030 auseinander: Das EU-Parlament verlangt mindestens 35 Prozent, viele Regierungen der Mitgliedstaaten tun sich schon mit 30 Prozent schwer. Aus dem europäischen Büro des WWF kam vor dem Treffen die Forderung, ein Effizienzziel von mindestens 35 Prozent anzupeilen. Außerdem müssen statt der bislang indikativen national verbindliche 2030-Ziele her. NGO fordern deutsch-französische Kooperation beim Klimaschutz Germanwatch und WWF haben die Forderung nach mehr Klimaschutz erneuert. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch erklärte vor dem bilateralen Gipfel, dass Frankreich und Deutschland auf EU-Ebene eine deutliche Anhebung der langfristigen EU-Klimaziele anstreben sollen. Ebenso sollen sich beide Länder für die CO 2 -Bepreisung und für ein ambitioniertes Klima-Kapitel für den neuen Elysée-Vertrag einsetzen. Auch der WWF Deutschland ist der Ansicht, dass die europäische und internationale Klimapolitik einen deutsch-französischen Motor braucht. Zentral sei die Einführung eines CO 2 -Mindestpreises. Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand beim WWF Deutschland erklärte dazu: Der Mindestpreis hebe die schlechten Eigenschaften der Kohle endlich auch auf ein wirtschaftliches Level. Als zwei der bedeutendsten Wirtschaftsmächte der EU sollten Frankreich und Deutschland daher gemeinsam einen solchen Mindestpreis auf den Weg bringen. Merkel und Macron erklärten, dass beide Länder bis zum nächsten Gipfeltreffen der europäischen Staats- und Regierungschefs am 28. und 29. Juni „wichtige zentrale Entscheidungen treffen“ wollen. Neuwagen in der EU stoßen wieder mehr Kohlendioxid aus Einer vorläufigen Analyse der Europäischen Umweltagentur (EEA) zufolge sind die durchschnittlichen Kohlendioxid- Emissionen von neuen Pkw in 2017 erstmals seit 2010 wieder angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Emissionen 2017 um 0,4 Gramm CO 2 pro Kilometer auf 118,5 Gramm pro Kilometer zu. Insgesamt sind zwar die CO 2 -Emissionen seit 2010 um 22 Gramm je Kilometer gesunken. Die EEA empfiehlt den Automobilherstellern dennoch, weitere Verbesserungen vorzunehmen, um den neuen europäischen Grenzwert von 95 Gramm CO 2 pro Kilometer im Jahr 2021 zu erreichen. Aus den vorläufigen EEA-Daten geht auch hervor, dass die Verkaufszahlen für Benziner zum ersten Mal die der Dieselfahrzeuge überstiegen. Zudem sei die Differenz zwischen den CO 2 -Emissionen beider Antriebsarten geschrumpft. Benziner pusten im Schnitt 121,6 Gramm CO 2 je Kilometer in die Luft, Dieselautos 117,9 Gramm. Der CO 2 -Ausstoß von Benzinern ist in den letzten beiden Jahren konstant geblieben. Der CO 2 -Ausstoß von Diesel-Pkw verschlechterte sich dagegen in 2017. Nach Ansicht der europäischen Umweltorganisation Transport & Environment ist der leichte CO 2 -Anstieg auf zwei Gründe zurückzuführen. Zum einen würden nach wie vor viele Geländewagen auf den Markt gebracht, die mehrheitlich mit Dieselmotor ausgestattet sind. Zum anderen verzögerten die Autobauer, ihre Fahrzeuge technisch nachzurüsten und ihre Flotten auf Elektromobilität umzustellen. Greg Archer von T&E gibt sich dennoch optimistisch, dass ab 2019 der CO 2 -Ausstoß erheblich sinken werde, wenn Autobauer, wie angekündigt, effizientere und elektrifizierte Fahrzeuge in den Markt einführen. www.dnr.de UmweltMagazin Juni 2018 13

Ausgabenübersicht