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06 | 2018

Special Nachbericht Boom

Special Nachbericht Boom der Umwelttechnologien auf Rekord-IFAT Gut besucht: Die Podiumsdiskussion zum Thema Mikroplastik war ein Highlight der IFAT. Mehr Aussteller, mehr Besucher: Die Münchner Umwelt-Leitmesse IFAT erreichte im Mai neue Rekorde. Ein klarer Indikator dafür, dass Umwelttechnologien europa- und weltweit an Bedeutung gewinnen. Mehr Aussteller, mehr Besucher: Die Münchner Umwelt-Leitmesse IFAT erreichte im Mai neue Rekorde. Ein klarer Indikator dafür, dass Umwelttechnologien europa- und weltweit an Bedeutung gewinnen. Mikroplastik filtern, Kunststoffe effektiver recyceln, die Branche digital transformieren: Fünf Tage lang, vom 14. bis 18. Mai, hatte sich auf der weltweit größten Umwelttechnologiemesse IFAT in München alles um die Themen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft gedreht. Die Produkte dieser Industrie erfahren eine stark wachsende Nachfrage aus aller Welt. „Die IFAT präsentiert Zukunftstechnologien für eine saubere Umwelt und treibt den gesellschaftlichen Diskurs aktiver voran denn je. Das zeigten die internationale politische Präsenz, die zahlreichen wirtschaftlichen Delegationen aus aller Welt und die Technologie-Experten, die sich auf der Messe intensiv austauschten“, erklärt Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. „Die Messe spiegelt die Bedeutung der Branche und des Themas wider.“ Verbraucher treiben die Industrie an Vor allem ein wachsendes Bewusstsein bei den Verbrauchern und deren Forderung nach Nachhaltigkeit stärken die Branche, was die IFAT-Macher bereits für den ersten Messetag entsprechend berücksichtigt hatten: So sprach unter anderem Deutschlands neue Bundesumweltministerin mahnende Worte zur Eröffnung. Svenja Schulze: „Wir müssen Ressourcen stärker nutzen, Kunststoffe und andere Materialien effektiver recyceln und verhindern, dass Plastikabfälle in unsere Umwelt gelangen. Es gilt, überflüssiges Plastik zu vermeiden.“ Wie das Thema Mikroplastik – aus der Perspektive einer breiten Öffentlichkeit zweifellos eine der derzeit drängendsten Umwelt-Herausforderungen – angegangen werden kann, diskutierte anschließend eine Runde aus Umweltaktivisten und Wirtschaftsvertretern. Mit visionären Aspekten, wenn etwa Adidas-Marketingmann James Carnes prognostizierte, dass sich die Einstellung der Käufer zu recyceltem Material binnen weniger Jahre komplett drehen werde: „In Zukunft werden die Kunden keine Schuhe aus Erst-Plastik mehr kaufen“. Zukunft als Industriestandort Dabei sprach die Branche auch einen Appell aus, so zum Beispiel Herwart Wilms, Geschäftsführer von Remondis SE & Co. KG: „Die Technologien stehen parat. Für einen geschlossenen Rohstoffkreislauf müssen die Produkthersteller jetzt die Verwendungsquote für Recyclingrohstoffe deutlich anheben.“ Dabei geht es, so Professor Dr. Martin Faulstich, längst um grundsätzliche Themen: „Wir werden unsere künftige Welt nicht mit Primärrohstoffen bewirtschaften können“, mahnt der Geschäftsführer des Clausthaler Umwelttechnik-Instituts (CUTEC), und hat dabei die Zukunftsfestigkeit von Deutschland als Industriestandort vor Augen. Wilms wurde noch deutlicher: „Es ist im Interesse unserer Industrie, dass wir Zugriff auf Rohstoffe behalten“ – die, so 14 UmweltMagazin Juni 2018

Nachbericht Special die weitere Überlegung, in einem ressourcenarmen Land wie Deutschland zwangsläufig vor allem aus optimierten Recyclingprozessen kommen werden. Kommunen und Industrie gleich auf So hat natürlich hat die produzierende Industrie auf der IFAT steigendes Interesse für ressourcenschonende und effiziente Verfahren gezeigt. „Aus der Industrie hat die Nachfrage sehr stark zugenommen“, erklärt Falk Olaf Petersdorf, Geschäftsführer der Xylem Water Solutions Deutschland GmbH. Für IFAT-Chef Stefan Rummel steht fest: „Damit hat die IFAT 2018 Kommunen und Industrien gleichermaßen angesprochen.“ Digital vernetzte Pumpen, Mülltonnen mit Sensoren, autonom fahrende Kehrfahrzeuge – die digitale Transformation prägte viele Innovationen. Positive Resonanz fand die neue Hallenverteilung nach den Messethemen Wasser/Abwasser sowie Abfall/Sekundärrohstoffe. Dadurch hat sich auch das Thema Trinkwasser in München fest etabliert. Udo Jirmann, Geschäftsführer der Georg Fischer GmbH: „Die IFAT ist jetzt auch beim Trinkwasser die Weltleitmesse und bestätigt mit ihren Rekordzahlen ihre Bedeutung für die Umweltbranche.“ Minister-Standard: Svenja Schulze (SPD), Deutschlands neue Umweltminsterin, beim IFAT-Rundgang, hier bei den Berliner Wasserbetrieben zusammen mit Pressesprecherin Steffi Würzig. IFAT 2018, IFAT 2020 Mehr als 141.000 Fachbesucher aus über 160 Ländern kamen vom 14. bis 18. Mai 2018 nach München (2016: 136.885 Besucher). Dabei legte die IFAT vor allem international zu. Zu den stärksten Gewinnern zählen (in dieser Reihenfolge): Japan, Russland, Australien, China und Slowenien. Insgesamt präsentierten 3.305 Aussteller aus 58 Ländern ihre Produkte und Innovationen für die boomende Umweltbranche. Dr. Johannes F. Kirchhoff, Vorsitzender des IFAT-Fachbeirats und Geschäftsführender Gesellschafter der Kirchhoff Gruppe, zieht ein positives Fazit: „Die IFAT 2018 hat es wieder eindrucksvoll geschafft, der kommunalen und privaten Entsorgungswirtschaft sowie der Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoff-Industrie eine hervorragende Plattform zu bieten.“ Die nächste Ausgabe der IFAT findet vom 4. bis 8. Mai 2020 auf dem Messegelände in München statt. Mit Material der Messe München Bild: Martin Vogt Effizienz pur mit SIGMA PROFIL – Schraubengebläse CBS Leistungsstark – Volumenstrom 2,5 - 12,5 m³/min, max. Überdruck 1,1 bar KOMPRESSOREN • Industrie und Wasser – 4.0 – kompatibel – durch die vernetzbare Steuerung SIGMA CONTROL 2 • Gebläseblock mit SIGMA PROFIL – bis zu 35 % weniger Energie gegenüber herkömmlichen Drehkolbengebläsen • Revolutionär raumsparend – Stellfläche nur 1,52 m² • Garantierte Leistungsdaten – nach ISO 1217 Annex C bzw. E www.kaeser.com Besuchen Sie uns: Halle 8.0, Stand A4 vom 11. bis 15. Juni 2018 in Frankfurt am Main

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