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06 | 2018

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Gastkommentar Entsorgung trifft Digitalisierung Die Digitalisierung revolutioniert unsere Gesellschaft. Auf allen Ebenen. Was in der Entsorgungsbranche schon heute möglich ist und in naher Zukunft möglich sein wird, konnten Besucher der Umwelt-Leitmesse IFAT in diesem Jahr auf eindrucksvolle Weise erleben. Dazu zählen unter anderem optimierte Entsorgungs- und Recyclingprozesse, schnellere Prozesse zur Abfalldatensammlung oder eine ganzheitliche Modellierung und Steuerung von Wasser- und Abwassersystemen. Auch wir als Manager und Betreiber des Chempark mit den drei Standorten in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen haben uns auf diesen Weg gemacht, um Abläufe nachhaltiger und effizienter zu gestalten und damit zukunftsfähig zu bleiben. Ein Beispiel: Wir haben einen so genannten digitalen Zwilling unseres Entsorgungs- und Recyclingzentrums in Leverkusen geschaffen – also eine virtuelle Abbildung aller Betriebsbereiche dort. In beliebigem Detailierungsgrad kann man damit einzelne Anlagenteile virtuell erleben und über eine VR-Brille vor Ort oder über den Bildschirm im Büro ungewohnte Einblicke nehmen. Die Idee ist es, dieses Modell für verschiedene Anwendungen und Fragestellungen nutzbar zu machen – beispielsweise um nötige Informationen zu erhalten, wenn die Anlagen mal nicht begehbar sind oder um Einsatztrainings für unsere Werkfeuerwehr sehr realistisch zu gestalten. Die Anwendungsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig und hängen nicht zuletzt auch von Daten ab, die uns diverse Messstellen in den Anlagen zukünftig liefern werden. Auf der IFAT haben wir weitere Neuerungen präsentiert. So streben wir zum Beispiel für die Steuerung der Entsorgungsprozesse von Sonderabfällen unserer drei Standorte eine zentrale, digitalisierte Lösung an. Von der Abfallerzeugung über Transport, Abfallannahme und Entsorgung in den Drehrohröfen und Deponien bis zur Dokumentation und Rechnungserstellung wird zukünftig eine umfassende IT- Umgebung die Prozesse erfassen, steuern und dokumentieren. Das neue System ermöglicht für die drei Chempark-Standorte eine zentrale Abfallübergabestelle und eine schnellere und reibungsfreiere Entsorgung und Abrechnung. Und in Zukunft? Die Möglichkeiten, die der digitale Wandel bringt, können wir uns noch kaum ausmalen. Neue Geschäftsmodelle werden durch die Vernetzung von Daten entlang der gesamten Wertstoffkette möglich. Ebenso erlauben Digitalisierung und Modellierung über große Datenmengen auch in komplexen Systemen sichere, ganzheitliche Entscheidungen. Ob es sich dabei um effiziente Routen zwischen vernetzten Abfallcontainern handelt oder um die Steuerung von wasserwirtschaftlichen Prozessen in Städten und Chemieparks. Kurz: Die IFAT hat viele Möglichkeiten der Entsorgungs- und Recycling-Zukunft aufgezeigt. Wir als Currenta haben viele Impulse mitgenommen und in zahlreichen Gesprächen mögliche Kooperationspartner kennengelernt. Denn nicht nur auf die technische Vernetzung, auch auf die Vernetzung des Wissens kommt es an. So können wir gemeinsam die Zukunft gestalten – welche spannenden Entwicklungen und Herausforderungen der digitale Wandel auch immer noch bringen mag. Dr. Günter Hilken, Geschäftsführer der Currenta GmbH & Co. OHG. „Neue Geschäftsmodelle werden durch die Vernetzung von Daten entlang der gesamten Wertstoffkette möglich.“ UmweltMagazin Juni 2018 3

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