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06 | 2018

Organschaften Politik

Organschaften Politik Umweltschutz im Koalitionsvertrag Kontakt Verband der Betriebsbeauftragten (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de Bild: Sandro Halank/Wikimedia Commons Unterzeichnung des Koalitionsvertrages am 12. März 2018 in Berlin. Es war ein hartes Ringen bis sich CDU und SPD dieses Mal auf einen Koalitionsvertrag für die Legislaturperiode bis 2021 verständigt haben. Unter der Überschrift „Verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen“ bleiben die wichtigen Aussagen vage, werden zumeist mit dem Verb „wollen“, nicht mit „werden“ eingeleitet oder finden sich überhaupt nicht. Details und Planungen für konkrete Maßnahmen fehlen weitgehend, punktuelle Vorschläge bleiben ohne umfassende Konzepte, erst recht fehlt erneut eine Verabredung zur einheitlichen Kodifizierung des Umweltrechtes in einem Umweltgesetzbuch.Für den betrieblichen Umweltschutz stehen dabei insbesondere wirtschaftliche Aspekte im Mittelpunkt. In den Verabredungen zum Energiesektor sieht der Betriebsbeauftragtenverband VBU Ansätze, um das von der Regierung angestrebte Ziel eines Ausbaus alternativer Energieformen mit einer besseren Synchronisierung von Erneuerbaren Energien und Netzkapazitäten zu erreichen. Die Koalitionsparteien gehen in diesem Zusammenhang davon aus, dass Offshore-Wind-Energie eine industriepolitische Bedeutung für Deutschland hat und auch zur Kostensenkung beitragen soll. Sie setzen sich deshalb für ein nationales Offshore-Testfeld ein, mit dem die Potenziale in der Energiewende erforscht werden können. Eine bessere regionale Steuerung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien soll eingeführt und für Ausschreibungen südlich des Netzengpasses einen Mindestanteil über alle Erzeugungsarten festgelegt und Teilnahme an Ausschreibungen auf ausschließlich bundesimmissionsschutzrechtlich genehmigte Projekte beschränkt werden. Eine stärkere Marktorientierung der Erneuerbaren Energien sollen Investitionen in Speichertechnologien und intelligente Vermarktungskonzepte mit dem Ziel anreizen, die Versorgungssicherheit in allen Teilen Deutschlands weiterhin sicherzustellen und die Energie- und Systemkosten so gering wie möglich zu halten. Ob und inwieweit Sonderausschreibungen, mit denen acht bis zehn Millionen Tonnen CO 2 zum Erreichen von Klimaschutzzielen beitragen sollen, ausreichen, wird sich zeigen. Soweit es die Aufnahmefähigkeit der Netze zulässt sollen je vier Gigawatt Onshore-Windenergie und Photovoltaik sowie ein Offshore-Windenergiebeitrag zugebaut werden, je zur Hälfte wirksam in 2019 und 2020. Sonderdrucke – ein werbewirksames Marketing- und PR-Instrument Ist in einer unserer Fachzeitschriften ein Beitrag von Ihrem Unternehmen erschienen? Dann nutzen Sie doch die Möglichkeit, von diesem Beitrag einen attraktiven Sonderdruck erstellen zu lassen. 44 Sonderdruck aus UmweltMagazin 4/5-2012 Der nac haltige Umgang mit Re sourcen gewi nt in a len Wirtschaftszweigen immer mehr an Bedeutung. In Bund und Ländern gibt es zunehmend Aktivitäten rund um das Thema ressourcene fizientes, also material- und energiesparendes Wirtschaften, dessen Kern der Produktionsintegrierte Umweltschutz (PIUS) ist. Um a len Beteiligten den gleichen Wissensstand zum Themenbereich zu vermitteln, Doppelungen zu vermeiden und Synergien zu nutzen, ist der kontinuierliche Austausch über die Ländergrenzen hinweg eine Grundvoraussetzung. Henning H. Si tel I PIUS: Wissen über Ressourceneffizienz PIUS-Länderkonferenzen: Austausch zum Erfolg das Thema mi tlerweile geworden ist. mittlung über das Internet werden über Einzelaktivitäten wie beispielsweise das das Angebot der PIUS-Länderkonferenzen, des PIUS-Internet-Portals und der durch das BMU init ierte Netzwerk Ressourcene fizienz sowie die steigende PIUS-Netzwerke unterstützt. Anzahl von Unterstützungsangeboten in diesem Bereich sind ein weiterer Ausdruck dafür, da s dieses Thema ganz oben auf der politischen Agend angekommen ist. und Re sourcene fizienz“ – das ist das „Gemeinsam zu mehr Innovation Mo to der vierten PIUS-Länderkonferenz, die am 15. und 16. Mai in Mainz sta tfinden wird. Mit der Veranstaltung wird der kontinuierliche Dialog über die Ländergrenzen hinweg fortgesetzt, der mit der ersten Konferenz im Dezember 2002 in Duisburg gestartet und 2006 sowie 2009 in Bonn erfolgreich fortgesetzt Ziel a ler Aktivitäten ist die Wirtschaft. Die produzierenden Unterneh- wurde. Der Kreis der Veranstalter hat n Politik und Wirtschaft sowie in Wissenschaft und Forschung wir dem men in Deutschland, insbesondere die sich seit 2002 kontinuierlich vergrößert. In Mainz wird eine Pla tform ge- Thema Re sourcene fizienz ein immer kleinen und mi tleren, mü sen kontinuierlich für das Thema Re sourcenscha fen, auf der Unternehmen, Berater größerer Ste lenwert eingeräumt. Die Gründung der Deutschen Materiale fizienzagentur (demea; 2006) durch das möglichst schne l und aktue fizienz sensibilisiert und Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) e l mit Infos und Unterstützungsangeboten versorgt un der VDI-Zentrum für Re sourcene fizienz GmbH (VDI ZRE; 2009) durch werden, damit in der Praxis das Bundesumweltministerium (BMU) die Chancen für eine gesteigerte We tbewerbsfähigkeit genutzt und Vertreter von Ministerien aus Bund sowie die vielfältigen Aktivitäten auf EU-Ebene zum „Re sourcenschonenden Europa“ sind auf politischer Seite eine Kombination aus der Internet-Nut- von Institutionen die Chance zum per- werden können. Dabei zeigt sich, da s und Ländern, aus der Verwaltung und Beispiele für die große Bedeutung des zung un dem regelmäßigen persönlichen Austausch die besten Chancen cene fizientes Wirtschaften mit Blick sönlichen Austausch haben. Re sour- Themas. Auch die Gründung der „Deutschen Rohsto fagentur“ im Oktober bietet. Sowohl der persönliche Austausch als auch die Informationsver- sende Themenfelder steht dabe im auf Innovationen und zukunftswei- 2010 durch das BMWi zeigt, wie sensibel Mit- • Sonderdrucke werden individuell nach Ihren Wünschen gestaltet • Ihr Logo und Ihre Kontaktdaten können eingefügt werden • Fremdanzeigen und Fremdtexte werden entfernt • Sonderdrucke sind kostengünstig und lassen sich vielseitig einsetzen (z. B. auf Ihrem Messestand, für Kunden und Mitarbeiter etc.) Profitieren Sie vom Imagetransfer und dem hohen Renommee unserer Fachzeitschriften. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein unverbindliches Angebot. Informieren Sie sich jetzt: Kornelia Grund Telefon: 0211/6103-369, Fax: 0211/6103-300 E-Mail: grund@springer-vdi-verlag.de UmweltMagazin Juni 2018 Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Internet: www.springer-vdi-verlag.de

Mitgliederversammlung Generationenwechsel im VNU Die VNU-Mitgliederversammlung im März 2018 stand ganz im Zeichen des Führungswechsels. Nach 18 Jahren Vorstandsvorsitz übergab Matthias Friebel seine Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Lennart Schleicher, der sich bei seinem Vorgänger für die herausragende Leistung und bei den Mitgliedern für das in ihn gesetzte Vertrauen bedankte. Als einer der Gründungsväter des VNU konnte Friebel den Verband aus dem Zusammenschluss der Verbände IdU und UBV in Deutschland fest etablieren. Auch auf internationaler Ebene wurden Kontakte wie zum Beispiel zur EU Kommission, zu FALB, ENEP, zur ISO und GRI geknüpft, die bis heute Bestand haben. Friebel bedankte sich für die erfolgreiche und enge persönliche Zusammenarbeit und wünscht dem VNU auch weiterhin viel Erfolg bei der Weiterentwicklung zukunftsorientierter Projekte und dem guten Fachaustausch sowie ein weiterhin wachsendes Netzwerk. Neben Der ehemalige und neue Vorsitzende des VNU: Matthias Friebel und Lennart Schleicher. Bild: VNU Kontakt Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement (VNU) e.V. Geschäftsstelle c/o Christina Geiger Am Hangelstein 8 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de Bettina Heimer, die bei der Mitgliederversammlung im Amt als stellvertretende Vorsitzende bestätigt wurde, wurden Gisbert Braun, Helmar Pflock und Stephan Schunkert ebenfalls wiedergewählt. Neu in den Vorstand gerufen wurden Dr. Patrick Neumann-Opitz und Martina Prox. Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagertag Mensch und Nachhaltigkeit Um das Thema „Mensch und Nachhaltigkeit“ ging es beim diesjährigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagertag des VNU am 20. März in der IHK Frankfurt am Main. Als erster Referent unterstrich Prof. Volkmar Liebig von der Berliner E2SE Sustainability Rating GmbH in seinem Vortrag „Wie können wir Nachhaltigkeit messen? Die Grundlage für wegweisende Entscheidungen“, dass es beim Thema Nachhaltigkeit zwangsläufig um den Menschen gehe. Er lehnte es ab, Nachhaltigkeit lediglich über Ausschlusskriterien wie „keine Kinderarbeit“ oder „keine Rüstungsgeschäfte“ zu definieren und nannte stattdessen acht Kriterien, die erfüllt sein sollen. Dazu zählten unter anderem: nicht auf Kosten anderer zu leben, mit dem Bestehenden so weit wie möglich auskommen oder nichts zu vergeuden. Im zweiten Vortrag referierte Dr. Stefan Müssig von der WUQM Consulting GmbH über die gesundheitlichen Aspekte im Rahmen der ISO 45001. Er definierte es als Aufgabe des Managements, psychosoziale Belastungen ausfindig zu machen und zu reduzieren. Gesundheit sei „ein hohes Gut“ und müsse wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur sein. Die kurz vor der Veranstaltung veröffentlichte ISO EN 45001:2018 soll den Arbeitsschutz praktikabler und effizienter machen. Sie löst damit den bisher geltenden Standard BS OHAS 18001 ab und kann leichter in die bestehenden Managementsysteme integriert werden. Von den Erwartungen und Bedürfnissen interessierter Parteien, den Herausforderungen der Novellierung der ISO 14001 in 2015 und der nachfolgenden Änderungen der Anhänge I-III der EMAS-Verordnung konnte Michael Schneider von der Odenwald-Chemie GmbH praxisnah berichten. Wissen und Kompetenz seien nicht zu verwechseln, warnte Gisbert Braun von der TÜV Rheinland Akademie in seinem Vortrag „Welche Fähigkeiten und Kenntnisse brauchen wir zukünftig in der Personenzertifizierung und -qualifizierung?“. Als Kompetenz definierte er „das Handeln in ungesicherten Situationen“, für das Wissen, Werte, Fähigkeiten und Erfahrungen relevant seien. Die Veranstaltung endete mit dem Vortrag von Prof. Gantner, HealthCare Futurists GmbH zur Prävention und Nachhaltigkeit mit einem anschließenden Get-together. Termine 2018/2019 • 19. Juni 2018: Anwendertreffen Nordost für Umweltmanagementsysteme EMAS/ISO 14001, IHK Berlin • 28. Juni 2018: Symposium Nachhaltigkeitsmanagement, Hamburg Port Authority, Hamburg • 5. Juli 2018: EMAS Club Europe, Regionalgruppe Südwest, Interstuhl Büromöbel GmbH & Co.KG, Meßstetten-Tieringen • 20. September 2018: Umweltgutachtertag, IHK für München und Oberbayern, München • 7. November 2018: EMAS Club Europe, Regionalgruppe Südost, Roche Diagnostics GmbH, Penzberg • 27. März 2019: Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagertag, IHK Frankfurt am Main UmweltMagazin Juni 2018 45

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