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06 | 2018

Medienpartnerschaft

Medienpartnerschaft Erste DGQ-Arbeitsschutzmanagementbeauftragte nach ISO 45001 zertifiziert Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) Claudia Nauta August-Schanz-Str. 21A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-209 Fax: 069/95424-133 nc@dgq.de www.dgq.de Am 12. März 2018 ist ISO 45001 als internationaler Standard für Arbeitsschutzmanagementsysteme erschienen. Die ersten DGQ-Arbeitsschutzmanagementbeauftragten wurden bereits nach dem neuen Standard ausgebildet. 17 Teilnehmer absolvierten mit Erfolg die Prüfung zum DGQ-Arbeitsschutzmanagementbeauftragten beziehungsweise als Fachkraft für Arbeitssicherheit zum EOQ-Occupational Health and Safety Manager. Nach dem britischen Standard OHSAS 18001 steht mit ISO 45001 nun eine Norm für Arbeitsschutz zur Verfügung, die nach der High Level Structure aufgebaut ist – eine Tatsache, die die Teilnehmer besonders schätzten. Diese Grundstruktur für Managementsysteme kam bereits bei ISO 14001 für Umwelt- und bei ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme zum Tragen. Teilnehmer, die diese Normen bereits im Unternehmen anwenden, haben es dadurch leichter, die Betriebsorganisation auf den Arbeitsschutz auszurichten. Umstellung von OHSAS 18001 auf ISO 45001 Das Interesse der Unternehmen ist groß, von OHSAS 18001 auf ISO 45001 zu wechseln. Denn nach OHSAS 18001-zertifizierte Unternehmen stehen vor der Herausforderung, innerhalb von drei Jahren nach Erscheinen von ISO 45001 auf die neue Norm umzustellen. Das heißt keinesfalls, dass das Managementsystem neu aufgesetzt werden muss. Fast alle Anforderungen von OHSAS 18001 behalten ihre Gültigkeit. „Es ist kein Hexenwerk, auf ISO 45001 umzustellen, doch es kommen einige Feinheiten dazu, die es zu beachten gilt“, erläuterte DGQ-Trainer Hauke Kreutzfeldt. Zudem konnten die Teilnehmer in der Wiederholung von Anforderungen wie Kontext, Risiken und Chancen oder auch Dokumentation Sicherheit in der Interpretation sowie bei der Anwendung passender Instrumente gewinnen. Bild: Pixabay Besonderheiten von ISO 45001 Inhaltlich erweitert wurden beispielsweise die Anforderungen an die Konsultation und Beteiligung von Mitarbeitern und Mitarbeitervertretern. Konsultation bezieht sich dabei auf den Einbezug vor einer Entscheidung, Beteiligung auf den Einbezug bei einer Entscheidung. Ein ISO 45001-zertifiziertes Unternehmen muss beides über seine Prozesse regeln. Auch der Umgang mit Kontraktoren ist genauer zu betrachten. So benötigen etwa Unterweisungspflichten und wechselseitige Gefährdungsbeurteilungen Transparenz. Hier ergeben sich Parallelen zum Umweltschutz, wo die Beauftragung von umweltrelevanten Tätigkeiten ebenfalls aus rechtlicher und praktischer Sicht beleuchtet werden muss. Arbeitsschutz in der Unternehmenskultur Das Thema Unternehmenskultur wird nach ISO 45001 klar zugrunde gelegt, wenn es um die Notwendigkeiten geht, Ziele und Verbesserungen im Arbeitsschutz zu erreichen. Die Teilnehmer orientierten sich an der Dupont-Bradley-Kurve, um die Sicherheitskultur ihres Unternehmens zu hinterfragen. Einige Arbeitsschutzmanagementsysteme werden durch Überwachung und Kontrolle geprägt, einige durch persönlichen Einsatz. Den Teamgedanken im Arbeitsschutz als höchste Stufe hat noch kein Unternehmen erklommen. Aber wenn es das will, ist ein Arbeitsschutzmanagement nach ISO 45001 auf jeden Fall die Ausgangsbasis. 46 UmweltMagazin Juni 2018

Standards Service Regeln & Normen Bild: Rainer Sturm / pixelio.de VDI 3959 Blatt 1 Entwurf Vegetation als Indikator für Stickstoffeinträge VDI 3954 Blatt 1 Entwurf Wirkungen von Partikeln auf technische Produkte Die Stickstoffverfügbarkeit ist einer der wichtigsten Standortfaktoren, der die Funktionen und die Artenzusammensetzung der Vegetation maßgeblich steuert. Ein anhaltendes Stickstoffüberangebot führt zum umfassenden Umbau der Lebensgemeinschaften zu Lasten der an Stickstoffmangel angepassten Tier- und Pflanzenarten hin zu konkurrenzkräftigen, nitrophilen Arten. Diese Eutrophierung ist eine Hauptgefährdung der biologischen Vielfalt in Industrieländern. Der aktuell veröffentlichte Entwurf der VDI 3959 Blatt 1 „Vegetation als Indikator für Stickstoffeinträge – Bewertung der Stickstoffverfügbarkeit durch Ellenberg-Zeigerwerte der Waldbodenvegetation“ beschreibt wie der Eutrophierungsstatus der Bodenvegetation von Wäldern anhand der Zusammensetzung der Pflanzendecke erfasst werden kann. Durch eine Reihe von Feldstudien ist belegt, dass die natürliche Vegetation auf Stickstoffdeposition mit Veränderungen im Zeigerwertspektrum reagiert. Während Einträge, Verfügbarkeit und Austräge von Stickstoff mit hohem Aufwand nur in punktuellen Fallstudien bestimmbar sind, bietet sich die Zusammensetzung der Pflanzendecke als Ausdruck der Stickstoffeutrophierung an. Die erfolgreiche Indikation der Stickstoffverfügbarkeit in Wäldern mittels Ellenberg- Zeigerwerten setzt die Einhaltung methodischer Standards voraus, die Gegenstand dieser Richtlinie sind. Auf der Ebene der Vegetationsaufnahme betreffen sie Auswahl, Lokalisierung, Flächenform und -größe und die Art der Taxaerfassung. Die Methode eignet sich zum Nachweis von räumlichen Gradienten und zeitlichen Änderungen im Stickstoffangebot, zum Beispiel im Rahmen von Umweltbeobachtungsprogrammen wie Bundeswaldinventur, Bodenzustandserhebung oder der ökologischen Flächenstichprobe. Herausgeber der Richtlinie VDI ist die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss. Die Richtlinie ist im März 2018 als Entwurf erschienen und kann ab sofort zum Preis von 54,80 Euro beim Beuth Verlag in Berlin bestellt werden. VDI-Mitglieder erhalten zehn Prozent Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. www.beuth.de In der Richtlinienreihe VDI 3954 werden die Eigenschaften von Prüfstäuben zum Einsatz in technische Produktprüfungen aussagekräftig beschrieben. Zur Ermittlung der Wirkungen von Stäuben auf technische Produkte sind umfassende Kenntnisse des Eigenschaftsprofils dieser Partikelfraktionen dringend erforderlich. Die hier beschriebenen Prüfstäube werden insbesondere zur Filterprüfung und zur Produktqualifikation in der Umweltsimulation eingesetzt. Um solche Prüfungen mit reproduzierbaren und wiederholbaren Ergebnissen durchführen zu können, müssen die Prüfstäube ein eindeutiges Eigenschaftsprofil aufweisen und bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Sowohl die prüfstaubspezifischen Eigenschaften als auch die daraus entstehenden Wirkungen der Prüfstäube werden in dieser Richtlinie zunächst grundlegend dargestellt. Ebenso sind sicherheits- oder gesundheitskritische Gesichtspunkte thematisiert. Die Anwendung der Richtlinienreihe ermöglicht es, dass bestimmte Prüfstaubeigenschaften definierten Wirkungen auf das jeweilige Produkt und den damit verbundenen Anwendungsmöglichkeiten zugeordnet werden können. Herausgeber der Richtlinie VDI 3954 Entwurf „Wirkungen von Partikeln auf technische Produkte – Eigenschaften von Prüfstäuben zur Produktqualifikation – Grundlagen“ ist die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss. Die Richtlinie ist im März 2018 als Entwurf erschienen und kann ab sofort zum Preis von 79,40 Euro beim Beuth Verlag in Berlin bestellt werden. VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. www.beuth.de Beuth Verlag – Normen und Fachliteratur Beuth Verlag GmbH Am DIN-Platz Burggrafenstraße 6 10787 Berlin Telefon: +49 30 2601–0 Telefax: +49 30 2601–1260 kundenservice@beuth.de www.beuth.de UmweltMagazin Juni 2018 47

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