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06 | 2019

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Nachrichten Recyclat-Initiative Im Einsatz für saubere Meere – Kunststoff im Kreislauf halten Aufgrund der Relevanz und der Dringlichkeit der Plastikmüllproblematik werden bei den Anbietern von Handelsmarken nachhaltige Verpackungen mit einem hohen Anteil Recyclat immer gefragter. Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern präsentiert die ECC Ecological Cleaning and Care GmbH der Werner & Mertz Gruppe ihre Recyclat-Initiative. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige Materialkreisläufe zu entwickeln und dafür den Wertstoff aus der Quelle „Gelber Sack“ zu nutzen. Denn die Lösung für saubere Meere liegt an Land: Nur wenn Plastikverpackungen nach Gebrauch hochwertig wiederverwertet und im Kreislauf geführt werden, können sie nicht als Müll im Meer landen. Systalen Primus etwa vom Grünen Punkt wird aus Rohstoffen aus dem Gelben Sack und der Gelben Tonne hergestellt. Damit werden Verpackungen aus dem Supermarktregal wieder zurück ins Supermarktregal gebracht und schließen so den Kreislauf. Auch bei Alpa konzentriert man sich auf die Entwicklung und Herstellung möglichst nachhaltiger Verpackungslösungen mit hohen Recyclat-Anteilen. Erst kürzlich hat das Unternehmen rund 7 Millionen Euro in das PET Recycling Team Wolfen investiert. Hier werden zukünftig PET-Abfälle aus dem Gelben Sack aufgearbeitet und unter anderem die Inhouse-Werke bei Werner & Mertz beliefert. ECC engagiert sich ebenfalls seit dem Jahr 2012 im Rahmen der Recyclat-Initiative dafür, seine Verpackungen zum einen vollständig recycelfähig zu machen und zum anderen so viel Recyclat wie möglich zu nutzen. Neben der ECC, der Grüne Punkt und Alpla beteiligen sich auch die Mondi Gruppe und Siegwerk am Messeauftritt der Initiative. Mondi, ein global führendes Verpackungs- und Papierunternehmen, hat im Rahmen der Recyclat-Initiative einen vollständig recycelbaren Standbodenbeutel aus Monomaterial (Polyethylen) mit abtrennbarer Banderole entwickelt, der nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip designed wurde. Ein weiteres Cradle-to-Cradle-Projekt stellt Siegwerk vor: In Zusammenarbeit mit Partnern der Recyclat-Initiative hat der Druckfarbenhersteller ein nachhaltiges UV-Druckfarbensystem für Etiketten entwickelt, das mit dem GOLD-Status der Material Health Certification (MHC) ausgezeichnet wurde. Und das nächste Projekt im Rahmen der Recyclat-Initiative ist schon gestartet: Der bereits erwähnte recyclingfähige Standbodenbeutel von Mondi soll in naher Zukunft ebenso mit C2C-Druckfarben bedruckt werden, ebenfalls entwickelt von Siegwerk. Siegwerk legt größten Wert auf Produktsicherheit und arbeitet mit Nachdruck daran, den Mondi präsentiert einen im Rahmen der Recyclat-Initiative entwickelten vollständig recycelbaren Standbodenbeutel aus Monomaterial (Polyethylen) mit abtrennbarer Banderole. Bild: Mondi, PR130 ökologischen Fußabdruck seiner Druckfarben noch weiter zu verbessern und gleichzeitig die starke Farbperformance beizubehalten. Sie unterstützen die Recyclat-Initiative mit der Entwicklung von Druckfarben mit Gold-Status der Material Health Certification und schließen so eine weitere Lücke bei der Gesamtentwicklung nachhaltiger Etiketten und Verpackungen im Cradle to Cradle Prinzip. www.wir-fuer-recyclat.de Studie Grundwasserveränderungen durch Klimawandel sind nachweisbar Eine von Dr. Thomas Riedel am IWW in Mülheim an der Ruhr durchgeführte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Grundwasserveränderungen durch Klimawandel nachweisbar sind. Schon lange ist bekannt, dass der Klimawandel weltweit die Menge an verfügbarem Grundwasser beeinflusst. Auch in Mitteleuropa finden bereits klimatische Veränderungen statt, die sich mittelfristig auf die Menge an verfügbarem Grundwasser auswirken. Besonders lang anhaltende Phasen mit wenig Niederschlag, wie sie im Sommer 2018 vorkamen, stellen die Grundwasservorkommen auch in Deutschland in Zukunft unter Stress. Bisher ist allerdings wenig darüber bekannt, welche Auswirkungen die durch den Klimawandel bedingten langsam steigenden Temperaturen in Böden und Grundwasserleitern auf die chemische Zusammensetzung und damit die Qualität des Grundwassers haben. Bei den nun durchgeführten Untersuchungen an über 2 000 Grundwasserbeobachtungspunkten in Baden-Württemberg hat sich gezeigt, dass bereits geringe Anstiege der Temperatur im Grundwasser für messbar sinkende Sauerstoffgehalte und pH-Werte sorgen. Das ist auch für die Aufbereitung in der Trinkwassergewinnung relevant. So steigen zum Beispiel die Konzentrationen von Kohlensäure, Mangan und organischem Kohlenstoff mit zunehmenden Temperaturen. Ein Beispiel: Wenn die Temperaturen des Grundwassers von unter 10 °C auf über 10 °C steigen, vervierfacht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Mangankonzentration im Grundwasser über den Vorgaben der Trinkwasserverordnung liegt. In diesem Fall müssen zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, um die Bereitstellung von sicherem Trinkwasser zu gewährleisten. Die Studie mit dem Titel „Temperature-associated changes in groundwater quality“ offenbart zudem den Wert von Langzeitbeobachtungen, wie dem in Baden-Württemberg seit mehr als 30 Jahren durchgeführten Grundwasserüberwachungsprogramm. https://iww-online.de 10 UmweltMagazin Juni 2019

Vorschau/Impressum Themenvorschau 7/8-2019 Special: Abfall, Recycling und Kreislauf Kreislaufwirtschaft benötigt eine funktionierende Abfallsammlung sowie sinnvolles stoffliches Recycling. Für Kunststofffraktionen, die sich ökonomisch nicht verwerten lassen, wird ein altes Verfahren neu entdeckt: die Vergasung von Abfällen, um Synthesegas, einen Rohstoff für neue Kunststoffe, zu gewinnen Die „FlexiSlag“-Pilotanlage des Instituts für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen an der Bergakademie Freiberg. Dort werden probeweise auch Kunststoffabfälle vergast. Es entsteht Synthesegas. Bild: IEC, TU Bergakademie Freiberg Luft Beim Bau entsteht etwa beim Bohren oder Schleifen Staub. Oft ist davon so viel in der Luft, dass die Grenzwerte am Arbeitsplatz überschritten werden. Das muss nicht sein. Echte Profis arbeiten staubarm und schützen damit auch ihre eigene Gesundheit. Messtechnik Die Schmutzfracht von Molkereiabwässern verändert sich immer wieder - und damit auch der chemische Sauerstoffbedarf. Dies erschwert die Abwasserreinigung. Eine Messgerät, das die Lichtabschwächung im visuellen und ultravioletten Spektrum feststellt, hilft, die Reinigung zu optimieren. Umwelt Magazin Das Entscheider-Magazin für Technik und Management ISSN 0173–363 X 49. Jahrgang (2019) Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Redaktion Dr. Ralph Heinrich Ahrens (verantwortlich) , Tel.: 0211/61 03-326 Daniela Brière (Redaktions-Assistenz), Tel.: 0211/61 03-215 E-Mail: umweltmagazin@vdi-fachmedien.de Organschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Verband der Betriebsbeauftragten e.V. (VBU), Essen Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. (VNU), Bad Soden Redaktionsbeirat Dirk Franz Franzen, VDI-GEU, Düsseldorf Matthias Friebel, Vorsitzender des VNU, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Hans-Friedrich Hinrichs, Geschäftsführer der KTB GmbH, Gladbeck Martin Ittershagen, Pressesprecher des Umweltbundesamtes, Dessau Claudia Nauta, Produktmanagerin bei der DGQ, Frankfurt am Main Prof. Dr.-Ing. Klaus Gerhard Schmidt, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg Bernhard Schwager, Vorsitzender des VBU, Essen Verlag VDI Fachmedien GmbH & Co. KG, Unternehmen für Fachinformationen, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 101022, 40001 Düsseldorf Commerzbank BLZ 300 800 00 Kontonummer 02 121 724 00 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300 IBAN: DE69 3008 0000 02121 72400 Geschäftsführung Ken Fouhy, B.Eng. Layout Ulrich Jöcker Satz Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck KLIEMO Printing, Hütte 53, B-4700 Eupen Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice Tel. 02 11/61 03-140 Fax 02 11/61 03-414 E-Mail: leserservice@vdi-fachmedien.de Vertriebsleitung: Ken Fouhy, B.Eng. Bezugspreise 8 x jährlich (Ausgabe 1/2, 4/5, 7/8, 10/11 als Doppelausgabe) Jahresabonnement: 118,- € VDI-Mitglieder: 106,20 € (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 72,- € (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 10,50 € Ausland 25,50 €, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 19,- € Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten. Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berechneten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Anzeigen CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125, 22761 Hamburg Arnd Walgenbach E-Mail: awalgenbach@cmc-web.de Telefon: 0 40/88 14 49-370 Fax: 0 40/88 14 49-11 Anzeigendisposition Susanne Storb, Tel.: 02 11/61 03-380, Fax: 02 11/61 03-300 z. Zt. gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 45 vom 1. Januar 2019 UmweltMagazin ist Mitglied der European Environmental Press. www.umweltmagazin.de UmweltMagazin Juni 2019 11

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