Aufrufe
vor 5 Monaten

06 | 2019

  • Text
  • Anforderungen
  • Deutschland
  • Energie
  • Sensoren
  • Luft
  • Wasser
  • Emissionen
  • Unternehmen
  • Juni
  • Umweltmagazin

Markt Produkte H2O

Markt Produkte H2O Wasseraufbereitung mit neuen Modulen Zu ihrem 20-jährigen Jubiläum stellt die H2O GmbH aus Steinen ihre neue Abwasser-Aufbereitungsanlage Vacudest XS Clearcat vor. Besonders interessant ist die neue Anlage für Unternehmen mit weniger als 300 Kubikmeter ölhaltigem Abwasser pro Jahr, wie zum Beispiel verbrauchten Kühlschmierstoffemulsionen oder Waschwasser aus der Teilereinigung. Das bisherige Modell Vacudest XS konnte bisher aus technischer Sicht nicht mit dem bewährten Clearcat-Modul angeboten werden, was nun möglich ist. Dieses Modul ermöglicht ein klares, nahezu ölfreies Destillat und erfüllt durch die hohe CSB-Reduktion Die Abwasser-Aufbereitungsanlage Vacudest XS Clearcat eignet sich besonders für Unternehmen mit weniger als 300 Kubikmeter ölhaltigem Abwasser pro Jahr. auch strenge Anforderungen an die Qualität. Daher kann das Destillat noch häufiger im Produktionsprozess wiederverwendet werden. Die Anlage gibt es in zwei unterschiedlichen Größen: Die XS 200 Clearcat ist die kleinste Anlage der Baureihe und für bis zu 200 Kubikmeter Abwasser pro Jahr geeignet. Die XS 300 Clearcat bereitet 300 Kubikmeter Abwasser im Jahr auf. www.h2o-de.com/de Bild: H2O Huber Dynamischer Inline Mischer zur Optimierung der Schlammentwässerung Voraussetzung für die mechanische Entwässerung von Klärschlämmen ist die Konditionierung der Schlämme mit polymeren Flockungsmitteln. Im Fokus steht dabei typischerweise die optimale Dosiermenge, weil diese unmittelbar das Entwässerungsergebnis und den Flockmittelverbrauch, und damit die größten Anteile der Betriebskosten, beeinflusst. Mit einem erhöhten Augenmerk auf die Konditionierung als den bestimmenden Prozessschritt für die Entwässerung zeigt sich aber, dass auch die Intensität der Flockmitteleinmischung und die Lösekonzentration des Flockmittels einen signifikanten Einfluss auf das Entwässerungsergebnis und den Flockmittelverbrauch haben. Zur Steigerung der Mischintensität gegenüber oft verwendeten statischen Mischern oder langsam laufenden Rührwerken in großvolumigen Behältern eignen sich dynamische Inline Mischer. Dieser kompakte Mischertyp arbeitet mit Drehzahlen bis zu 3000 U/min direkt in der Schlammbeschickungsleitung der Entwässerungsmaschine. Die Kläranlage der hessischen Kurstadt Bad Orb betreibt seit 2016 eine Der dynamische Inline-Polymer- Mischer IPM. Bild: Huber Schneckenpresse zur Entwässerung des Faulschlamms. Sie wird dreimal täglich über je vier bis fünf Stunden mit einer Schlammmenge von 5 bis 6 m³/h beschickt. Die Entwässerungseigenschaften des Faulschlamms wurden zunehmend negativ beeinflusst durch die Annahme von Fettabscheiderinhalten aus der Gastronomie sowie von Co-Substraten aus der Lebensmittelindustrie. Bei einem Flockmitteleinsatz von 15 kg/t TR wurden zeitweise Entwässerungsgrade von lediglich 21 % TR erreicht. Seit Integration des dynamischen Inline-Polymer-Mischers IPM von Huber Technology Waste Water Solutions vor der Schneckenpresse hat sich der Entwässerungsgrad stabil um drei Prozentpunkte erhöht und der spezifische Flockmittelbedarf um etwa 15 % reduziert. Der dynamische Mischer wird dabei mit einer Drehzahl von 2200 U/min betrieben und hat eine Leistungsaufnahme 2,2 kW. Der Wirksubstanzanteil der FM-Lösung beträgt hier 0,3 %. Auch die Betriebssicherheit konnte durch den Einsatz des neuen Mischers deutlich verbessert werden, denn Verstopfungen am bisherigen Mischorgan, bedingt durch Störstoffe aus den Fremdschlämmen, gehören seitdem der Vergangenheit an. www.huber.de 26 UmweltMagazin Juni 2019

Projekte Markt Weltec Biopower Biomethan aus Abfallstoffen versorgt viele Haushalte mit Energie Der deutsche Biogasanlagenhersteller Weltec Biopower hat in Pontefract, in der englischen Grafschaft West Yorkshire, mit dem Bau einer Biomethananlage begonnen. Auftraggeber und Betreiber ist Lanes Farm Energy, an der der Projektentwickler Aqua Consultants beteiligt ist. Das Wasteto-Energy-Projekt ist eine der größten Energieanlagen, die Weltec Biopower in seiner 18-jährigen Unternehmensgeschichte errichtet hat. Die Anlage wird Ende 2019 in Betrieb gehen und jährlich rund 7,3 Millionen Kubikmeter Biomethan in das britische Gasverteilungsnetz einspeisen. Mit der Menge des umweltfreundlichen Erdgasäquivalents werden rund 9.600 Haushalte nachhaltig mit Energie versorgt. Zur Nachhaltigkeit des Projekts tragen maßgeblich die Inputstoffe bei: Über die Hälfte der 80.000 Tonnen Substrate sind Lebensmittelreste. Hinzu kommen noch Rinder- und Hühnermist sowie Gras- und Grünroggensilage. Aufgrund der Substratstruktur wurde sich bei der Fermenterbeschickung für zwei 110 und 200 Kubikmeter große Dosierer mit Schubleistensystem entschieden. Für die Zwischenlagerung der flüssigen Substrate installiert Der deutsche Biogasanlagenhersteller Weltec Biopower hat in Pontefract, in der englischen Grafschaft West Yorkshire, mit dem Bau einer Biomethananlage begonnen. Weltec in Pontefract fünf Behälter, von denen zwei inklusive der Böden komplett aus Edelstahl bestehen. Die Vermischung des festen und flüssigen Inputmaterials geschieht in zwei MULTIMix-Einheiten. Durch die Anmaischung und Zerkleinerung sind die Stoffe im Fermenter schneller für die Bakterien verfügbar,und es muss weniger Energie zum Rühren aufgebracht werden. In vier Edelstahl-Fermentern mit einer Höhe von 8,80 Metern und jeweils 6.848 Kubikmeter erfolgt schließlich die Gasproduktion. Um das Biogas zu hochwertigem Biomethan zu konditionieren, hat sich Weltec für eine Membranaufbereitung entschieden. In einem mehrstufigen Separationsprozess wird das Rohbiogas dort ohne Methanschlupf veredelt. So entstehen stündlich etwa 850 Normkubikmeter einspeisefähiges Biomethan sowie Gärrest, der als hochwertiger Dünger verwendet wird. Dafür wird er zuvor hygienisiert und separiert. Der Nachhaltigkeitsgedanke findet sich auch in diesen Prozessschritten wieder. Denn die Hygienisierungseinheit ist mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Für die weitere Energiebereitstellung hat Weltec in Pontefract ein 500-Kilowatt Blockheizkraftwerk integriert. Mit der Netzeinspeisung der überschüssigen Wärme- und Strommengen aus dem BHKW wird der Betreiber weitere Einnahmen erzielen. Biomethananlagen, wie die von Lanes Farm Energy, spielen eine immer größer werdende Rolle im britischen Energiemix. Bei der Biomethanproduktion aus Reststoffen beträgt die CO 2 -Einsparung etwa 90 % im Vergleich zu Kohle oder Öl. www.weltec-biopower.de Bild: Weltec Effizienz-Agentur NRW Mehr Effizienz bei der Schalterproduktion Mit einer automatisierten Montageanlage für Industrieschalter steigert die Bernstein AG aus Porta Westfalica ihre Produktivität und senkt gleichzeitig den Materialverbrauch ihrer Produkte. Für das erstmals in der Industrie eingesetzte Verfahren erhielt das Unternehmen einen Zuschuss aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums. Unterstützt wurde es dabei durch die Finanzierungsberatung der Effizienz-Agentur NRW (EFA). Das Vorhaben bestand in der Beschaffung, Installation und Inbetriebnahme eines C14-Automaten, inklusive ergänzender Stanz- und Spitzgusswerkzeuge, und endete nach einem einjährigen Optimierungs- und Testbetrieb. Die neue Anlage ersetzt einen aus den 1990er-Jahren stammenden Automaten. Infolge der Modernisierung stieg die Produktivität von 53 auf über 800 Gutteile pro Stunde an, während der spezifische Energieverbrauch pro Produkt maßgeblich gesenkt werden konnte. Die Effizienzsteigerung ist der Präzision der neuen Anlage zu verdanken. Dadurch konnte die Ausschussquote signifikant gesenkt werden. Der Gutteilanteil erhöhte sich nach einem Einzelfunktionstest gegenüber der Altanlage um 32 auf über 97 %. Auch der Materialaufwand der Produkte konnte dank Leichtbau verringert werden; so wiegen die Schalter heute rund 50 % weniger. Die Qualitätssicherung der Bauteile wird im laufenden Betrieb durch vier optische Überwachungs- systeme sichergestellt. Zudem erfolgen eine Stückzahlerfassung mitsamt einer kontinuierlichen Überprüfung von Vollständigkeit und Richtigkeit der Montage sowie die mechanische Prüfung auf Sprungzeit, Betätigungskräfte und Toleranzentwicklung eines jeden Schalters. Die elektrische Prüfung einschließlich einer Hochspannungsprüfung sämtlicher Schalter gewährleistet die spätere Nutzungssicherheit. Das Ergebnis der automatisierten Montage sind materialoptimierte, sichere Schalter für Anwendungen im Anlagen- und Maschinenbau, in der Aufzugtechnik, der Automobilproduktion, Landtechnik, Förder- und Automatisierungstechnik. www.ressourceneffizienz.de UmweltMagazin Juni 2019 27

Ausgabenübersicht