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06 | 2019

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KOMPRESSOREN SIGMA AIR

KOMPRESSOREN SIGMA AIR MANAGER 4.0 8 Automatikbetrieb 31.50 m³/min Station Status - Station Blower 1-FC Kompressoren Blower 1 - DBC OFC Blower 2 - DBC OFC Blower 2-FC Blower 3 - DBC STC Blower 4 - DBC STC Blower 3 Blower 4 Status Leistung 43.60 kW Meldungen Volumenstrom 31.50 m³/min Soll-Volumenstrom 31.00 m³/min Monitoring Netzdruck 0.56 bar Energie & Kosten Sollwert 31.00 m³/min Regelung Zeitsteuerung Inbetriebnahme Konfiguration Drucksensor 0.56 bar Kontakt i Ressourceneffiziente Brillenglasfertigung aus halbfertigem Rohling. bäudetechnik. Werden alle Geräte und GmbH aus Wettenberg am Beispiel von Objekte erfasst und vernetzt, so können Brillengläsern. Bislang erfolgt die Herstellung von Gleitsichtgläsern in sechs kleine und mittlere Unternehmen beispielsweise Heizungen automatisch (KMU) des verarbeitenden Gewerbes“ ausgeschalten werden, wenn ein Fenster geöffnet wird, oder elektronische und es kommen Schwermetalle und Einzelschritten. Das kostet viel Energie, des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat insgesamt elf Maßnahmen identifiziert, die Einsparungen be- und anschließend automatisch vom das Verfahren deutlich vereinfacht und Geräte vollständig heruntergefahren Klebstoffe zum Einsatz. Optotech hat trieblicher Ressourcen bewirken können. Nach Selbsteinschätzung der in gieverlust im Stand-by-Modus zu verschinen, sondern auch die passende Strom getrennt werden, um einen Ener- dabei nicht nur die erforderlichen Ma- der Studie befragten Unternehmen hindern. Besonders praktisch ist der Software entwickelt. Hiermit ist es möglich, das Brillenglas in nur zwei Schrit- können durch Maßnahmen der digitalen Transformation 25 % des Material- ren. „Die von uns verwendeten Sensoten herzustellen. Es wird direkt aus Einsatz von batterielosen Funksenso- und Energiebedarfs eingespart werden. ren arbeiten nach dem Prinzip des Energy Harvesting“, erklärt Jörg Hofmann schließend poliert. Während der Bear- halbfertigen Rohlingen gefräst und an- Eine gute Ausstattung und Vernetzung von Sensoren und Aktoren bilden die von der BSC Computer GmbH aus Allendorf. „Wenn ein Sensor beispielsweihalten, ohne mit Kunststoffkleber bebeitung wird das Glas mit Vakuum ge- Grundvoraussetzung zum Aufspüren und Erschließen von Einsparpotenzialen. Weiterhin ist eine möglichst durch- oder geschlossen wurde, genügt die Befahren der Fall ist. Im Vergleich zur herse melden soll, dass ein Fenster geöffnet festigt zu werden, wie es in anderen Vergängige Integration aller Geräte- und wegung des Fenstergriffs, um den Sensor mit kinetischer Energie zu versor- 60 % Energie eingespart. Optotech wurkömmlichen Fertigung werden etwa Prozessdaten entscheidend, um Verluste zu vermeiden beziehungsweise Prozesse zu optimieren. Konzepte zur virtujekte werden visualisiert und gespei- als „Hessen Cham pion 2017“ in der Kagen.“ Die Zustände aller erfassten Obde für sein neu entwickeltes Verfahren ellen Produktentwicklung können zudem Ressourcen bei der Erstellung neu- Software durch den Nutzer direkt oder chert. Die Objekte können über eine tegorie „Innovatoren“ ausgezeichnet. er Produkte einsparen. Besonders relevant ist dies bei Prototypen oder Einzelden. Den Schritt hin zur virtuellen Pro- automatisch per Timer gesteuert werfertigungenduktentwicklung ist die Wetropa Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG mit Wie die Digitalisierung dazu beitragen Hauptsitz in Mörfelden gegangen. Die Nicht nur in der Produktion spielen kann, neue umweltfreundliche Produktionsverfahren zu entwickeln, zeigt das spezialisiert. Sie bietet industriellen Firma ist auf Schaumstoffverarbeitung Sensorik und Datenintegration eine große Rolle, sondern auch in der Ge- Beispiel der Optotech Optikmaschinen Kunden Verpackungen und Einlagen Abfall Bilder: Erdwich Zerkleinerungs-Systeme GmbH Ein Gelenkarmroboter mit Frässpindel vermisst mittels Kamerasystem die Konturen der Bildschirme und fräst diese anschließend auf. Anfallende Späne werden automatisch über ein Filtersystem abgesaugt. Ein Gelenkarmroboter mit Frässpindel vermisst mittels Kamerasystem die Konturen der Bildschirme und fräst diese anschließend auf. Anfallende Späne werden automatisch über ein Filtersystem abgesaugt. Je nach Art des Bildschirmes bestehen LCD-Geräte aus bis zu sieben Schichten. Vorsichtig wird mit ITO-Schichten und der quecksilberhaltigen Hintergrundbeleuchtung verfahren. ratechnik überprüft, um einen möglichen Bruch rechtzeitig zu erkennen. Außerdem überprüfen die Kameras den Verschleißgrad der Fräser. Bei Bedarf weist das System den Operator darauf hin, die Geräte auszutauschen, um die Prozesssicherheit weiterhin zu gewährleisten. In einem dritten Schritt werden in einer Unterdruckkammer die verschiedenen Schichten etwa die mehrlagige Polarisationsfolie und die Streuscheibe entnommen. Diese Anlage kann bis zu 45 LCD-Bildschirme pro Stunde auseinandernehmen und in die Bestandteile wie Streuscheibe, Polarisationsfolie und Gehäuserahmen aufgesplittet. Zum Schluss wird die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms entfernt. „Für die quecksilberhaltigen Gasentladungslampen steht hier direkt in der Kammer ein geschlossener Entsorgungsbehälter bereit“, erläutert Erdwich. Mitarbeiter des Recyclingspezialisten tragen sie dorthin. Am Demontagetisch wird die entstehende quecksilberhalte Abluft abgesaugt und durch einen Aktivkohlefilter geleitet. Der Filter ist mit zirka 13 Prozent Schwefel dotiert. Dort wird das schädliche Metall in ungiftiges Quecksilbersulfid (H 2 S) umgewandelt. Danach wird der Bildschirm mit Leiterplatten – aber ohne Gasentladungslampe – ausgefördert und kann in einer möglichen zweiten Anlagelinie weiter aufbereitet werden. Das wertvolle Indium-Zinn-Oxid etwa, das in der Leiterplattenproduktion verwendet wird, befindet sich auf zwei dünnen Glasscheiben in Leiterbahnen. Da dieses Metalloxid weltweit zunehmend stärker nachgefragt wird und die Preise in den vergangenen Jahren einen rasanten Anstieg verzeichnet haben, lohnt sich eine Wiederverwertung des Rohstoffes besonders. Neben LCD-Bildschirmen mit bis zu 55 Zoll, die mit Hilfe von Robotern in einer automatischen Aufbereitungsanlage zerlegt werden, bietet Erdwich auch ein Monitorsägesystem für LCD- Monitore bis 25 Zoll an. „Konnten vorher per Hand etwa vier bis sieben Geräte demontiert werden, kann dies Gerät nun 60 Bildschirme pro Stunde auseinanderbauen – und das vollkommen ohne gesundheitliche Risiken“, so der Geschäftsführer. Ulrich Kanzleiter, Vertriebsleiter, Erdwich Zerkleinerungs- Systeme GmbH, u.kanzleiter@erdwich.de Sonderdrucke: Werbewirksames Marketing- und PR-Instrument Umwelt Magazin Intelligente und effiziente Lösungen für Wasser 4.0 – Schraubengebläse von KAESER mit SIGMA PROFIL ® 38 Das Entscheider-Magazin für Technik und Management MusterKOMPRESSOREN Industrie 4.0 in der Abwasseraufbereitung Sonderdruck www.umweltmagazin.de Sonderdruck aus dem UmweltMagazin Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 Die Digitalisierung durchdringt unsere Wirtschaft in wachsendem Ausmaß. Für Unternehmen stellt dies eine Herausforderung dar, bietet aber gleichzeitig auch erhebliche Chancen. Denn Unternehmen, die ihre Prozesse intelligent steuern und vernetzen, können Ressourcen und Kosten einsparen. Zudem ermöglicht die Digitalisierung vollkommen neue ressourceneffiziente Produktionsverfahren und Geschäftsmodelle. Es lohnt sich deshalb, die Themen Ressourceneffizienz und Digitalisierung von Beginn an zusammenzudenken. ie Studie „Ressourceneffizienz Ddurch Industrie 4.0 – Potenziale für Sensorik und Datenintegration Innovatives Produktionsverfahren Virtuelle Produktentwicklung UNSER ANGEBOT Bild: OptoTech ! In einer unserer Fachzeitschriften ist ein Beitrag von Ihrem Unternehmen erschienen? Nutzen Sie das für eine PR-Aktion der besonderen Art – lassen Sie einen werbewirksamen Sonderdruck davon erstellen: • Sonderdrucke werden individuell nach Wunsch gestaltet • Logo und Kontaktdaten können eingefügt werden • Fremdanzeigen und Fremdtexte werden entfernt • Sonderdrucke sind kostengünstig und lassen sich vielseitig einsetzen (z. B. auf Ihrem Messestand, für Kunden und Mitarbeiter etc.) Ihr Kontakt für Informationen oder ein Angebot: Kornelia Grund, Telefon: +49 211 6103-369 kgrund@vdi-fachmedien.de, www.vdi-fachmedien.de TECHNIKWISSEN FÜR INGENIEURE. UmweltMagazin Juni 2019

Kreislaufwirtschaft Alu-Recycling im Backofen Pyrals Pyrolyse-Anlage in Freiberg. Höhere Recycling-Vorgaben in der EU und in Deutschland machen ein innovatives Aluminium- Recycling im sächsischen Freiberg zu einer gefragten Technik. Bei nur 500 Grad Celsius wird das Leichtmetall von Verunreinigungen befreit. Ob Auto oder Flugzeug, Joghurtbecherdeckel, Grillschalen, Getränkedosen, Kaffeekapseln, Deospraydosen, Alufolie oder Zahnpastatuben. Aluminium ist aus dem Alltag nicht wegzudenken. Das Leichtmetall ist wertvoll: Ein Tonne kostet derzeit auf dem Weltmarkt rund 2000 Euro. Gebrauchtes Aluminium ist mit rund 700 Euro deutlich preiswerter. Ein Grund: Das Recyceln benötigt rund fünf Prozent jener Energie, die für die Gewinnung des Metalls aus Bauxit- Gestein benötigt wird. Es lohnt sich also, das Leichtmetall zu recyceln. Die Firma Pyral im sächsischen Freiberg ist mit dabei. Sie erhält jährlich rund 40.000 Tonnen aluminiumhaltiger Verpackungen, die etwa 40 Sortieranlagen deutschlandweit aus Wertstoffballen der dualen Systeme filtern. Hinzu kommen etwa aluminiumhaltige Abfälle wie Fensterinnenleisten, Aluheizungsrohre, Autotürdichtungen aus Gummi mit Alu-Kern oder ausrangierte Schwingungsdämpfer von Bauunternehmen oder Autoherstellern. „Im Gegensatz zu den klassischen energieintensiven Alu-Schmelzen trennen wir das Aluminium von anhaftenden Stoffen wie Lacken, Beschriftungen, Folien, Essensresten, Papier- oder Kunststoffetiketten per Pyrolyse bei weniger hohen Temperaturen“, erklärt Volkswirt Andreas Reissner aus dem Pyral-Vorstand. „Dieser Vorgang ist mit einem Backvorgang vergleichbar.“ Die Pyrolyse beschädigt das Aluminium nicht und das Unternehmen gewinnt das eingesetzte Metall vollständig zurück. Das Verfahren schafft dies auf eine einzigartige und energieeffizientere Weise. Das gilt auch für die zweite Pyral-Anlage: eine Wirbelschichtvergasung (s. Kasten). Seit rund zehn Jahren betreibt das Unternehmen seine beiden rund um die Uhr laufenden Anlagen im Freiberger Industriegebiet Saxonia. Die Technische Mannschaft verfeinert und perfektioniert unermüdlich mit der Forschung & Entwicklungsabteilung diese Technologie: Die Pyrolyse- und die Wirbelschichtanlage wurden beide in Richtung Energie-Autarkie getrimmt. Sie kommen fast ohne externe Energiezufuhr aus. Nur zum Anfahren wird Energie in Form von Erdgas eingesetzt, der Rest des Prozesses wird durch das Verglimmen des am Aluminium haftenden organischen Materials am Laufen gehalten. Zu Beginn der Verfahren werden die angelieferten, bis zu einer Tonne schweren Wertstoffballen in Kleinteile mit 10 bis 15 cm Durchmesser zerkleinert. Jeweils mit einem Förderband werden die beiden Anlagen mit dem Material beschickt. Der Röhrenbackofen Einmal werden die aluminiumhaltigen Kleinteile in eine lange Trommel – bildlich: einem Röhrenbackofen – 30 bis 60 Minuten lang auf vergleichsweise moderate 450 bis 500 Grad Celsius aufgeheizt (im Gegensatz hierzu wird Aluminium klassisch bei 650 bis 700 Grad Celsius eingeschmolzen). Unter Sauerstoffabschluss wird das anhaftende organische Material in brennbares Gas verwandelt. Dies Synthesegas wird aufgefangen, gereinigt und als Energiequelle in den Prozess zurückgeführt. Die entstehende Wärme wiederum heizt die Trommel auf. Das entstehende Rauchgas wird über einen Kessel abgeleitet und gekühlt. Aus dem dabei sich UmweltMagazin Juni 2019 39

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