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06 | 2019

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Nachrichten Interseroh/Erema Gewinner der Plastics Recycling Awards Europe Das Kaskaden-Extrusionssystem Corema. Der Umweltdienstleister und Technologiehersteller erhielten die Auszeichnung für das Kaskaden-Extrusionssystem Corema in der Kategorie „Reycling Machinery Innovation of the Year“. Mit Corema soll es erstmals möglich sein, maßgeschneiderte Recycling-Compounds für hochwertige Anwendungen in nur einem Verfahrensschritt herzustellen. Die innovative Technologie wurde in ihrer Kombination eigens für die Anforderungen von Interseroh entwickelt. Das Unternehmen arbeitet bereits seit Jahren intensiv an der Entwicklung hochwertiger Kunststoff-Rezyklate für unterschiedliche Marktanforderungen durch mechanisches Recycling von Polyolefinen. Der Einsatz des neuen Systems soll den Herstellungsprozess der Recompounds nun deutlich verkürzen: Ein „One-Extrusion-Process“ ermöglicht passgenaue Rezepturen je nach Wunsch des Kunden in nur einem Schritt statt wie bisher in zwei Schritten. Direkt im Herstellungsprozess werden Additive, Modifikatoren und anorganische Füllstoffe in Anteilen von 0,25 bis 40 Prozent beigemischt. Die Qualitätskontrolle der Materialrheologie und Farbstabilität erfolgt dabei digital und in Echtzeit. So kann Interseroh individuelle Recompounds für besonders hochwertige Anwendungen herstellen. Zudem senkt der One-Extrusion-Process den Energie- und Ressourcenverbrauch. Auch bei der Herstellung komplizierter Rezepturen spart das neue Verfahren bis zu 50 Prozent der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein. www.interseroh.de Bild: Alba Group/Amin Akhtar Destatis Verwendete Menge von fluorierten Treibhausgasen in 2017 stabil Der Einsatz von fluorierten Treibhausgasen lag im Jahr 2017 mit rund 9 390 Tonnen wieder auf dem Niveau von 2015 (9 347 Tonnen), nachdem 2016 die verwendete Menge (8 974 Tonnen) leicht zurückgegangen war. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, reduzierte sich der potenzielle Treibhauseffekt der eingesetzten Stoffe in den letzten zwei Jahren jedoch um 19,9 %. Ursache dafür ist, dass hoch klimawirksame fluorierte Treibhausgase zunehmend durch weniger klimawirksame ersetzt werden. Im Jahr 2015 hatte die Menge der eingesetzten fluorierten Treibhausgase 17,2 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalenten entsprochen, ein Jahr später 15,7 Millionen Tonnen. 2017 wurden noch 13,8 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente erreicht. Hier scheinen die Regelungen der Europäischen Union (EU) zur Reduktion der CO 2 -Äquivalente beim Einsatz von fluorierten Treibhausgasen ihre Wirkung zu zeigen (F-Gas Verordnung Nr. 517/2014, EU-Richtlinie 2006/40/EG). Klimawirksame Stoffe nehmen Einfluss auf die Erderwärmung und tragen zur Klimaveränderung bei. Da diese Stoffe überwiegend in geschlossenen Systemen wie zum Beispiel in Klimaanlagen verwendet werden, tritt eine Gefährdung erst mittel- bis langfristig bei deren Freisetzung in die Atmosphäre auf. Daher bezeichnet man diese Stoffe auch als potenziell emissionsrelevant. Der Einfluss der einzelnen Treibhausgase auf die Klimaveränderung ist unterschiedlich hoch. Als Vergleichsgröße dient die Klimawirksamkeit von Kohlendioxid (CO 2 ) mit einem Erwärmungspotenzial (CO 2 -Äquivalente) von 1. 10 Millionen Tonnen. CO 2 -Äquivalente wurden als Kältemittel verwendet, zum Beispiel in Autoklimaanlagen oder in Kühlschränken. Das in Deutschland überwiegend verwendete Kältemittel Tetrafluorethan (R 134a) trägt in einem Zeithorizont von 100 Jahren 1 430 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als CO 2 . 2017 wurden 3,9 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente davon eingesetzt. Das waren 45,4 % weniger als im Jahr 2015. Als Ersatz für R 134a wird neben anderen Stoffen R 1234yf verwendet, der eine vergleichsweise geringe Klimawirksamkeit hat (CO 2 -Äquivalente = 4). Die Verwendung dieses Kältemittels hat sich von 2015 bis 2017 nahezu verhundertfacht und ist von 23 Tonnen auf 2 147 Tonnen angewachsen. Dies entspricht einem Anstieg von 100 Tonnen auf 8 586 Tonnen CO 2 -Äquivalenten. www.destatis.de 6 UmweltMagazin Juni 2019

Nachrichten Evonik Starker Wachstum, robustes Ergebnis Evonik ist 2018 erneut kräftig gewachsen. Das bereinigte EBITDA stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf 2,6 Mrd. €. Alle drei Chemie-Segmente trugen zu diesem Gewinnwachstum bei. Die Ergebnisprognose, die Evonik nach dem ersten Halbjahr angehoben hatte, wurde trotz externer Widrigkeiten im zweiten Halbjahr erreicht. Der Umsatz legte um 4 Prozent auf 15 Mrd. € zu. Die bereinigte EBITDA- Marge stieg auf 17,3 Prozent und liegt damit rund einen Prozentpunkt höher als 2017. Dem mittelfristigen Ziel, eine Marge zwischen 18 und 20 Prozent zu erzielen, kommt Evonik damit deutlich näher. Im Rahmen der neuen Nachhaltigkeitsstrategie 2020+ hat Evonik sich das Ziel gesetzt, seine Treibhausgasemissionen bis 2025 gegenüber dem Basisjahr 2008 um absolut 50 Prozent zu senken. Ein interner CO 2 -Preis soll zudem die Steuerung wichtiger Investitionsentscheidungen ergänzen. Zugleich weitet Evonik seine Aktivitäten aus, um den Anteil von Produkten und Lösungen mit besonderem Nachhaltigkeitsnutzen am Gesamtportfolio auszuweiten. Schon heute erwirtschaftet der Konzern rund die Hälfte seines Umsatzes mit Anwendungen, die nachweislich einen Beitrag zu verbesserter Ressourceneffizienz in der Anwendung beim Kunden leisten. Für das laufende Jahr rechnet Evonik mit anhaltenden politischen Unsicherheiten und einem schwächeren Wirtschaftswachstum. Vor diesem Hintergrund erwartet der Konzern für 2019 ein bereinigtes EBITDA, das auf dem Niveau von 2018 oder leicht darunter liegen wird. www.evonik.de UBA-Bilanz 2018 Anteil erneuerbarer Energien steigt auf 16,6 Prozent Die Entwicklung der erneuerbaren Energien im Jahr 2018 ergibt ein eher gemischtes Bild: Im Stromsektor deckten die erneuerbaren Energien fast 38 Prozent des gesamten deutschen Bruttostromverbrauchs. Dies ist besonders dem außergewöhnlich sonnigen Wetter zu verdanken. Bei der Wärme stieg der Beitrag der erneuerbaren Energien nur leicht an und liegt mit knapp 14 Prozent in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Im Verkehrssektor steigt der Anteil leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch für Strom, Wärme und Verkehr insgesamt steigt von 15,5 Prozent im Jahr 2017 auf vorläufig 16,6 Prozent im Jahr 2018. Damit nähert sich Deutschland seinem verbindlichen Ziel von 18 Prozent im Jahr 2020, welches sich aus der aktuellen EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie 2009/28/EG ergibt. Insgesamt konnten durch erneuerbare Energien im Jahr 2018 rund 184 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden werden. Die neuen Zahlen gehen auf erste Berechnungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik zurück, deren Geschäftsstelle beim Umweltbundesamt (UBA) angesiedelt ist. www.uba.de Grundfos Zugewinn an Marktanteilen & Rekordumsätze Im Jahr 2018 stieg der Nettoumsatz von Grundfos um rund 147 Mio. Euro auf 3,6 Mrd. Euro, was den höchsten jemals erreichten Umsatz in der Geschichte der Grundfos-Gruppe darstellt. In lokalen Währungen gemessen, entspricht dies einem organischen Umsatzwachstum von 6,6 %. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 7 Mio. Euro auf 322 Mio. Euro. In wichtigen Märkten wie China, den USA und Westeuropa konnte der Umsatz gesteigert werden. Darüber hinaus hat das globale Servicegeschäft wesentlich zum höchsten organischen Wachstum seit dem Ende der Finanzkrise vor fast zehn Jahren beigetragen. www.grundfos.com Unternehmensverbund EGN erwirbt D & H Baustoff Verwertungs- und Jochims Transport GmbH Die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH hat die beiden eng zusammenarbeitenden Unternehmen D & H Baustoff Verwertungs-GmbH mit Sitz in Kamp-Lintfort und die Jochims Transport GmbH mit Sitz in Kerken erworben. Nachhaltiges, wertorientiertes Wachstum ist ein wesentliches Strategieziel der EGN. Den Erwerb des Unternehmensverbundes, der am Niederrhein als Komplettanbieter für Baustellenversorgung und Baustellenentsorgung agiert, sieht sie als große Chance. In der gesamten Entsorgungsregion können nun noch besser Verwertungs- und Transportkapazitäten im Bereich von Bauschutt, Boden und Baumischabfall angeboten werden. Die erworbenen Anlagen und Transportkapazitäten sowie Standorte ergänzen das bisheriges Leistungsspektrum. Der Unternehmensverbund aus zwei rechtlich selbstständigen Unternehmen bietet durch die enge Verzahnung von Logistik, Aufbereitung/Verwertung, Vermarktung und Handel für ihre Kunden Full-Service-Pakete an. Beide Unternehmen sind seit Mitte der 1990er Jahre aktiv, arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich zusammen und beschäftigen rund 130 Mitarbeiter. Sie erwirtschaften zusammen einen Jahresumsatz von 33 Mio. Euro. www.entsorgung-niederrhein.de UmweltMagazin Juni 2019 7

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