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07-08 | 2017

Umweltmarkt Produkte

Umweltmarkt Produkte Steuer- und Regeltechnik Messung und Regelung von Gasen Die Bürkert GmbH & Co. KG, Ingelfingen, stellt ihre neue Generation von Massendurchflussmessern (Mass Flow Meter, MFM) und -reglern (Mass Flow Controller, MFC) für Gase vor. Diese haben einen integrierten Industrial Ethernet Switch und unterstützen alle verbreiteten Protokolle. So können sie flexibel in bestehende Anlagen integriert werden. Die beiden Ausführungen, Typ 8741 und 8745, decken einen breiten Mess- sowie Regelbereich ab und kommen bei hohen und niedrigen Drücken sowie kleinen und großen Durchflussraten zum Einsatz. Typische Anwendungen der Massendurchflussmesser und -regler finden sich in der Metall-, Glas- oder Keramikverarbeitung, in der Beschichtungstechnik oder bei der Produktion von Schäumen in der Lebensmittel- und Kunststoffindustrie. Auch in Fermentern und bei der Wasseraufbereitung sind MFC und MFM im Einsatz. Um dem Markttrend der steigenden Automatisierung auch auf der Feldgeräteebene zu folgen, wurden alle gängigen Industrial-Ethernet-Protokolle implementiert. Der Anwender kann zwischen Profinet, EtherNet/IP, EtherCAT oder Modbus TCP wählen. Insbesondere OEM haben dadurch mit einem Produkt die passende Lösung für Kunden mit verschiedenen Steuerungssystemen. Bei den jeweiligen Gerätebeschreibungsdateien wurde auf die einfache Inbetriebnahme geachtet. Das kostenlose Software- Tool „Bürkert-Communicator“ soll den Gerätezugriff, die Diagnose sowie die Parametrierung erleichtern und den Einsatz der Geräte anwenderfreundlich machen. Die Durchflussmesser und -controller vom Typ 8741 Die Massendurchflussmesser und -regler Typ 8741 sowie 8745 stellen alle gängigen Industrial-Ethernet-Protokolle zur Auswahl bereit. Bild: Bürkert erlauben einen Durchsatz von bis zu 150 l (i.N.)/min, bezogen auf N2, beim Typ 8745 sind es maximal 2 500 l (i.N.)/min. Durch die Messspanne der Geräte kann derselbe MFC/MFM zum Teil an verschiedenen Stellen in der Anwendung eingesetzt werden – die Anzahl der Geräteausführungen lässt sich somit reduzieren. Bei den Massendurchflussreglern sind direktwirkende Proportionalventile im Einsatz. Typ 8745 kann zudem mit einem motorgesteuerten Ventil vom Typ 3280 oder 3285 kombiniert werden. Damit sind Hochdruckanwendungen bis 22 bar möglich. Auch lassen sich Ventilnennweiten bis DN20 für Anwendungen mit hohen Durchflussraten realisieren, selbst bei niedrigem Differenzdruck, wie beispielsweise einer Brennersteuerung. Alle MFC/MFM sind auch mit UL-Zulassung erhältlich. Neben den Industrial-Ethernet-Schnittstellen werden für die Typen 8741 und 8745 in Kürze auch Normsignal-Schnittstellen verfügbar sein. Die verwendeten Sensoren beider Typen verfügen über eine hohe Mess- und Wiederholgenauigkeit. Da die Sensoren direkt im Gasstrom messen, haben die MFC/ MFM schnelle Reaktionszeiten und bieten dadurch eine exakte Messung und Regelung. Das thermische Messprinzip arbeitet unabhängig von Druck- und Temperaturschwankungen. Sensor, Proportionalventile sowie PI-Regler sind Eigenentwicklungen aus dem Hause Bürkert und aufeinander abgestimmt. www.buerkert.de Messtechnik Erkennen chemischer Gefahrenstoffe Das mobile Gaschromatograph-Massenspektrometer erkennt chemische Gefahrenstoffe. Bild: Flir Die Flir Systems GmbH, Frankfurt am Main, hat mit dem Griffin G510 Gaschromatograph-Massenspektrometer (GC/MS) ihr erstes mobil einsetzbares Messinstrument zum Erkennen chemischer Substanzen vorgestellt. Mit ihm können militärische und zivile Einsatzkräfte chemische Gefahrenstoffe in allen Aggregatzuständen schnell vor Ort erkennen. Das Gerät ist der erste Vertreter einer neuen Generation mobil einsetzbarer GC/MS, das mit seinen integrierten Probeneinlässen die Analyse am Einsatzort vereinfacht und sowohl präzise als auch aussagekräftige Antworten in Laborqualität liefert. Das Griffin G510 verfügt über eine beheizte Gasentnahmesonde, die speziell für den mobilen Einsatz entwickelt wurde. Damit lassen sich im Prüfmodus gasförmige Chemikalien innerhalb weniger Sekunden erkennen. Der Split/Splitlos-Injektor ermöglicht die Untersuchung von forensischem Material sowie von Umwelt- und Gefahrenstoffproben, indem er als erstes mobil einsetzbares GC/MS-System die Injektion von organischen Flüssigkeiten unterstützt. Durch das 9 zoll große Touchscreen-Display lässt sich das Gerät auch bei Einsätzen mit voller Schutzausrüstung in heißen Zonen bedienen. Wenn das GC/MS anhand seiner NIST-Massenspektrenbibliothek laut Industrienorm automatisch einen chemischen Gefahrenstoff erkennt, warnt es den Benutzer mit akustischen, visuellen und farblich codierten Alarmmeldungen. Außerdem wurde es speziell für den Einsatz in rauen Umgebungen entwickelt, erfüllt die Anforderungen der Schutzart IP65 und ist deshalb staubdicht und spritzwassergeschützt. www.flir.com 32 UmweltMagazin Juli - August 2017

Produkte Umweltmarkt Messtechnik Universeller Temperaturtransmitter Der universelle 4-bis-20-mA-Temperaturtransmitter Optitemp TT 33 C/R der Krohne Messtechnik GmbH, Duisburg, ist für die Verwendung mit Widerstandsthermometern und Thermoelementen konzipiert. Er steht in der Ausführung als Kopfsowie als Schienentransmitter zur Verfügung. Das Gerät ist nach aktuellen Standards und Anforderungen von Seiten der Anwender, wie etwa komfortable Konfiguration, hohe Genauigkeit, Sicherheit und langfristige Zuverlässigkeit, konzipiert. Durch zusätzliche Funktionalitäten und Eigenschaften eignet es sich für alle Branchen, in denen Prozessthermometer sowohl in Standardapplikationen als auch in Anwendungen in rauen Umgebungen eingesetzt werden – beispielsweise für die Chemie, Energieerzeugung sowie bei Eisen- und Stahl- oder OEM-Anwendungen. Mittels der kostenlosen Software ConSoft lässt sich das 4-bis-20-mA-Gerät über einen PC konfigurieren – auch in explosionsgefährdeten Bereichen. Parameter wie Temperaturmessbereich, TAG-Identifikation und Ausfallanzeige können über die Benutzeroberfläche eingestellt und zurückgesetzt werden. Die Präzision über die gesamte Lebensdauer des Transmitters wird durch die Messgenauigkeit von ±0,08 °C oder ±0,08 % der Messspanne und den Drift von ±0,01 °C pro 1 °C oder ±0,01 % der Messspanne pro 1 °C gewährleistet. Dadurch können Nachkalibrierungs-Intervalle verlängert werden. Bei der Sicherheit und Zuverlässigkeit entspricht der Temperaturtransmitter den Namur-Empfehlungen 21, 43, 53 und 107. Darüber hinaus besitzt das Gerät Atexund IEC Ex-Zulassungen. www.krohne.de Universeller Temperaturtransmitter für Widerstandsthermometer und Thermoelemente. Bild: Krohne Wasseraufbereitung Erhöhte Sicherheit in Kühlkreisläufen Unternehmen, die Kühlsysteme im offenen Kreislauf betreiben, müssen Vorsorge gegen den Eintrag von Keimen und anderen Verunreinigungen treffen. So fordert es auch die VDI-Richtlinie 2047. Die L&R Kältetechnik GmbH & Co. KG, Sundern, hat sich damit beschäftigt, wie diese Anforderung aus Betreibersicht optimal umgesetzt werden kann und auch unterschiedliche Verfahren evaluiert. Dabei stellte sich das rein physikalische MHP- System als dasjenige heraus, das die spezifischen Anforderungen der Wasseraufbereitung in offenen Kühlkreisläufen am besten erfüllt. Kernkomponente einer MHP- Anlage ist ein Reaktionsbehälter, dessen innerer Aufbau dem eines Zyklons ähnlich ist. Eine Druckpumpe fördert das aufzubereitende Wasser in die Reaktionskammer, die hohe Zentrifugal- und Zentripetalkräfte erzeugt. Zudem bilden sich Scher- und Reibungskräfte sowie Unterdruck und Kavitation aus. Durch die Kombination dieser physikalischen Kräfte werden Bakterien und andere Verunreinigungen mit komplexer Molekülstruktur aufgerissen und zerstört. Übrig bleiben Bakterienfragmente, die durch Kaltoxidation eliminiert werden. Dies findet als Parallelprozess statt. Die so unschädlich gemachten Verunreinigungen können – wie von der VDI-Richtlinie empfohlen – beispielsweise über vorhandene oder mit dem MHP-System gelieferte Filteranlagen aus dem Kreislauf abgeschieden werden. Mit diesen Eigenschaften eignet sich das System dazu, Kreislaufwasser in Kühltürmen hygienisch stabil zu halten, und einen Befall mit Legionellen und anderen Mikroorganismen zu verhindern. Das Verfahren kann sowohl in Verdunstungskühlanlagen als auch in Hybrid-, Nass- oder Naturzugkühltürmen zum Einsatz kommen. Es arbeitet nachhaltig, da es Rückverkeimungen verhindert und das Wasser so dauerhaft hygienisch stabil bleibt. Da es ohne mechanisch bewegliche Anteile auskommt, ist der Verschleiß der Anlage gering, und es fallen keine Kosten für Chemikalien an. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Bildung von isolierenden Biofilmbelägen und biologisch bedingten Verkrustungen an Rohrregistern und Wärmetauschern verhindert und damit deren Wirkungsgrad erhalten wird. Das Unternehmen hat mit den Stadtwerken Arnsberg eine Kooperation geschlossen und wird das MHP-System, das in anderen Einsatzbereichen bereits Stand der Technik ist, europaweit nutzen – sowohl bei der Planung von Neuanlagen der Käl- Der Reaktor, die zentrale Komponente, besteht aus wenigen Bauteilen und erfordert nur geringen Wartungsaufwand. Bild: MHP tetechnik als auch bei der Nachrüstung vorhandener. Hierfür eignet sich das Verfahren, weil es als Bypass-Lösung in bestehende Kühlsysteme integriert werden kann. Als Basisprogramm stehen den Kunden neun Anlagengrößen für Leistungen von 1 bis 51 m 3 /h zur Verfügung. Im ersten Schritt hat L&R eine mobile Leihanlage gebaut, die bei Kundentests vor Ort das Kühlwasser aufbereitet. www.lr-kaelte.de UmweltMagazin Juli - August 2017 33

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