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07-08 | 2017

Medienpartnerschaft

Medienpartnerschaft Fachkreisleiterversammlung blickt in die Zukunft der DGQ-Community Zu mittlerweile zehn Themen rund um das Qualitätsmanagement organisieren sich DGQ-Mitglieder in Fachkreisen. Die Leiter treffen sich einmal jährlich zum Austausch mit dem Team „Community Management“ zum Fachkreisleitertag. Die jüngste Veranstaltung fand am 27. April 2017 in Frankfurt am Main statt und widmete sich der Frage nach der zukünftigen Ausrichtung der DGQ-Community. Im Rahmen des ganztägigen Workshops diskutierten Teilnehmer aus ganz Deutschland den Prototypen ihrer Vision für die DGQ-Community. Die Fachkreise wollen sich künftig noch stärker einbringen und eine aktivere Rolle einnehmen. Das Team Community Management nutzte die Form eines Rollenspiels, um den berühmten Blick in die Glaskugel zu simulieren: Ein DGQ-Fachkreisteilnehmer vermittelt seinem Chef, wie die agile Arbeitsweise der Fachkreise funktioniert. Die Führungskraft fragt nach, warum es sich auch für das Unternehmen lohnt, Mitarbeiter für Fachkreisveranstaltungen freizustellen. Eines der wichtigsten Argumente für die Fachkreisbeteiligung ist dann, dass in einem vertrauenswürdigen wie kreativen Umfeld auch konkrete Problemlagen des Unternehmens bearbeitet und gelöst werden. Agile Arbeitsweise Die Basis für den Erfolg der Fachkreise ist das bereits etablierte Modell der agilen Ehrenamtlichkeit. Dabei nimmt der Lösungsfindungs- und Kreativitätsansatz „Design Thinking“ schon heute eine wichtige Rolle ein. Als Vorgehensmodell und Mindset soll Design Thinking künftig noch fester in der Arbeit verankert werden. Hierfür wird dieser Ansatz an die Arbeitsweise der Ehrenamtlichen angepasst. Ziel ist es, Fachkreise untereinander und mit den Regionalkreisen enger zu vernetzen. Auch die Arbeit der Mitglieder in der Zeit zwischen den je vier Präsenztreffen wird so klarer strukturiert und effektiver. Ein Beispiel hierfür ist das neue Format „QM-Youngster“. Hier nutzen junge Qualitätsmanager Design Thinking, um Lösungen für Herausforderungen aus ihrem beruflichen Alltag zu finden. Die Bild: DGQ Kontakt Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) Claudia Nauta August-Schanz-Str. 21A 60433 Frankfurt am Main Tel.: 069/95424-209 Fax: 069/95424-133 nc@dgq.de www.dgq.de Fachkreise können zukünftig Modelle und Lösungsansätze in Veranstaltungen dieser Art hineintragen. Nach dem gemeinsamen Praxistest mit den Teilnehmern können sie die Fachkreis-Modelle so nutzerzentriert weiterentwickeln. Experten vernetzen In Zukunft sollen sich die Fachkreise auch dem wissenschaftlichen Diskurs weiter öffnen. Auch wenn es Vertreter aus Forschung und Lehre nicht zu den Fachkreistreffen schaffen, soll eine Mitarbeit jederzeit möglich sein. Durch die Etablierung eines Peer-Review-Netzwerks sollen Experten die Möglichkeit erhalten, Fachkreisergebnisse durch ihr Know-how zusätzlich aufzuwerten und abzusichern. Denkbar sind beispielsweise Vorworte zu Whitepapern oder kommentierte Fassungen von Fachkreisergebnissen. Ehrenamtliche qualifizieren Die Community soll weiter wachsen. Dazu ist geplant, das Konzept der Fachkreise auf andere Bereiche zu übertragen. Zu diesem Zweck erhalten Ehrenamtliche der DGQ künftig die Möglichkeit, sich strukturiert zu qualifizieren. Insbesondere die Methoden und Werkzeuge von Design Thinking werden in Workshops vertieft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau von Soft Skills und rhetorischen Fähigkeiten. So können Ehrenamtliche in den Fachkreisen künftig noch selbstständiger agieren und beispielsweise zusätzliche Moderationsaufgaben übernehmen. Nach einer erfolgreichen Gründung des Fachkreises „Wissensmanagement“ im Februar, soll im Herbst dieses Jahres noch ein weiterer Fachkreis dazukommen. Weiterhin sind Interessierte jederzeit eingeladen, in den bereits bestehenden Fachkreisen aktiv zu werden. Hinrich Stoldt, Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ), Frankfurt am Main, hinrich.stoldt@dgq.de 50 UmweltMagazin Juli - August 2017

Standards Service DIN EN ISO 11296–4:2017–05 Kunststoff-Rohrleitungssysteme noch die Prüfungen der Sperrfunktion, Dichtheit und Sicherheitshöhe durchgeführt werden. Modalitäten zur Kennzeichnung und Bewertung der Konformität beschließen die Festlegungen. Das zuständige Gremium ist der Arbeitsausschuss NA 119–05–11 AA „Ablaufgarnituren, Abläufe, Rückstauverschlüsse und Belüftungsventile für die Verwendung innerhalb von Gebäuden (CEN/TC 165/WG 11)“ des DIN-Normenausschusses Wasserwesen. Bild: annawaldl, pixabay.com VDI 3475 Blatt 6:2017–05 Biologische Abfallbehandlung In Verbindung mit DIN EN ISO 11296–1 werden in dem Norm- Entwurf DIN EN ISO 11296–4:2017–05 „Kunststoff-Rohrleitungssysteme für die Renovierung von erdverlegten drucklosen Entwässerungsnetzen (Freispiegelleitungen) – Teil 4: Vor Ort härtendes Schlauch-Lining (ISO/DIS 11296–4:2017)“ Anforderungen und Prüfverfahren für auf der Baustelle härtende Schlauch-Lining-Rohre und -Formstücke festgelegt, die für die Renovierung von als Freispiegelleitung betriebenen, erdverlegten Abwasserkanälen und -leitungen verwendet werden. Sie gilt für die Benutzung verschiedener härtender Harzsysteme – Duroplaste – in Kombination mit kompatiblen faserigen Trägermaterialien und anderen prozessabhängigen Kunststoffelementen. Die vorbereitenden Arbeiten wurden von der Arbeitsgruppe ISO/TC 138/SC 8/WG 2 „Plastics piping systems for rehabilitation of underground drai - nage and sewerage networks (non-pressure and pressure)“ durchgeführt. Zuständiges, nationale Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NA 119–05–37 AA „Renovierung, Reparatur und Erneuerung von Abwasserkanälen und -leitungen“ im DIN-Normenausschuss Wasserwesen. DIN EN 1253–5:2017–05 Abläufe für Gebäude Die Überarbeitung der DIN EN 1253–5:2017–0 „Abläufe für Gebäude – Teil 5: Abläufe mit Leichtflüssigkeitssperre“ wurde erforderlich, da einerseits die Einführung der neuen Normen für Bodenabläufe mit Geruchverschluss mit einer Geruchverschlusshöhe von mindestens 50 mm – in EN 1253–1 beschrieben – und für die Bewertung der Konformität von Bodenabläufen, Dachabläufen und Abdeckungen – aus der EN 1253–3 – erfolgte. Andererseits wurden Änderungen zum Anwendungsbereich, zur Klassifizierung, zu Funktionsanforderungen sowie zum Kennzeichnungsverfahren vorgenommen. Abläufe mit Leichtflüssigkeitssperre für Gebäude müssen eingesetzt werden, um im Notfall das unkontrollierte Ableiten von Leichtflüssigkeiten in die Entwässerungsanlage zu verhindern. Nach einer Klassifizierung der Abläufe mit Leichtflüssigkeitssperre nach ihrem Abflussvermögen – uneingeschränkter Einsatz in Schwerkraftentwässerungsanlagen, reduzierter Abfluss bei Leichtflüssigkeitssperren als Zusatzeinrichtung in Abläufen – und Werkstoffanforderungen folgen Festlegungen von über EN 1253–1 hinausgehende Funktionsanforderungen, wie Zulauf, Sicherheitshöhe, Dichtheit, Voraussetzungen für Wartung und Abflussvermögen. Neben den vorgegebenen Prüfverfahren müssen Die Richtlinie VDI 3475 Blatt 6:2017–05 „Emissionsminderung – Anlagen zur biologischen Abfallbehandlung – Kompostierung“ beschreibt den Stand der Technik für Anlagen zur Kompostierung von Bioabfällen unter besonderer Berücksichtigung der dabei entstehenden Luftverunreinigungen wie Geruchsstoffe, Luftschadstoffe, klimarelevante Gase, Staub und Bioaerosole. Nicht inbegriffen sind landwirtschaftliche Anlagen und solche für gemischte Siedlungsabfälle. Die Richtlinie beschreibt die Emissionsminderung bei biologischen Abfallbehandlungsanlagen, die eine oder mehrere der folgenden Abfallarten ausschließlich aerob behandeln: Abfälle entsprechend Anhang 1 der Bioabfallverordnung sowie solche, die der Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsverordnung sowie dem Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz unterliegen. Beispiele sind getrennt erfasste organische Abfälle aus Haushalten und Gewerbebetrieben, der kompostierbare Anteil von Gartenund Parkabfällen, Rinden, organische Abfälle aus der Nahrungsund Genussmittelherstellung sowie weitere biogene Abfälle ähnlicher Beschaffenheit. Außerdem werden nur Anlagen und deren Betrieb beschrieben, die den Vorgaben des Bundes-Immissionsschutzgesetzes unterliegen und unter die Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen fallen. Mit Veröffentlichung dieser Richtlinie werden die Richtlinien VDI 3475 Blatt 1 und Blatt 2, die sich beide mit Anlagen zur Kompostierung und Vergärung von biologischen Abfällen auseinandersetzen, zurückgezogen. Kontakt Deutsches Institut für Normung e. V. (DIN), Berlin, www.din.de VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU), Düsseldorf, www.vdi.de/geu Bild: jokevanderleij8, pixabay.com UmweltMagazin Juli - August 2017 51

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