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07-08 | 2017

Nachrichten Deutsche

Nachrichten Deutsche Bahn Umweltbericht veröffentlicht Umweltschutz ist für die Deutsche Bahn (DB) neben der Ökonomie und dem selbsternannten Ziel, ein Top- Arbeitgeber zu sein – eine der drei tragenden Säulen der Konzernstrategie. Kürzlich hat die DB ihre Aktionen und Investitionen im Umweltbereich bilanziert. Gegenüber dem Jahr 2006 sparte der Konzern bereits 27,5 % der spezifischen CO 2 -Emissionen ein und steigerte den Ökostromanteil am Bahnstrommix auf 42 %. Rund 1 600 Streckenkilometer hat die DB gemeinsam mit dem Bund seit 1999 lärmsaniert. Rund 57 000 Wohnungen sind mit Schallschutzmaßnahmen ausgestattet worden. Gleichzeitig waren bis Ende 2016 über die Hälfte aller Güterwagen von DB Cargo – mehr als 32 000 – mit der Flüsterbremse ausgestattet und damit leise unterwegs. Bis Ende Mai dieses Jahres erhöhte sich die Zahl auf über 35 000. Bis Ende 2016 wurden insgesamt über 8 600 Einzelmaßnahmen zum Natur- und Artenschutz auf den Weg gebracht. Der Bericht ist online unter www. deutschebahn.com/berichtumwelt verfügbar. www.deutschebahn.com Ein Triebzug der Baureihe ET 442 auf der Saalbahn bei Uhlstädt. Bild: DB AG / Frank Barteld Wirtschaftsticker >>>Die EcoIntense GmbH, Berlin, gibt die Beteiligung des Londoner Private Equity Investors One Peak Partners und des US-Finanzinvestors Morgan Stanley Expansion Capital am Unternehmen bekannt. Die finanziellen Mittel sollen vorwiegend das internationale Wachstum stärken. Im Zuge der Investition haben die Berliner Business Angel Fondsgesellschaft sowie das Schweizer Family Office Wecken & Cie. ihre Anteile an die Neuinvestoren verkauft. Ebenso werden die drei Gründer – Markus Becker, Hardy Menzel und Sebastian Mönnich – die EcoIntense GmbH als geschäftsführende Gesellschafter auch zukünftig strategisch und operativ steuern. www.ecointense.de >>>Die Berliner Alba Group hat mit der Chengdu Techcent Environment Co., Ltd. und der Deyang Construction Investment Group den Bau eines Hightech-Recyclingparks in der Provinz Sichuan vereinbart. Das Konzept sieht vor, dass alle Abfallarten sowie Behandlungs- und Verwertungsschritte an einem Platz bearbeitet und bestmöglich in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt, Restabfälle minimiert und die Luft- und Wasserverschmutzung der Region verringert werden. Alba hält Spezialisten für alle Abfallarten vor, erstellt federführend das Konzept, organisiert das Zusammenspiel und bewirbt sich auch selbst um einige Module. Der Deyang Resource Recycling Industrial Park gilt als Modell für eine nachhaltige Abfallwirtschaft in China. Entsorgungs- und Recyclingkonzepte für die Anwendung in Mega Cities werden hier praktisch erprobt. Das Investitionsvolumen beträgt rund 1 Mrd. €. Anfragen für weitere Parks in anderen Regionen liegen bereits vor. www.albagroup.de >>>Eine neue, leistungsorientierte Unternehmenskultur, die konsequente Ausrichtung auf Spezialchemie sowie eine höhere Innovationskraft: So will der neue Vorstand Christian Kullmann aus Evonik den besten Spezialchemiekonzern der Welt formen. Er kündigte an, dass sich das Unternehmen beim Volumenwachstum stärker entwickeln soll als die Weltwirtschaft. Zugleich soll die bereinigte EBITDA-Marge nachhaltig auf ein höheres Niveau von 18 bis 20 % gebracht werden. Im historischen Vergleich lag sie etwa zwischen 16 und 18 %. Kullmann strebt ein ausgewogenes Portfolio an, das noch stärker auf Geschäfte mit klarem Spezialchemie-Charakter konzentriert wird. In vier Bereichen sieht er für Evonik überdurchschnittliches Potenzial für Wachstum und Margen: Specialty Additives, Animal Nutrition, Smart Materials sowie Health Care. Auf diese Bereiche werden Investitionen gezielt ausgerichtet. Ein wesentlicher Beitrag zur weiteren Verbesserung der Profitabilität wird aus Innovationen erwartet. Mittelfristig solle der Umsatz mit Produkten und Anwendungen, die jünger als fünf Jahre sind, auf 16 % des Gesamtumsatzes steigen. www.evonik.de >>>Die Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH hat zum 1. Juli 2017 die Vogelsang GmbH & Co. KG ausgegründet. Der in Essen/Oldenburg ansässige Maschinenhersteller gliedert mit diesem Schritt alle operativen Geschäftsbereiche in die neu geschaffene Gesellschaft aus. Die Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH bleibt als Holding bestehen und hält zukünftig die Anteile an den Tochterunternehmen. Bisherige Verträge und Vereinbarungen behalten ihre Gültigkeit, Kunden- und Mitarbeiterverträge gehen unverändert und vollständig auf die Vogelsang GmbH & Co. KG über. Mit der Umstrukturierung sind keine weiteren Veränderungen innerhalb des Konzerns verbunden. www.vogelsang.info 8 UmweltMagazin Juli - August 2017

Nachrichten Köpfe Mit dem Ende der Hauptversammlung hat Dr. Klaus Engel, langjähriger Vorstandschef von Evonik, sein Amt an Christian Kullmann übergeben. Neu in den Aufsichtsrat wählten die Anteilseigner den Vorstandsvorsitzenden der Linde AG, Prof. Dr. Aldo Belloni. Dieser tritt die Nachfolge von Haniel-Vorstandschef Stephan Gemkow an, der sein Mandat zur Hauptversammlung niedergelegt hatte. Wärmebildkamera-Weltmarktführer Flir Systems hat James J. Cannon mit Wirkung zum 19. Juni 2017 zum Präsidenten und Chief Executive Officer ernannt. Er wird Andy Teich folgen, der in den Ruhestand geht. Daniele Ferrari ist neuer Präsident von PlasticsEurope. Der CEO von Versalis folgt auf Patrick Thomas, CEO von Covestro, der die Position seit 2011 innehatte. Peter Kurth, der bereits seit dem Jahr 2008 Präsident des BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. ist, wurde für weitere drei Jahre erneut an die Spitze des Verbandes gewählt. Petersberger Klimadialog Zusammenhalt und Entschlossenheit beim Klimaschutz Beim achten Petersberger Klimadialog Ende Mai dieses Jahres haben sich die Beteiligten klar zum Pariser Klimaschutzabkommen und dessen ambitionierten Umsetzung bekannt. Zentrales Thema war die Vorbereitung der Weltklimakonferenz COP 23, die im November in Bonn unter der Präsidentschaft von Fidschi stattfinden wird. Auf dem Programm stand zudem die OECD-Studie „Investing in Climate, Investing in Growth“, die im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft erstellt wurde. Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche war die Vorbereitung der Weltklimakonferenz COP 23. Thema dort wird unter anderem das Regelwerk zur Detail-Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens sein. Vorbereitet Impression vom achten Petersberger Klimadialog. werden soll auch der „Facilitative Dialogue“ im Jahr 2018, der erstmals bilanzieren soll, welchen Fortschritt die Staatengemeinschaft bislang beim Klimaschutz gemacht hat. Deutschland unterstützt Fidschi bei der organisatorischen Vorbereitung der COP 23. Gemeinsam mit dem UN-Klimasekretariat haben Fidschi und Deutschland ein Konferenzkonzept entworfen, das nicht nur den Klimadiplomaten, sondern auch nicht- staatlichen Akteuren breiten Raum gibt. Nach dem Konzept „eine Konferenz, zwei Zonen“ wird es in Bonn eine „Bula Zone“ für die Verhandlungen geben und eine „Bonn Zone“, in der es um konkrete Initiativen und Projekte geht. Die Bundesregierung veranstaltet den Petersberger Klimadialog seit 2010. Im ersten Jahr fand er auf dem Petersberg bei Bonn statt. Das Treffen hat sich inzwischen als wichtiger Termin in der internationalen Klimadiplomatie etabliert. Die Treffen finden im informellen Stil statt, um eine offene Debatte zu fördern. Ko- Vorsitzender ist jeweils das Land, das der nächsten Weltklimakonferenz vorsitzt. www.bmub.bund.de Bild: BMUB/Thomas Koehler UmweltMagazin Juli - August 2017 9

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