Aufrufe
vor 1 Jahr

07-08 | 2018

Luft Übrig bleibt nach

Luft Übrig bleibt nach dem Dekanter-Durchlauf eine konzentrierte, zähe Masse. Gleichzeitig dreht sich im Inneren eine Schnecke mit einer geringen Differenzdrehzahl relativ zur Trommel und fördert die abgesetzten Feststoffe in Richtung des konisch verengten Trommelendes, wo sie nach unten ausgetragen werden. Dieser relativ trockene Schlamm wird gesammelt und im Hafen entsorgt. Die geklärte Flüssigkeit fließt zum zylindrischen Trommelende und läuft dort über Öffnungen im Trommeldeckel sauber und drucklos ab. Betriebssicherheit sowie auch hohe Standzeiten sind absolut gesichert, da Flottweg für alle produktberührten Bauteile ausschließlich hochwertigen rost- und säurebeständigen Edelstahl verwendet. So ist die Trommel aus hochfestem Duplex-Schleuderguss und der Schneckenkörper aus Edelstahl-Schleuderguss. Das schützt optimal vor Korrosion, was bei hoch aggressiven Reststoffen aus der Abgaswäsche enorm wichtig ist. Zentrifuge reduziert um mehr als 90% Der Erfolg des Verfahrens zeigt sich auch auf hoher See schnell: Enthält die Schlammschicht nach dem BO- TU-Verfahren mit 2 % TS Gew.%. noch eine große Menge an wässriger Phase, entwässert der Dekanter ca. 20 bis 22 % TS Gew.%. Die gereinigte Wasserphase wird mit dem gereinigten Wasser der Flotation abgegeben und so verbleibt nur eine sehr kleine Restmenge Schlamm: Diese konnte dank des Verfahrens von 500 kg/h auf 45 kg/h reduziert werden – bei entsprechender Minimierung des Volumens. Die geringen Schlammmengen passen in einen kleinen Container, der leicht von Bord gehoben werden kann. Er wird im Hafen von Rotterdam entsorgt. Nicht nur aus umwelttechnischer Sicht, sondern auch wirtschaftlich ist der Dekanter ein großer Erfolg: Das Entsorgungsverfahren wird deutlich optimiert, da die wöchentliche Entsorgung per LKW entfällt. Die Kostenersparnis ist dadurch erheblich. Bei Stena Lines freute man sich zudem darüber, dass das Flottweg Back Drive System so einfach zu handhaben ist und dass durch die integrierte drehmomentabhängige Schneckendrehzahlregelung eine Verstopfung auch bei schwankenden Feststofffrachten vermieden wird. Das moder- Bilder: Flottweg SE ne Steuerungssystem bietet eine schnelle Übersicht über den Betriebszustand der gesamten Entwässerungseinheit. „Unser Ziel ist es, den Prozess der Feststoffabtrennung weiter zu optimieren“, sagt Peter Polifka, Sales Industrial Waste Water, Minerals and Oil bei Flottweg. „Mit Unterstützung eines kompetenten Kunden wie Stena Line werden wir weiter an neuen Prozessvarianten und Verbesserungen des Dekantereinsatzes im Bereich Bleed Off Teatment arbeiten“. Unkomplizierte und universelle Anwendung des Dekanters Gegenüber anderen Trennverfahren überzeugt die Dekanter-Technologie generell mit unkomplizierter Bedienbarkeit und hoher Flexibilität. Während des Betriebes ist kein Reinigungszyklus erforderlich. Die Maschine ist wirksam vor Verschleiß geschützt, daher besteht auch nur ein geringer Bedarf an Wartung und Ersatzteilen. Außerdem entstehen keine zusätzlichen Abfälle, da die Dekanter-Zentrifugen von Flottweg keinerlei Filterhilfsmittel oder -tücher benötigen. Durch speicherprogrammierbare Steuerung oder Fernüberwachung können die Geräte während des Betriebs automatisch an variable Zulauf- und Betriebsbedingungen angepasst werden. Weitere Vorteile sind ein geringer Platzbedarf und die geschlossene Bauweise – dadurch werden keine Emissionen in die Umgebung abgegeben. Dank der Materialauswahl sind die Flottweg- Dekanter für eine lange Lebensdauer ausgelegt. Die verwendeten Duplexwerkstoffe helfen Korrosion zu vermeiden. Das macht die eingesetzte modulare Modellbaurehe gerade auch für die Belastungen durch Natriumchlorid und Schwefel einsatzfähig . Das vereinfachte Handling zur Entsorgung des Restschlamms bringt zudem eine deutliche Kostenersparnis mit sich. Nils Engelke, Peter Polifka (beide Flottweg SE), mail: enge@flottweg.com 46 UmweltMagazin Juli - August 2018

Organschaften Aufruf VDI vergibt Studienpreis Kontakt VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) Dr.-Ing. Jochen Theloke Postfach 101139 40002 Düsseldorf Tel.: 0211/6214-369 Fax: 0211/6214-97369 geu@vdi.de www.vdi.de/geu Bild: Uschi Dreiucker/Pixelio.de Zur Förderung des Ingenieurnachwuchses im Hochschulbereich vergibt die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) einmal jährlich einen Preis für eine hervorragende energie-/umweltrelevante Abschlussarbeit von Bachelor-, Master- oder Diplomstudiengängen. Dieser ist mit 1 500 Euro und einer Urkunde dotiert. Die betreffenden Lehrstühle in den Fakultäten und Fachbereichen der einschlägigen Hochschulen werden gebeten, potenzielle Bewerber zur Einreichung ihrer Arbeit zu motivieren. Das Thema der Abschlussarbeit soll technisch orientiert und fachlich den Themen der VDI-GEU zugeordnet sein. Die Einreichung der Arbeit und Bewertung durch das betreuende Institut dürfen nicht länger als zwölf Monate zurückliegen. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 30. September 2018 bei der VDI-GEU einzureichen. Bewerbungsformulare und weitere Informationen finden Sie unter www.vdi.de/geu-studienpreis. VDI-Bezirksvereine Treffen der Arbeitskreis-Vorsitzenden der VDI-GEU/VDI-GVC Zu ihrem traditionellen Frühjahrstreffen kamen im April dieses Jahres zehn Vorsitzende der Arbeitskreise Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik der VDI-Bezirksvereine in Augsburg zusammen. Zu Beginn begrüßte Dipl.-Oec. Wolfgang Hehl, der Geschäftsführer des Innovationsparks Augsburg, die Vorsitzenden der Arbeitskreise. In der Geschäftssitzung referierte Prof. Dr.-Ing. Rommel, Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelttechnik des Bezirksvereins Augsburg, zum Thema „Industrielle Abwärmenutzung am Beispiel der SGL Group und der Standort-Kommune Meitingen“. Anschließend tauschten sie sich über die Aktivitäten in ihren Arbeitskreisen aus. Dr.-Ing Jochen Theloke, Geschäftsführer der VDI-GEU, und Dr.-Ing Uwe Delfs, Mitarbeiter der VDI-GVC, berichteten über aktuelle Aktivitäten der Fachgesellschaften. Im Rahmen der Veranstaltung besichtigten die Vorsitzenden den Innovationspark Die Arbeitskreisvorsitzenden und der Geschäftsführer des Innovationsparks Augsburg, Wolfgang Hehl (2.von rechts). Augsburg und die bifa Umweltinstitut GmbH. Gastgeber der Wochenendveranstaltung war der VDI-Bezirksverein Augsburg; das Programm wurde von Dipl.- Ing. Jörg Kiel und Prof. Dr.- Ing. Wolfgang Rommel gestaltet. Bild: U. Delfs, VDI UmweltMagazin Juli - August 2018 47

Ausgabenübersicht