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07-08 | 2018

Organschaften

Organschaften VBU-Jubiläum 30 Jahre Interessenvertretung für Beauftragte Es sind inzwischen 30 Jahre vergangen, dass der Berufsverband der Beauftragten gegründet wurde. Am 10. Mai 1988 trafen sich rund 70 Beauftragte in Düsseldorf zu einer konstituierenden Sitzung mit dem Ziel, im damals bevorstehenden Gesetzgebungsverfahren zur 3. Novellierung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) eine grundlegende Stärkung ihrer Rechtsstellung zu erreichen, die zuvor seit 1974 nur rudimentär geregelt war. Es ging um die Initiative für eine gesetzliche Konkretisierung von Aufgaben- und Zuständigkeitsbereichen bei ihrer Bestellung, Definition von Beteiligung, Zugangsrechten zu Geschäftsleitung und um eine Absicherung ihrer Existenz durch einen Sonderkündigungsschutz, um den das ursprüngliche Benachteiligungsverbot auszuweiten war. 1990 konnte dann tatsächlich erreicht werden, dass diese Beauftragtenrechte zunächst für den Immissionsschutzbeauftragten festgeschrieben wurden. Mitte der 1990er Jahre galten die Vorschriften dann aufgrund einer Verweisungsvorschrift zum BImSchG im Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetz auch für den Abfallbeauftragten. Anschließend wurden sie dann im Rahmen der 6. Novelle zum Wasserhaushaltsgesetz auch für die Position des Gewässerschutzbeauftragten übernommen. Eine besondere Bedeutung er- langte anschließend das Angebot eines Verbandsrechtsschutzes, zu dem sich VBU-Mitglieder zu einem gesonderten Beitrag anmelden können. Er wurde Anfang der 1990er Jahre in das Leistungsangebot des Verbandes aufgenommen, nachdem sich aufgrund persönlicher Betroffenheit im Einzelfall konkreter Bedarf für Rechtsberatung und -vertretung in beruflichen Angelegenheiten ergeben hatte, den der VBU seit einer Satzungsergänzung im Rahmen des Rechtsdienstleistungsgesetzes abdecken konnte und seither für betroffene Mitglieder anbieten darf. Dem VBU-Anliegen nach einer Definition von Fachkunde und Zuverlässigkeit für alle Beauftragtenpositionen nach den Umweltgesetzen in Analogie zu den Vorschriften für Fachkunde und Zuverlässigkeit für den Immissionsschutzbeauftragten in den §§ 7 ff der 5. BImSchV ist zwischenzeitlich zumindest hinsichtlich der Anforderungen für Abfallbeauftragte eine Definition in der Abfallbeauftragtenverordnung vom 16. Dezember 2016 entsprochen worden, so dass nunmehr nur noch die Voraussetzungen an Fachkunde und Zuverlässigkeit eines Gewässerschutzbeauftragten aussteht. Für den VBU als Berufsverband von Beschäftigten mit gesetzlichen Initiativpflichten von besonderer Bedeutung ist, dass ihm das Kuratorium der Kontakt Verband der Betriebsbeauftragten (VBU) e.V. Jörg ten Eicken Alfredstraße 77-79 45130 Essen Tel.: 0201/95971-15 Fax: 0201/95971-29 info@vbu-ev.de www.vbu-ev.de Deutschen Stiftung Umwelt im Herbst des vergangenen Jahres die Vorschlagsberechtigung für den renommierten Deutschen Umweltpreis eingeräumt und ihn so mit Institutionen wie zum Beispiel Arbeitgeber-, Branchen und Umweltschutzverbänden, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftsgremien gleichgestellt hat. Vieles ist also erreicht worden. Für die nächste Dekade bleiben für den VBU aber noch genug Themen, die im Interesse der Beauftragten vertreten und umgesetzt werden sollen. Hier wird das Anliegen von Zeitvorgaben für die Erfüllung der Beauftragtenaufgaben und die Vermeidung von unzumutbarer Mehrfachbeauftragung in einer Person im Mittelpunkt stehen, die einer effektiven Erledigung von gesetzlichen Aufgaben in der Praxis häufig entgegenstehen. Sonderdrucke – ein werbewirksames Marketing- und PR-Instrument Ist in einer unserer Fachzeitschriften ein Beitrag von Ihrem Unternehmen erschienen? Dann nutzen Sie doch die Möglichkeit, von diesem Beitrag einen attraktiven Sonderdruck erstellen zu lassen. Sonderdruck aus UmweltMagazin 4/5-2012 Der nachhaltige Umgang mit Re sourcen gewinnt in a len Wirtschaftszweigen immer mehr an Bedeutung. In Bund und Ländern gibt es zunehmend Aktivitäten rund um das Thema ressourcene fizientes, also material- und energiesparendes Wirtschaften, dessen Kern der Produktionsintegrierte Umweltschutz (PIUS) ist. Um a len Beteiligten den gleichen Wissensstand zum Themenbereich zu vermitteln, Doppelungen zu vermeiden und Synergien zu nutzen, ist der kontinuierliche Austausch über die Ländergrenzen hinweg eine Grundvoraussetzung. Henning H. Si tel I PIUS: Wissen über Ressourceneffizienz PIUS-Länderkonferenzen: Austausch zum Erfolg das Thema mi tlerweile geworden ist. mi tlung über das Internet werden über Einzelaktivitäten wie beispielsweise das das Angebot der PIUS-Länderkonferenzen, des PIUS-Internet-Portals und der durch das BMU init ierte Netzwerk Ressourcene fizienz sowie die steigende PIUS-Netzwerke unterstützt. Anzahl von Unterstützungsangeboten in diesem Bereich sind ein weiterer Ausdruck dafür, da s dieses Thema ganz oben auf der politischen Agenda angekommen ist. und Re sourcene fizienz“ – das ist das „Gemeinsam zu mehr Innovation Mo to der vierten PIUS-Länderkonferenz, die am 15. und 16. Ma in Mainz sta tfinden wird. Mit der Veranstaltung wird der kontinuierliche Dialog über die Ländergrenzen hinweg fortgesetzt, der mit der ersten Konferenz im Dezember 2002 in Duisburg gestartet und 2006 sowie 2009 in Bonn erfolgreich fortgesetzt Ziel a ler Aktivitäten ist die Wirtschaft. Die produzierenden Unterneh- wurde. Der Kreis der Veranstalter hat n Politik und Wirtschaft sowie in Wissenschaft und Forschung wir dem men in Deutschland, insbesondere die sich seit 2002 kontinuierlich vergrößert. In Mainz wird eine Pla tform ge- Thema Re sourcene fizienz ein immer kleinen und mi tleren, mü sen kontinuierlich für das Thema Re sourcenscha fen, auf der Unternehmen, Berater größerer Ste lenwert eingeräumt. Die Gründung der Deutschen Materiale fizienzagentur (demea; 2006) durch das möglichst schne l und aktue fizienz sensibilisiert und Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) e l mit Infos und Unterstützungsangeboten versorgt und der VDI-Zentrum für Re sourceneffizienz GmbH (VDI ZRE; 2009) durch werden, damit in der Praxis das Bundesumweltministerium (BMU) die Chancen für eine gesteigerte We tbewerbsfähigkeit genutzt und Vertreter von Ministerien aus Bund sowie die vielfältigen Aktivitäten auf EU-Ebene zum „Re sourcenschonenden Europa“ sind auf politischer Seite eine Kombination aus der Internet-Nut- von Institutionen die Chance zum per- werden können. Dabei zeigt sich, da s und Ländern, aus der Verwaltung und Beispiele für die große Bedeutung des zung un dem regelmäßigen persönlichen Austausch die besten Chancen cene fizientes Wirtschaften mit Blick sönlichen Austausch haben. Re sour- Themas. Auch die Gründung der „Deutschen Rohsto fagentur“ im Oktober bietet. Sowohl der persönliche Austausch als auch die Informationsver- sende Themenfelder steht dabe im auf Innovationen und zukunftswei- 2010 durch das BMWi zeigt, wie sensibel Mit- • Sonderdrucke werden individuell nach Ihren Wünschen gestaltet • Ihr Logo und Ihre Kontaktdaten können eingefügt werden • Fremdanzeigen und Fremdtexte werden entfernt • Sonderdrucke sind kostengünstig und lassen sich vielseitig einsetzen (z. B. auf Ihrem Messestand, für Kunden und Mitarbeiter etc.) Profitieren Sie vom Imagetransfer und dem hohen Renommee unserer Fachzeitschriften. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein unverbindliches Angebot. Informieren Sie sich jetzt: Kornelia Grund Telefon: 0211/6103-369, Fax: 0211/6103-300 E-Mail: grund@springer-vdi-verlag.de Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Internet: www.springer-vdi-verlag.de Umwelt_Sonderdruck_210x87 NEU.indd 1 28.09.2012 08:56:06 48 UmweltMagazin Juli - August 2018

Organschaften EMAS Club Europe Regionalgruppe Südost Teilnehmer des Treffens der EMAS Club Europe Regionalgruppe Südost bei der BauFritz GmbH & Co. KG in Erkheim. Bereits zum 12. Mal lud der Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement e.V. mit seiner Regionalgruppe Südost des EMAS Club Europe zu einem Erfahrungsaustausch für EMAS-registrierte Organisationen und solche, die eine Registrierung planen, ein. Gastgeber war das Familienunternehmen BauFritz in Erkheim, das in einem Rundgang durch die Produktion und Besichtigung von Musterhäusern die Teilnehmer über den ökologischen Hausbau und die Philosophie des Unterneh- Die Umstellung auf die revidierte ISO 14001 muss bis September 2018 vollzogen sein, und davon ist auch EMAS betroffen, da die internationale Norm als Anhang II das Umweltmanagementsystem von EMAS beschreibt. Damit sind die Änderungen auch in der Umweltprüfung, der Umweltbetriebsprüfung und der Umwelterklärung abzubilden. Ein Schwerpunkt des diesjährigen Umweltgutachtertags am 20. September 2018 in der IHK für München und Oberbayern wird eine Podiumsdiskussion sein, bei der verschiedene Akteure über das „Für und Wider“ eines verbindlichen (Mindest-) Aufwands für die Begutachtung diskutieren. Teilnehmende sind beispielsweise die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH und die DAU-Deutsche Akkreditierungsund Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH. Ebenso werden Umweltgutmens informierte. In einem Impulsvortrag zu Corporate Social Responsibility durch Tina Heinemann, WUQM-Consulting GmbH, konnte den Teilnehmern das Konzept der ISO 26000 nähergebracht werden. Im Anschluss daran ging Frank Kermann von der Geschäftsstelle des Umweltgutachterausschusses auf den neuen Anhang IV der EMAS-Verordnung ein, dessen kleinere Änderungen weitestgehend Erleichterungen und Präzisierungen für EMAS-Organisationen bedeuten. In einer nachfolgenden Diskussion wurde die Frage der praktischen Umsetzung erläutert. Abschließend berichtete Lennart Schleicher, Bild: www.EMAS.de – Frank Kermann Kontakt Verband für Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement (VNU) e.V. Geschäftsstelle c/o Christina Geiger Am Hangelstein 8 65812 Bad Soden Tel.: 0700/86811-223 Fax: 0700/86811-224 vnu@vnu-ev.de www.vnu-ev.de Leiter der Regionalgruppe Südost, über die neuen Anforderungen für Arbeitsschutzmanagementsysteme, die mit der ISO 45001 im März 2018 veröffentlicht wurden, und den bis dahin geltenden Standard BS OHAS 18001 ablösten. Die Implementierung der ISO-Norm sollte, so Schleicher, auch für EMAS-Unternehmen keine große Hürde darstellen, da die ISO 45001 durch die normübergreifende High Level Structure in vielen Teilen mit der ISO 14001 übereinstimmt. Das nächste Treffen der Regionalgruppe Südost ist für den 7. November 2018 bei Roche Diagnostics in Penzberg geplant. EMAS-registrierte Organisationen und solche, die auf dem Weg dahin sind, sind herzlich eingeladen. Die freigegebenen Vorträge stehen den VNU- Mitgliedern zum Download auf den Homepage zur Verfügung. Veranstaltung Umweltgutachtertag 2018 achter und Anwender aus verschiedenen Unternehmensgrößen ihre Erfahrungen einbringen und Argumente abwägen, welche Inhalte zu prüfen sind und welcher Aufwand sich daraus ableitet. Am Nachmittag wird es Beiträge zu aktuellen Themen des Umweltrechts, wie die Auswirkungen der (neuen) wasserrechtlichen Erlaubnis beziehungsweise zur neuen Anlagenverordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen oder zum Stand der Revision der TA Luft geben. Der abschließende Veranstaltungsblock ist für die Fragen und den Erfahrungsaustausch der Anwesenden vorgesehen. Ansatzpunkte sind die Revision des Anhangs IV (Umwelterklärung), Erfahrungen zur Begutachtung der Führungsverantwortung oder des Themas Kompetenz. Die Anmeldung und das Programm finden Sie auf der Homepage des VNU. Termine 2018/2019 > 11. September 2018: EMAS Club Europe, Regionalgruppe Rhein-Main, Ernst & Young GmbH, Eschborn > 20. September 2018: Umweltgutachtertag, IHK für München und Oberbayern, München >10. Oktober 2018: EMAS Club Europe, Regionalgruppe Rhein- Ruhr, Niederrheinische IHK in Duisburg > 7. November 2018: EMAS Club Europe, Regionalgruppe Südost, Roche Diagnostics GmbH, Penzberg > 27. März 2019: Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagertag, IHK Frankfurt am Main UmweltMagazin Juli - August 2018 49

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