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07-08 | 2018

Nachrichten Vogelsang

Nachrichten Vogelsang Wachstum in Zahlen und Innovationskraft Die Vogelsang GmbH & Co. KG aus Essen/Oldb. steigerte im Geschäftsjahr 2017 ihren Umsatz um 14 % auf rund 105 Mio. € und bleibt damit weiterhin auf Wachstumskurs. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen zusätzliche Produktionsstätten und Tochtergesellschaften unter anderem in Russland, Brasilien, Marokko, Dubai und Portugal errichtet und bestehende Standorte ausgebaut. Durch die Erweiterung des Niederlassungsnetzes und die Eingliederung der beba Technology GmbH & Co. KG in die Vogelsang-Gruppe im September 2017 ist die Mitarbeiterzahl auf über 900 Beschäftigte gestiegen. Vergrößert hat sich auch das Produktportfolio: Im Geschäftsbereich Agrar hat Vogelsang mit dem DosiMat DMX einen verbesserten Exaktverteiler auf den Markt gebracht: Eine Steuerungseinheit soll die Gülleausbringung und das Handling von Schleppschlauchgestängen vereinfachen. Mit dem Flow Performance Monitor für die Sätechnik hat das Unternehmen ein neues Geschäftsfeld in der Agrarwirtschaft erschlossen. Der Sensor für die Durchflusskontrolle von Dünger lässt sich nun für pneumatische Drill- und Düngemaschinen nutzen und überwacht den störungsfreien Fluss im Ablaufschlauch der Sämaschine. Für die Drehkolbenpumpen der VX-Serie entwickelte Vogelsang Pumpengehäuse und Kolbenkerne aus Aluminium. Diese eignen sich aufgrund ihres geringen Gewichts besonders für den Einsatz an Tankfahrzeugen in der Landwirtschaft und für den Straßentransport. Bei der Neuentwicklung RoadPump Plus handelt es sich um eine Lösung, Vogelsang-Hauptgebäude am Standort in Essen/Oldb.. die die hygienische Abwasserentsorgung aus Reisebussen vereinfachen und Tankstellenund Raststättenbetreiber ebenso wie Busunternehmen entlasten soll. Sie wurde kürzlich mit dem busplaner-Innovationspreis 2018 in der Kategorie Werkstatt ausgezeichnet. Um den technischen Anforderungen auch weiterhin gerecht zu werden und die Umsetzung von Produktinnovationen voranzutreiben, plant Vogelsang auch in diesem Jahr deutliche Investitionen in neue Werkzeugmaschinen, F&E und Gebäude. www.vogelsang.info Bild: Vogelsang BASF/Solenis Zusammenschluss der Papier- und Wasserchemikaliengeschäfte BASF und Solenis haben am 2. Mai 2018 eine Vereinbarung über einen Zusammenschluss des BASF-Geschäfts für Wet-End Papier- und Wasserchemikalien mit Solenis unterzeichnet. Das kombinierte Unternehmen hatte im Jahr 2017 einen Pro-Forma-Umsatz von rund 2,4 Milliarden € und beschäftigte etwa 5.000 Mitarbeiter. Ziel ist es, durch einen starken Kundenfokus als globaler Lösungsanbieter einen Mehrwert für Kunden der Papier- und Wasseraufbereitungsindustrien zu schaffen. Das Portfolio des gemeinsamen Unternehmens für die Papierindustrie umfasst die gesamte Produktpalette an Prozess- und funktionalen Wet-End-Papierchemikalien für den Wasserkreislauf in Papiermühlen sowie umfassende Service-Leistungen. Kunden der Wasseraufbereitungsindustrie werden von dem qualitativ hochwertigen Serviceangebot von Solenis sowie der breiten Plattform von Wasseraufbereitungschemikalien der BASF profitieren. Vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden wird ein Abschluss der Transaktion frühestens Ende 2018 erwartet. Finanzielle Details der Transaktion werden nicht bekanntgegeben. www.basf.com BMUB Förderung von Elektrobussen Das Bundesumweltministerium (BMUB) unterstützt die Modernisierung des öffentlichen Personennahverkehrs. Im Rahmen des Sofortprogrammes „Saubere Luft“ stehen ab sofort Fördergelder für die Beschaffung von Elektrobussen bereit. Die EU-Kommission hat der Förderrichtlinie des BMUB zustimmt. Konkret fördert das BMUB die Anschaffung von mehr als fünf Batterie-Bussen mit bis zu 80 % der Investitionsmehrkosten. Diese umfassen alle Kosten, die im Vergleich zur Anschaffung eines Diesel-Busses zusätzlich anfallen Förderfähig sind daher auch die dazugehörende Ladeinfrastruktur sowie weitere Maßnahmen, die zur Inbetriebnahme von Elektrobussen nötig sind, zum Beispiel Schulungen und Werkstatteinrichtungen. Plug-In-Hybridbusse werden wie bisher mit bis zu 40 % der Investitionsmehrkosten gefördert. Elektrobusse, die in Gebieten mit hoher Schadstoffbelastung zum Einsatz kommen, werden bevorzugt gefördert. Gleiches gilt für Gebiete mit einer hohen Lärmbelastung. Das BMUB stellt für die Förderung vorerst kurzfristig 35 Mio. € zur Verfügung, eine weitere Aufstockung ist zeitnah vorgesehen. www.bmub.bund.de 8 UmweltMagazin Juli - August 2018

Nachrichten Interseroh Leistungen für Kreislaufwirtschaft & Klimaschutz gewürdigt Der Kölner Umweltdienstleister Interseroh hat sich erfolgreich für die KlimaExpo.NRW qualifiziert. Mit der Aufnahme in die landesweite Klimaschutzinitiative würdigt die Landesregierung NRW die Leistungen des Unternehmens für die Kreislaufwirtschaft und den Klimaschutz. Der Umweltdienstleister, der zum international tätigen Recyclingspezialisten und Rohstoffversorger ALBA Group gehört, hat sein gesamtes Geschäftsmodell auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Gemeinsam mit seinen Kunden aus Handel und Industrie setzt Interseroh beispielsweise neuartige Lösungen zur Kreislaufführung von Materialien, Produkten und Verpackungen um. 2016 wurden allein durch die Recyclingaktivitäten innerhalb der Unternehmensgruppe Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 4,3 Millionen Tonnen vermieden – so viel, wie die Stadt Wuppertal mit ihren rund 350.000 Einwohnern und 430 Industriebetrieben an CO 2 -Emissionen verursacht. Das hat das Fraunhofer-Institut Umsicht in einer wissenschaftlichen Studie ermittelt. In mehrjähriger Forschungsarbeit hat Interseroh darüber hinaus ein Verfahren entwickelt, das die Produktion hochwertiger Kunststoffgranulate aus Altkunststoffen, die unter anderem aus der Sammlung von Verpackungsabfällen in der Gelben Tonne/dem Gelben Sack stammen, ermöglicht. So setzen mittlerweile immer mehr Hersteller den patentierten Upcycling-Kunststoff Procyclen als vollwertigen Ersatz für erdölbasiertes Neumaterial ein – etwa zur Produktion von Mehrweg-Versandboxen, Textmarkern oder Kunststoffflaschen. Seine Verwendung spart gegenüber dem Einsatz von Primärmaterial zwischen 30 und 50 Prozent Treibhausgase ein. Die eingesparten Im Bild (von links nach rechts): Stephanie Thiele, Nachhaltigkeitsmanagerin Interseroh, Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, und Sybilla Merian, Nachhaltigkeitsmanagerin Interseroh, bei der Verleihung der offiziellen Urkunde in Köln. Emissionen weist Interseroh einmal jährlich für seine Kunden in einem individuellen Zertifikat aus. Auch im eigenen Haus hat Interseroh die Weichen auf Klimaschutz gestellt. Jedes Jahr berechnet das Unternehmen seinen Carbon Footprint und konnte 2016 seine Treibhausgasemissionen gegenüber dem Vorjahr um nahezu 4 Prozent reduzieren. Bis 2025 soll dieser Wert weiter deutlich sinken, dann sollen an den Interseroh-Standorten nur noch halb so viele Treibhausgase entstehen wie heute. www.klimaexpo.nrw. Bild: KlimaExpo.NRW Endress+Hauser Erfolgreiches Jahr 2017 Endress+Hauser hat 2017 Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Firmengruppe profitierte von einer erstarkten Branchenkonjunktur und setzte mit vielen Produktneuheiten – darunter erste digitale Dienstleistungen – Akzente. Zahlreiche neue Stellen, hohe Investitionen sowie gute Fortschritte auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit unterstreichen die ausgewogene Entwicklung. Der Nettoumsatz stieg 2017 um 4,8 Prozent auf 2,241 Milliarden Euro. Die Aufwertung des Euro gegenüber den meisten Währungen verzerrt jedoch das Bild. In lokalen Währungen sind es 6,5 Prozent, im Instrumentierungsgeschäft 8,0 Prozent. Der starke private Konsum, ein sich stabilisierender Ölpreis sowie tiefe Zinsen schlugen sich 2017 in höheren Investitionen in der verfahrenstechnischen Industrie nieder. Das Unternehmen hat, nach eigenen Angaben, in allen Regionen und Branchen gute Geschäfte gemacht. China und die USA – zwei der drei größten Märkte – wuchsen dynamisch; in Deutschland, der Nummer eins, hinkten die Umsätze zum Jahresende dem bereits anziehenden Auftragseingang noch hinterher. Die gute Entwicklung war über die verschiedenen Branchen breit abgestützt. Auch die Öl- und Gas-Industrie trug wieder zum Wachstum bei. Der Energie- und Kraftwerkssektor entwickelte sich vor allem im Bereich der regenerativen Energien weiter. Innovative Technik gab dem Geschäft wichtige Impulse. Endress+Hauser lancierte im vergangenen Jahr 57 neue Produkte und 571 Geräteoptionen. News – Online Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen auf 170,7 Millionen Euro. Dies entspricht 7,6 Prozent des Umsatzes. Eine immer wichtigere Rolle spielt der Bereich Digitalisierung und die Konzepte für die Industrie 4.0 nehmen konkrete Gestalt an. So brachte Endress+Hauser eine erste digitale Dienstleistung zur Analyse und Verwaltung der installierten Gerätebasis auf den Markt. Drei Akquisitionen stärken das Angebot der Gruppe zur Messung und Analyse qualitätsrelevanter Parameter. Die Systeme von SensAction messen Konzentrationen in Flüssigkeiten, die Sensoren von IMKO Micromodultechnik detektieren die Feuchte in Feststoffen. Die Technologie von Blue Ocean Nova erlaubt es, spektroskopische Verfahren direkt in den Produktionsprozess zu integrieren. Im Laborbereich fokussierte sich Analytik Jena noch stärker auf das Kerngeschäft mit Instrumenten und bioanalytischen Systemen. www.endress.com Weitere Nachrichten finden Sie tagesaktuell auch im Internet unter www.umweltmagazin.de (Rubrik: Branchen-News). UmweltMagazin Juli - August 2018 9

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