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07-08 | 2019

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Nachrichten Alpla/GC

Nachrichten Alpla/GC Investition in das erste Recyclingwerk PTT Global Chemical (GC) un Alpla arbeiten gemeinsam an einer praktikablen Studie für den Bau eines Recyclingwerks in Thailand. Das gaben die Unternehmen im Rahmen des „Circular Living Symposium 2019 – Upcycling Our Planet“ Ende Juni in Bangkok bekannt. Alpla entwickelt und produziert weltweit innovative Verpackungslösungen aus Kunststoff und ist seit über 25 Jahren im Recycling aktiv. Mit zwei eigenen Recyclingwerken in Österreich und Polen und Joint Ventures in Deutschland und Mexiko gilt der Kunststoffkonverter mittlerweile auch als bevorzugter Partner für PET-Recycling. Gemeinsam mit GC prüft Alpla derzeit weitere Aktivitäten in Thailand. GC ist das Aushängeschild der PTT Group in Sachen Chemie. Mit dem Ziel, stets den Einsatz von Ressourcen zu optimieren, hat sich das Unternehmen den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft verschrieben. Beispiele sind die Entwicklung biobasierter Kunststoffe als Alternative zu Plastik oder die Implementierung von effektiven Abfallwirtschaftssystemen. 2018 unterzeichnete Alpla das Global Commitment der New Plastics Economy, eine Initiative der Ellen MacArthur Foundation in Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Alpla und PTT Global Chemical (GC) arbeiten gemeinsam an einer Machbarkeitsstudie für den Bau eines Recyclingwerks in Thailand. Das gaben der Alpla Regional Manager Bernd Wachter und Supattanapong Punmeechaow, Präsident und CEO von GC, im Rahmen des „Circular Living Symposium 2019 – Upcycling Our Planet“ Ende Juni dieses Jahres in Bangkok bekannt. Vereinten Nationen. Als Ziel definierte es den Ausbau der Recyclingaktivitäten, mit einer dafür vorgesehenen Investitionssumme von 50 Millionen Euro. Bis 2025 sollen außerdem alle Verpackungslösungen zu 100 Prozent recyclingfähig sein. Der Anteil der verarbeiteten Post-Consumer- Recyclingmaterialien am gesamten Materialeinsatz soll auf 25 Prozent steigen. www.alpla.com Bild: Alpla Destatis Bezug von Schwefelhexafluorid 2018 um 31 % gegenüber 2016 gesunken Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2018 insgesamt 786 Tonnen des extrem klimawirksamen Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF 6 ) von inländischen Gasehändlern bezogen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entspricht dies einem Rückgang gegenüber 2016 um 31 % von 1 142 auf 786 Tonnen. SF 6 wird mit 609 Tonnen (77 %) hauptsächlich in der Elektroindustrie und im Apparatebau eingesetzt. Gegenüber 2016 verminderte sich hier die Abgabe um 351 Tonnen beziehungsweise 37 %. Klimawirksame Stoffe nehmen Einfluss auf die Erderwärmung und tragen zum Klimawandel bei. Schwefelhexafluorid ist das stärkste bisher bekannte Treibhausgas: Es trägt in einem Zeitraum von 100 Jahren 22 800 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als Kohlenstoffdioxid (CO 2 ). Die Klimawirksamkeit der in 2018 abgegebenen Menge SF6 entspricht insgesamt 18 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalenten (Global Warming Potential, kurz GWP). Zu einer weiteren bedeutenden Abnehmergruppe zählt mit 1 Million Tonnen CO 2 -Äquivalenten die Halbleiterindustrie. Dort wird SF 6 überwiegend als Ätzgas eingesetzt. Die von Gasehändlern an die Industrie abgegebene Menge entspricht allerdings nicht der in die Atmosphäre freigesetzten Emissionsmenge. Das Gas wird zu großen Teilen innerhalb geschlossener Systeme verwendet und damit (vorerst) nicht freigesetzt. Tatsächlich freigesetzt wurden im Jahr 2017 nach Berechnungen des Umweltbundesamtes zur nationalen Treibhausgas-Berichterstattung 4,2 Millionen CO 2 -Äquivalente SF 6 . Dies entspricht einem Anteil von knapp 0,5 % an den gesamten Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 907 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalenten. Die statistische Erhebung erfolgt bei Unternehmen, die Schwefelhexafluorid in Mengen von mehr als 200 Kilogramm im Inland abgeben. www.destatis.de 6 UmweltMagazin Juli - August 2019

Nachrichten Emissionshandel 2018 Deutsche Anlagen mindern um 3,5 Prozent Im Jahr 2018 emittierten die rund 1.870 im Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfassten stationären Anlagen in Deutschland etwa 422 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO 2 -Äquivalente). Dies entspricht einem Rückgang um 3,5 Prozent gegenüber 2017. Das berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt in ihrem diesjährigen Bericht über die Treibhausgasemissionen der emissionshandelspflichtigen stationären Anlagen und im Luftverkehr für Deutschland im Jahr 2018. Der Rückgang der Emissionen geht maßgeblich auf Minderungen in der Energiewirtschaft zurück. Die Emissionen der energieintensiven Industrie stagnieren dagegen weiter auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Rund 70 Prozent der Treibhausgasemissionen aus Deutschlands emissionshandelspflichtigen stationären Anlagen stammen aus Energieanlagen, gut 30 Prozent aus Industrieanlagen. Im Jahr 2018 gingen die Emissionen der Energieanlagen um etwa vier Prozent auf 298 Millionen Tonnen Kohlendioxid zurück. Grund ist die erheblich gestiegene Einspeisung von Wind- und Solarstrom, die zu einem Rückgang der Verstromung von Braunkohle, Steinkohle und Erdgas führten. Außerdem war die Stromerzeugung insgesamt leicht rückläufig. Der relativ starke Rückgang der Emissionen in der Energiewirtschaft setzt sich damit weiter fort. Die Emissionen der energieintensiven Industrie bewegten sich in den Jahren 2013 bis 2017 jeweils zwischen rund 123 und 126 Millionen Tonnen. CO 2 -Äq und blieben auch 2018 mit 124 Millionen Tonnen CO 2 -Äq auf diesem hohen Niveau. Der Rückgang der gesamten deutschen ETS- Emissionen seit 2013 ist damit fast vollständig auf den Emissionsrückgang der Energieanlagen zurückzuführen. Die aktuelle Entwicklung im Emissionshandel ist positiv und unterstreiche, so Maria Krautzberger, die Präsidentin des UBA, die Bedeutung des Emissionshandelssektors für die Erfüllung der Europäischen Klimaziele im Energie- und Industriesektor. Die Reform des Europäischen Emissionshandels zeige Wirkung. Dennoch brauche es, ihrer Meinung nach, einen Mix aus zusätzlichen, abgestimmten Maßnahmen und Instrumenten wie den geplanten Ausstiegspfad für die Kohle in Deutschland. Insbesondere die bislang geringen Minderungen in der Industrie machen deutlich, dass neben dem CO 2 -Preissignal auch die Förderung vorhandener Technologien zur Marktdurchdringung, von Innovationen bis zur Marktreife und entsprechende Investitionen notwendig sind, um die Industrie bei der Dekarbonisierung voran zu bringen. Der signifikante Preisanstieg für Emissionsberechtigungen im Jahr 2018 setzte insbesondere für die Energiewirtschaft ein wirksames Preissignal und ist neben den ebenfalls gestiegenen Steinkohlepreisen mit ein wichtiger Faktor für den spürbaren Rückgang der Emissionen aus der Steinkohleverstromung. In der Industrie ist dieses allerdings noch zu gering, um wirksame Anreize für emissionsmindernde Investitionen zu schaffen. Die EUA-Preise bewegten sich im Jahr 2018 beinahe kontinuierlich aufwärts in einem Intervall zwischen etwa 7,60 Euro zum Jahresanfang bis 25,80 Euro zum Jahresende, der Durchschnittspreis für 2018 betrug rund 16 Euro. Gegenüber 2005 sind die ETS-Emissionen europaweit mit rund 29 Prozent deutlich stärker zurückgegangen als in Deutschland mit etwa 18 Prozent. Dabei hat sich der Rückgang der Emissionen im Zeitraum 2013 bis 2018 europaweit verlangsamt: Im Jahr 2018 lagen die Emissionen sowohl für Europa als auch für Deutschland um etwa zwölf Prozent unterhalb des Werts von 2013. Für 2018 meldeten insgesamt 72 der in Deutschland verwalteten emissionshandelspflichtigen Luftfahrzeugbetreiber Emissionen in Höhe von 9,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Damit sind die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,7 Prozent gestiegen und erreichen einen neuen historischen Höchststand. www.uba.de Online-Portal Klimafreundliches Kühlen Viele fluorierte Kältemittel sind sehr klimaschädlich und tragen zum Treibhauseffekt bei. Doch es gibt Alternativen durch natürliche Kältemittel, die genauso gut kühlen und das Klima dabei schützen. Ob Metzgerei, Restaurant oder Supermarkt, Hotelier oder Facility Management – wer Klima- und Kälteanlagen oder Wärmepumpen betreibt oder plant, kann sich nun auf dem Online-Portal www.kaeltemittel-info. de über Anwendungen, Fördermittel und rechtliche Fragen informieren. Neben dem Plus fürs Klima sprechen auch die Kosten für den Umstieg auf klimafreundliche Kältemittel: Die EU-F-Gas-Verordnung verknappt klimaschädliche Kältemittel, sie werden dadurch schon jetzt deutlich teurer oder in Zukunft gar nicht mehr verfügbar sein. Das Onlineportal „ Klimafreundliche Kälte“ richtet sich an Anwender und Planer von Kälteanlagen. Es liefert leicht verständliche Erklärungen zu umweltfreundlichen Alternativen einschließlich ihrer Einsatzmöglichkeiten und Grenzen, Informationen zu Schulungs-, Fort- und Weiterbildungsangeboten, sowie Förderprogrammen. Beispiele aus der Praxis zeigen, wie bei Modernisierung und Neubau von Kälte-, Klima – und Wärmepumpenanlagen Energie gespart werden kann und das Klima geschützt wird. In der Experten-Datenbank finden Betreiber Kälteanlagenplaner und -bauer in ihrer Region. Neben den Online-Informationen hilft auch ein persönlicher Ansprechpartner per Telefon bei Fragen weiter. www.uba.de UmweltMagazin Juli - August 2019 7

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