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07-08 | 2019

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Nachrichten Deutscher

Nachrichten Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2020 Das sind die nominierten Unternehmen Die besten Unternehmen im Wettbewerb um den 12. Deutschen Nachhaltigkeitspreis stehen fest und gehen in die Endrunde. Der Wettbewerb würdigt Vorreiter, die neue Wege gehen: mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, hohen ökologischen Standards in der Produktion oder einer besonderen sozialen Verantwortung in ihrer Wertschöpfungskette. Die Auszeichnungen werden am 22. November 2019 im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf vergeben. Im ersten Schritt des mehrstufigen Wettbewerbs gaben die Bewerber einen Überblick über ihre Strategien, Maßnahmen, Erfolge und Ziele in Sachen Nachhaltigkeit. Unternehmen, die eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex des Rates für Nachhaltige Entwicklung abgegeben haben, konnten mit dieser Erklärung teilnehmen. Die Methodikpartner unter Federführung der internationalen Unternehmensberatung A.T. Kearney werteten die Bewerbungen aus und ermittelten die Nominierten. In der nun beginnenden Wettbewerbsphase stellen alle nominierten Unternehmen der Jury ihre Strategien und Maßnahmen detailliert dar. Das unabhängige Expertengremium unter dem Vorsitz von Prof. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, bestimmt anschließend die Finalisten und Sieger. Das sind die nominierten Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge: Großunternehmen: Alfred Kärcher SE & Co. KG fischerwerke GmbH & Co. KG Grohe AG Hydro Aluminium Rolled Products GmbH Interseroh Lidl Deutschland SAP SE WILO SE Mittelgroße Unternehmen: Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG BKK ProVita CEWE Stiftung & Co. KGaA Develey Senf und Feinkost GmbH Emschergenossenschaft Lippeverband iglo Deutschland J. Schmalz GmbH Katjes Fassin GmbH + Co. KG Laverana GmbH & Co. KG Schneider Schreibgeräte GmbH Seeberger GmbH Stadtreinigung Hamburg Bild: DNP Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Ecoinn Hotel am Campus Fairaway Travel GmbH FiltaFry Deutschland GmbH i+m Naturkosmetik Berlin GmbH Leicher Engineering GmbH Peru Puro GmbH Reinsicht GmbH Steinbildhauerei Vincent supernutural GmbH Taifun-Tofu GmbH Sonderpreis Digitalisierung: Gesobau AG Grohe AG Interseroh SAP SE SWT-Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Trier. www.nachhaltigkeitspreis.de Kyocera Kyocera strebt 30 % weniger Treibhausgasemission bis 2030 an Kyocera veröffentlichte das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent zu reduzieren, was von der Science Based Targets (SBT) Initiative offizielle Anerkennung fand. SBT ist eine internationale Initiative, die 2015 zur Unterstützung des Pariser Abkommens gegründet wurde, dessen Ziel die Begrenzung globaler Erwärmung auf „deutlich unter 2 °C“ über dem vorindustriellen Niveau ist. Die Initiative umfasst die Zusammenarbeit zwischen dem CDP, dem United Nations Global Compact (UNGC), dem World Resources Institute (WRI) und dem World Wide Fund for Nature (WWF). Mehr als 550 Unternehmen weltweit haben sich der Initiative angeschlossen und mehr als 200 haben die Unterstützung der SBT für ihre Ziele erhalten. Im Rahmen des langjährigen Programms zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen hat sich Kyocera kürzlich dazu verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 30 % zu reduzieren (Scope 1,2 und Scope 1,2,3 seit dem Basisjahr 2013 1 ). Parallel zu diesem Ziel strebt Kyocera auch eine 10-fache Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien bis 2030 im Vergleich zu 2013 an. Mit der Festlegung dieses Ziels wird Kyocera weiterhin auf die Verwirklichung einer nachhaltigen, CO 2 -armen Gesellschaft hinarbeiten, indem neue Ansätze für Umwelt und erneuerbare Energien umgesetzt werden. Dazu zählen die Installation externer Systeme zur Erzeugung erneuerbarer Energien, die in der Lage sind, Strom für die Produktion bereitzustellen. https://global.kyocera.com/ecology/index. html 8 UmweltMagazin Juli - August 2019

Nachrichten Messe IE expo Chengdu überzeugt in Westchina Gleich bei ihrer Premiere überzeugte die IE expo Chengdu mit außerordentlichen Erfolgszahlen: 19.620 Fachbesucher und 321 Aussteller nahmen an der westchinesischen Version der Münchener IFAT vom 27. bis zum 29. Juni 2019 in der Western China International Expo City in der 15-Millionen-Einwohner-Stadt Chengdu teil. Damit hat sich die Veranstaltung bei der Erstausgabe als führende Umwelttechnologieplattform Westchinas etabliert. Der Geschäftsführer der Messe München, Stefan Rummel, zeigt sich angesichts der starken Messeeinführung begeistert: „Die Resonanz der Teilnehmer hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Die Kombination aus einem maßgeschneidertem Ausstellungsportfolio, der Bekanntheit der weltweiten Marke IFAT und der Unterstützung regionaler Behörden und Branchenverbände hat schlichtweg überzeugt.“ Als Partner der IE expo Volle Hallen, voller Erfolg: Die Erstausgabe der IE expo Chengdu zog 19.620 Fachbesucher an. Das Gros der Besucher stammte aus China. Chengdu 2019 traten das Chengdu Municipal People’s Government, das Chengdu Ecological Environment Bureau, das Chengdu Expo Bureau und die China Environment Chamber of Commerce auf. www.ifat.de Bild: IE Expo UBA-Papier Kunststoffe in der Umwelt Kunststoffe sind wertvolle Werkstoffe, aber sie werden zum Problem, wenn sie als Abfall in der Umwelt landen. Dort werden sie nur sehr langsam abgebaut und können Ökosysteme und Lebewesen schädigen. In welchem Ausmaß finden sich Kunststoffe in Wasser, Boden, Luft, in den Meeren und an den Küsten in Deutschland? Wie und warum gelangen sie überhaupt dorthin? Wo gibt es weiteren Forschungsbedarf – und mit welchen Maßnahmen können die Kunststoffeinträge in Deutschland reduziert werden? Einen aktuellen Überblick gibt das neue Papier des Umweltbundesamts (UBA) „Kunststoffe in der Umwelt“. Die Autoren des Papiers erklären, was Kunststoffe überhaupt sind und mit welchen Methoden man sie in der Umwelt untersuchen und messen kann. Sie zeigen das Vorkommen von Kunststoffen in Wasser, Boden, Luft und Meeren in Deutschland und welche Folgen das für die Ökosysteme hat. Es werden Bereiche mit (noch) unzureichender Datenlage identifiziert und Forschungsbedarfe benannt ebenso wie Maßnahmen, um Kunststoffeinträge in die Umwelt in Deutschland wirksam zu reduzieren und den Zustand der Umwelt zu verbessern. www.uba.de Messdaten Luftqualität 2018 Die Messdaten für Stickstoffdioxid (NO 2 ) im Bundesgebiet für das Jahr 2018 liegen vor: Demnach überschritten im vergangenen Jahr noch 57 Städte den Luftqualitätsgrenzwert von 40 Mikrogramm NO 2 pro Kubikmeter Luft (µg/m³) im Jahresmittel. Im Jahr 2017 waren noch 65 Städte betroffen. Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes betont, dass die Luft in den Städten besser wird, und der Trend in die richtige Richtung geht. Dennoch sieht man, dass die bislang beschlossenen Maßnahmen nicht ausreichen, damit wirklich überall der EU-Grenzwert für NO 2 im Jahresmittel zum Schutz der Gesundheit eingehalten wird. Neben den angelaufenen Software-Updates braucht es ihrer Meinung nach insbesondere eine schnelle Nachrüstung älterer Diesel-Pkw mit wirksamen Katalysatoren zur deutlichen Reduzierung des Stickoxidausstoßes. Die rechtlichen Voraussetzungen zur Zulassung solche Katalysatoren liegen vor und Nachrüstunternehmen haben erste Anträge auch für Pkw gestellt. Nun kommt es darauf an, dass der Genehmigungsprozess rasch durchlaufen wird. Alle Automobilhersteller sind dazu aufgerufen, solche Unternehmen technisch und die Kunden beim Kauf der Systeme finanziell zu unterstützen. www.uba.de UmweltMagazin Juli - August 2019 9

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