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09 | 2016

Special

Special Wasserkreisläufe & Pumpen Abwasserreinigung benötigt viel Energie. Diese stammt zu großen Teilen aus fossilen Brennstoffen, bei deren Nutzung CO 2 freigesetzt wird. Effizientere Technik in den Kläranlagen verringert den Strombedarf und folglich auch die Emissionen. Dass sich der Einsatz der teureren, aktuellen Technologie lohnt, belegt eine Studie der Xylem Water Solutions Deutschland GmbH aus Großostheim. Effiziente Technik für weniger CO 2 -Ausstoß Fast die Hälfte der Energiekosten, die weltweit für die Abwasseraufbereitung anfallen, könnten eingespart werden – durch den Einsatz heute bereits verfügbarer Technologien. Das ist das Resümee des aktuellen Reports „Powering the Wastewater Renaissance“ von Xylem, der sich insbesondere den Möglichkeiten der verbesserten Energieeffizienz und Emissionsreduktion beim Abwassermanagement widmet. Investitionen in die Energieeffizienz der Abwasseraufbereitung sollen sich schnell bezahlt machen. Um dies zu belegen, analysiert der Report die Märkte USA und Europa sowie den schnell wachsenden Markt China. Dabei untersuchte die Studie 18 Möglichkeiten zur Emissionsverminderung im Zusammenhang mit dem Einsatz von elektrischer Energie im Rahmen der Abwasserbehandlung. Emissionen entstehen zum einen durch die Zersetzung von Bestandteilen des Abwassers. Dabei fallen insbesondere Methan, Stickoxide und Kohlendioxid an. Zum anderen entfallen Kohlendioxid-Emissionen auf die Erzeugung der elektrischen Energie, die im Rahmen von Abwassertransport und -reinigung benötigt wird, zumindest soweit dabei fossile Energieträger genutzt werden. Insbesondere für die zweite und dritte Behandlungsstufe, bei der Technische-Einrichtungen in Kläranlagen, wie dieser Ozongenerator, verbrauchen eine große Menge Energie. beispielsweise Luft oder Ozon zugeführt oder Abwasser mittels anderer energieaufwendiger Methoden desinfiziert wird, sind der Energieverbrauch und damit die CO 2 -Emissionen hoch. Auch die Klärschlamm-Entwässerung und -trocknung ist energieintensiv. Dabei stellt sich die Frage, ob beim Energieaufwand oder der Zersetzung der größere Hebel zur Emissionsreduktion vorhanden ist. Die Emissionen aus der Zersetzung der Abwasserbestandteile zu reduzieren, würde hohe Kosten verursachen – für eine erfolgreiche Klimapolitik ist es daher wenig zielführend, diesen Ansatz zu verfolgen. Der größte Gewinn für das Klima lässt sich durch eine bessere, gründlichere Abwasserreinigung erreichen, die wiederum die Emissionen aus der Zersetzung reduziert. Das treibt aber letztlich wieder den Stromverbrauch und die damit verbundenen Emissionen in die Höhe. Laut einer Untersuchung der United States Environmental Protection Agency ist es ökonomisch attraktiver, bei der Reduktion der Emissionen den Energieverbrauch in den Fokus zu nehmen. Die Studie evaluiert das Potenzial zur Reduktion der Umweltbelastung über den Energieverbrauch auf Grundlage einer Basis-Abwasserbehandlungstechnik und alternativ einer höherwertigen Technik, deren Kosten und Performance bekannt sind. Diese ist mit einem geringeren Energieverbrauch verbunden, doch die Kosten dafür sind höher als die für die Basistechnologie. Andererseits sinken bei der höherwertigen Technologie die Betriebskosten durch einen geringeren Instandhaltungsaufwand. Vorhandene Technologien müssten genutzt werden Die Quintessenz dieser Studie ergibt, dass es sich lohnt, in teurere aber dafür effizientere Technologien zu investieren. Um in großem Maße den Energieverbrauch zu drosseln und damit die CO 2 -Belastung zu reduzieren, sind nicht einmal technische Neuentwicklungen notwendig. Auch eine aggressivere Energie-Preispolitik, die Sparanreize schaffen würde, ist nicht entscheidend. Vielmehr ist es notwendig, möglichst rasch bereits existierende, effiziente Technologien einzuführen. Dafür müssen die Betreiber erkennen, dass eine Chance für sie darin liegt, in existierende Lösungen zu investieren. Denn diese führen über kurz oder lang zu Einsparungen bei den Betriebskosten. Der erforderlichen Erkenntnis auf der Entscheiderebene stehen zwei politische und finanztechnische Hebel zur Seite, die die Einführung von effizienter Abwassertechnik beschleunigen können: finanzielle Förderung und neue Energieeffizienz-Standards. Da energieeffiziente Lösungen tatsächlich mit höheren Investitionskosten verbunden 16 UmweltMagazin September 2016

Bilder: Xylem Effiziente Pumpen und ähnliche technische Einrichtungen tragen durch ihren geringeren Stromverbrauch zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes bei. sind, kann die Unterstützung durch Banken und die öffentliche Hand hilfreich sein. Außerdem unterstützen höhere Energieeffizienz-Standards durch den Gesetzgeber die breite Einführung. Derartige Standards beginnen in Europa und in den USA bereits zu greifen. Ähnliche Regularien könnten auf weiteres Equipment sowie auf andere Regionen ausgedehnt werden, empfiehlt die Studie. Energieeffiziente Technik reduziert Betriebskosten Dieses Vorgehen eröffnet Chancen und kann als Unterstützung verstanden werden, dem Fortschreiten des Klimawandels entgegenzuwirken. In den USA und Europa konnten zahlreiche Betreiber, die finanzielle Unterstützung zur Einführung energieeffizienter Technologien erhielten, dadurch ihre Betriebskosten reduzieren. Das wiederum setzt Ressourcen frei, die in die vielerorts notwendige Erneuerung der Abwasser-Infrastruktur fließen können. In China und zahlreichen anderen schnell wachsenden Industrie-Gesellschaften, die in den nächsten Jahren große Abwasseranlagen schaffen müssen, stellt die Einführung effizienter Technologien auch eine ökonomisch attraktive Gelegenheit dar, teure und verschwenderische Infrastruktur zu vermeiden. Das gilt umso mehr, wenn neu zu errichtende Anlagen von vorneherein unter Effizienzgesichtspunkten gebaut werden. Industrie und Stakeholder müssen dem Klimawandel gemeinsam begegnen So entstehen rentable Anlagen: Zusammengefasst ergibt sich ein Kapitalwert der chinesischen Investments mit einem positivem Beitrag zur Rentabilität von 25 Mrd. $. Werden Europa und die USA hinzugezählt, kommt der Überschusswert auf 40 Mrd. $. Es ist nun an der Zeit für die Industrie und alle Stakeholder, in der Klimawandel-Agenda zusammenzuarbeiten, um noch bestehende Grenzen zur Einführung von effizienten Abwasser-Behandlungstechnologien zu überwinden. Sie führen nicht nur zu einer größeren Produktivität in den Abwasseranlagen. Sie leisten auch einen Beitrag dabei, dem Klimawandel entgegen zu arbeiten. Dr. Ulla Reutner, Fachjournalistin, Unternehmenskontakt: Lucia Wolfstädter, Xylem Water Solutions Deutschland GmbH, Großostheim, lucia.wolfstaedter@xyleminc.com UmweltMagazin September 2016 Effiziente Wasser - versorgung mit der Wilo-Zetos K 8. Mit einem hydraulischen Wirkungsgrad von über 84 Prozent ist die Wilo-Zetos K 8 bei den Bohrlochpumpen in dieser Klasse das Effizienteste, was es derzeit auf dem Markt gibt Darüber hinaus ist sie dank ihrer individuellen Konfigurierbarkeit, hohen Wirkungsgrade und widerstandsfähigem Feinguss-Materials universell einsetzbar. Effiziente Vorteile der Wilo-Zetos K 8: ƒ Höchster Pumpenwirkungsgrad von bis zu 84,5 % ƒ Bislang unerreichter Gesamtwirkungsgrad von 75 % in dieser Klasse mit Permanentmagnetmotor ƒ Besonders korrosionsbeständig durch eine Hydraulik komplett aus Edelstahlfeinguss in 1.4408 (AISI 316) ƒ Hohe Verschleißfestigkeit: Max. Sandgehalt von 150 g/m³ ƒ ACS-Zulassung für die Trinkwassernutzung ƒ Wartungsfreundliches, einfach demontierbares System Mit Try & Buy sind Sie einfach auf der sicheren Seite. Nutzen Sie unseren einzigartigen Service Try & Buy und überzeugen Sie sich von unserem Produkt in Ihrer eigenen Anlage. Mehr Informationen unter www.wilo.com/trybuy

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