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09 | 2016

Umweltmarkt Produkte

Umweltmarkt Produkte Abfallentsorgung Verbesserte Sicherheitssysteme für Sammelfahrzeuge Der aktuelle Mercedes-Benz Econic verfügt über eine verbesserte Ergonomie. Bei der Entwicklung des Mercedes- Benz Econic stand das Thema Sicherheit beim kommunalen Einsatz im Vordergrund. Aus diesem Grund legte Daimler Wert auf eine optimierte Rundumsicht und die Minimierung des toten Winkels. Das tief positionierte Fahrerhaus, die große Panorama-Windschutzscheibe sowie die verglaste Beifahrertür und ein aufwendiges Spiegelsystem tragen dem Rechnung. Das Modell hat sich als Referenzfahrzeug für viele Aufgaben im Kommunal-, Sammel- und Verteilerverkehr etabliert. Aufgrund der angepassten Konstruktion mit ergonomischem Low-Entry-Fahrerhaus, des vollluftgefederten Fahrgestells und des automatischen Getriebes verbindet das Fahrzeug das Fassungsvermögen eines Lkw mit der Wendigkeit eines Transporters und der Ergonomie eines Niederflurfahrzeugs. Der Econic wird serienmäßig mit den Assistenzsystemen Active Brake Assist und Spurhalte-Assistent ausgestattet, optional ist ein Abstandsregeltempomat erhältlich. Bereits in der Vergangenheit war der Econic mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ausgerüstet. Neu ist das Totwinkel-Kamerasystem, das die direkte Sicht aus dem Führerhaus um eine indirekte Rundumsicht für den Bild: Daimler Fahrer ermöglicht. Dabei kommen vier Kameras am und ein Monitor im Fahrzeug zum Einsatz. Die Frontkamera ersetzt den Anfahrspiegel, dadurch ist auch bei heruntergelassenem Sonnenrollo jederzeit ein vollständiger Ausblick nach vorne möglich. Zwei weitere Kameras sitzen an den unteren Spiegelarmen, um die Sicht seitlich nach hinten wiederzugeben, und die vierte ist am Heck auf dem Aufbau platziert. Darüber hinaus verfügt der Econic über Lichtassistenz-Systeme wie die Beleuchtung an der Hinterachse für das Rangieren bei Dunkelheit und die automatische Aktivierung von Warnblinkschalter und Rundumkennleuchten/Blitzer bei Einlegen des Nebenantriebs. Aus Sicherheitsgründen kann die Geschwindigkeit bei der Rückwärtsfahrt auf 9 km/h begrenzt werden. Das Nutzfahrzeug verfügt neben den Euro-VI-Motoren über ein Alu-Space-Cage-Fahrerhaus. In Aluminium-Leichtbauweise hergestellt, vereint es geringes Gewicht mit Sicherheit. Die hohe Variante bietet Bewegungsfreiheit durch eine seitliche Stehhöhe im Standardfahrerhaus von 193 cm und gute Platzverhältnisse für die Mannschaftsmitglieder. Die niedrige Variante, mit einer seitlichen Stehhöhe von 146 cm, eignet sich für innerstädtische Einsätze, bei de- nen es Zonen mit geringer Durchfahrtshöhe gibt. Neu sind der optimierte Einstieg und die verbesserte Durchstiegsmöglichkeit im Fahrerhaus durch einen modifizierten Motortunnel. Die Fahrertür ist höher, der Öffnungswinkel größer und die Betätigungskräfte sind geringer. Der Econic ist in den Konfigurationen 4x2, 6x4 und 6x2/4 mit elektrohydraulisch progressiv gelenkter Nach- und Vorlaufachse in den zulässigen Gesamtgewichten von 18 beziehungsweise 26 t lieferbar. Auf Wunsch gibt es auch speziell zugeschnittene Fahrzeugausführungen. Die Zweiund Dreiachser sind in unterschiedlichen Radständen erhältlich – von 3 450 bis 5 700 mm. Zum Einsatz kommen zwei Sechszylinder aus der Baureihe OM 936 LA mit 220 kW (299 PS) und 260 kW (354 PS) bei einem Hubraum von 7,7 l. Neben der motorinternen Abgasrückführung erfolgt die Abgasreinigung durch den geschlossenen Partikelfilter, AdBlue-Einspritzung und SCR-Katalysator. Um den Verbrauch von Kraftstoff zu reduzieren wird optional ein Eco-Paket angeboten, das unter anderem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 85 km/h und eine konstante Beschleunigung umfasst, die eine Dreiviertel-Beladung simuliert und den Kickdown sperrt. Der Stop-and-Go- Verkehr spielt im täglichen Einsatz der kommunalen Econic-Nutzer eine große Rolle und stellt auch eine besondere Herausforderung für Motoren und Getriebe dar. Das Sechsgang-Automatikgetriebe von Allison bewährt sich unter anderem bei den häufigen Stopps und Starts im Entsorgungsdienst. Der Econic NGT (Natural Gas Technology) in Euro VI wird nun ebenfalls in Serie gefertigt. Die CO 2 -Emissionen liegen bis zu 20 % unter denen eines Dieselmotors. Bei der Verwendung von Biogas wird die CO 2 -Bilanz nochmals attraktiver. Auch die Geräuschemissionen sind geringer. Der eingesetzte Erdgasmotor M 936 G basiert auf dem Turbodieselmotor OM 936 aus der neuen BlueTec- 6-Generation mit 7,7 l Hubraum. Er wird als monovalenter Motor mit komprimiertem Erdgas betrieben, leistet 222 kW und erreicht ein maximales Drehmoment von 1 200 Nm. www.daimler.com 34 UmweltMagazin September 2016

Produkte Umweltmarkt Messtechnik Berührungslose Füllstandsmessung Der Ultraschalltransmitter SonarFox UST 10 der Afriso-Euro-Index GmbH aus Güglingen ist zur kontinuierlichen, berührungslosen Füllstandmessung von Flüssigkeiten und Schüttgütern unterschiedlicher Konsistenz und Oberflächenbeschaffenheit geeignet. Art, Dichte und Temperatur des Mediums sowie Einbauten oder Rührwerke unterhalb einer ebenen Oberfläche sollen keinen Einfluss auf die Messung haben. Zur Visualisierung und Parametrierung kann der Transmitter zusätzlich mit einer Vorortanzeige, dem Programmierdisplay PD10 UST, ausgestattet werden. Damit sich die Messergebnisse auch an entfernten Kontrollständen ablesen lassen können, lässt sich das System mit einer digitalen Anzeige und VarioFox verbinden. Dies ist ein anschlussfertiges Universalmess- und Regelgerät, das über eine Liste mit frei editierbaren Einheiten und skalierbaren Anfangs- und Endwerten verfügt. Für zylindrisch liegende und Kugeltanks sind entsprechende automatische Berechnungsformeln hinterlegt, somit ist die Weitergabe und direkte Anzeige eines volumenproportionalen Signals möglich. www.afriso.de Ein Tank für Enteisungsmittel ist mit dem Ultraschallmessgerät SonarFOX UST 10 und dem Programmierdisplay PD10 UST ausgestattet. Bild: Afriso Recycling Effiziente Vorwäsche stark verschmutzter Post-Consumer-Kunststoffe Als Wascheinheit für vorzerkleinerte, stark verunreinigte Post-Consumer-Kunststoffabfälle ist der neue Rafter in der Recyclinglinie zwischen dem Nass-Shredder Micromat WS und dem nachfolgenden Loop-Dryer angeordnet. Alle drei Systeme sind Teil des neuen Kunststoff-Waschanlagen-Konzepts der österreichischen Lindner Firmengruppe. Bild: Lindner washTech Mit dem neuen Rafter präsentiert die Lindner washTech GmbH aus Großbottwar ein schonendes und effizientes System zur gründlichen Reinigung stark verschmutzter, bereits vorzerkleinerter Kunststoffabfälle wie Verpackungen, Flaschen oder Folien, die in einem Schritt von Störstoffen befreit und vorgewaschen werden. In Verbindung mit dem ebenfalls neuen Nass- Shredder Micromat WS ist es eine neue Generation von Kunststoff-Waschanlagen, die kompakter sind und sich wirtschaftlicher betreiben lassen. Der in den Rafter integrierte Reinigungsprozess läuft in drei Phasen ab. Dabei zieht eine Spezialschnecke das verunreinigte Material zunächst unter die Wasseroberfläche, wo dann in einer ersten ruhigen Phase Schwerstoffe wie Metalle, Steine oder Glas absinken können. Daran anschließend werden in einer zweiten Phase Materialanhaftungen wie Sand, Erde oder andere Verschmutzungen mittels eines paddelbestückten Rotors gelöst. Dabei lässt sich die Drehzahl des Rotors dem Verschmutzungsgrad des Materials anpassen und dadurch der Reinigungsgrad direkt beeinflussen. Dieser Vorgang erfolgt in einer fest stehenden Trommel, wobei schwimmende und sinkende Partikel über Siebbleche separiert werden. Nach Beendigung des Waschvorgangs steigt das so vorgereinigte Material wieder an die Wasseroberfläche, ehe es eine Transportschnecke den nachfolgenden Verarbeitungsschritten zuführt. Ein optionaler Kratzkettenförderer übernimmt den Abtransport der separierten Störstoffe und abgelösten Verschmutzungen. Mit einer Nenn-Durchsatzleistung von 1 500 bis 2 500 kg/h ist der rund 10 t schwere Rafter auf die typischen Kapazitäten heutiger Recyclinganlagen abgestimmt und unterstützt so eine kontinuierliche In-line-Aufbereitung von Kunststoffabfällen bis zum fertig granulierten Rezyklat beziehungsweise bis zur Recyclingfolie. Dabei lässt sich die tatsächliche Durchsatzleistung mittels Frequenzumrichter an die Leistungen der vor- und nachgeschalteten Systeme anpassen. Zugleich ermöglichen der energieoptimierte Antrieb und die benötigte Wassermenge von nur 3 bis 10 m³/h einen wirtschaftlichen Betrieb des Rafters. www.lindner-washtech.com UmweltMagazin September 2016 35

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