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09 | 2016

Management Gliederung

Management Gliederung der High Level Structure. 44 % 34 % 33 % 33 % 27 % Fortlaufende Verbesserung der Umweltleistung Es werden höhere Anforderungen an die Leistungsbewertung gestellt, inklusive der Notwendigkeit, die Methoden, Kriterien und Indikatoren festzulegen, um die Umweltleistung zu analysieren und zu bewerten. Außerdem ist vom Unternehmen zu bestimmen, was in welcher Form und wann zu überwachen und zu messen ist. Für Unternehmen bedeutet dies, dass zu den derzeitigen Umweltprogrammen konkrete, messbare Kennzahlen abgeleitet und bewertet werden müssen. Dabei sind neben Umweltaspekten auch Anforderungen und Erwartungen der interessierten Kreise zu berücksichtigen. Darüber hinaus gibt es erweiterte Anforderungen in Bezug auf die interne und externe Kommunikation, einschließlich der Notwendigkeit zu bestimmen, mit welchen Methoden zu kommunizieren ist. Zum Beispiel muss im Rahmen von rechtlichen Vorgaben extern kommuniziert werden, und dafür muss eine Methode definiert werden. Die Informationen müssen wahrheitsgemäß, nicht irreführend, vollständig, transparent und belastbar sein. Die Leiter in den Unternehmen sehen die Schwierigkeiten bei der Umsetzung eines Umweltmanagementsystems an unterschiedlichen Stellen. umfangreichen Eingaben, der Risikoanalyse und Priorisierung, das bei sorgfältiger Implementierung und Nutzung die Identifizierung und Bewertung der unterschiedlichen Risiken und Chancen verschiedener Organisationsbereiche ermöglicht. Die Tiefe und Komplexität des Vorgehens dürfte in erster Linie von der Größe und dem Aufbau der jeweiligen Organisation abhängen 25 % 25 % 22 % 19 % 8 % 4 % Bilder: DNV GL sowie von weiteren Faktoren wie den spezifischen Branchenvorschriften, Rechtskonformität, Kommunikationspflichten oder dem öffentlichen Interesse. Übergangsfrist Der Stichtag, bis zu dem alle bestehenden Zertifizierungen nach ISO 14001:2015 umgestellt sein müssen, ist der 15. September 2018. In der Übergangsphase dürfen Unternehmen weiterhin Audits nach der aktuellen 2004er-Normrevision durchführen lassen, allerdings sind die Gültigkeiten dieser Zertifikate auf den Ablauf der Übergangsfrist beschränkt. Daher sollten sich die Verantwortlichen in den Unternehmen frühzeitig mit der neuen Norm vertraut machen und ihren Handlungsbedarf identifizieren, um die kommenden Anforderungen erfüllen zu können. Dabei hilft die Erstellung eines Umsetzungsplans und entsprechende Schulungen. Gunder Herbst, DNV GL Business Assurance Zertifizierung & Umweltgutachter GmbH, Essen dialog@dnvgl.com 38 UmweltMagazin September 2016

Energie Sieben hält flüssig Gärreste in Biogasanlagen werden aufgrund gesetzlicher Bestimmungen zunächst zwischengelagert, um anschließend als Dünger ausgetragen zu werden. In diesen Lagerbehältern setzt sich mit der Zeit eine Sedimentschicht ab, die auf Dauer die Lagerkapazität einschränkt und deren Beseitigung ein kostspieliges Unterfangen ist. Eine mögliche Lösung für diese Problematik ist ein Verfahren eines nordirischen Herstellers für Aufbereitungsanlagen, das bereits kleinere Partikel aus den flüssigen Gärresten abscheidet und die Kapazität der Endlager aufrecht erhält. Werden flüssige Gärreste zwischengelagert, sorgt die abgebildete zähflüssige, sandhaltige Sedimentationsschicht für Kapazitätseinschränkungen. In Biogas-Anlagen entsteht während des Ausgärens von nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Getreide eine große Menge an festen und flüssigen Gärresten. Schließlich werden die Rohstoffe auf dem Feld abgeerntet und auch Steine, Zweige oder Sand wandern über die Radladerschaufeln in den LKW und anschließend in den Fermenter. Dort entsteht ein zähflüssiger Schlamm, der durch die Vergärung der organischen Bestandteile an Volumen verliert. Alle unvergorenen Bestandteile bleiben unverändert im System der Biogas-Anlage. Um Schäden in Form von Verschleiß und Blockaden zu verhindern, werden die flüssigen Gärreste unmittelbar nach dem Fermenter von Störstoffen befreit. Über Separationsanlagen werden die festen Gärreste sowie grobe Störstoffe abgetrennt und entwässert indem das Material in einen Separator gepumpt wird. Einen Siebkorb mit einer Spaltweite von 5 mm trennt alle groben Stoffe aus dem Volumenstrom ab. Durch den Einsatz einer Schnecke im Inneren des Siebkorbes werden die festen Gärreste mittels Druck entwässert und ausgetragen. Die flüssigen Gärreste werden über Rohrleitungen und Pumpen in Nachgärer beziehungsweise Endlager weitergeleitet, um anschließend als Dünger eingesetzt zu werden. Um den Boden und das Grundwasser vor Überdüngung zu schützen, darf der Betreiber jedoch nur zu vorgegebenen Zeiten im Jahr flüssige Gärreste auf den Feldern austragen. Dieser Zyklus ist ausschließlich mit entsprechender Lagerkapazität einzuhalten, daher müssen Biogasanlagen Kapazitäten für flüssige Gärreste von neun Monaten vorhalten. Lagerkapazität schrumpft Betreiber von Biogasanlagen stehen vor der Herausforderung, diese neue Regelung der Kapazitäten nachzuweisen. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Separation der flüssigen Gärreste bei 4 bis 5 mm eine meist unbekannte Menge an Sand in die Endlager durchlässt. Dieser setzt sich in den Lagerbehältern ab. Dabei entsteht eine stetig wachsende Sedimentationschicht, die wiederum eine schrumpfende Lagerkapazität zur Folge hat. Um diese wieder zu entfernen, müssen die Betreiber von Biogasanlagen eine fachgerechte Reinigung der Behälter in Auftrag geben, die nicht nur sehr kostspielig ist, sondern auch den Behälter für eine bestimmte Zeit außer Betrieb setzt. Darüber hinaus sind die Instandhaltung der Pumpen und Rohrleitungen durch den abrasiven Sand durchaus kostenintensiv. Sandabscheiden über Dichtesortierung Es gibt auch eine Möglichkeit, Partikel abzuscheiden, die kleiner als 4 mm sind. Hierfür hält der irische Herstellers CDEnviro eine kosteneffiziente und kompakte Lösung bereit. Die bestehende Separationsanlage wird dabei um einen weiteren Aufbereitungsschritt zur Sandabscheidung ergänzt, indem ein Hydrozyklon Partikel von bis zu 63 μm aus den flüssigen Gärresten abscheidet. Die Rührwerke im Endlager sind in der Lage alles was kleiner ist, in der Schwebe zu halten. Dadurch entsteht keine kapazitätseinschränkende Sedimentationsschicht. Die Anlage mit dem Namen G:MAX vertreibt das Unternehmen bereits erfolgreich im Bereich der Gullyabfall-/Sinkkastengut-Aufbereitung und möchte damit nun neue Anwendungsgebiete erschließen. Mit dieser ein- oder zweistufigen Nassaufbereitungsanlage werden prinzipiell sämtliche Schlammgemische, die noch Feststoffe enthalten, klassiert sowie sortiert und aufbereitet. Dafür wird das Schmutzwasser – UmweltMagazin September 2016 39

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